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Mit dem Zweiten sieht man besser – die Second Screen Experience

Quo vadis, Nutzer?

Fernsehen ist längst nicht mehr passiv. Während deutsche Konsumenten durchschnittlich zwei bis vier Stunden pro Tag fernsehen, greifen 42 Prozent von ihnen gleichzeitig zu einem internetfähigen Endgerät. Bei der Altersgruppe der unter 34-Jährigen sind es sogar 63 Prozent. Und das am liebsten zur Primetime zwischen 19 und 21 Uhr. Das nennen Marketingspezialisten: Second Screen Experience. Das zweite Gerät wird nicht nur genutzt, um Zusatzinformationen zum laufenden Fernsehprogramm abzurufen, sondern auch um Informationen in sozialen Netzwerken zu verbreiten. Laut den Studienerkenntnissen des Performance-Marketing-Unternehmens Tradedoubler gehen 24 Prozent noch einen Schritt weiter und kaufen das Produkt direkt ein. Die Zeiten, in denen die Aufmerksamkeit bei Fernsehwerbung höchstens durch einen Gang zum Kühlschrank abgelenkt wurde, sind vorbei.

Nimm Platz auf dem sozialen Sofa

Das Geschäftsmodell der Social-TV-App „Couchfunk“ basiert auf der Erkenntnis, dass sich Nutzer gern schon während eines Films oder einer Serie darüber austauschen. Oder wie der deutsche Marktführer es selbst beschreibt: „Alleine fernsehen war gestern“. Via Twitter oder in der App selbst kann das aktuelle Programm diskutiert, kommentiert und bewertet werden. Wer der Täter beim Tatort ist, kann man nun gemeinsam mit der App-Community herausfinden. Darüber hinaus erhalten Nutzer die Möglichkeit, Hintergrundinformationen zum aktuellen Programm abzurufen oder direkt die entsprechende DVD zu bestellen. Couchfunk bietet auch Werbetreibenden das passende Format: ob Product Placement, klassische Bannerwerbung oder Paid Content – für jeden Geldbeutel ist etwas dabei.

Live-Gezwitscher im TV-Spot

Die Tatsache, dass 60 Prozent der Rumänen ihr Abendessen alleine vor dem Fernseher einnehmen, inspirierte Coca-Cola zu einer kanalübergreifenden Kampagne. Das Unternehmen rief rumänische Twitter-Nutzer dazu auf, sich via Tweets mit dem Hashtag #LetsEatTogether zum gemeinsamen Essen zu verabreden. Einige der Live-Tweets wurden direkt in den laufenden Werbespot integriert, was für immense Aufmerksamkeit sorgte und die Community zur Höchstform auflaufen ließ. Natürlich ruft eine derartige Aktion auch Spaßvögel auf den Plan, weshalb das Unternehmen eine Agentur engagierte, die die Tweets vor der Integration filterte. Nichtsdestotrotz wurde die Kampagne ein voller Erfolg. Coca-Cola konnte nach der Aktion einen Anstieg der Follower von 15 Prozent verzeichnen und wurde sogar in den TV-Nachrichten erwähnt.

Du schaust Fernsehen? Braver Nutzer!

TV-Werbung konsumieren und Prämien sichern: TVSMILES ist das erste Bonusprogramm, das Nutzer mobiler Endgeräte für den Konsum ausgewählter Fernsehspots belohnt. Die Werbeeinblendungen im TV werden von der App durch ein Audiosignal automatisch erkannt. Dem Nutzer werden passend dazu Spiele und Frageaufgaben angeboten, mit denen man sogenannte Smiles sammeln kann – die virtuelle Währung der App. Ab einer bestimmten Menge winken dem Nutzer attraktive Prämien ausgewählter Markenhersteller. Auf diese Art werden Fernsehspots auf das Smartphone verlängert und ermöglichen Werbekunden eine direkte Interaktion mit dem Nutzer. Eine Vertiefung der Werbebotschaften wird durch ergänzende Produktvideos oder Branded Games ermöglicht, was zu einem nachhaltigen Zuschauer-Engagement führen kann. Die Lead-Generierung kommt so direkt aus der Röhre.

Viele Kanäle, ein Ziel

Was in den USA fast schon zum Marketing-Alltag gehört, steckt hierzulande noch in den Kinderschuhen. Dabei sind Kampagnen, Apps und Aktionen rund um das Thema Second Screen Experience nur ein weiterer Schritt in die Richtung, was zukünftig aus keinem Marketing-Mix mehr wegzudenken sein wird. Konsumenten informieren sich auf vielen Wegen über ein bestimmtes Produkt, bewerten, teilen oder kaufen dieses. Der Smartphone- und Tablet-Boom der letzten Jahre führte zu einem veränderten Nutzerverhalten. Es gilt diese neuen Gewohnheiten zu berücksichtigen, um eine sinnvolle Verknüpfung der Kanäle zu erreichen. So können Second-Screen-Szenarien als Bindeglied zwischen TV und der digitalen Welt fungieren – wenn man es richtig anstellt.


Quellen:
www.e-commerce-magazin.de
www.internetworld.de
www.t3n.de