Werbeagentur für Corporate Design, Online Marketing, Kommunikation, Employer Branding

Miktrotrend: location-based Microblogging am POS

Wie die „Generation iPhone“ zurück zum stationären Handel findet

In San Francisco hat ein junger Mann eine Geschäftsidee, die es in einer ähnlichen Form schon tausendfach gab. Er baut ein kleines Fahrrad zu einem Verkaufswagen um und bietet seine   Spezialitäten auf der Straße an. Statt Kaffee verkauft er Crème brulée, ist nicht immer am gleichen Standort und hat kein festes Ladengeschäft. Alles keine Sensation. Trotzdem hat er großen Erfolg. Via Smartphone oder Handy wissen seine Kunden immer, wo er gerade ist – denn er twittert.

Seine Bilanz: über 12.000 Followers und ein täglich ausverkaufter Crème-brûlée-Wagen. Sein Erfolgsrezept: location-based Microblogging. Dabei geht es immer um die Frage „Was machst Du gerade?“ beziehungsweise „Wo bist Du gerade?“. Die Antwort darauf wird in kurzen Textbotschaften per Handy oder Smartphone dank Kamera und GPS-Ortung beantwortet und gern auch durch Bilder oder Filme ergänzt. Microblogging findet beispielsweise auf twitter und facebook oder über die Statusmeldungen bei Xing oder Tumblr statt.

Positive Zukunftsprognosen

Das renommierte Zukunftsinstitut, enger Partner von New Communication, hat vor kurzem eine Mikrotrendstudie veröffentlicht. Diese beschäftigt sich mit konkreten, realen Markt-Experimenten, die sich zu einem Trend entwickeln. Die Studie bescheinigt dem location-based Microblogging gute Erfolgsaussichten. Im Einzelhandel könnte es eine entscheidende Rolle bei der Kundenbindung und -erschließung spielen: Kunden mit mobilen Endgeräten werden im unmittelbaren Umfeld des POS über Angebote und Services informiert. So kann der Einzelhändler die Besuchsfrequenz an seinem POS steigern. Besonders interessant sind Dienste, die dem Anwender speziell auf seine Bedürfnisse abgestimmte Angebote unterbreiten. So verwandelt sich das Smartphone kurzerhand in ein Navigationsgerät für den Einkaufsbummel.

Der Handel rüstet auf

Auch Händler werden verstärkt Smartphones einsetzen. So können sie direkt vom POS aus bloggen und ihre Verkaufsabwicklung über die weiteren Smartphone-Funktionen vereinfachen. Seit Ende 2009 werden beispielsweise für das Verkaufspersonal in Apple-Stores Geräte auf der Basis des ipod touch eingesetzt. Sie beinhalten ein Lesegerät für Magnetstreifen, einen Barcode-Scanner und eine Handschrifterkennung mit Hilfe der Touch-Funktion für die Unterschriften der Kunden. Einerseits vereinfachen die Geräte den Bezahlvorgang und liefern zahlreiche Infos über Produkte, Verfügbarkeiten oder Sonderaktionen. Andererseits soll diese Technologie nicht nur Apple vorbehalten sein, sondern auch dem B2B-Markt zugutekommen.

Point of Sale wird zum Point of Interest

Wie können die lokale Gastronomie, die Händler oder Dienstleister um die Ecke nun von der verstärkten Nutzung des mobilen Internets profitieren? Dank neuer Technologien und smarter Anwendungen verwandeln die neuen Medien den Point of Sale in einen Point of Interest. Mobile GPS-fähige Geräte werden dank Apps und mobilen Websites zu Einkaufsbegleitern für jedermann und zu den Lotsen im Konsum-Dschungel von morgen.  

Schon heute sind die location-based Social Networks „Gowalla“ oder „Foursquare“ in den USA in diesem Segment erfolgreich. Besucher der beteiligten Locations (Restaurants, Cafés, Geschäftslokale etc.) checken mit ihrem Smartphone ein und erhalten daraufhin Kurznachrichten zu Rabatten und Zusatzinformationen des Händlers oder Gastronomen. Der Händler muss folglich entsprechende Aktionen anbieten, die dem Kunden einen Mehrwert bieten. Der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt – vom Punktesammeln am POS über Gutscheine, die auf der Verkaufsfläche empfangen werden, bis hin zur Begegnung mit anderen Nutzern, die sich zeitgleich in der Location befinden.

Wegweisende Apps

Neben den mobilen Websites konzentrieren sich auch Apps auf Orientierung und Navigation am POS. So erleichtert zum Beispiel das App Fastmall das Auffinden von Ladenlokalen, Toiletten oder Aktionsflächen innerhalb eines Einkaufszentrums sowie den Weg zurück zum geparkten Auto. Sie sind auch auf Messen als mobiler Infopoint einsetzbar, der den Weg zum gewünschten Messe-Stand weist oder verrät, welcher Anbieter einen bestimmten Artikel ausstellt.

Einen Schritt weiter denkt Apple mit der geplanten Instore-App. Diese Anwendung fungiert als privater Shopping-Guide für die Nutzer. Die App kann RFID-Chips lesen und entsprechende Produkt-Details darstellen, „intelligente“ Einkaufszettel erstellen oder eine Laden-Navigation zu einzelnen Abteilungen oder Produktgruppen bieten. An einer temporären App-Lösung wird gefeilt. Sie installiert sich beim Betreten des Stores und deaktiviert sich beim Verlassen wieder.

Großes Potenzial im mobile Marketing

An der technologischen Entwicklung des mobilen Marketings werden einige Branchen besonders partizipieren. Laut der Mikrotrendstudie des Zukunftsinstituts sind das der Handel mit Mode, Food und Beverages sowie die Gastronomie und der Freizeit- und Tourismussektor.

New Communication ist sicher, dass sich die Umsätze am POS durch die Integration dieser Technologie in Kommunikationsmaßnahmen erhöhen lassen.  Wir freuen uns auf weitere Entwicklungen, die das mobile Internet in Zukunft für den Handel bietet. Gemeinsam mit dem Zukunftsinstitut sind wir beim Aufspüren dieser Trends und bei der Realisierung ganz nah am Zeitgeschehen.