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SEO-Trends 2013 – der Blick in die Glasgoogle

SEO-Gurus beschreiben 2013 schon jetzt als das Jahr des Author-Ranks. Gemeinsam mit der Anforderung an die Qualität des Contents hat nämlich künftig auch der Verfasser Einfluss auf das Ranking. Konkret bedeutet dies, dass Inhalte stärker an persönliche Zusatzinformationen gebunden sind. Mit dem rel=“author“-Tag können Autoren im Quellcode Zusatzinformationen übermitteln, die mit ihrem Google-Plus-Profil verknüpft werden. In den Suchergebnissen erscheint dann das Foto des Autors neben dem Artikel-Link. Ein wichtiger Faktor, denn Studien belegen, dass das Bild des Autors die Klickrate bis zu 30 % steigert. Darüber hinaus kann Google eine Domain jetzt nicht nur hinsichtlich Qualität und Relevanz bewerten, sondern auch den Autor der Inhalte berücksichtigen.

Ich SEO was, was du nicht siehst

Wer im Ranking abrutscht muss nicht zwangsläufig einem Algorithmus-Update von Google zum Opfer gefallen sein. Seit dem Angriff auf Noblego, einem Onlineshop für Zigarren & Co., ist „Negative SEO“ in aller Munde. Dabei setzen Fremde Aspekte der klassischen SEO-Strategie ein, um dem Ranking der Domain bewusst zu schaden. Im Fall Noblego verlinkten die Angreifer den Shop in kurzer Zeit hunderte Mal. Google reagiert auf diese unrealistische Entwicklung mit einer Abstrafung und stuft die betroffene Domain in den Suchergebnissen herab. Derartige Fälle wurden in der Vergangenheit nur selten öffentlich, was auch daran liegt, dass solche Angriffe oftmals schwer zu erkennen oder nachzuweisen sind.

Doch wie können sich Webseitenbetreiber zukünftig wappnen? Auch hier greift die goldene SEO-Regel: qualitativ hochwertiger Content! Zudem sollte die OnPage-Struktur fehlerfrei gestaltet sein, um nicht zusätzlichen Nährboden zu liefern. Wer sich um natürlichen Linkaufbau bemüht, kann einen Anstieg von externen Spam-Links im Linkprofil besser ausfindig machen und die Spam-Links über das „Disavow Tool“ innerhalb der Google-Webmaster-Tools entwerten.

Context is the new queen

Mit der Einführung des Knowledge-Graph ist eine weitere große Entwicklungsstufe der Suchfunktion von Google angebrochen. Mit dem Knowledge-Graph ist Google in der Lage Keywords in einen Zusammenhang zu stellen, statt nur die Abfolge von Zeichen zu analysieren. Oder wie Google es beschreibt „Things, not strings“. Semantisches Web rückt also stärker in den Fokus.

Die Suche wird auf mehreren Ebenen verbessert: Bei bestimmten Orten, Personen oder Gegenständen erhält der Nutzer in der Sidebar der Suchergebnisseiten eine Sammlung an hilfreichen Informationen, wie Definition und Eckdaten. Suchbegriffe, die zwei Bedeutungen haben können, werden erkannt. Der Nutzer kann seine Suche in diesen Fällen über Vorschläge in der Sidebar eingrenzen.

Was das für Unternehmen bedeutet? Sie sollten schon heute die eigene Webseite für die Zukunft zu rüsten – mit relevanten und gut strukturierten Daten. Das belohnen die Google-Crawler mit mit hohen Rankings.

Facebook betritt Googles Spielwiese

Mit der Einführung der sozialen Suchmaschine „Graph Search“ versucht Facebook künftig, seine Nutzer auf den eigenen Seiten zu halten. Dazu kooperiert das soziale Netzwerk mit den Betreibern der Suchmaschine Bing. Suchanfragen könnten nach Themengebieten, Orten oder Freundeskreisen eingegrenzt werden. Mark Zuckerberg sprach bei der Präsentation von Suchanfragen wie „Freunde, die in meiner Nähe wohnen und Tennis mögen“. Damit geht Facebook den umgekehrten Weg und liefert den Nutzern zunächst auf Menschen bezogene Inhalte, um diese in einem nächsten Schritt mit Suchergebnissen von Bing algorithmisch zu verknüpfen.

Derzeit steckt die neue Funktion noch in den Kinderschuhen, doch Unternehmen stehen nun vor der Herausforderung, sich in der Facebook-Suche zu positionieren. Zum einen muss die Unternehmensseite mit sämtlichen Metadaten, wie der Kategorisierung, lokalen Adressdaten und einer Vanity-Url angereichert werden. Zum anderen ist eine hohe Fananzahl für die Sichtbarkeit der Facebook-Seite essentiell. Genauso wichtig sind permanente Aktivitäten in Form von Likes, Shares, Comments und Check-Ins.  Wird ein Link geteilt, stehen Unternehmen für das Erscheinungsbild einer Seite Open-Graph-Tags zur Verfügung. Unter der Prämisse, dass die neue Suchfunktion von den Nutzern angenommen wird, findet lokale Suchmaschinenoptimierung künftig somit auch auf Facebook statt.

Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile

Ein Ausblick in 2013 verdeutlicht die Notwendigkeit einer ganzheitlichen Strategie unter Einbezug aller Kanäle. Denn nur damit lassen sich überdurchschnittliche Ergebnisse erzielen. Die Zusammenführung sämtlicher Teilbereiche, vor allem Social Media, PR und Suchmaschinenoptimierung, führt zwangsläufig zu einer bewährten Erkenntnis: qualitativ hochwertige Inhalte sind essentiell für die eigene Platzierung. Aber wenn Content immer noch King ist, dann wird Context 2013 zweifelsohne die Queen!

Quellen:

  • t3n (www.t3n.de), diverse Beiträge von 2013
  • rankingCHECK Blog (www.ranking-check.de) Beitrag vom 20.01.2013