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Megatrends 2030

Megatrends – für Unternehmen ist es schon heute wichtig, sich mit diesen Umwälzungsprozessen auseinanderzusetzen. So finden sie Antworten auf Fragen, die erst morgen gestellt werden. Die frühzeitige Entwicklung einer langfristigen Strategie kann schon bald den Unterschied zwischen Erfolg und Misserfolg bedeuten – oder gänzlich neue Geschäftsfelder erschließen. Was wird wichtig? Was bedeuten die Transformationsprozesse für uns und unsere Gesellschaft? 5 Megatrends lassen erahnen, wo wir in ein paar Jahren stehen.

1. Algortihmisierung – me, myself & AI

Algorithmen beeinflussen unser Leben. Sie reduzieren für uns digitale Informationsvielfalt und Komplexität. Anhand von Likes, Klicks und Bewertungen schneiden sie Angebote auf uns zu. Und zwar immer besser und zielgerichteter. Algorithmen steuern, was wir im Facebook-Stream sehen. Welche Ergebnisse uns Google zeigt. Und welche Produkte bei Amazon vermeintlich am besten zu uns passen.

Intelligente Systeme durchdringen zunehmend unsere physische Umgebung – in Form von Wearables, digitalen Assistenten und Smarthome-Lösungen. Künstliche Intelligenzen (Artificial Intelligence = AI) lernen, Ergebnisse zu interpretieren. Sie reagieren auf uns und setzen auf Basis unseres Inputs die mathematisch besten Maßnahmen um. Dieser Trend wird vermutlich die größten Auswirkungen auf unser Leben haben.

2. Gestaltung – design (your) life

Dank Wissenschaft und Technik werden immer mehr Lebensbereiche messbar. Die Folge: Wir werden vergleichbarer. Das steigert den Druck, auch in Zukunft zu den Top-Performern zu gehören. So erhöht zum Beispiel der Fitnessboom die gesellschaftliche Bedeutung unserer körperlichen Leistungsfähigkeit.

Doch auch unsere Psyche rückt immer mehr in den Fokus. Die „Lösung“ ist manchmal zum Greifen nah: Gehirndoping verbessert die Konzentration, vertreibt Müdigkeit und besiegt Lampenfieber. Zum Beispiel vor dem wichtigen Job-Interview oder der nächsten Projekt-Präsentation.

In Zukunft werden wir noch vielfältiger eingreifen können. Designerbabys sind zwar noch Zukunftsmusik. Das CRIPS/CAS9-Verfahren ermöglicht aber schon jetzt, einzelne Abschnitte des Erbguts zu optimieren oder zu löschen. Das Korrigieren von krank machenden Gen-Abschnitten rückt in greifbare Nähe. Und von dort ist es nur ein kleiner Schritt, nicht nur Negatives auszuschließen, sondern aktiv einem gesellschaftlichen Ideal nachzueifern. Spätestens dann müssen wir uns die Frage stellen: Sollten wir alles tun, was wir tun können?

3. Fragmentierung – wer bin ich und wenn ja, wie viele?

Mithilfe des Internets entdecken wir täglich, wie vielfältig und pluralistisch unsere Gesellschaft ist. Für jedes noch so spezielle Interesse entdecken wir Gleichgesinnte. Dadurch entstehen viele neue Teil-Gesellschaften, wo jeder Topf seinen Deckel findet.

Eine solche Fragmentierung birgt jedoch die Gefahr von Filterblasen. Denn wenn wir nur noch mit Gleichgesinnten sprechen, verlieren wir schnell den Blick für andere Ansichten. Informationen, die nicht unserem eigenen Weltbild entsprechen, erreichen uns mitunter nur schwer. Dabei brauchen wir die Auseinandersetzung mit anderen Meinungen. Nur so funktioniert eine pluralistische Gemeinschaft.

Die Aufgliederung in unzählige Teil-Gesellschaften birgt ein weiteres Risiko: Wir fühlen uns nicht mehr so leicht zugehörig, weil wir vom Angebot überfordert sind. Wer sich im Dschungel der multiplen Identitäten nicht zurechtfindet, wendet sich daher womöglich dogmatischeren Ideologien zu. Doch dann ist er für andere unerreichbar. Die Lösung: Wir müssen ein übergeordnetes Gemeinschafts-Gefühl schaffen, um das Abdriften in Extreme zu verhindern.

4. Re-Lokalisierung – zurück zu den Ursprüngen

Je virtueller unsere Welt ist, desto stärker wächst die Sehnsucht nach Greifbarem. Nach etwas Echtem zum Anfassen. Musikfans kaufen sich ihre Lieblingsstücke wieder auf Vinyl. Denn eine MP3 lässt sich schlecht ins Regal stellen. Auch Produkte aus der eigenen Region bleiben gefragt.

Als Antwort auf die Anonymität des Internets und die Globalisierung rücken wir wieder dichter zusammen. Ein Beispiel dafür sind Co-Working-Büros. Wir greifen gestaltend in unsere Umgebung ein und wollen uns physisch selbstwirksam erfahren. Phänomene wie Urban Gardening entwickeln sich daher zu Maker Communities. Dort erarbeiten wir in Do-it-yourself-Projekten gemeinsam Lösungen zum Anfassen für unsere unmittelbare Umgebung.

5. Verwertung – ich poste, also bin ich

Selbstvermarktung heißt das neue Zauberwort. Denn zukünftig werden wir unsere eigenen Ressourcen stärker instrumentalisieren. Unser Erscheinungsbild, unser Know-how, unsere persönlichen Fitnessdaten – alles wird präsentiert und verwertet.

Mit unseren Fitnessdaten senken wir unsere Krankenkassen-Beiträge. Influencer versuchen, mit ihren Themen eine Geld bringende Bekanntheit zu erreichen. Soziale Medien bieten uns die ideale Plattform und nötige Reichweite zur Darstellung, Optimierung und Verwertung unserer Persönlichkeit und unseres Alltags. Dabei muss sich jeder selbst fragen: Was bin ich bereit, von mir preiszugeben?

Am 24.1. erfahren Sie, welche Emotionen mit den Megatrends 2030 einhergehen.