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Mit Social Media an die Spitze des Suchmaschinen-Rankings

Wer eine Aussage zu Googles Algorithmus treffen möchte, kann gleich einen Blick in eine Glaskugel werfen. Denn niemand weiß Genaues. Angeblich soll es über 400 Ranking-Faktoren geben, von denen Google nur hin und wieder einige bestätigt. SEOmoz, einer der weltweit führenden Anbieter von SEO-Tools, führt alle zwei Jahre eine Umfrage zu den aktuellsten Ranking-Faktoren durch und untersucht ihren Einfluss auf die Suchergebnisse.

Von 1999–2002 war der PageRank wichtigste Kriterium für eine gute Platzierung auf den Suchergebnis-Seiten von Google. Dieser Faktor ist inzwischen deutlich in den Hintergrund gerückt. Ab 2003 haben sich Keyword-Domains und Ankertexte von Links als starke Ranking-Faktoren erwiesen. 2006 kam dann die Diversität von Backlinks dazu. Für eine gute Platzierung war also nicht mehr nur die Anzahl von Backlinks entscheidend, sondern auch von welchen Webseiten sie stammen.

Auf der Search Marketing Expo (SMX) im April 2011 in München hat SEOmoz-Gründer Rand Fishkin die ersten Ergebnisse der diesjährigen Studie zu den Ranking-Faktoren von Google vorgestellt.

Die Macht der Links

Wie schon 2006 festgestellt geht es auch heutzutage mehr um die Diversität von Links als um ihre Quantität. Je breiter die Quellen von Links geographisch gestreut sind, desto größer ist ihr Einfluss auf das Ranking. Die geographische Verteilung lässt sich anhand der IP-Adressen feststellen.

Auch so genannte Nofollow-Links, die von Suchmaschinen eigentlich nicht berücksichtigt werden, haben eine große Bedeutung für das Ranking. Das wurde im Rahmen der Studie von zahlreichen SEO-Experten vorhergesagt und durch Tests bestätigt.

Social-Media-basierte Ranking-Faktoren

Der Einfluss der Nofollow-Links erklärt auch teilweise die Macht von Social-Media-basierten Faktoren. Denn über Twitter oder Facebook weitergeleitete Beiträge sind stärker als Links. Selbst Nofollow-Links bei Facebook beeinflussen das Ranking, wie Rand Fishkin exemplarisch in seiner Studie nachweist:

Webseite A hat 664 externe Links von über 30 verschiedenen Domains, die auf sie verweisen, und wurde in 2 Tweets erwähnt. Webseite B hat nur 1 Link, der auf sie zeigt, wurde aber in 522 Tweets und Retweets erwähnt. In Googles Suchergebnissen befindet sich Webseite B auf Platz 1, während Webseite A nicht zu finden ist.

Man könnte nun annehmen, dass diese Platzierung nur kurzfristig besteht. Immerhin ist Twitter ein sehr kurzlebiges Medium. Doch inzwischen ist das Experiment etwas ein halbes Jahr alt und Webseite B befindet sich immer noch auf Platz 1 der Suchergebnisse.

Die Studie zeigt außerdem, dass Links von Facebook noch einflussreicher als Tweets sind. Auf die Integration von „Share with your Network“-Links auf Homepages wird man also kaum noch verzichten können, wenn man sein Ranking deutlich verbessern möchte.

On-page Faktoren

Weniger einflussreich, aber trotzdem nicht zu vernachlässigen, sind die Ranking-Faktoren, direkt auf der Webseite. Zu den wichtigsten gehören immer noch die Title Tags, die Wörter im Titel und die Überschriften. Die wichtigsten Keywords müssen nach wie vor am Anfang der Webseite stehen. Diese fast schon altbekannte Weisheit hat sich erneut als ein wichtiges Kriterium bestätigt.

Prognose für die Bedeutungsentwicklung von Rankingfaktoren

 

Quelle: Präsentation Rand Fishkin, „Google’s Ranking Factors 2011, SMX München, April 2011

Grafik vergößern

Die Studie prognostiziert, dass Keyword-Domains in Zukunft am stärksten an Einfluss verlieren werden. Das sind Domains, die nur aus dem gesuchten Keyword bestehen. Auch die Macht von gekauften Links wird abnehmen. Denn Google arbeitet verstärkt daran, solche Praktiken zu erkennen und künftig noch intensiver abzustrafen. Leicht zu manipulierende Faktoren verlieren also allgemein an Einfluss. Soziale und nutzerspezifische Faktoren dagegen werden massiv an Bedeutung gewinnen. Auf sie haben Webseiten-Betreiber aber nur indirekt Einfluss.

Quelle:
  • www.seomoz.org