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Marketing-Trend: To go – alles zum Mitnehmen

Der Coffee to go symbolisiert unserer Gesellschaft besonders treffend. Wir sind ständig in Bewegung. Zeit wird wertvoller. Die Folge: Mit dem täglichen Kaffee halten wir uns nicht lange auf. Wir bestellen ihn einfach zum Mitnehmen und trinken ihn auf dem Weg von A nach B. Sogar Cocktails genießen wir nicht nur in einer Bar, sondern zunehmend auch unterwegs. Hier 3 aktuelle Beispiele für die neue To-go-Kultur.

Individuell unterwegs

Lebensmittel zum Mitnehmen signalisieren Frische. So auch die Salatbar, die in immer mehr Supermärkte einzieht. Werbetechnisch ist die Idee doppelt clever. Zum einen vermittelt die Frische-Theke mit knackigem Salat den Eindruck von frischen und daher besonders gesunden Lebensmitteln. Zum anderen wählen die Kunden die Zutaten selbst aus. Das bedeutet individuellen Service ohne Personal-Einsatz.

Die Supermarkt-Kette Rewe hat mittlerweile ein eigenes To-go-Shopkonzept etabliert. Was vor 5 Jahren mit einem Pilot-Projekt begann, entwickelt sich ständig weiter. In Nordrhein-Westfalen gibt es inzwischen über 30 Rewe-to-go-Shops.

Das Ende der Plastiktüten

Manchmal wird ein Trend geboren, weil ein anderer ausstirbt. Jahrelang bestimmten Plastiktüten unseren Einkaufsalltag. Ob Boutique oder Elektronikgeschäft, ob Supermarkt oder Drogerie – mit kostenlosen Plastiktüten transportierten wir unsere Einkäufe bequem nach Hause.

Seit dem 1. Juni 2016 ist Schluss damit. 240 Unternehmen verlangen nun Geld für diesen Service, darunter Branchen-Größen wie dm, Karstadt und Media-Saturn. Denn so praktisch die Tüten auch sind, so schädlich sind sie für die Umwelt. Deswegen sollen umweltfreundliche Alternativen nun diese Lücke schließen.

Unter den neuen Verpackungs-Trends finden wir bekannte Klassiker. Der Jutebeutel erlebt eine wahre Renaissance. Einst als Öko-Tasche verschrien, steht er heute für einen bewussten Umgang mit Ressourcen. Aber auch Mehrweg-Plastiktaschen aus recycelten PET-Flaschen liegen voll im Trend.

Griffige Alternativen

Eine andere Alternative zur Plastiktüte ist der Henkel direkt am Produkt. Diese Idee existiert zwar schon länger, etwa bei Wasserflaschen und Waschpulver. Doch ständig tauchen weitere henkelbewehrte Produkte auf. Die sperrigen Verpackungen von Toilettenpapier und Küchenrollen haben immer häufiger einen Tragegriff. So simpel wie genial kommen faltbare Sechserträger aus Pappe daher. Früchte werden mit ihnen ebenso sicher transportiert wie Eier und Joghurt. Im Non-Food-Bereich sorgen sie zudem für die sichere Beförderung von Gläsern.

Der Markt für neue Verpackungslösungen ist noch nicht gesättigt. Wir dürfen also gespannt sein, welche weiteren Verpackungen uns in den nächsten Monaten begegnen.

Automania

Der To-go-Trend ist ohne Automaten kaum denkbar. Sie sind 24 Stunden, 7 Tage pro Woche geöffnet und versorgen uns schnell und unkompliziert. Automaten tauchen immer öfter in unserem Umfeld auf. Im Vorbeigehen verkaufen sie uns zahlreiche Produkte.

Längst beschränkt sich das Angebot nicht mehr auf Snacks und Getränke. Seidensticker platziert zum Beispiel Hemden-Automaten an Bahnhöfen und Flughäfen – ideal für eilige Geschäftsreisende. Auch Media-Markt bietet seit einigen Jahren in Flughäfen Technik zum Mitnehmen an.

Großes Potenzial haben Luxusartikel to go. Dieser Trend ist in den USA und in der arabischen Welt schon in vollem Gange. Langsam erreicht er jetzt den deutschen Markt. In Essen wurde kürzlich einer der ersten Champagner-Automaten des Landes aufgestellt. Auch Gold-Automaten sind weiter auf dem Vormarsch. Sie treten aus ihrem Nischendasein heraus, zum
Beispiel in Berlin.