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Mitarbeiter-Incentives zur WM in Brasilien

In Industrienationen wie Deutschland belohnen einige Unternehmen ihre Teams mit gezielten Mitarbeiter-Incentives oder motivieren sie „sportlich“ zu mehr Leistung. Noch vor ein paar Jahren war es in Konzernen an der Tagesordnung, verdiente Kollegen mit WM-Tickets und Reisen auszustatten. Heutzutage scheitert das oft an den hohen Kosten und den Ausfallzeiten am Arbeitsplatz. Für andere wiederum ist diese Art der Wertschätzung auch nicht mehr politisch korrekt.

Zudem begrüßen immer weniger Mitarbeiter diese Art der Belohnung. Denn sie müssen einen gewissen Prozentsatz als geldwerten Vorteil versteuern. Das ist bei kostspieligen Reisen wie zur WM nach Brasilien nicht gerade wenig. Viele Mitarbeiter möchten allerdings ihr Geld lieber für einen selbstbestimmten Urlaub ausgeben.

Hintergründe von Incentives

Ein Unternehmen kann Mitarbeiter-Incentives aus verschiedenen Gründen vergeben. Ein Incentive soll motivieren, belohnen, anerkennen, anspornen, die Loyalität zum Betrieb steigern oder den Teamgeist fördern.

Für die Mitarbeiter muss ein Incentive einen echten Mehrwert darstellen. Es muss ihrem Werteverständnis und Status entsprechen und ihnen ein Erlebnis bieten. Meist werden jedoch nur Vertriebs-Mitarbeiter mit Incentives bedacht. Dabei stellt sich jedoch die Frage, ob das gerecht ist und man nicht alle Mitarbeiter berücksichtigen sollte. Fairer ist es, alle Abteilungen einzubeziehen und Anreize gleichmäßig zu verteilen.

WM sportlich sehen

Die Fußball-WM bietet viele Möglichkeiten, ein Team zu belohnen oder zu „entwickeln“ – auch ohne eine Brasilien-Reise. Die brasilianische Lebensfreude gepaart mit sportlichem Ehrgeiz kann man auch nach Kiel, Uelzen oder Sindelfingen bringen.

Besonders beliebt ist das gemeinsame Public Viewing der WM-Spiele. Das kann jedes Unternehmen im Prinzip mit seiner Belegschaft „inhouse“ realisieren. Dann noch ein Motto festlegen wie „Brasilianisches Barbecue“, entsprechend dekorieren und ein paar passende Fußball-Gadgets auswählen. Schon kann das gemeinsame Fußballschauen zu einem attraktiven Firmenevent werden. „Nur“ zuschauen ist Ihnen zu langweilig? Dann bereiten Sie vorab Tipp- oder Kickerspiele für Ihr Team vor. Ganz Sportliche gehen selbst aufs Spielfeld und veranstalten ein Fußballturnier, eventuell sogar mit den Familien ihrer Mitarbeiter.

WM-Fieber ist nicht ansteckend

Gerade in diesem Jahr stellt man überall eine gewisse WM-Müdigkeit fest. Zum einen aufgrund der späten Sendetermine, zum anderen weil die WM relativ viel Zeit in Anspruch nimmt. Die lässt sich besser und produktiver nutzen. Denn so kurz vor den großen Sommerferien muss überall noch gearbeitet statt gefeiert werden.

Der WM-Verdruss mag aber auch daran liegen, dass mit Brasilien zwar ein fußballbegeistertes Land die WM ausrichtet, die Kosten aber unsinnig hoch sind. Stadien werden mitten im Amazonas-Regenwald wie z. B. in Manaus gebaut – und verfallen nach der WM. Das in die WM investierte Geld fehlt überall im Land. Krankenhäuser bleiben unterversorgt, Schulen schließen, der Strom fällt regelmäßig aus. Korruption, Polizeigewalt und Kriminalität sind so hoch wie nie zuvor.

Gegenbewegung starten

Wer vom diesjährigen WM-Zug abspringen möchte, kann eine provokative Gegenveranstaltung planen. An Tagen, an denen die deutsche Mannschaft spielt, sind Innenstädte oder Strände erfahrungsgemäß fast leer. Warum also nicht mal mit seinen Mitarbeitern gerade dann eine Segel- oder Kanutour unternehmen? Auch eine sportliche Schnitzeljagd per Fahrrad durch die eigene Region mit anschließender Einkehr in einen Biergarten bietet sich an. Man kann, aber man muss sich nicht vom WM-Fieber anstecken lassen.