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iMagazine auf dem Vormarsch

Digitale, multimediale Magazine für iPad & Co sind auf dem Vormarsch. Die Anbieter der Geräte sorgen für eine starke Verbreitung, die Verlage mit zahlreichen Angeboten für entsprechende Inhalte bei anhaltender Nachfrage. Nutzerfreundliche Technik, die Vielfalt journalistischer Ausdrucksformen und die überaus bequeme Verfügbarkeit machen aus dem iMagazin ein sehr erfolgreiches und zeitgemäßes Medium.

Das Magazin auf dem iPad – iMag

Unter dem Begriff iMag lassen sich solche Publikationen zusammenfassen, die eigens für die Darstellung auf dem iPad oder auf Tablet-PCs entwickelt oder angepasst wurden. Dabei kann es sich technisch gesehen um eine Reihe von Formaten handeln. Im Umlauf sind daher auch die Begriffe PDF-App oder ePaper. Dabei handelt es sich aber üblicherweise um die schlichte Adaption von Print-Titeln, der wenig bis gar nicht multimedial angereichert wurden.

iMags kommen in der Mitte der Gesellschaft an

Mit der weiter fortschreitenden Verbreitung von iPads bzw. Tablet-PCs bieten immer mehr Verlage immer mehr ihrer Zeitschriften- und Magazintitel digital an. Waren es anfangs vor allem Magazine, die für Innovation, für kulturelle und technologische Avantgarde stehen und redaktionell sowie gestalterisch immer wieder Neues wagen, widmen sich jetzt auch alltäglichere Titel, etwa zu Wohnen, Garten, Essen und Gesundheit den Tablets und loten in unterschiedlichem Maß deren Möglichkeiten aus.

Zeitschriften kauft man am Kiosk

Da iMags regelmäßig erscheinen, sind die meisten Titel mittlerweile nicht mehr als einzelne Ausgaben, sondern als jeweils gleichnamige, sogenannte Kiosk-App erhältlich. Innerhalb dieser Kiosk-App lassen sich auch zurückliegende Ausgaben einzeln oder im Abo als In-App-Purchase, im Fall von Kundenmagazinen (Åhléns, Lufthansa) aber auch kostenlos herunterladen. Der Kiosk merkt sich dabei, welche Ausgaben bereits bezahlt wurden und archiviert sie fürs spätere Lesen.

Multimedia auf Fingerzeig

Das besonderes Kennzeichen und der enorme Vorteil des iMag ist der mögliche fließende Wechsel zwischen Medienformaten innerhalb jedes einzelnen Artikels. Denn ob animierte Infografik, gesprochener Text oder Musik, Videos, Fotostrecken, ergänzende Texte, integrierte aktuelle Online-Meldungen oder Verlinkungen – alle weitergehenden Inhalte und Medien sind stets nur eine Geste weit entfernt. Und das im Hoch- und Querformat. Die Artikel können damit so umfassend und vielfältig multimedial aufbereitet werden, dass die Nutzer alle gewünschten Informationen bekommen. Besucher durch aufwändige, abwechslungsreiche Inhalte zu binden, wird bei den iMags noch wichtiger: Nach einer aktuellen Studie wechseln iPad- und Tablet-Nutzer Seiten besonders schnell und viel.

Klassisches Editorial Design trifft User-Interface-Design

Software-Hersteller im Verlagsumfeld haben schnell auf den iMag-Boom reagiert und die großen Redaktionssysteme um Funktionen zur iMag-Produktion ergänzt. Aber auch für die im Agenturumfeld verwendeten Publishing-Softwares werden mittlerweile entsprechende Erweiterungen angeboten. Die idealen Voraussetzungen zur Produktion eines iMag liegen in der Bündelung von Kompetenzen im klassischen Editorial Design, nutzerorientiertem Interface-Design und Programmierung – was doch sehr nach New Communication klingt.

Knackscharfe Auflösung vs Datei-Schwergewicht

Mit ihren großzügigen Fotostrecken und umfangreichen Audiodaten, vor allem aber durch vollformatige Videos erreichen iMags heute schon Dateigrößen von 500 MB und mehr. Sie eignen sich ohne WLAN daher nur bedingt als Lektüre für den Download zwischendurch. Mit der für das iPad 3 vorausgesagten Vervierfachung der Pixelzahl des Displays (auf 2048 x 1536) für HD-Videos und gestochen scharfer Lesetypographie wird man sich sogar auf 1 GB schwere iMags einstellen müssen.

Wachstumsfaktor iMag

Die Zahl der Tablets in deutschen Haushalten, allen voran Apples iPad mit 66 % Marktanteil, wird 2012 auf über vier Millionen steigen.

Zeitschriften und Magazine sind nach Tageszeitungen wohl die ersten Medien, die sich neuen technischen Möglichkeiten stellen. Und so ist es nicht verwunderlich, dass nach Schätzungen des Branchenverbands Deutscher Zeitschriftenverleger der Umsatz mit digitalen Titeln bis 2014 auf 11 % des Gesamtumsatzes klettern soll. Einige große Verlage bieten schon heute bis zu 100 Titel in digitaler Form an.

Marketing mit iMags

Mit den steigenden Downloadzahlen und dem wachsenden Spektrum von Zeitschriftentiteln und -themen wird auch die Anzeigenschaltung (iAd) zunehmend interessanter. Hinzu kommt, dass iAds selbst auch multimedial und interaktiv konzipiert selin können und daher aufmerksamkeitsstärker als klassische Printanzeigen wirken.

Doch ist das iMag nicht nur als Anzeigenplattform für Werbungtreibende attraktiv. Mit seinen vielfältigen Möglichkeiten bietet es sich als digitale Verkaufsunterlage, als multimediale Gebrauchsanleitung, Magalog (Magazin-Katalog), Kunden- und Mitarbeiterzeitschrift, Museumsführer, Aufklärungs- und Informationsmedium für Warteräume, Geschäftsberichte und vieles mehr an.

Quellen:
  • Statista, de.statista.comhttp://de.statista.com
  • VDZ Verband Deutscher Zeitschriftenverleger, www.vdz.de
  • Business Insider, www.businessinsider.com