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FinTech auf CeBIT – smarte Geldgeschäfte von morgen

Der Begriff FinTech bezeichnet alle modernen Technologien rund ums Geldgeschäft. Auf der CeBIT 2016 präsentierten über 300 Start-ups ihre Geschäftsideen zum Thema Finanz-Dienstleistungen. Was auffällt: Die smarten Lösungen sind schicker, schneller und schlanker als die bisherigen Angebote.

Rechnungen zahlen in 48 Stunden

Der Dienst rechnung48.de wickelt Rechnungen ab. Er verspricht insbesondere Freiberuflern und Selbstständigen, dass diese immer flüssig bleiben. Innerhalb von 48 Stunden werden ihre Rechnungen bezahlt. Auch der Ausfallschutz wird übernommen. Die Servicegebühr beträgt weniger als 4 %.

Apps mit EC- und Kreditkarten-Funktion

Einfache Lösungen, mit denen man die eigenen Finanzen im Blick behält, gab es schon vor der diesjährigen CeBIT. Numbrs, figo oder finanzblick sind nur 3 Apps, die sich dieser Aufgabe angenommen haben. Mit Avuba und Number26 kommen nun 2 neue Anbieter auf den Markt. Sie offerieren neben dem smarten Konto-Überblick auch eine EC- und Kreditkarte. Die Betaphasen von Avuba und Number26 starten innerhalb der nächsten Monate. Einen endgültigen Termin für den Markteintritt gibt es aber noch nicht. Derzeit erledigen 45 % der Bundesbürger ihre Bankgeschäfte online. Ob sie die Dienste Avuba und Number26 nutzen werden? Das bleibt im sicherheitsaffinen Deutschland fraglich.

Kreditvergabe mittels Big Data

Zu der Gruppe der FinTech-Unternehmen gehört auch das Hamburger Start-up Kreditech. Es vergibt Kredite zwischen 50 und 2.500 Euro. Dabei geht es neue Wege. Die Wirtschaftsauskunftei Schufa beispielsweise ermittelt die Kredit-Würdigkeit von Personen anhand ihres Zahlungs-Verhaltens. Nicht beglichene Telefon- oder Amazon-Rechnungen wirken sich negativ aus. Kreditech dagegen entscheidet über eine Kredit-Vergabe anhand von Daten, die es online sammelt. Das sind z. B. Bücher, die der Antragsteller bei Amazon gekauft hat. Oder Informationen darüber, wo er telefoniert. Bis zu 15.000 Datenpunkte fließen in die Entscheidung über die Kredit-Vergabe ein. Kein Wunder, dass deutsche Datenschützer das Hamburger Start-up im Visier haben. Kreditech entscheidet schnell. Doch die Zinsen liegen zwischen 15 und 30 %. Und das ist wenig attraktiv.

Mobil spenden

Das Berliner Start-up Twingle agiert mit einer Spenden-App auf dem Markt der Finanz-Dienstleistungen. An Touchpoints wie Plakaten oder Ladengeschäften gelangt man per NFC-Sender (Near Field Communication) direkt zur Spenden-Plattform. Dort wählt man zwischen 2 Spenden-Beträgen. Die Spende wird direkt über das Smartphone ausgelöst. Abgerechnet wird über die nächste Telefonrechnung.

Einfach per App bezahlen

opentab ist eine App, die das Bezahlen vereinfachen will. Eingesetzt wird sie in Gastronomie-Betrieben. Mit ihr kann man mobil bestellen und die Ware abholen, ohne anstehen zu müssen. Insbesondere Fast Food lässt sich so noch schneller bekommen.

Die Zukunft der Finanz-Dienstleistungen

Smarter und schneller – so sehen die Geldgeschäfte von morgen aus. Die Start-ups machen es schon vor. Und die großen Finanz-Dienstleister werden folgen. Statt nur zuzusehen, werden sie eigene Lösungen bieten. Oder das ein oder andere Start-up einfach übernehmen.

Quellen:

t3n.de
cebit.de