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Online-Radio im Aufwind

An Werktagen schalten in Deutschland mehr als 58 Millionen Menschen ihr Radio ein. Damit hören etwa 8 von 10 in Deutschland lebenden Einwohnern ab 10 Jahren jeden Tag Radio. Und das nicht nur zwischen Tür und Angel: Mit einer Verweildauer von 251 Minuten pro Werktag bleiben die Hörer mehr als 4 Stunden dran. Das ergab die 2. Welle der Radio-Media-Analyse 2011.

Im Vergleich zu der Erhebung im Frühjahr gibt es leichte Zuwächse in der Altersgruppe der 14- bis 49-Jährigen: Die Hördauer stieg von 201 auf 204 Minuten pro Werktag an.

Vor allem im Hinblick auf den tiefgreifenden Medienumbruch durch Internet, Tablet-PCs und Smartphones ist der anhaltend hohe Stellenwert des Radios bei seinem Publikum bemerkenswert. „Radio ist schon lange in der Zukunft angekommen“, so Esther Raff, Chefin der AS&S Radio GmbH.

Hörfunk werde als echtes Überall-Medium von jungen Menschen wiederentdeckt. Und vor allem bei Jugendlichen zunehmend über das Internet empfangen. Der BLM Webradiomonitor 2011 zählt neben den Live-Streams der UKW-Anbieter 150 weitere Online-Submarken im Netz. Ihre Bandbreite reicht vom Spartenmusikangebot über saisonale Karnevalsformate bis hin zu Comedy-Channels.

Die Sender nutzen Dienste wie Twitter, sind in Social Networks wie Facebook aktiv und treten in Dialog mit den Nutzern. Die Top 5 der auf Facebook aktiven Sender – darunter 1Live und SWR3 – konnten ihre Reichweiten zwischen 6 und 18 Uhr steigern, berichtet die Radiozentrale.

Das mobile Web mit der wachsenden Verbreitung von Smartphones fungiere „als Treiber für Radio in der digitalen Welt“. Die R@diostudie 2011 der Forschungsgruppe Medien fand heraus, dass Smartphone-Besitzer doppelt so häufig zu den Internet-Radiohörern gehören wie der Bevölkerungsdurchschnitt. Die Hörer nehmen ihr Lieblingsprogramm über die mobilen Geräte an mehr Orte mit. Die Zukunft hat also längst begonnen.

Quelle:

W&V, August 2011