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Visionen werden Wirklichkeit: „I have a dream …“

I have a dream …

Heute, am 28. August, jährt sich die legendäre Rede von Martin Luther King zum 50. Mal. 1963 hat er die Vision gehabt, dass in Amerika eines Tages alle Menschen gleich sind. Egal welche Hautfarbe sie haben. 50 Jahre später regiert mit Barack Obama ein Präsident die Vereinigten Staaten, der stolz auf seine afroamerikanische Abstammung ist.

Auch im Marketing gibt es eine Vielzahl von großen Visionen. Ingvar Kamprad (Gründer von IKEA) hat die Vision, den vielen Menschen einen besseren Alltag zu schaffen. Steve Jobs wollte „computer for the rest of us“. Richard Branson verspricht noch in diesem Jahrzehnt Urlaubsreisen ins All zu unternehmen. Den hierfür erforderlichen Weltraumbahnhof hat er bereits 2011 in New Mexiko eingeweiht. Clever, denn so werden Visionen sichtbar.

Eine gute Vision ist konkret und vorstellbar. Diese Erkenntnis wenden auch Motivationstrainer an. Eine Vision ist nicht einfach nur eine olympische Medaille. Eine gute Motivation ist die Vorstellung des Gefühls, bei den nächsten olympischen Spielen auf dem Siegertreppchen zu stehen. Den eigenen Namen durch die aufgeregte Stimme des Stadionsprechers  zu hören. Die Kühle des Edelmetalls zu spüren, wenn die Lippen die Medaille berühren. Den Geruch von Ruhm und Unsterblichkeit zu inhalieren. Die Blicke ins Stadionrund schweifen zu lassen, wo Zigtausende stehend applaudieren.

Wem es gelingt, eine Vision so zu zeichnen, der löst intrinsische Motivation aus.

Eine Vision für ein Unternehmen erfüllt eine Vielzahl zentraler Funktionen: Sie bietet Orientierung und gibt die Richtung vor. Sie hilft, sich in Entscheidungsprozessen zu fokussieren. Sie stiftet einen kollektiven Sinn innerhalb der Mitarbeiterschaft und kann so auch Veränderungen von Einstellungen hervorrufen. Visionen inspirieren und motivieren und setzen so enorme Energien frei. Eine Vision vermittelt ein Gemeinschaftsgefühl. Sie bietet eine hervorragende Steilvorlage für das Marketing.

Daher gehört eine Vision an die Spitze einer Markenpyramide. Aus ihr leitet sich die Mission für das Unternehmen ab. Die Mission beschreibt den Weg, wie die Vision erreicht werden soll. Der Kerngedanke einer Mission findet sich oft im Claim eines Unternehmens wieder.

Die Scheu konkrete Visionen zu formulieren ist allerdings weit verbreitet. Je konkreter, desto klarer ist es, wenn diese verfehlt werden. Deshalb finden sich in vielen Unternehmen Visions-Plattitüden à la „Bei uns steht der Kunde im Mittelpunkt“ wieder. Auch betriebswirtschaftlich formulierte „Visionen“ erfüllen nicht die gewünschten Funktionen. Wer Umsatzverdopplung oder gar Kostenreduzierung um 30 % seinen Mitarbeiter als Vision vorträgt, wird keine Euphorie ernten. Auch nicht wenn er diese Vision mit den Worten einleitet: „I have a dream …“

Quelle: Jutta Menzenbach: Erfolgsfaktoren für visionäre Unternehmensführung