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NC-Text-Tipp: Denglisch

Dank des rasanten technischen und kulturellen Fortschritts rund um den Globus fließen immer mehr englische Begriffe in die deutsche Sprache ein. Für viele davon fehlt zunächst einfach ein deutsches Äquivalent und schon hat sich der englische Begriff im allgemeinen Sprachgebrauch durchgesetzt (z. B. googeln oder Public Viewing). Doch welche Schreibweise ist korrekt?

Verbindungen aus zwei Substantiven

Hier wird wie im Deutschen groß- und zusammengeschrieben. Für eine bessere Lesbarkeit kann man wahlweise einen Bindestrich setzen und beide Substantive großschreiben. Richtig sind also Economyclass und Economy-Class, Shoppingcenter und Shopping-Center, Desktoppublishing und Desktop-Publishing.

Wortkombinationen aus Verb und Partikel

Hier ist wahlweise ein Zusammenschreiben oder eine Bindestrichkonstruktion möglich. Der Partikel wird bei letzterer allerdings kleingeschrieben. Beispiele sind Hangover und Hang-over, Countdown und Count-down, Blackout oder Black-out.

Verbindungen aus Adjektiv und Substantiv

Hier wird getrennt geschrieben, wenn jeder Bestandteil einen eigenen Akzent aufweist, zum Beispiel Electronic Banking, Top Ten und Social Media.

Nur wenn der Hauptakzent auf dem ersten Bestandteil liegt, sind sowohl Zusammen- als auch Getrenntschreibung korrekt. Beispiele sind Hotspot oder Hot Spot, Blackbox oder Black Box.

In allen anderen Fällen wird in Anlehnung an die Herkunftssprache Englisch nur getrenntgeschrieben, verkündet der Duden-Newsletter im Januar 2010. Beispiele: Electronic Banking, Top Ten, High Fidelity.

Groß- und Kleinschreibung

Bei der Groß- und Kleinschreibung englischer Begriffe wie „location-based social networks“ oder „social media“ in deutschen Texten scheiden sich die Geister. Während die Duden-Sprachberatung „Social Media“, aber „social Networks“ favorisiert, empfiehlt die Wahrig-Sprachberatung die Schreibweise „Social Media“ und „Social Networks“.

Diese unterschiedlichen Meinungen spiegeln die große Unsicherheit wider, die die Flut an englischen Begriffen mit sich bringt.

Deutsch-englische Komposita

Bei Zusammensetzungen aus deutschen und englischen Begriffen ist die Rechtschreibung einfach: Alle Wortgruppen werden immer durch Bindestriche miteinander verbunden.
Beispiel: Public-Relations-Mitarbeiter, Do-it-yourself-Programm, Multiple-Choice-Aufgabe.

Das grammatische Geschlecht (Genus)

Der Genus des englischen Begriffs orientiert sich meist an einem bedeutungsähnlichen deutschen Wort, beispielsweise das Meeting (das Treffen), die Story (die Geschichte), das Know-how (das Wissen).

Quellen:

Duden-Newsletter, 22.1.2010, Duden-Sprachberatung, Wahrig-Sprachberatung.