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Flat is beautiful – Flat UI

Adé Schattenwurf, goodbye 3D-Filter – mit der Einführung der neuen Betriebssysteme Windows 8 und iOS7 haben sie Millionen User vor Augen: Flat User Interfaces, die tatsächlich mit „flache Benutzeroberflächen“ zu übersetzen sind.

Dabei ist mit „flach“ nicht die inhaltliche Tiefe und Funktionalität gemeint. Denn die neuen Benutzeroberflächen sind weder reduzierter in der Funktionalität noch einfacher zu bedienen, als es bisher der Fall war. Das „Flat“ bezieht sich auf die grafische Gestaltung der Bedienelemente. Dazu zählen neben Buttons, Checkboxen und Eingabefelder auch Softwarehintergründe. Diese Elemente waren visuell bisher häufig der physischen Welt entlehnt – etwa Buttons mit gewölbter Oberfläche und Schriftgravur, Schieberegler in gebürsteter Metalloptik oder Notiz-Apps in linierter Papieroptik.

Flat-UI-Elemente dagegen entsprechen vielmehr der physisch flachen Smartphone- bzw. Tablet-Kontaktfläche. Sie sind grundsätzlich zweidimensional, verzichten dabei nahezu vollständig auf die Illusion von Räumlichkeit, auf physische Metaphern und auf die Nachahmung von Materialoberflächen, den sogenannten Skeuomorphismen.

Konsequenterweise sind Piktogramme, Icons und Symbole im Flat-UI so gestaltet, dass sie einfarbig funktionieren. Flat-UI setzt auf zarte Linien und blockartige Flächen, um Funktionslemente voneinander zu trennen. Schriften werden gern in dünnen und sehr dünnen Schnitten eingesetzt.

Nachteil der Zweidimensionalität: Zuweilen sind Content und Funktionselemente kaum voneinander zu unterscheiden – wo kann, muss, darf ich drücken, wischen oder klicken? Und was soll nur gelesen werden?

Nach Jahren der grafischen Opulenz und Übersättigung mit visuellen Metaphern folgt die Rückbesinnung auf Übersichtlichkeit, Einfachheit und Reduktion auf das Wesentliche. Und außerdem, wird Ihnen jeder Screendesigner bestätigen, wurde es Zeit für etwas Neues.