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Megatrend Gesundheit schafft Milliarden-Markt

Coca-Cola kauft die Edel-Mineralwassermarke Apollinaris. Die Krombacher-Brauerei legt sich die trendige Getränkemarke Schweppes zu. Und McDonald’s setzt verstärkt auf gesunde Wraps statt auf gehaltvolle Burger.

Dies sind nur drei Beispiele dafür, dass Unternehmen auf den allgegenwärtigen Megatrend Gesundheit reagieren – beziehungsweise reagieren müssen.

Hintergrund dieses neuen Trends ist unter anderem die Krise der Gesundheitsmärkte. Die Gesundheitssysteme vieler Länder stehen kurz vor der Pleite. Und die Bürger ahnen: Die Kosten könnten den Verantwortlichen schon bald über den Kopf wachsen. Eine Absicherung im Krankheitsfall ist dann nicht mehr selbstverständlich.

Die Folge – ein Trend hin zu größerer Eigenverantwortung. Aus Patienten werden selbstbewusste Kunden, die bewusst gesund konsumieren und leben. Statt kalorienhaltiger Softdrinks oder gesüßter Cornflakes bevorzugen sie fruchtige Smoothies und fettarme Wellness-Flocken. Die Nachfrage nach Bio-Produkten ist nach wie vor groß und wirkt sich mittlerweile auch auf die Kosmetikbranche aus. Erst vor kurzem hat der Kosmetikkonzern L'Oréal seine Marke Garnier neu im Öko-Segment platziert.

Hinter dem Gesundheitstrend steckt ein Milliarden-Euro-Geschäft. Denn keine Branche hat in den vergangenen Jahren einen solchen Boom erlebt wie der Gesundheitsmarkt. Die Deutschen geben mehr als zehn Prozent des Bruttoinlandsprodukts (BIP) für ihre Gesundheit aus. Lediglich die USA (13,9 Prozent des BIP) und die Schweiz (10,9 Prozent des BIP) investieren noch mehr in das eigene Wohlergehen.

Gesundheit ist somit das Verkaufsargument schlechthin: Konsumenten begründen ganze 80 Prozent ihrer Anschaffungen mit Benefits für die eigene Gesundheit. Überraschenderweise spielt es dabei keine Rolle, ob es sich um ein neues Auto, eine Urlaubsreise oder einen Kochtopf handelt.

Die so genannte Health-Society definiert sich über das Streben nach Gesundheit und Wohlgefühl. Auf diesen fundamentalen Wandel werden sich die Märkte und Institutionen der Gesundheitsbranche einstellen müssen. Denn wer den Trend ignoriert, wird in den nächsten Jahren mit Absatzschwierigkeiten zu rechnen haben. Zu den Verlierern der neuen Gesundheitswelle gehören unter anderem Genussmittel wie Alkohol, Tabak und kalorienreiche Nahrung.

Quelle:
  • Zukunftsinstitut GmbH
  • IfD Allensbach