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Point of Sale – unterschätzte Macht im Marketing-Mix

„Bis zu 70% aller Kaufentscheidungen für Konsumgüter fallen direkt am Point of Sale!“ Diesen Leitsatz saugen Werbungtreibende und Werbungschaffende quasi mit der Muttermilch auf. Trotzdem geben Konsumgüterhersteller oft weniger als 1% ihrer Werbespendings für Maßnahmen im direkten Handelsumfeld aus – ein fataler Fehler.

„Gern – wenn noch Geld übrig ist.“ So lautet die Antwort vieler Budgetverantwortlicher für Werbung am Point of Sale (PoS). Nach klassischer Werbung und anderen verkaufsfördernder Maßnahmen hat Werbung am Verkaufsort oft nur Nice-to-have-Status. Damit lassen sie jedoch einen entscheidenden Schritt im Kommunikations-Mix aus. Denn in Zeiten, in denen das Sortiment immer austauschbarer wird, können sich Unternehmen und ihre Produkte oft nur durch eine ausgeklügelte Kommunikationspolitik vom Wettbewerb abgrenzen.

Ein attraktives und aufmerksamkeitsstarkes PoS-Konzept kommt auch dem stationären Einzelhandel zugute. Immer mehr Kunden ist es egal, wo sie einkaufen – Hauptsache, der Preis stimmt. Erlebnisorientiertes Einkaufen siegt jedoch oft über den Spar-Impuls: Der Kunde greift spontan zu, auch wenn die Konkurrenz mit günstigeren Angeboten lockt. Übrigens eine enorme Chance, sich gegenüber dem immer mächtigeren Online-Handel zu behaupten. Wer sie durch fehlende PoS-Maßnahmen verschenkt, ist schlecht beraten.

Entdecke die Möglichkeiten

PoS-Maßnahmen erfolgreich einzusetzen erfordert ein umfassendes Know-how über Handelsdaten, distributionsrelevante Daten, Forschungsergebnisse und nicht zuletzt die zahlreichen Einsatzmöglichkeiten. Davon gibt es nämlich trotz des zögerlichen Einsatzes von PoS-Werbung nahezu unendlich viele. Die Klassiker gibt’s hier in einer kurzen Zusammenfassung. Wie immer in der Werbung gilt auch hier bei allen Maßnahmen: Wer wirklich auffallen will, muss überraschen. Viele Ideen decken sich. Die Anforderung an Agenturen ist demnach, Ideen zu entwickeln, die polarisieren und noch nicht gesehen wurden.

Großflächen

Großflächen im klassischen 18/1-Format an Märkten und Kaufhäusern sind überwiegend auf den Parkplätzen der Märkte und/oder ihrer direkten Umgebung zu finden. Um Streuverluste zu vermeiden, sollten die Flächen vorher selektiert werden.  Die Anzahl der zur Verfügung stehenden Flächen ist an der Verkaufsfläche der Märkte ausgerichtet. Sowohl SB-Warenhäuser, Verbraucher- und Supermärkte als auch große Kaufhäuser und Baumärkte verfügen über eigene 18/1-Flächen.

Eine entsprechende Belegung erfolgt im Dekaden-System, wobei eine Dekade immer 10 bzw. 11 Tage lang ist.

Bodenkleber

Sogenannte Floorgraphics sind extrem hochwertige und über Monate belastbare Bodengrafiken, die einen innovativen Werbeeinsatz am PoS ermöglichen. Gerade diese Werbeform bietet einen großen Spielraum für kreative Ideen. Wenn sich kreative Leitidee und optimale Positionierung am PoS gegenseitig ergänzen, sind Floorgraphics eine vergleichsweise kostengünstige und wirksame Werbeform.

Mit Blick auf die Mediaplanung ist ein weiterer Vorteil, dass die Belegung individuell nach Vertriebslinien oder Nielsen-Gebieten erfolgt. In der Regel gelten Schaltzyklen von 4 Wochen.

Instore Radio

Rund 10.300 Märkte im gesamten Bundesgebiet verfügen über einen eigenen Instore-Radio-Kanal.

Das Medium bietet ein zielgruppenadäquates Programm mit Musik, Moderation und eben Werbung, welche in Form von zumeist 20-Sekunden-Spots eingesetzt wird. Spotlänge und Inhalt sind flexibel und auf Kunde, Produkt und Werbeziel anpassbar.

Die Ausstrahlung erfolgt nach einem Schaltschema, welches individuell auf Ziel- und Warengruppen sowie Wochentage und Zeitzonen angepasst wird.

Card Boards

Card Boards sind Werbeflächen, die direkt und beidseitig am Einkaufswagen angebracht sind.

Somit wird der Kunde während des gesamten Einkaufes von der Werbebotschaft begleitet. Dank beidseitiger Anbringung erreicht die Werbung auch entgegenkommende Kunden. Belegt wird in Einzelselektion im zumeist 4-wöchigen Schaltzyklus. Pro Markt können 10, 15 oder 25% aller Einkaufswagen belegt werden.

Digital Signage

Digital Signage bedeutet „digitale Beschilderung“. Bildschirme bzw. Screens dienen dabei als Blickfang und Alternative zu herkömmlichen Plakaten. Ein großer Vorteil von Instore-TV-Screens bzw. Digital Signage ist ihre Flexibilität: Neueste Informationen landen im Handumdrehen auf dem Schirm. Darüber hinaus sind die „Flachmänner“ extrem platzsparend.

Durch wechselnde statische oder bewegte Inhalte springt Digital Signage sofort ins Auge. Zusätzliche Aufmerksamkeit sichert die individuelle Gestaltung der Screens. Die Einsatzmöglichkeiten von Digital Sinage sind vielfältig und der Kreativität sind mit der wachsenden Digitalisierung so gut wie keine Grenzen gesetzt.

Mobile Advertising

Mobile Advertising und die Integration mobiler Endgeräte ist die jungfräulichste und somit innovativste Spielwiese für PoS-Maßnahmen. Zumindest bei Jugendlichen ist das Werben via Coupon-Systemen, die im Markt ausgelöst und direkt auf das Smartphone gesendet werden, ein schon jetzt verbreiteter und akzeptierter Trend. Aber das ist nur die Spitze des Eisbergs. Unzählige neue Werbemöglichkeiten warten darauf, entdeckt zu werden ...

Quellen:
  • www.grin.com
  • www.jvb.de
  • www.digital-signage.info
  • www.absatzwirtschaft.de
  • www.markenartikel-magazin.de