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Wearables – digitale Accessoires

Der Begriff Wearables bezeichnet tragbare Computer, die am Körper befestigt werden und den Träger durch unterschiedliche Funktionen unterstützen und informieren.

Das Neue an den Wearables: Sie analysieren alle gesammelten Informationen. Durch die Kommunikation mit anderen mobilen Endgeräten wie Tablets oder Smartphones verbreiten sie die Ergebnisse im Social Web.

Einige dieser digitalen Helfer wie das Neptune Pine kommen sogar mit einer einblendbaren Tastatur aus – ohne ergänzendes Smartphone. Und mit der hierzulande noch nicht erhältlichen Google Glass trägt man seinen Computer künftig direkt auf die Nase.

Die Entwicklung multifunktionaler Helfer

Der Trend zu diesen tragbaren Computern ist keine Überraschung. Wearables wie datenübertragende Fitnessarmbänder, Brillen und Smartwatches sind nur eine konsequente Weiterentwicklung unserer zunehmend digitalen Gesellschaft.

In 10 Jahren werden Smartphones (80 %), Tablets (70 %) und Wearables (65 %) die am meisten verbreiteten Geräte sein. Davon gehen die Befragten der Studie „Sicherheit im digitalen Deutschland 2025“ von McAfee aus. Bereits in diesem Jahr werden voraussichtlich 90 Millionen tragbare Gadgets verkauft. Für die nächsten 2 Jahre wird ein Verkaufsvolumen von 485 Millionen prognostiziert.

Wie Wearables das Benutzerverhalten ändern

Ein Blick auf die Smartwatch genügt – schon ist man über Wetter, Mails und Nachrichten informiert. Darüber hinaus sollen Fitnessbänder ihren Träger unterstützen und motivieren. Sie zählen Schritte. Werten seine persönliche Statistik chronologisch aus. Und stellen das Ergebnis online, damit er sich mit anderen Trägern messen kann. FitBit ist ein smartes Armband, das seinen Nutzer mit virtuellen Fitness-Abzeichen belohnt. Laut FitBit legen seine Träger pro Tag 43 zusätzliche Schritte zurück. Die direkte Interaktionsmöglichkeit mit den mobilen Wegbegleitern ändert also das (Nutzer-)Verhalten.

Always in, always on

Durch die Verwendung von Wearables ändert sich die Erreichbarkeit der Menschen enorm. Die Zielgruppe ist nicht nur permanent online, sondern stellt ständig Daten zur Verfügung. Diese eröffnen dem Marketing der Zukunft neue Chancen. Denn Wearables liefern tiefe Einblicke in das persönliche Verhalten. Unternehmen können damit ihre Zielgruppe ortsbezogen und noch individueller ansprechen. Und ihre Werbemaßnahmen zielgerichtet, zeitnah und damit effektiver ausspielen.

Neue Endgeräte bieten zusätzliche Werbeformate und mobile Targeting-Optionen. Mobile-Marketing wird somit ein wichtiges Bindeglied zwischen einer Marke und ihrer Zielgruppe. Cross-Device-Advertising in Kombination mit Wearables eröffnet damit zahlreiche neue Möglichkeiten für Werbetreibende.

Herausforderungen für das Marketing

Werbung kann zwar noch kontextbezogener ausgespielt werden, sollten dabei aber für den Träger nützlich bleiben. Inhalte müssen in der jeweiligen Anwendungssituation einen Mehrwert bieten. Ohne, dass der Nutzer sich kontrolliert fühlt. Zudem bieten die kleinen, smarten Begleiter nicht viel Platz für Werbung. Unternehmen müssen zukünftig über Inhalt und Form der zu kommunizierenden Inhalte nachdenken und Geräte-Größe sowie Anwendungs-Kontext berücksichtigen.

Neben der Euphorie über diesen technischen Meilenstein stehen die Hersteller Werbeformaten auf Wearables derzeit noch skeptisch gegenüber. Vor allem aufgrund der vergleichsweise geringen Akzeptanz mobiler Werbeeinblendungen. Auch Datenschützer warnen vor weitreichenden Konsequenzen für die Privatsphäre bei der Erhebung und Nutzung sensibler Daten.

Interaktion zwischen Mensch und Maschine

Bisher erhältliche Geräte stecken technologisch gesehen noch in den Kinderschuhen. Aktuelle Wearables sind jedoch nur der Anfang einer Entwicklung, die die Idee einer Interaktion zwischen Mensch und Maschine aufgreift und künftig eine intensivere Unterstützung durch intelligente Technologie ermöglicht. Glaubt man aktuellen Prognosen, sollte sich jedes Unternehmen und jeder Werbetreibende überlegen, ob diese Chance leichtfertig ignoriert werden kann.

Quellen:

www.csl-blog.de
www.artworx.at
www.contentmarketinginstitute.com
www.bloomberg.com