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Extremsport als Content-Marketing-Maschine

Ihr Produkt lässt sich perfekt in einem aktiven, sportlich-dynamischen Umfeld präsentieren? Dann fragen Sie sich bei der Planung der Vermarktung: Auf welche Art und Weise will ich es bewerben? Welche Sportarten und Sportler passen zur Positionierung?

Sie haben die Wahl zwischen 3 Möglichkeiten:

1. Populärer Profisport

Golfen spricht z. B. eine zahlungskräftige Zielgruppe an. Motorsport wiederum bietet jede Menge Dynamik.

Die Nachteile: Für einen international bekannten Profi zahlen Sie 6- bis 9-stellige Beträge. Radsport und Leichtathletik stecken tief im Doping-Sumpf. Und der omnipräsente Profi-Fußball passt nach dem Skandal um Herrn Blatter womöglich nicht mehr zur Ihrer CR-Strategie.

2. Breiten- bzw. Amateursport

Hier erreichen Sie eine lokal klar umrissene Zielgruppe mit vergleichsweise geringem Aufwand.

Die Nachteile: Hohe Reichweiten und nationale Beachtung erfordern auch hier enorme finanzielle Mittel. Die Streuverluste sind recht hoch.

3. Fun- und Extrem-Sportarten

Wie erreichen Sie also mit überschaubaren Mitteln ein Millionen-Publikum? Eins, das sich im besten Falle aktiv mit den Inhalten auseinandersetzt? Hier kommen Fun- und Extrem-Sportarten sowie Content-Marketing ins Spiel.

Das Ziel lautet: Inhalte schaffen, die Emotionen und Interesse bei den Konsumenten wecken. Dieser Content muss sich den Weg durch die Welt der Social Media bahnen. Im Idealfall preist er nicht das Produkt selbst an, sondern erzählt eine Geschichte über das Produkt (Storytelling). Diese sollte möglichst emotional aufgeladen werden.

Warum? Weil nichts mehr ohne gute, emotionale Inhalte funktioniert. Das gilt für klassische PR genauso wie für Suchmaschinen-Optimierung oder Social-Media-Marketing. Klassische Werbung wiederum dient heute eher als Reminder und kaum noch zur eigentlichen Ansprache.

Wichtig: Legen Sie den Fokus der Geschichte auf das Interesse Ihrer Kunden. Die Marken-Interessen Ihres Unternehmens stehen hier nicht im Zentrum.

Storytelling

Beim Thema Storytelling gibt es 2 klassische Herangehensweisen:

1. Werbespots, Sponsoring und PR
2. eigene unverwechselbare Veranstaltungen, Contests und Events 

Ihr Vorteil: Diverse Medien berichten darüber. Und Sie sprechen Ihr Zielpublikum direkter an als über Werbespots. Aus unternehmerischer Sicht ist das Ziel dieser Aktivitäten die authentische Positionierung Ihrer Marke.

Beispiel Red Bull

Red Bull nutzte in der Vergangenheit beide Wege. Neben reinem Sponsoring diverser Fun- und Extrem-Sportarten erschuf das Unternehmen eine komplexe Themenwelt für seine Fans. Das Unternehmen nutzt Extrem-Sportler als Marken-Botschafter. Ein eigenes Magazin, TV-Sender und verschiedene Online-Kanäle begleiten die Sportler bei Wettkämpfen oder Missionen.

Diese Methode, bekannte Gesichter für sein Produkt sprechen zu lassen, ist natürlich nicht neu. Neu ist aber die Tatsache, dass diese Botschafter selbstständig und vielfach mehrmals in der Saison publikumswirksamen Content produzieren. Und diesen auch erfolgreich verbreiten.

Dieses Potenzial hat der Energy-Drink-Hersteller vor vielen Jahren erkannt, in seinem Marketing verwurzelt und perfektioniert. Die Folge: Medien (und User) berichten häufiger über das Unternehmen als dass es selbst Werbung schaltet.

Beispiel GoPro

Auf eine andere, nicht minder erfolgreiche Strategie setzt GoPro, der US-amerikanische Hersteller von Action-Kameras. Er hat ein Produkt erschaffen, das als reiner Content-Generator betrachtet werden kann. Denn die GoPro wird hauptsächlich in Situationen genutzt, die schon bei bloßer Betrachtung Adrenalin ausschütten.

Das Unternehmen schaltet kaum klassische Werbung. Es nutzt aber bekannte Extrem-Sportler und Kunden, die täglich ca. 6.000 eigene Videos unter dem Hashtag GoPro in den sozialen Medien verbreiten. Ein hauseigenes Team filtert aus diesen Videos die sehenswertesten heraus. Diese verbreitet es dann über die eigenen Kanäle.

Allein der GoPro-YouTube-Kanal hat über 4,5 Mio. Abonnenten und über 1,3 Mrd. Aufrufe. Hauptinhalte der Videos: Sportler in extremen Situationen und atemberaubende Natur-Aufnahmen.

Fazit

Extrem-Sport und Content-Marketing passen gut zusammen. Schon die Bilder an sich sind oft einmalig und besitzen eine enorme Ausdruckskraft. Sie erzeugen von sich aus große Emotionen. Das Interesse in den sozialen Medien ist damit fast schon garantiert.

Die sportliche Komponente ist für den Erfolg zweitrangig. Viel entscheidender: Die Inhalte spiegeln möglichst viel Leidenschaft und Außergewöhnliches wider.
Für Ihr Unternehmen bietet diese Kombination eine passgenaue Ansprache einer klar umrissenen Zielgruppe. Die schnelle Verbreitung der Inhalte über virales Marketing sichert Ihnen eine hohe Aufmerksamkeit in der Zielgruppe. Sie verhindert große Streuverluste und stärkt die Positionierung Ihrer Marke. Und dieser (oftmals) von Usern erstellte Content kann eine deutlich günstigere Alternative zu klassischen Werbeformen sein.

Ein gelungenes Beispiel für eine gute Kombination aus Story und Extrem-Sport zeigen aktuell das Unternehmen Followfish und Windsurf-Weltmeister Philip Köster.

Quellen:

wuv.de

onlinemarketingrockstars.de

gorilla360.com

brandeins.de

sueddeutsche.de

zeit.de

fitnessbusiness.de