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            <title>New Communication GmbH &amp; Co. KG</title>
            <link>https://www.new-communication.de/</link>
            <description>Fachartikel von New Communication</description>
            <language>de-de</language>
            
                <copyright>New Communication GmbH &amp; Co. KG</copyright>
            
            <pubDate>Thu, 12 Mar 2026 16:36:37 +0100</pubDate>
            <lastBuildDate>Thu, 12 Mar 2026 16:36:37 +0100</lastBuildDate>
            
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                    <item>
                        <guid isPermaLink="false">news-799</guid>
                        <pubDate>Wed, 11 Mar 2026 09:00:00 +0100</pubDate>
                        <title>Gute Reise! Die Candidate Journey im Arbeitsmarkt 2026</title>
                        <link>https://www.new-communication.de/neues/detail/die-candidate-journey-im-arbeitsmarkt-2026/</link>
                        <description>Der Arbeitsmarkt der letzten Jahre war von einem deutlichen Machtwechsel geprägt: Unternehmen mussten sich bei den Kandidat*innen – insbesondere bei Fachkräften – bewerben und nicht umgekehrt. Doch die Dynamik hat erneut an Fahrt aufgenommen. Employer Branding-Expert*innen Laura Föh-Auerswald und Christian Huep haben ihre Perspektiven dazu nicht nur beim Trendspot-Event geteilt, sondern auch in diesem Artikel zusammengefasst.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Trotz des demografischen Wandels steigen die Arbeitslosenzahlen kontinuierlich. Gründe dafür gibt es einige: eine schwache Konjunktur, aber auch Berufsfelder, die sich durch fortschreitende Digitalisierung und KI radikal verändern oder zunehmend verschwinden werden.<br>Die Frage lautet nun: Kehrt der Arbeitsmarkt zurück zu seiner alten Form, in der Arbeitgeber*innen wieder am längeren Hebel sitzen, oder verdichtet sich der Mangel an Fachkräften nur und führt zu einem umso härteren Wettbewerb um künftige Mitarbeiter*innen? Genau an diesem Punkt gewinnt eine gut konzipierte Candidate Journey an Bedeutung. Sie wird zum Kompass, der Unternehmen durch unruhige Zeiten führt.</p>
<p>&nbsp;</p><figure class="image image-block" style="max-width: 768px"><a href="https://www.new-communication.de/fileadmin/user_upload/publikationen/2026/candidate_journey/ts26-candidate-journey-arbeitgebermarkt.jpg" target="_blank" class="popup-link" data-popup="true" rel="lightbox-group-rte"><img src="https://www.new-communication.de/fileadmin/user_upload/publikationen/2026/candidate_journey/ts26-candidate-journey-arbeitgebermarkt.jpg" alt="Roboterarme an einem Fließband in einer Fabrik" width="768" height="350" decoding="async" title="Candidate Journey Arbeitgebermarkt" loading="lazy"></a><figcaption>Maschinen wollen keine Vier-Tage-Woche, Jobrad oder New Work. Und was, wenn sie bald nicht einmal mehr Wartungspersonal oder Supervisor*innen benötigen? ©istockphoto.com/adventtr</figcaption></figure><h2>ARBEITSLOSENQUOTE HÄLT SICH 2025 ÜBER 6 %</h2>
<h3>Anteil der Arbeitslosen an der Gesamtzahl der zivilen Erwerbspersonen in Deutschland (in %)</h3>
<p>&nbsp;</p><figure class="image image-block" style="max-width: 768px"><a href="https://www.new-communication.de/fileadmin/user_upload/publikationen/2026/candidate_journey/ts26-candidate-journey-arbeitslosenzahlen.jpg" target="_blank" class="popup-link" data-popup="true" rel="lightbox-group-rte"><img src="https://www.new-communication.de/fileadmin/user_upload/publikationen/2026/candidate_journey/ts26-candidate-journey-arbeitslosenzahlen.jpg" alt="Diagramm über Entwicklung von Arbeitslosenzahlen" width="768" height="260" decoding="async" title="Candidate Journey Arbeitslosenzahlen" loading="lazy"></a><figcaption>Quelle: Bundesagentur für Arbeit</figcaption></figure><h2>Was eine gute Candidate Journey leisten kann</h2>
<p>Die Candidate Journey beschreibt den gesamten Weg, den ein*e Bewerber*in von der ersten Begegnung bis zur langfristigen Bindung an ein Unternehmen (Antritt des Arbeitsverhältnisses) durchläuft. Sie ist weit mehr als ein Buzzword. Ihr Wert liegt in der Flexibilität: Sie lässt sich auf Branchen, Märkte und spezifische Unternehmenssituationen anpassen. Damit wird sie zu einem strategischen Werkzeug, das Antworten auf die Unsicherheiten im gesamten Personalmarketing-Spektrum des Jahres 2026 geben kann.</p>
<h3>Phase 1: Anziehung</h3>
<p>In der Anziehungsphase muss sich jedes Unternehmen die Frage stellen, wen man überhaupt für sich gewinnen will. Hier müssen viele zwangsweise neue Zielgruppen erschließen, da der Kampf um die junge, loyale, eierlegende Wollmilchsau kaum gewonnen werden kann, wenn man sich mit den Großen der Branche messen muss. Während viele Unternehmen noch immer ausschließlich auf junge Fachkräfte schielen, muss sich 2026 ein neues Feld öffnen: Menschen über 60. „Das graue Gold“, wie manche Personaler*innen witzeln. Aber im Ernst: Das Thema Longevity rückt stärker ins öffentliche Bewusstsein, und die Zahl der Menschen in Deutschland, die über das Rentenalter hinaus arbeiten, wächst stetig. Unternehmen, die diesen (Silber-)Schatz heben, können wertvolle Erfahrungen und Loyalität gewinnen. Befeuert wird dieser Trend in den kommenden Jahren durch Anreize, die die Politik schaffen wird. Diskussionen über eine Aktivrente zeigen, in welche Richtung sich der Arbeitsmarkt entwickeln wird.</p>
<p>Mehr zum Thema Longevity findet ihr in unserem <a class="Base-iconLink-extern" href="https://www.new-communication.de/neues/detail/longevity-biohacking-big-business-und-ewige-jugend/">Artikel </a>darüber.&nbsp;</p>
<p>Ein zweiter Blick gilt dem zunehmend wachsenden Pool an Arbeitslosen. Die Antwort auf die Frage, ob dieser eine Chance für Unternehmen ist, muss mit einem klaren „Jein“ beantwortet werden. Nicht jede Person passt zu jedem Job. Was häufig bei der Kandidat*innen-Suche in den Fokus rückt, sind Hard Skills – also erlernbare Fachkompetenzen. Vernachlässigt werden häufig die Soft Skills – die Persönlichkeit, die mit in das Unternehmen gebracht werden kann. Arbeitgeber*innen müssen sich die Frage stellen, ob der Fokus anders gesetzt werden muss. Hard Skills können vermittelt, entwickelt und ausgebaut werden. Das trifft auf die Softskills nur eingeschränkt zu. Ein Arbeitslosenmarkt, auf dem 3 Millionen Menschen sind, hat definitiv das Potenzial, die Unternehmen mit Menschen zu bereichern, die eine bestimmte Persönlichkeit mitbringen. Der Rest, also das nicht minder wichtige Fachliche, kann gelernt werden. Es lohnt sich also, mit gezielten Quereinstiegs-Programmen Menschen zu fördern, die Potenzial, aber nicht den klassischen Lebenslauf mitbringen.</p>
<p>&nbsp;</p><figure class="image image-block" style="max-width: 768px"><a href="https://www.new-communication.de/fileadmin/user_upload/publikationen/2026/candidate_journey/ts26-candidate-journey-60plus.jpg" target="_blank" class="popup-link" data-popup="true" rel="lightbox-group-rte"><img src="https://www.new-communication.de/fileadmin/user_upload/publikationen/2026/candidate_journey/ts26-candidate-journey-60plus.jpg" alt="älterer Herr mit grauem Haar schleift Holz und trägt Schutzbrille dabei" width="768" height="350" decoding="async" title="Candidate Journey 60+" loading="lazy"></a><figcaption>FAKTEN ZUR ZIELGRUPPE 60+ • Mehr als 1,1 Millionen Menschen im Alter ab 67 Jahren sind noch erwerbstätig. • Allein im Jahr 2026 werden ca. 7 Millionen Babyboomer das Renteneintrittsalter erreichen.</figcaption></figure><h3>Phase 2: Interesse wecken</h3>
<p>Sobald Aufmerksamkeit entsteht, entscheidet Glaubwürdigkeit über den weiteren Verlauf. Punkt. Authentizität ist das Schlüsselwort: Overpromising rächt sich spätestens in der Probezeit. Eine starke Employer Brand ist hier nötig. Eine, die nahbar wirkt. User Generated Content von Mitarbeitenden, kleine Einblicke hinter die Kulissen, Geschichten aus dem Alltag: Sie machen ein Unternehmen greifbar, sympathisch und führen letztlich dazu, dass Kandidat*innen zu Bewerber*innen werden.&nbsp;</p>
<p>Technisch kann das auch bedeuten, Karriereseiten vom klassischen Corporate Design zu lösen. Unternehmenswebsites sind oftmals gefangen in ihrem CD, das sich an Endkunden richtet. Absatz und Vertrieb stehen hier an erster Stelle. Doch Kandidat*innen sind eine separate Zielgruppe, die es anders zu erreichen gilt. Während Kund*innenseiten Produkte verkaufen, sollen Karriereseiten Emotionen wecken, Orientierung bieten und Kandidat*innen einladen. Eine separierte Karriereseite, die sich vollkommen dem Gewinnen neuer Kolleg*innen verschrieben hat, kann ein Lösungsansatz sein.</p>
<h3>Phase 3: Bewerbung</h3>
<p>Der eigentliche Bewerbungsprozess ist ein vergleichsweise kleiner und schnell abgearbeiteter Punkt in der Candidate Journey. Sollte man meinen. Doch der Teufel steckt wie so oft im Detail. Häufig hapert es schon an den simpelsten Dingen.<br>Bewerber*innen können nur ein PDF hochladen und dieses darf nicht größer sein als 3 MB. Eine automatisierte Eingangsbestätigung gibt es nicht und bis sich endlich jemand meldet, vergehen Tage, wenn nicht gar Wochen. Oftmals hilft es bereits, den Bewerbungsprozess selbst zu testen. Dabei fallen die gravierendsten Mängel direkt auf. Perspektivwechsel ist hier also gefragt.</p>
<h3>Phase 4: Auswahl</h3>
<p>Im Selektionsprozess entscheidet nicht nur der Lebenslauf, sondern auch die Atmosphäre. Der „Vibe“, wie die Gen Z sagen würde. Fehlende Sympathie und unangenehme Bewerbungsgespräche sind häufig die Ursache für abgebrochene Bewerbungsverfahren. Unternehmen, die ihre Auswahlteams bewusst zusammenstellen, schaffen ein Abbild ihres Miteinanders. Kandidat*innen spüren schnell, ob Teamgeist herrscht oder Hierarchien dominieren. Ein eingespieltes Team vermittelt den Spirit des Unternehmens und macht Lust auf mehr. Genauer: auf eine gemeinsame Zukunft.</p>
<h3>Phase 5: Preboarding</h3>
<p>Hat sich ein*e Kandidat*in entschieden, beginnt die oft unterschätzte Zeit zwischen Vertragsunterschrift und erstem Arbeitstag. Hier zeigt sich, wie gut die Personalabteilung zuhört und versteht. Welche Informationen braucht ein Neuling? Welche Unterstützung nimmt Sorgen? Job Ghosting, das Abtauchen frisch gewonnener Teammitglieder, lässt sich so effektiv vermeiden. Ein durchdachtes und gut umgesetztes Preboarding ist nicht nur ein vermeintlicher „Ghostbuster“, sondern wirkt sich auch positiv auf die Wahrnehmung und die Employer Brand aus.</p>
<p>&nbsp;</p><figure class="image image-block" style="max-width: 768px"><a href="https://www.new-communication.de/fileadmin/user_upload/publikationen/2026/candidate_journey/ts26-candidate-journey-buddy-programme.jpg" target="_blank" class="popup-link" data-popup="true" rel="lightbox-group-rte"><img src="https://www.new-communication.de/fileadmin/user_upload/publikationen/2026/candidate_journey/ts26-candidate-journey-buddy-programme.jpg" alt="Freundegruppe auf grüner Wiese mit guter Laune" width="768" height="350" decoding="async" title="Candidate Journey Buddy Programme" loading="lazy"></a><figcaption>Buddy-Programme und erste Team-Events können schon vor dem ersten Arbeitstag die Identifikation mit dem neuen Arbeitgeber und den künftigen Kolleg*innen stärken. So wird aktiv Job Ghosting vorgebeugt. © istockphoto.com/South_agency</figcaption></figure><figure class="image image-block" style="max-width: 768px"><a href="https://www.new-communication.de/fileadmin/user_upload/publikationen/2026/candidate_journey/ts26-candidate-journey-abbruch.jpg" target="_blank" class="popup-link" data-popup="true" rel="lightbox-group-rte"><img src="https://www.new-communication.de/fileadmin/user_upload/publikationen/2026/candidate_journey/ts26-candidate-journey-abbruch.jpg" alt="Statistik über den abgebrochenen Bewerbungsprozess in Prozenten" width="768" height="394" decoding="async" title="Candidate Journey Abbruch" loading="lazy"></a><figcaption>37 % der Bewerber*innen haben schon einmal den potenziellen Arbeitgeber geghostet. Quelle: Randstad-Mente&amp;gt;Factum-Bewerber:innenbefragung (November 2022)</figcaption></figure><h3>Phase 6: Onboarding</h3>
<p>KI wird im Jahr 2026 nicht nur als Bedrohung für die eigene Arbeitsplatzsicherheit, sondern auch als wertvolles Werkzeug verstanden. Ein Onboarding-Bot, der individuelle Fragen beantwortet, Lernmodule zusammenstellt und Ansprechpartner*innen vermittelt, kann den Einstieg enorm erleichtern. Ergänzend lassen sich digitale Zwillinge bspw. in Form von virtuellen Rundgängen einsetzen, die Mitarbeitende spielerisch an Prozesse, Tools und Kolleg*innen heranführen. Entscheidend bleibt jedoch, dass KI die Personalabteilung nicht ersetzt, sondern entlastet – damit mehr Zeit für das Persönliche bleibt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Phase 7: Bindung</h3>
<p>Die wahre Stärke einer guten Candidate Journey zeigt sich nach dem Onboarding. Bindung ist kein Selbstläufer. Klassische Benefits sind inzwischen austauschbar geworden, weil Unternehmen sich gegenseitig kopieren. Erfolgreiche Arbeitgeber setzen 2026 auf passgenaue Angebote. Und manchmal sind es fehlende Basics, die den wirklichen Unterschied machen: der Zuschuss zum Mittagessen, die flexible Kinderbetreuung oder schlicht die Kaffeemaschine im Büro können stärker wirken, als ein Abklatsch der Benefits von konkurrierenden Unternehmen.&nbsp;</p>
<p>Ebenso gewinnt die soziale Einbettung an Bedeutung. Wer Familie und Freund*innen in das Arbeitsleben integriert – etwa mit einem Tag der offenen Tür –, schafft Verständnis und Rückhalt im privaten Umfeld. Ebenso wichtig ist die Partizipation: Mitarbeitende, die in Entscheidungen eingebunden sind, identifizieren sich stärker mit ihrem Unternehmen. Wertschätzung wird so zum Fundament der Bindung.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Erfolgsfaktoren für Bindung</h3>
<p>• Benefits individuell auswählen<br>• Familie und Umfeld einbeziehen<br>• Mitarbeitende an Entscheidungen beteiligen<br>• Wertschätzung sichtbar leben</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Fazit</h2>
<p>Eine gute Candidate Journey ist 2026 kein „Nice-to-have“, sondern eine strategische Notwendigkeit. Sie bietet Orientierung in einem Arbeitsmarkt, der von Widersprüchen geprägt ist: Steigende Arbeitslosigkeit trifft auf Fachkräftebedarf – ein Paradoxon, das mithilfe einer durchdachten Candidate Journey aufgelöst werden kann. Unternehmen, die die einzelnen Phasen bewusst gestalten, werden nicht nur passende Kandidat*innen finden, sondern sie auch langfristig halten.&nbsp;</p>
<p>Die entscheidende Erkenntnis lautet: Es geht nicht nur um Benefits oder Bots, sondern vor allem um Haltung. Authentizität, Nähe und individuelle Begleitung machen den Unterschied. Der Arbeitsmarkt mag sich wandeln, die Candidate Journey bleibt jedoch der verlässlichste Weg, um die richtigen Menschen zur richtigen Zeit am richtigen Ort zusammenzubringen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3 style="margin-left:0px;"><strong>Häufige Fragen und Antworten zur Candidate Journey</strong></h3>
<p>Die Antworten auf die wichtigsten Fragen findet ihr hier:</p>
<h3>Was ist eine Candidate Journey?</h3>
<p>Die Candidate Journey beschreibt den gesamten Weg, den Bewerber*innen vom ersten Kontakt mit einem Unternehmen bis zum Einstieg und darüber hinaus durchlaufen. Sie umfasst Phasen wie Aufmerksamkeit, Interesse, Bewerbung, Auswahl, Preboarding, Onboarding und langfristige Bindung. Unternehmen nutzen die Candidate Journey, um jeden dieser Kontaktpunkte bewusst zu gestalten und so ein positives Bewerbungserlebnis zu schaffen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Warum wird die Candidate Journey für Unternehmen immer wichtiger?</h3>
<p>Der Arbeitsmarkt befindet sich im Wandel: Trotz steigender Arbeitslosigkeit bleibt der Wettbewerb um qualifizierte Fachkräfte hoch. Eine strukturierte Candidate Journey hilft Unternehmen dabei, Talente gezielt anzusprechen, Bewerbungsprozesse zu verbessern und Kandidat*innen langfristig zu binden. Sie wird damit zu einem strategischen Instrument im Recruiting und Employer Branding.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Welche Rolle spielen Employer Branding und Authentizität in der Candidate Journey?</h3>
<p>Eine starke Employer Brand sorgt dafür, dass Kandidat*innen ein realistisches und glaubwürdiges Bild eines Unternehmens erhalten. Authentische Einblicke in den Arbeitsalltag, etwa durch Mitarbeitenden-Content oder Geschichten aus dem Team, stärken Vertrauen und Interesse. Wer Erwartungen ehrlich kommuniziert, reduziert Enttäuschungen im Bewerbungsprozess und erhöht die Chance auf langfristige Mitarbeiterbindung.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Wie können Unternehmen ihre Candidate Journey konkret verbessern?</h3>
<p>Unternehmen sollten alle Kontaktpunkte aus Sicht der Bewerber*innen betrachten und regelmäßig testen. Dazu gehören eine verständliche Karriereseite, einfache Bewerbungsprozesse, schnelle Rückmeldungen sowie ein strukturiertes Preboarding und Onboarding. Auch individuelle Benefits, Wertschätzung im Arbeitsalltag und die Einbindung der Mitarbeitenden in Entscheidungen stärken die langfristige Bindung.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Quellen:</h2>
<p><a class="Base-iconLink-extern" href="https://www.koalitionsvertrag2025.de/">koalitionsvertrag2025.de</a></p>
<p><a class="Base-iconLink-extern" href="https://www.zeit.de/index">zeit.de</a></p>
<p><a class="Base-iconLink-extern" href="https://www.iwkoeln.de/">iwkoeln.de</a></p>
<p><a class="Base-iconLink-extern" href="https://www.karriere.at/">karriere.at</a></p>
<p><a class="Base-iconLink-extern" href="https://bpspsychub.onlinelibrary.wiley.com/">bpspsychub.onlinelibrary.wiley.com</a></p>]]></content:encoded>
                        
                            
                                <category>Employer Branding</category>
                            
                                <category>Innovationen &amp; Trends</category>
                            
                                <category>Strategie</category>
                            
                                <category>Touchpoint-Marketing</category>
                            
                        
                        
                            
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                    </item>
                
                    <item>
                        <guid isPermaLink="false">news-797</guid>
                        <pubDate>Wed, 25 Feb 2026 09:00:00 +0100</pubDate>
                        <title>Von Sci-Fi in den Arbeitsalltag: Humanoide Roboter</title>
                        <link>https://www.new-communication.de/neues/detail/humanoide-roboter/</link>
                        <description>Während das Team eintrifft, trägt ein humanoider Roboter bereits die ersten Kisten zur Packstation. Was zugegebenermaßen nach wie vor wie Science-Fiction klingt, wird zunehmend Realität. Texterin Danie hat recherchiert, wo humanoide Roboter heute produktiv arbeiten, warum Unternehmen investieren, welche Rolle KI spielt und weshalb ihre Einführung nicht nur ein Technologieprojekt, sondern auch ein kulturelles und regulatorisches Experiment ist.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Montagmorgen, 7:30 Uhr in einem Logistikzentrum am Stadtrand. Während die Belegschaft allmählich eintrifft, ist Apollo, ein humanoider Roboter, schon seit zwei Stunden im Einsatz. Auf seinen Armen zwei schwere Kisten, die er zielsicher zur Packstation trägt. Für die Mitarbeiter*innen hier längst ein gewohntes Bild. Und vielleicht auch bald in vielen anderen Branchen.</p>
<h2><strong>Von der Zukunftsvision zur Realität</strong></h2>
<p>Noch vor wenigen Jahren wirkten zweibeinige, humanoide Roboter wie Figuren aus Science-Fiction-Filmen. Heute stehen sie in echten Fabriken oder Lagern und übernehmen erste produktive Aufgaben. 2026 könnte das Jahr werden, in dem sie endgültig im Arbeitsalltag ankommen.</p>
<h3>Wo steht die Technik heute?</h3>
<p>Sie können laufen, balancieren, greifen und in Umgebungen arbeiten, die ursprünglich für Menschen gebaut wurden. Enge Gänge, Stufen, Türen? Kein Hindernis. Die wackligen Gestelle der Vergangenheit sind präzisen Maschinen gewichen, ausgestattet mit Kameras, Sensoren und KI. Ihr Ziel: sich zuverlässig in Workflows integrieren. Dabei sind sie keine Alleskönner, sondern Spezialisten für klar definierte Aufgaben.</p>
<p>&nbsp;</p><figure class="image image-center" style="max-width: 768px"><a href="https://www.new-communication.de/fileadmin/user_upload/publikationen/2026/humanoide_roboter/ts26-roboter-amazon.jpg" target="_blank" class="popup-link" data-popup="true" rel="lightbox-group-rte"><img src="https://www.new-communication.de/fileadmin/user_upload/publikationen/2026/humanoide_roboter/ts26-roboter-amazon.jpg" alt="Humanoide Roboter in Amazon-Zentren beim Kisten tragen" width="768" height="340" decoding="async" title="Humanoide Roboter in Amazon-Zentren" loading="lazy"></a><figcaption>Die Roboter-Schule: Humanoide Roboter werden nicht klassisch programmiert, sondern lernen – ähnlich wie Schüler*innen: durch Simulation, Beobachtung, Praxis und sogar soziale Interaktion.</figcaption></figure><p>&nbsp;</p>
<h3>Warum Unternehmen investieren</h3>
<p>Der Grund ist simpel: Fachkräftemangel, steigende Löhne und der Bedarf, monotone oder körperlich belastende Tätigkeiten zu automatisieren. Roboter arbeiten rund um die Uhr, benötigen lediglich Ladezyklen und lassen sich flexibel in bestehende Umgebungen integrieren.<br>Neue KI-Modelle und spezialisierte Chips machen sie deutlich schlauer und zuverlässiger als frühere Generationen. Sie verstehen Sprache, lernen Handgriffe und können flexibel reagieren.</p>
<h3>Technik trifft Teamkultur</h3>
<p>Ein Arbeitstag im Jahr 2026. Neben der Mitarbeiterin in der Logistik läuft wie selbstverständlich ein humanoider Roboter. Er übernimmt den körperlich monotonen Teil, sie konzentriert sich auf Aufgaben, die Urteilsvermögen erfordern. Aber was bedeutet das für die Arbeit der Zukunft? Wie gehen wir mit einem Roboter-Kollegen um? Viele Beschäftigte geben ihren Maschinen Namen, sprechen sie an oder bedanken sich für erledigte Aufgaben. Unternehmen fördern das, indem sie die Roboter freundlich gestalten, sei es mit Display-Gesichtern oder der passenden Kleidung. Das steigert die Akzeptanz und macht sie zu Teamplayern. Somit sind Roboter nicht länger nur Werkzeuge, sondern fester Bestandteil der Teams. Jedoch kommen weitere Fragen auf: Soll der Roboter Pausen machen? Ist er Kollege, Helfer oder Technik? Wie viel Mensch steckt im Roboter? Und wie viel Roboter lassen wir in unsere Arbeitskultur? Die Integration humanoider Roboter ist deshalb nicht nur ein technologisches Projekt, sondern gleichermaßen ein soziales Experiment.&nbsp;</p>
<h2><strong>Blick voraus: Was 2026 realistisch ist</strong></h2>
<p>Ein Massenmarkt entsteht 2026 noch nicht. Aber wir werden deutlich mehr reale Einsätze sehen. Kleine Flotten in Fabriken und Lagern, die Material transportieren oder Bauteile bereitstellen. Hersteller arbeiten an sogenannten Aufgabenbibliotheken, also abrufbaren Fähigkeiten. Ähnlich wie Apps auf dem Smartphone.&nbsp;</p>
<p>Gemäß <i>EU AI Act</i> fallen humanoide Roboter in den Hochrisikobereich, wenn sie im direkten menschlichen Einsatzumfeld agieren. Für ihren Betrieb und die Interaktion zwischen Mensch und Maschine gelten in Hinblick auf Sicherheit, Transparenz und Nachvollziehbarkeit von Entscheidungen daher strenge Auflagen.&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p><img src="https://www.new-communication.de/fileadmin/user_upload/publikationen/2026/humanoide_roboter/ts26-roboter-robots.jpg" alt="Auflistung Humanoider Roboter 2026" width="768" height="340" decoding="async" title="Humanoide Roboter 2026" class="image image-block" loading="lazy"><h3>&nbsp;</h3>
<h3>Die wichtigsten Player</h3>
<h4><strong>Agility Robotics – </strong><i><strong>Digit</strong></i></h4>
<p><strong>Herkunft:</strong> USA (Oregon)</p>
<p><strong>Roboter-Typ:</strong> Humanoider Logistik-Roboter</p>
<p><strong>Besonderheit:</strong> Kann zweibeinig laufen und Kisten transportieren</p>
<p><strong>Einsatz heute:</strong> Pilotprojekte bei Amazon und&nbsp;</p>
<p><strong>Vision:</strong> Produktionsanlagen im großen Stil (RoboFab) und breite Nutzung in der Logistik</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4><strong>Figure AI – </strong><i><strong>Figure 01</strong></i></h4>
<p><strong>Herkunft:</strong> Kalifornien, USA</p>
<p><strong>Roboter-Typ:</strong> Universell einsetzbarer humanoider Roboter</p>
<p><strong>Besonderheit:</strong> Menschähnliche Proportionen, Fokus auf Vielseitigkeit</p>
<p><strong>Einsatz heute:</strong> Pilotprojekt mit BMW in der Automobilproduktion</p>
<p><strong>Vision:</strong> Ein „Allzweck-Roboter“, der in Fabriken, Service und Alltag genutzt werden kann</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4><strong>Apptronik – </strong><i><strong>Apollo</strong></i></h4>
<p><strong>Herkunft:</strong> Texas, USA</p>
<p><strong>Roboter-Typ:</strong> Humanoider Industrie-Roboter</p>
<p><strong>Besonderheit:</strong> Flexibel und modular, kann mit verschiedenen Greifhänden ausgestattet werden</p>
<p><strong>Einsatz heute:</strong> Tests bei Mercedes-Benz im Werk</p>
<p><strong>Vision:</strong> Roboter, die Seite an Seite mit Menschen in Produktion und Logistik arbeiten</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4><strong>Boston Dynamics – </strong><i><strong>Atlas</strong></i></h4>
<p><strong>Herkunft:</strong> Massachusetts, USA</p>
<p><strong>Roboter-Typ:</strong> Humanoider High-Performance-Roboter</p>
<p><strong>Besonderheit:</strong> Akrobatik, Balance und Beweglichkeit auf höchstem Niveau</p>
<p><strong>Einsatz heute:</strong> Forschungs- und Entwicklungsprojekte (Hyundai-Gruppe)</p>
<p><strong>Vision:</strong> Einsatz in industriellen Umgebungen – weniger Show, mehr Alltagstauglichkeit</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4><strong>Tesla – </strong><i><strong>Optimus</strong></i></h4>
<p><strong>Herkunft:</strong> Kalifornien, USA</p>
<p><strong>Roboter-Typ:</strong> Humanoider Allzweck-Roboter</p>
<p><strong>Besonderheit:</strong> Eng verknüpft mit Teslas KI- und Produktions-Ökosystem</p>
<p><strong>Einsatz heute:</strong> Demonstrationen in Tesla-Werken, noch keine produktiven Einsätze</p>
<p>V<strong>ision:</strong> Massenproduktion eines günstigen humanoiden Roboters für Industrie und Alltag</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4><strong>Sanctuary AI – </strong><i><strong>Phoenix</strong></i></h4>
<p><strong>Herkunft:</strong> Kanada</p>
<p><strong>Roboter-Typ:</strong> Humanoider Roboter für vielseitige Arbeiten</p>
<p><strong>Besonderheit:</strong> Starker Fokus auf KI und „kognitive Fähigkeiten“</p>
<p><strong>Einsatz heute:</strong> Pilotversuche im Handel und in Lagern</p>
<p><strong>Vision:</strong> Roboter, die viele unterschiedliche Aufgaben in Büro, Handel und Service übernehmen können</p>
<p>&nbsp;</p>
<h3><strong>Häufige Fragen und Antworten zu Humanoiden Robotern</strong></h3>
<p>Die Antworten auf die wichtigsten Fragen findet ihr hier:</p>
<h3>Wie weit ist die Technik heute und was können humanoide Roboter bereits?</h3>
<p>Humanoide Roboter können laufen, balancieren, greifen und sich in für Menschen gebauten Umgebungen sicher bewegen – inklusive enger Gänge, Stufen und Türen. Statt wackliger Prototypen sind es heute präzise Maschinen mit Kameras, Sensoren und KI. Sie sind keine Alleskönner, sondern auf klar definierte Aufgaben spezialisiert, mit dem Ziel, sich zuverlässig in bestehende Workflows zu integrieren.</p>
<h3>Wie lernen humanoide Roboter – werden sie noch klassisch programmiert?&nbsp;</h3>
<p>Nicht primär. Sie lernen wie „Schüler*innen“ über Simulation, Beobachtung, Praxis und sogar soziale Interaktion. Dieses datengetriebene Lernen ersetzt starre Programmierung durch anpassungsfähige Fähigkeiten, etwa neue Handgriffe zu erlernen oder auf Sprache zu reagieren.</p>
<h3>Warum investieren Unternehmen in humanoide Roboter?</h3>
<p>Treiber sind Fachkräftemangel, steigende Löhne und der Wunsch, monotone oder körperlich belastende Tätigkeiten zu automatisieren. Roboter arbeiten rund um die Uhr mit Ladepausen, lassen sich in bestehende Umgebungen integrieren und profitieren von neuen KI-Modellen und spezialisierten Chips. Dadurch verstehen sie Sprache, lernen Handgriffe und reagieren flexibler. Parallel verändert sich die Teamkultur: Roboter übernehmen körperlich monotone Teile, Menschen fokussieren sich auf Aufgaben mit Urteilsvermögen – gefördert durch freundliches Design und soziale Interaktion für höhere Akzeptanz.</p>
<h3>Was ist bis 2026 realistisch – wo sehen wir Einsätze und unter welchen Auflagen?</h3>
<p>Ein Massenmarkt ist 2026 nicht zu erwarten, aber deutlich mehr reale Einsätze: kleine Flotten in Fabriken und Lagern, vor allem für Materialtransport und Bereitstellung von Bauteilen. Hersteller entwickeln „Aufgabenbibliotheken“ – abrufbare Fähigkeiten ähnlich Apps. Laut EU AI Act gelten humanoide Roboter im direkten menschlichen Umfeld als Hochrisiko-Systeme; entsprechend sind strenge Anforderungen an Sicherheit, Transparenz und die Nachvollziehbarkeit von Entscheidungen einzuhalten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Dieser Artikel ist Teil unseres&nbsp;<a class="Base-iconLink-extern" href="https://www.new-communication.de/trendspot/trendspot-2026/" target="_blank">Trendspot 2026</a>.</p>
<h2><strong>Quellen:&nbsp;</strong></h2>
<p><a class="Base-iconLink-extern" href="https://www.washingtonpost.com/technology/2025/09/05/humanoid-robots-ai-agility-chatgpt/">washingtonpost.com</a></p>
<p><a class="Base-iconLink-extern" href="https://www.prnewswire.com/news-releases/apptronik-and-mercedes-benz-enter-commercial-agreement-that-will-pilot-apptroniks-apollo-humanoid-robot-in-mercedes-benz-manufacturing-facilities-302089972.html">prnewswire.com</a></p>
<p><a class="Base-iconLink-extern" href="https://www.businessinsider.com/gxo-brings-humanoid-robots-to-warehouses-2025-4">businessinsider.com</a></p>
<p><a class="Base-iconLink-extern" href="https://www.businessinsider.com/humanoid-robots-reshape-warehouses-tech-invests-billions-2025-4">businessinsider.com</a></p>
<p><a class="Base-iconLink-extern" href="https://www.windesheim.tech/wp-content/uploads/2024/11/MetaTrend_Robotics-1.pdf">windesheim.tech</a></p>
<p><a class="Base-iconLink-extern" href="https://en.wikipedia.org/wiki/Figure_AI">en.wikipedia.org</a></p>
<p><a class="Base-iconLink-extern" href="https://www.sanctuary.ai/">sanctuary.ai</a></p>
<p><a class="Base-iconLink-extern" href="https://bostondynamics.com/news/boston-dynamics-expands-collaboration-with-nvidia/">bostondynamics.com</a></p>
<p><a class="Base-iconLink-extern" href="https://www.heise.de/news/Digit-Erster-humanoider-Roboter-arbeitet-dauerhaft-in-einem-Unternehmen-9781822.html">heise.de</a></p>
<p><a class="Base-iconLink-extern" href="https://www.heise.de/news/Humanoide-Roboter-bei-BMW-Figure-01-trainiert-fuer-Einsatz-in-Fahrzeugproduktion-9786657.html">heise.de</a></p>
<p><a class="Base-iconLink-extern" href="https://group.mercedes-benz.com/innovationen/digitalisierung/industrie-4-0/mbdfc-humanoide-roboter.html">group.mercedes-benz.com</a></p>
<p><a class="Base-iconLink-extern" href="https://www.iso.org/standard/53820.html">iso.org</a></p>
<p><a class="Base-iconLink-extern" href="https://www.ventum-consulting.com/news/risikoklassen-eu-ai-act/">ventum-consulting.com</a></p>]]></content:encoded>
                        
                            
                                <category>Innovationen &amp; Trends</category>
                            
                                <category>Touchpoint-Marketing</category>
                            
                                <category>Mixed Reality</category>
                            
                        
                        
                            
                            <enclosure url="https://www.new-communication.de/fileadmin/user_upload/publikationen/2026/humanoide_roboter/hero-ts26-humanoide-roboter.jpg" length="806871" type="image/jpeg"/>
                        
                    </item>
                
                    <item>
                        <guid isPermaLink="false">news-796</guid>
                        <pubDate>Wed, 18 Feb 2026 09:00:00 +0100</pubDate>
                        <title>Funnel Forever: Das Band der Bindung im Marketing</title>
                        <link>https://www.new-communication.de/neues/detail/funnel-forever/</link>
                        <description>Attention, Interest, Desire, Action – kurz AIDA. Oft zitiert und jahrzehntelang erprobt. Das berühmte Mutterschiff unter den Marketingmodellen beschreibt, wie Werbung Konsument*innen vom ersten Kontakt bis zum Kauf durch den sogenannten Funnel führt. Beraterin Nadine Nissen und Texterin Danie erklären euch, worauf es heute und in Zukunft ankommt.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Wörtlich übersetzt „Trichter“ beschreibt der sogenannte Funnel den Weg, den Konsument*innen vom ersten Markenkontakt bis zum tatsächlichen Kauf nehmen. Oben, in der Breite, wird die größtmögliche Anzahl von Menschen angesprochen, während die Anzahl immer weiter abnimmt, bis jene übrigbleiben, die zu Käufer*innen konvertieren. Die AIDA-Formel hat ihren Ursprung übrigens bereits im Jahre 1898. Doch seither hat sich die Welt weitergedreht. Kund*innen-Bedürfnisse, Technologien und Märkte haben das Modell beeinflusst. Mit dem ACCRA-Framework steht längst eine smarte, tiefergehende Weiterentwicklung bereit, die Kaufprozesse neu definiert. Und Marken nebenbei auch fit für ein KI-getriebenes Marketing-Ökosystem macht</p>
<h2>Die Beziehung auf die nächste Stufe heben: von AIDA zu ACCRA</h2>
<p>AIDA bleibt ein nützliches Denkmodell. Das steht außer Frage. Moderne Customer Journeys enden aber nicht beim Kauf. Sie setzen dort erst richtig an. Tauschen wir also das vertraute, aber inzwischen angestaubte Framework AIDA gegen die kluge Weiterentwicklung ACCRA:&nbsp;</p>
<p><strong>A</strong>wareness = Aufmerksamkeit gewinnen</p>
<p><strong>C</strong>onsideration = Abwägung und Information</p>
<p><strong>C</strong>onversion = Kaufabschluss</p>
<p><strong>R</strong>etention = Kund*innenbindung und Wiederkauf</p>
<p><strong>A</strong>dvocacy = Weiterempfehlung und Markenbotschafter*innen</p>
<p>Das Modell macht deutlich: Der Wert eine*r Kund*in entsteht nicht beim einmaligen Kauf, sondern durch dauerhafte Beziehungen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img src="https://www.new-communication.de/fileadmin/user_upload/publikationen/2026/funnel_forever/ts26-funnel-modell.jpg" alt="AIDA-Modell vereint zu ACCRA-Modell" width="768" height="340" decoding="async" title="von AIDA zu ACCRA" loading="lazy"></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Kund*innen-Bindung ist kein Nebenschauplatz&nbsp;bzw. ein nettes Extra mehr. Die Käufer*innen haben Erwartungen: schnelle Lieferungen, unkomplizierte Rückgaben, personalisierte Service-Angebote. Eine gute Retention-Strategie senkt nicht nur die Abwanderungsrate, sondern erhöht auch den Customer Lifetime Value. Wer hier überzeugt, verwandelt Käufer*innen in loyale Stammkund*innen. Spotlight on.</p>
<h3>So funktioniert ACCRA</h3>
<p><strong>Personalisierte Loyalty-Programme</strong><br> McDonald’s Bonusprogramm: Kund*innen sammeln Punkte pro Kauf, die wiederum als Gutschein für zukünftige Speisen oder Getränke eingelöst werden können. App-Integration ermöglicht Push-Nachrichten mit personalisierten Angeboten.<br> Effekt: Höhere Wiederkaufrate, starke emotionale Bindung an die Marke.</p>
<p><strong>Exklusive Member-Clubs</strong><br> Amazon Prime: Neben kostenlosen Lieferungen gibt es exklusive Filme, Musik und Aktionen.<br> Effekt: Durch Mehrwert jenseits des Kaufs wird die Marke in den Alltag integriert.</p>
<p><strong>After-Sales-Programme</strong><br> AppleCare: technischer Support, Geräteversicherung und schneller Austauschservice.<br> Effekt: Sicherheit, Vertrauen und längere Bindung an Marke + Ökosystem.</p>
<p><strong>Community-Building</strong><br> Fans können bei LEGO Ideas eigene Sets entwerfen und von der Community bewerten lassen. Erfolgreiche Designs kommen in den Handel.<br> Effekt: Kund*innen werden zu Co-Creators und fühlen sich emotional mitgestaltet.</p>
<p><strong>Personalisierte Kommunikation und Service</strong><br> Zalando nutzt KI-gestützte Empfehlungen in App und Mailings, die auf individuellen Stil und Suchverhalten zugeschnitten sind.<br> Effekt: Kund*innen fühlen sich verstanden, Conversion-Rate (hier die Quote der Käufe) steigt.</p>
<p><strong>Abonnement-Modelle (Subscription Commerce)</strong><br> HelloFresh: regelmäßige Lieferung, flexible Anpassung von Boxen, Pausen-Funktion.<br> Effekt: Planbarer Umsatz für das Unternehmen, Bequemlichkeit für Kund*innen.</p>
<p><strong>Überraschungsmomente und kleine Extras</strong><br> Ein Onlinehändler legt der Lieferung ein kleines Geschenk oder eine handgeschriebene Dankeskarte bei.<br> Effekt: Stärkung der Kund*innen-Beziehung durch positive Emotionen.</p>
<p><strong>Content-Mehrwert</strong><br> Nike Training Club App: kostenlose Workouts, Ernährungstipps und Challenges.<br> Effekt: Die Marke begleitet Kund*innen auch zwischen den Käufen.</p>
<h3>KI-Turbo für Effektivität</h3>
<p>Der Wandel zu ACCRA wäre ohne Technologie kaum denkbar. Fortschritte in generativer KI, Customer Data Platforms und Journey-Analytics machen Personalisierung in Echtzeit möglich. Inhalte, Preise oder Produktempfehlungen passen sich<br> dynamisch an. Kund*innen sehen genau das, was in ihrer Situation relevant ist. Attribution-Modelle zeigen, welche Touchpoints tatsächlich kaufentscheidend sind. Aktuelle Studien von McKinsey und Gartner belegen: Marken, die KI-basierte Personalisierung skalieren, steigern ihren Umsatz signifikant und senken gleichzeitig Akquisitionskosten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img src="https://www.new-communication.de/fileadmin/user_upload/publikationen/2026/funnel_forever/ts26-funnel-accra-flow.jpg" alt="Darstellung Kommunikationsformen ACCRA" width="768" height="340" decoding="async" title="Darstellung Kommunikationsformen ACCRA" loading="lazy"></p>
<p>&nbsp;</p>
<p class="u-textAlign--center">Vereinfachte Darstellung der unterschiedlichen Kommunikationsformen im Rahmen des ACCRA-Modells.</p>
<p>&nbsp;</p>
<h4>Awareness neu gedacht</h4>
<p>Eine signifikante Veränderung findet in der ersten Funnel-Stufe statt: Awareness. Klassische Paid Ads in Suchmaschinen verlieren hier an Bedeutung. Laut Consumer Adoption of AI Report 2025 (Attest) vertrauen 41 % der Befragten KI-Ergebnissen inzwischen mehr als bezahlten Anzeigen. Die Konsequenz: Inhalte müssen so gestaltet sein, dass KI-Modelle sie erkennen und in Antworten einbeziehen.</p>
<h3>Wie Verbraucher*innen KI im Jahr 2025 nutzten</h3>
<p>&nbsp;</p>
<p><img src="https://www.new-communication.de/fileadmin/user_upload/publikationen/2026/funnel_forever/ts26-funnel-ki-nutzung.jpg" alt="Diagramm: KI Nutzung Verbraucher*innen 2025" width="768" height="460" decoding="async" title="KI Nutzung Verbraucher*innen 2025" loading="lazy"></p>
<h4>Print's not dead - Eine Frage des Alters</h4>
<p>Awareness wird jedoch nicht nur digital erzeugt. Klassische Medien behalten ihre Relevanz, insbesondere bei der Zielgruppe 60+. Laut Deutschem Zentrum für Altersfragen spielen Fernsehen, Radio und Zeitungen im Alltag älterer Menschen nach wie vor eine zentrale Rolle. Gerade Print bleibt hier wichtiges Informationsmedium und Schlüsselfaktor für gesellschaftliche Teilhabe. Außerdem:&nbsp;Digitale Mailings sind Massenkommunikation geworden. Kein Wunder. Sie sind kostengünstig und sprechen ein großes Publikum an. Print-Mailings dagegen landen heute (wieder) nahezu konkurrenzlos im Briefkasten und bieten etwas Haptik in einer digitalen Welt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img src="https://www.new-communication.de/fileadmin/user_upload/publikationen/2026/funnel_forever/ts26-funnel-mediennutzung.jpg" alt="Diagramm: Mediennutzung Funnel forever" width="768" height="289" decoding="async" title="Mediennutzung Funnel forever" loading="lazy"></p>
<p class="u-textAlign--center">Durchschnittliche tägliche Nutzungszeit von Fernsehen und (Internet-)Radio.</p>
<h4>&nbsp;</h4>
<p>&nbsp;</p>
<h2>Häufige Fragen und Antworten zu Online-Marketing 2026</h2>
<p>Die Antworten auf die wichtigsten Fragen findet ihr hier:</p>
<h3 data-end="274" data-start="227">Warum reicht AIDA heute oft nicht mehr aus?</h3>
<p>Weil moderne Customer Journeys nicht beim Kauf enden. Der wirtschaftliche Wert entsteht häufig erst durch Wiederkauf, Bindung und Empfehlung – also nach der Conversion.</p>
<h3 data-end="505" data-start="453">Was bedeutet ACCRA – und wofür steht jede Stufe?</h3>
<p>ACCRA erweitert den Funnel um die Beziehungsebene:</p><ul> 	<li>Awareness: Aufmerksamkeit gewinnen</li> 	<li>Consideration: Abwägen &amp; Informieren</li> 	<li>Conversion: Kaufabschluss</li> 	<li>Retention: Bindung &amp; Wiederkauf</li> 	<li>Advocacy: Weiterempfehlung &amp; Markenbotschafter*innen</li> </ul><h3>Welche Maßnahmen zahlen besonders auf Kund*innenbindung ein?</h3>
<p>Bewährt sind u. a. Loyalty-Programme, Member-Clubs, After-Sales-Angebote, Community-Building, personalisierte Kommunikation und Subscription-Modelle – immer gekoppelt an klaren Mehrwert und saubere Umsetzung.</p>
<h3>Welche Rolle spielt KI im ACCRA-Funnel – besonders in der Awareness-Phase?</h3>
<p>KI verändert, wie Awareness entsteht: Informationssuche verlagert sich in KI-Interfaces. Inhalte müssen daher so strukturiert sein, dass sie leicht extrahiert und zitiert werden können (klare Definitionen, saubere Absätze, Q&amp;A/FAQ).</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Dieser Artikel ist Teil unseres&nbsp;<a class="Base-iconLink-extern" href="https://www.new-communication.de/trendspot/trendspot-2026/" target="_blank">Trendspot 2026</a>.</p>
<h2>Quellen</h2>
<p><a class="Base-iconLink-extern" href="https://www.askattest.com/blog/articles/2025-consumer-adoption-of-ai-report#:~:text=It%20turns%20out%20that%20there,are%20already%20using%20the%20technology">askattest.com</a></p>
<p><a class="Base-iconLink-extern" href="https://www.forbes.com/sites/rogerdooley/2025/03/10/ai-search-results-more-trusted-than-ads-what-cmos-need-to-know/">forbes.com</a></p>
<p><a class="Base-iconLink-extern" href="https://www.mckinsey.com/capabilities/growth-marketing-and-sales/our-insights/unlocking-the-next-frontier-of-personalized-marketing">mckinsey.com</a></p>
<p><a class="Base-iconLink-extern" href="https://www.gartner.com/en/marketing/topics/ai-in-marketing">gartner.com</a></p>
<p><a class="Base-iconLink-extern" href="https://247grad.de/blog/design-development/customer-journey-map/">247grad.de</a></p>
<p><a class="Base-iconLink-extern" href="https://www.dza.de/detailansicht/mediennutzung-in-der-zweiten-lebenshaelfte">dza.de</a></p>]]></content:encoded>
                        
                            
                                <category>Content-Marketing</category>
                            
                                <category>Innovationen &amp; Trends</category>
                            
                                <category>Marketing</category>
                            
                                <category>Social Media</category>
                            
                                <category>Strategie</category>
                            
                                <category>Touchpoint-Marketing</category>
                            
                        
                        
                            
                            <enclosure url="https://www.new-communication.de/fileadmin/user_upload/publikationen/2026/funnel_forever/hero-ts26-funnel.jpg" length="155275" type="image/jpeg"/>
                        
                    </item>
                
                    <item>
                        <guid isPermaLink="false">news-795</guid>
                        <pubDate>Wed, 04 Feb 2026 09:00:00 +0100</pubDate>
                        <title>State of Online-Marketing 2026: Alles in Bewegung</title>
                        <link>https://www.new-communication.de/neues/detail/state-of-online-marketing-2026/</link>
                        <description>Suche ohne Klicks, KI-Antworten statt Trefferlisten, Social Platforms als neue Suchmaschinen: Online-Marketing steht vor seinem nächsten Umbruch. Was 2026 wirklich zählt, warum SEO nicht stirbt, sondern sich neu erfindet, und wie GEO, KI, Google Ads und Social Commerce zusammenspielen, haben unsere Online-Marketing-Expertinnen Denise Jakubowski, Mareike Schmidt und Lisa Martens für euch herausgefunden. Pflichtlektüre für alle, die Sichtbarkeit künftig nicht dem Zufall überlassen wollen.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>KI-Overviews, Chatbots und Social Search prägen schon jetzt das Suchverhalten spürbar. Googles AI Overviews liefern präzise Antworten direkt im Suchergebnis; der Klick auf Websites wird seltener. Chatbots wie ChatGPT und KI-Browser wie Perplexity verstärken diesen Trend mehr und mehr. Klassische Suchmaschinenoptimierung allein wird künftig nicht mehr reichen, um umfassend sichtbar zu sein. Die Suche tritt in eine neue Dimension ein. 2026 wird der Shift von klassischer Websuche zu KI-Antworten noch deutlicher werden. Grundsätzlich wird sich der Trend von der Suchergebnisliste zur KI-Antwort nicht aufhalten lassen.&nbsp;</p>
<h2>Wir müssen über GEO sprechen</h2>
<p>GEO (Generative Engine Optimization) zielt darauf ab, die eigenen Web-Inhalte auch für KI-Suchsysteme zu optimieren. Klar: Ziel ist es, in KI-Antworten und Overviews aufzutauchen und zitiert zu werden. Und während einige noch immer über den richtigen Namen für die neue Disziplin streiten – „GAIO“, „LLMO“ oder „AIO“, alles Begrifflichkeiten, die einem bei der Recherche für die KI-Optimierung begegnen&nbsp;–, ist die Richtung doch klar. Die</p>
<p>Wie wir in Sachen GEO vorgehen? Der Reihe nach. Wir starten mit einem fokussierten GEO-Audit auf Basis sauberer SEO-Grundlagen und konsistenter Unternehmensdaten. Wir prüfen Website, Datenstrukturen und Inhalte, schärfen Unternehmens- und Produktentitäten in allen relevanten Quellen und heben gezielt Inhalte hervor, die sich als zitierfähige Antworten eignen. Parallel setzen wir eine belastbare Ausgangsmessung auf – inklusive der Frage, wie oft die Marke bereits in KI-Suchen zitiert wird.</p>
<p>Darauf baut eine klare Roadmap mit priorisierten Maßnahmen auf, deren Umsetzung wir eng begleiten – kontinuierlich gemonitort, transparent gesteuert. Fortschritt machen wir messbar über KPIs wie Answer Share (Anteil der Marken-Nennungen in KI-Antworten), Citation Frequency, Entity Health (Vollständigkeit und Konsistenz der Daten) und Referral Traffic aus von KIs genutzten Quellen. So entsteht ein wiederholbares System, das Sichtbarkeit systematisch steigert.</p>
<p><img src="https://www.new-communication.de/fileadmin/user_upload/publikationen/2026/state_of_onlinemarketing/ts26-geo-wollpullover.jpg" alt="Frau mit Smartphone und Kaffeetasse sucht via KI-Suche" width="768" height="341" decoding="async" title="State of Onlinemarketing_Wollpullover" loading="lazy"></p>
<p class="u-textAlign--center">Mit GEO kann es gelingen, gezielt in den KI-Suchergebnissen zu landen.</p>
<p class="u-textAlign--center">(©istockphoto.com/FreshSplasha)</p>
<p class="u-textAlign--center">&nbsp;</p>
<h3>SEO ist tot, lang lebe SEO</h3>
<p>Nein, SEO verschwindet nicht. Viele Unternehmen stellen sich die Frage, ob SEO zukunftsträchtig ist oder gar verschwindet und sie nur noch über ChatGPT und Co. gefunden werden. Diese Angst ist jedoch unberechtigt. Die klassische Websuche ist nicht tot und wird weiterhin intensiv genutzt. Wichtig zu verstehen ist, dass SEO auf die KI-Sichtbarkeit einzahlt. SEO ist also vielmehr das Fundament für GEO und sollte daher nicht vernachlässigt werden.</p>
<p>Für die meisten Websites gilt deshalb: Eine gesunde SEO-Strategie ist die Basis für GEO. Ist eine gute SEO-Sichtbarkeit vorhanden, kann im nächsten Schritt über die verbesserte Sichtbarkeit in KI-Suchmaschinen nachgedacht werden. Was jetzt schon deutlich wird, ist, dass GEO deutlich komplexer und mehrdimensionaler als SEO ist.</p>
<p><img src="https://www.new-communication.de/fileadmin/user_upload/publikationen/2026/state_of_onlinemarketing/ts26-seo-geo.jpg" alt="Grüner SEO-Kreis und pinker GEO-Kreis verschmelzen zu ganzem Kreis der maximalen Sichtbarkeit" width="768" height="341" decoding="async" title="State of Online-Marketing" loading="lazy"></p>
<p>&nbsp;</p>
<h3>Die Website bleibt Content-Zentrale und noch mehr</h3>
<p>Aber: Diese Zentrale wird weniger besucht werden. Zumindest von Menschen. Eine Auswirkung der KI-Suche wird unter anderem der Rückgang jenes Website-Traffics sein, der bislang durch herkömmliche Google-Suchen generiert worden ist. Um dieser Entwicklung entgegenzuwirken, müssen künftig Suchanfragen bedient werden, die sich durch Social Search oder KI-Suchen ergeben. Dennoch müssen wir uns auf einen Rückgang der Websitebesuche einstellen.</p>
<p>In der Gesamtheit ist und bleibt die Website der zentrale Ort, um überhaupt organische Rankings zu generieren oder in KI-Systemen zu erscheinen oder zitiert zu werden. Ohne gut gepflegte Inhalte auf der Website fehlt die Quelle, aus der sich Mensch und Maschine bedienen. Und: Wir haben es im besten Fall eben auch mit einer Qualifizierung des Traffics zu tun.</p>
<p>Denn Websites sind in Zukunft vor allem Orte, an denen Marken die Deutungshoheit und die volle Gestaltungsmacht über das eigene Image sowie Botschaften innehaben. Keine Selbstverständlichkeit in einer Welt, die zunehmend von den User-Interfaces von AI-Assistenten sowie deren Duktus dominiert werden wird. Positiv formuliert: Websites können in Zukunft viel mehr leisten, als nur Informationslieferanten für Bots zu sein, sie sollten ebenso zu Orten werden, an denen Marken digital erleb- und erfahrbar werden.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img src="https://www.new-communication.de/fileadmin/user_upload/publikationen/2026/state_of_onlinemarketing/ts26-website_istock-2171486541.jpg" alt="Mensch mit Laptop auf dem Schoß mit geöffneter Website" width="768" height="405" decoding="async" title="State of Online-Marketing_Website" loading="lazy"></p>
<p class="u-textAlign--center">Die Website bleibt Content-Zentrale und Marketing-Funnel-Alrounder.</p>
<p class="u-textAlign--center">(©istockphoto.com/Jacob Wackerhausen)</p>
<p class="u-textAlign--center">&nbsp;</p>
<h4>Wie wichtig ist Google jetzt noch?</h4>
<p>Für einen Abgesang ist es zu früh. Google ist nach wie vor die größte Traffic-Quelle für nahezu alle Websites und das wird sich zukünftig auch nicht allzu schnell ändern. Der Search-Gigant ist immer noch der größte Player und sollte nicht unterschätzt werden. Spätestens seit der Einführung der AI-Overviews erhalten auch hier Nutzer*innen sehr detaillierte Antworten auf ihre Fragen. In Deutschland wurde der AI-Mode im Sommer 2025 eingeführt und ist bereits einigermaßen etabliert. Heißt auch: Google weiß, was die Stunde geschlagen hat&nbsp;– und reagiert entsprechend.</p>
<h4>Und Google Ads?</h4>
<p>Auch 2026 werden Google Ads eine zentrale Rolle spielen, aber auch hier ist mit Veränderungen zu rechnen – und einige sind bereits jetzt schon bemerkbar. Wenig überraschend: AI wird ein Faktor. Anzeigen wandern in KI-Antworten, während Performance Max und Demand Gen mehr und mehr zum Standard für kanalübergreifende Reichweite werden. Mit AI Max für Suchkampagnen stellt Google seinen Werbekund*innen ein AI-Werkzeug zur Verfügung, um gezielt und automatisiert Reichweite und Performance zu steigern. 2026 werden sicherlich noch neue AI-Instrumente dazukommen, es bleibt auch hier spannend.</p>
<h4>Social Search weiterhin im Trend</h4>
<p>Ob TikTok, YouTube, Instagram oder Reddit: Immer häufiger starten Nutzer*innen ihre Suche direkt auf sozialen Plattformen statt bei Google. Das macht diese Netzwerke zu einer ernst zu nehmenden Alternative zur klassischen Websuche – und eröffnet Unternehmen zugleich neue Chancen, dort sichtbar zu werden. Seit Sommer 2025 erscheinen zudem Instagram-Inhalte in der Google-Suche. Auch für KI-Systeme und deren Ergebnisse gewinnen Social-Media-Daten weiter an Bedeutung.</p>
<h3 style="text-align:justify">TikTok Shop – Eine neue Ära im Social Commerce?</h3>
<p>Am 31. März 2025 startete TikTok Shop offiziell in Deutschland und setzt damit einen neuen Meilenstein im Bereich Social Commerce. TikTok Shop schafft einen Marktplatz für Händler und Marken, der Entertainment und Online-Shopping unmittelbar verbindet. Produkte werden über authentisches Storytelling in Inhalte eingebunden. Das ist so weit nicht so bahnbrechend. Neu ist jedoch, dass User*innen mit nur zwei Klicks direkt in der App kaufen können. Identisch zum Prinzip Affiliate-Links erhalten die Creator*innen für jedes verkaufte Produkt einen prozentualen Anteil. Damit verschwimmen die Rollen: Influencer*innen sind nicht mehr nur Werbebotschafter*innen, sondern agieren zunehmend als direkte Verkäufer*innen.</p>
<p>Ziemlich schnell nutzten auch etablierte Marken wie Nivea, Hitschies oder About You den neuen Marktplatz für sich. Besonders erfolgreich zeigt sich das Live-Shopping-Format: Während eines Livestreams werden Produkte möglichst natürlich präsentiert und können sofort erworben werden. Ein Beispiel: Das Familienunternehmen Hitschies erzielte in einem Livestream über 550.000 Likes und verkaufte allein im ersten Monat 29.400 Produkte.</p>
<h2 style="text-align:justify">Fazit:</h2>
<p>Social Commerce ist eigentlich kein Trend mehr, sondern vor allem für Gen Z und Gen Alpha längst Realität (in bestimmten Produktsegmenten wie Beauty, Fashion, Food oder Nutrition). Und das wird sich 2026 nur noch mehr bemerkbar machen. TikTok Shop bildet dabei den gesamten Sales Funnel an einem Ort, in einem geschlossenen Raum ab: vom Erstkontakt mit einer Marke bis zum Kauf (und darüber hinaus). Dennoch sollten Unternehmen genau prüfen, ob ihre Produkte zu dieser Plattform passen und über das nötige Impulskauf-Potenzial verfügen. Eines steht jedoch fest: TikTok Shop hat das Potenzial, die Regeln des Social Commerce langfristig zu verändern.</p>
<h2><em>Social Snacks 2026</em></h2>
<h4><em><strong>TikTok</strong></em></h4>
<p>Trends, virale Reichweite, Shopping und politische Unsicherheit: Trotz möglicher Regulierungen in den USA und Europa und andauernder Übernahmegerüchte bleibt TikTok Platz&nbsp;1 auf dem Kurzvideo-Markt. Die Plattform setzt mit In-App-Shops und KI-gestützten Produktempfehlungen zunehmend auf Social Commerce, während das Engagement weiterhin an Relevanz gewinnt. So wird zukünftig etwa die Verweildauer auf Produktseiten in Echtzeit für Einfluss auf die Inhalte der For-You-Page sorgen.</p>
<h4><em>Instagram</em></h4>
<p>Instagram bleibt die App für Ästhetik, Lifestyle und Shopping. Durch das etablierte Reel-Format sichert sich Instagram weiterhin einen Platz auf dem Kurzvideo-Markt, kann TikTok aber nicht den Rang ablaufen. Der Algorithmus entwickelt sich immer stärker in Richtung KI-gestützter Content-Discovery, ähnlich wie bei TikTok. Das relevanteste Format bleibt entsprechend auch hier: die beliebten Kurzvideos in 9:16.</p>
<h4><em>YouTube</em></h4>
<p>Im kommenden Jahr wird sich der YouTube-Algorithmus weiterentwickeln, um Kurz- und Langform-Videos noch intelligenter miteinander zu verknüpfen. Der Gedanke: Nutzer*innen, die sich YouTube Shorts (ebenfalls Kurzvideos in 9:16) ansehen, sollen automatisch auf die Longform-Videos weitergeleitet werden. Die Unternehmens- und Creator*innen-Seiten erhalten mehr Reichweite, was zu einer Notwenigkeit der regelmäßigeren Bespielung der Kanäle führt.</p>
<h4><em>LinkedIn</em></h4>
<p>Bei LinkedIn zählt auch in 2026: Relevanz statt Aktualität. Beiträge mit Mehrwert regen zum Diskutieren an und steigern somit das Engagement. Ein Faktor, den der LinkedIn-Algorithmus zukünftig noch mehr belohnt, auch wenn sie schon etwas älter sind. Qualität vor Quantität. Eine Mischung aus Live-Formaten, interaktiven Elementen, Kurzvideos, Karussells und Newsletter unterstützt die Interaktionen und verstärkt die organische Reichweite, während authentisches Storytelling Vertrauen schafft. Besonders zu Zeiten von KI-gestütztem Content und gezielten Personalisierungen. Heißt auch: Gegen starke Personal Brands oder Corporate Influencer*innen werden Company Pages in Hinblick auf Reichweite das Nachsehen haben.</p>
<h4><em>Snapchat</em></h4>
<p>Seit Anfang 2025 erlebt Snapchat ein ziemliches Comeback. Der Auslöser: die angekündigte Sperrung von TikTok in den USA. Viele Content-Creator*innen suchten nach einer schnellen Alternative, um ihre Reichweite und ihr Business nicht zu verlieren – und fanden sie in Snapchat.</p>
<p>Ein weiterer Grund für den Aufschwung ist Snapchats neue Monetarisierungs-Strategie. Creator*innen erhalten inzwischen 50 Prozent der Werbeeinnahmen aus Anzeigen zwischen den Stories – ein starkes Argument, das die Plattform für Influencer*innen sehr interessant macht. Dazu punktet Snap mit der Weiterentwicklung seiner AR-Engine und der Integration von Machine Learning zur Objekterkennung in Echtzeit. Zusätzlich wird der Algorithmus die Funktion Social Graph (enge Freunde) mit AI-basierten Content-Empfehlungen kombinieren. Eine seltene Mischung aus privaten und entdeckbaren Inhalten.</p>
<p>Auch in Deutschland setzen mittlerweile immer mehr etablierte Influencer*innen auf Snapchat, um zusätzliche Umsätze zu erzielen. Die Zahlen sprechen für sich: Die Menge der täglich aktiven Nutzer stieg auf 469 Millionen – ein Plus von neun Prozent.</p>
<h4><em>X</em></h4>
<p>X (ehemals Twitter) bleibt trotz kontroverser Entwicklung und trotz Elon Musk eine der gängigsten Plattformen für Echtzeit-News, Politik und Kultur-Debatten. Kritikpunkte bleiben auch in 2026 die Brand Safety und das Vertrauen in das Unternehmen. Technisch entwickelt sich X besonders im Hinblick auf Interaktionsmuster und KI-gestützte Content-Analyse. Für Unternehmen bedeutet das, den Fokus vermehrt auf schlagzeilentauglichen und algorithmusfreundlichen Content zu setzen.</p>
<h4><em>Reddit</em></h4>
<p>Abseits von KI-Chats gewinnt Reddit durch das wachsende Interesse an Schwarmintelligenz, Nischeninteressen und vertrauenswürdigen Diskussionen an Relevanz. Eine Plattform, die für Unternehmen hinsichtlich Commerce und Ads in 2026 interessant werden könnte.</p>
<h4><em>WhatsApp</em></h4>
<p>Austausch mit Freund*innen, Gruppenchats, Familien-Bilder: Während die weltweit wichtigste Messaging-App aktuell noch als Austausch-Plattform dient, rücken Themen wie Content und Commerce in 2026 immer mehr in den Vordergrund. Technisch stehen die Integration von AI-gestützten Chatbots, personalisierten Business-Feeds und die Verknüpfung mit Meta AI auf der Wish-List des Konzerns. Zusätzlich hat WhatsApp begonnen, Werbeanzeigen im „Updates“-Tab einzuführen. Wie diese Entwicklung weitergeht, bleibt jedoch abzuwarten.&nbsp;</p>
<h4><em>Mastodon/Bluesky</em></h4>
<p>Die Underdogs der Social-Media-Plattformen: Derzeit gelten Mastodon, Bluesky und Co. noch als Nische, können aber mit Blick auf die möglichen Regulierungen größerer Netzwerke immer mehr an Relevanz und Bedeutung gewinnen. Zusätzlich könnten die personalisierten Feeds in 2026 stärker auf Open-Source-KI-Algorithmen basieren. Das bietet Transparenz und Kontrolle, unterscheidet sich aber stark von den klassischen Algorithmen wie bei TikTok oder Meta.</p>
<h2>Häufige Fragen und Antworten zu Online-Marketing 2026</h2>
<p>Die Antworten auf die wichtigsten Fragen findet ihr hier:</p>
<h3>Was ist GEO (Generative Engine Optimization)?</h3>
<p>GEO ist die Optimierung von Inhalten, Struktur und Entitäten, damit KI-Suchsysteme Marken in Antworten nennen und Inhalte als Quelle zitieren.</p>
<h3>Ersetzt GEO SEO?</h3>
<p>Nein. SEO bleibt die Basis, weil es Auffindbarkeit, Struktur und Qualität sicherstellt. GEO baut darauf auf.</p>
<h3>Was ändert sich durch Google AI Overviews konkret?</h3>
<p>AI Overviews liefern Antworten direkt im Suchergebnis und können dadurch Klicks auf Websites reduzieren.</p>
<h3>Was ist Google AI Mode?</h3>
<p>AI Mode ist eine dialogbasierte Google-Suche mit KI-Antworten, Follow-ups und Weblinks als Quellen.</p>
<h3>Welche Inhalte eignen sich besonders für GEO?</h3>
<p>Definitionen, How-tos, kurze direkte Antworten, FAQ und Inhalte mit klarer Struktur und eindeutigen Begriffen/Entitäten</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Dieser Artikel ist Teil unseres&nbsp;<a class="Base-iconLink-extern" href="https://www.new-communication.de/trendspot/trendspot-2026/" target="_blank">Trendspot 2026</a>.</p>
<h2>Quellen</h2>
<p><strong>Publikationen:&nbsp;</strong></p>
<p>Julian Dziki (2025, August), <em>GEO – Generative Engine Optimization: Revolution oder Marketing-Bluff?</em>, Website Boosting #93, 48–52</p>
<p>Lisa Priller-Gebhardt (2025, September) <em>Marken im Schatten der KI</em>, Meedia, 30-3</p>
<p><strong>Online:</strong></p>
<p><a class="Base-iconLink-extern" href="http://jaeckert-odaniel.com/interview-mit-david-konitzny/">jaeckert-odaniel.com</a></p>
<p><a class="Base-iconLink-extern" href="http://searchengineland.com">searchengineland.com</a></p>
<p><a class="Base-iconLink-extern" href="https://ecommerceinstitut.de/tiktok-shop-erobert-deutschland-neue-aera-im-social-commerce/">ecommerceinstitut.de</a></p>
<p><a class="Base-iconLink-extern" href="https://table.media/china/analyse/e-commerce-wie-tiktok-die-branche-von-grund-auf-veraendern-koennte">table.media</a></p>
<p><a class="Base-iconLink-extern" href="http://about.fb.com/de/news/">about.fb.com</a></p>
<p><a class="Base-iconLink-extern" href="http://hubspot.com">hubspot.com</a></p>
<p><a class="Base-iconLink-extern" href="http://newsroom.snap.com">newsroom.snap.com</a></p>
<p><a class="Base-iconLink-extern" href="http://onlinemarketing.de">onlinemarketing.de</a></p>
<p><a class="Base-iconLink-extern" href="http://zeit.de">zeit.de</a></p>
<p><a class="Base-iconLink-extern" href="http://techcrunch.com">techcrunch.com</a></p>
<p><a class="Base-iconLink-extern" href="http://youtube.com">youtube.com</a></p>
<p><a class="Base-iconLink-extern" href="http://swat.io">swat.io</a></p>
<p><a class="Base-iconLink-extern" href="http://omr.com">omr.com</a></p>
<p><a class="Base-iconLink-extern" href="https://stackinfluence.com/snapchats-influencer-revival-tiktok-alternative/">stackinfluence.com</a></p>
<p><a class="Base-iconLink-extern" href="https://www.horizont.net/tech/nachrichten/deutschlandchef-tim-christiansen-so-will-snapchat-2025-in-deutschland-den-geist-aus-der-flasche-lassen-227048">horizont.net</a></p>
<p><a class="Base-iconLink-extern" href="https://de.statista.com/statistik/daten/studie/982794/umfrage/anzahl-der-nutzer-von-snapchat-weltweit/">de.statista.com</a></p>
<p><a class="Base-iconLink-extern" href="https://sqmagazine.co.uk/snapchat-statistics/">sqmagazine.co.uk</a></p>]]></content:encoded>
                        
                            
                                <category>Content-Marketing</category>
                            
                                <category>Marketing</category>
                            
                                <category>Public Relations</category>
                            
                                <category>Social Media</category>
                            
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                            <enclosure url="https://www.new-communication.de/fileadmin/user_upload/publikationen/2026/state_of_onlinemarketing/ts26-onlinemarketing-hero.jpg" length="289296" type="image/jpeg"/>
                        
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                    <item>
                        <guid isPermaLink="false">news-794</guid>
                        <pubDate>Wed, 28 Jan 2026 09:00:00 +0100</pubDate>
                        <title>Longevity: Biohacking, Big Business und ewige Jugend</title>
                        <link>https://www.new-communication.de/neues/detail/longevity-biohacking-big-business-und-ewige-jugend/</link>
                        <description>Zwischen Supplement-Routinen, KI-gestützter Diagnostik und milliardenschweren Geschäftsmodellen wird Altern neu gedacht. Als steuerbarer Prozess und wachsender Markt. Biohacker-Experiment für Early Adopter oder bedeutend mehr als das? Wo endet sinnvolle Prävention, wo beginnt Optimierungswahn? Und welche Chancen eröffnen sich für Marken, Investor*innen und Gesellschaft? Texterin Danie Schwiderski und Art Direktor Artyom Tokarev werfen einen Blick auf Menschen, Technologien und Märkte, die unser Verständnis von Leben und Lebenszeit verändern.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Der Wecker klingelt um 5 Uhr. Der erste Gang führt zur Waage. Körperwerte messen und dokumentieren. Danach Lichttherapie sowie ein Cocktail aus Olivenöl, Spermidin, Peptiden, Zimt, Kreatin und rund 25 weiteren Supplementen. Ein Croissant? Undenkbar. Der Tod wird zum technischen Problem. Longevity bedeutet für viele, ihn zu besiegen. Doch wie weit sind wir bereit zu gehen?</p>
<h2><strong>Vom Nischen-Hype zum Mainstream-Markt</strong></h2>
<p>Bryan Johnson hat einen Körperfettanteil von 6 %. Dafür muss er täglich vier Stunden ins Gym. Dazu ein speziell entwickeltes Gerät, das in 30 Minuten 20.000 Sit-ups ersetzt. Für sein Ziel trotzdem nicht genug.</p>
<p>30 Gesundheitsexpert*innen und ein Verjüngungsdoktor begleiten ihn auf seiner Mission, das Geheimnis der ewigen Jugend zu entschlüsseln. Ein Teilerfolg: Innerhalb eines Jahres konnte er sein biologisches Alter um fünf Jahre senken. Ein Leben voller Entbehrungen und strenger Routinen inklusive.</p>
<p>Longevity, übersetzt „Langlebigkeit“, steht für das Streben nach längerer Gesundheit und Lebensqualität. Geistige Klarheit und körperliche Fitness sollen dabei bestmögliche Lebensqualität bis ins hohe Alter gewährleisten. Es geht darum, degenerative Prozesse zu verlangsamen und die Regeneration des Körpers zu unterstützen.</p>
<p>Auch Wirtschaft und Wissenschaft mischen mit. Denn mit steigender Lebenserwartung wächst die Zielgruppe älterer, gesunder Menschen. Sie können nach dem Renteneintritt länger aktiv, selbstbestimmt und beschwerdefrei leben. Ein Markt, den Unternehmen und Investor*innen zunehmend bedienen wollen: mit Produkten, Technologien und Services, die von Prävention über Optimierung bis zu radikalen Anti-Aging-Maßnahmen reichen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img src="https://www.new-communication.de/fileadmin/user_upload/publikationen/2026/longevity/ts26-longevity-bryan-johnson.jpg" alt="Biohacker Bryan Johnson beim Training und Stretching in seinem Wohnzimmer" width="768" height="400" decoding="async" title="Bryan Johnson FA Longevity" loading="lazy"></p>
<p class="u-textAlign--center">In der Netflix-Dokumentation "Don't Die" setzt der US-Bio-Tech-Unternehmer Bryan Johnson Körper und Vermögen ein, um dem Alter zu trotzen.</p>
<h3>Früherkennung als Gamechanger</h3>
<p>Dr. Weinberg, Krebsforscher, sagte einmal: „Du kriegst Krebs, wenn du lange genug lebst.“ Eine beunruhigende Prognose. Aber auch ein Hinweis. Wer Erkrankungen früh erkennt, hat deutlich höhere Heilungschancen. Genau hier setzt GRAIL mit dem Galleri-Test an. Das Unternehmen hat eine unkomplizierte Screening-Methode entwickelt, die Marker für zahlreiche Krebsarten im Blut erkennt. Ein einziger Tropfen genügt. Als Bestandteil einer systematischen Vorsorge, sorgt das Produkt schon heute für längere und glücklichere Leben.&nbsp;Doch nicht nur Krebs bedroht uns.</p>
<p>Die weltweit häufigste Todesursache sind Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Bei einem plötzlichen Herzstillstand etwa zählt jede Minute. Die Lösung liegt in Automatisierten Externen Defibrillatoren (AEDs). Bisher sind sie groß, komplex, teuer und meist nicht zur Hand, wenn es drauf ankommt. Das dänische Start-up Joule Medical entwickelt einen kompakten AED mit Fokus auf einfache Bedienung und einen niedrigen Preis. Ein Defibrillator in jedem Taxi, Post- und Polizeiauto? Einer, der in jedes Reisegepäck passt und schnelle Hilfe überall möglich macht? Das würde Leben verlängern. Und retten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img src="https://www.new-communication.de/fileadmin/user_upload/publikationen/2026/longevity/ts26-longevity-frueherkennung.jpg" alt="Produktverpackung des Galleri-Tests zur Früherkennung von Krebs und Joule, der weltweit erste Mini-Defibrillator für die Handtasche" width="768" height="300" decoding="async" title="Galleri-Test und Joule-AED FA Longevity" loading="lazy"></p>
<p class="u-textAlign--center">Neue Ansätze in der Präventionsmedizin: Der Galleri-Bluttest zur Früherkennung von Krebs und Joule, der weltweit erst Mini-Defibrillator für die Handtasche.</p>
<p class="u-textAlign--center">(© GRAIL, Inc./Joule Medical)</p>
<h3>Aging-Speed-Limit</h3>
<p>Erfolgreiche Longevity-Unternehmen setzen auf Personalisierung. Jeder Mensch hat schließlich individuelle Voraussetzungen. Standardlösungen sind Näherungswerte, die zuweilen an Grenzen geraten.</p>
<p>So sammelt Human Longevity, Inc. aus Kalifornien umfangreiche Daten über menschliche Genome und Phänotypen. Eine KI wertet Genomsequenzen, MRT-Scans und Biomarker-Analysen aus, um individuelle Therapien zu entwickeln. Eine Hyper-Anamnese, wenn man so will. Kund*innen erhalten personalisierte Empfehlungen, die gezielt die eigene Gesundheit optimieren.</p>
<p>Cerascreen, ein deutsches Unternehmen, setzt ebenso auf datenbasierte Personalisierung. Testkits für Blut, Speichel, Stuhl, Urin oder Atemproben werden direkt nach Hause geliefert. Die Analysen sind auf Allergien, Vitaminmangel oder hormonelle Balance zugeschnitten. Kund*innen erhalten Berichte mit Handlungsempfehlungen, inklusive passender Nahrungsergänzungsmittel. Denn wer seine eigenen Gesundheitsdaten versteht, kann gezielt Strategien entwickeln, die Lebensqualität und Gesundheit nachhaltig verbessern.</p>
<h3>Fortschrittliches Altern</h3>
<p>Manch andere Start-ups bewegen sich noch in der klinischen Testphase und wirken wie Science-Fiction-Entwicklungen. Noch. Stammzellenforschung, gezielte Modifikation oder Eliminierung alter Zellen, Zelltherapien und Methoden zur Anregung des Ketose-Zustands gehören zu den spannendsten Forschungsfeldern. Diese Unternehmen und Labore arbeiten an Verfahren, die eines Tages den Alterungsprozess nicht nur verlangsamen, sondern tatsächlich rückgängig machen könnte.</p>
<h2>Reset: Ruhestand</h2>
<p>Longevity bedeutet für die Lebensphase nach dem Renteneintritt nicht nur mehr Zeit, sondern vor allem mehr aktive Jahre. Der Ruhestand wird geprägt von Reisen, Weiterbildung, ehrenamtlichem Engagement oder sogar einer weiteren Karriere. Für Wirtschaft und Gesellschaft eine große Chance: Gesunde Senior*innen sind eine kaufkräftige Zielgruppe, können länger im Beruf bleiben und entlasten gleichzeitig das Pflege- und Gesundheitssystem. Renten- und Versicherungssysteme müssen sich allerdings an die verlängerte Gesundheitsspanne anpassen. Entscheidend ist der Perspektivwechsel. Alter wird nicht länger mit Krankheit und Einschränkungen gleichgesetzt, sondern mit Selbstbestimmung, Aktivität und neuen Möglichkeiten.</p>
<h3>Neue Reise-Zielgruppe</h3>
<p>Nicht alle Silver Ager (75+) können ihre Reiselust im hohen Alter noch ausleben. Sei es aus körperlichen oder aus finanziellen Gründen. Das Start-up vJourney eröffnet ihnen dennoch neue Horizonte. Dank VR-Technologie und einer günstigen Miete ermöglicht das Unternehmen realitätsnahe Reisen bequem vom Sofa aus. Damit liefert das junge Unternehmen aus Wasbek nur eines von vielen Beispielen, wie Longevity zukünftig völlig neue Zielgruppen erschließen wird.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img src="https://www.new-communication.de/fileadmin/user_upload/publikationen/2026/longevity/ts26-longevity-vjourney.jpg" alt="Seniorenpaar mit vJourney-VR-Brille im Gesicht, die dadurch virtuelle Reisen erleben" width="768" height="400" decoding="async" title="vJouney VR-Brille FA Longevity" loading="lazy"></p>
<p class="u-textAlign--center">Durch das Wasbeker Unternehmer vJourney werden Reisen im Alter wieder möglich.</p>
<p class="u-textAlign--center">(© vJourney GmbH)</p>
<h2>Häufige Fragen und Antworten zu Longevity</h2>
<p>Die Antworten auf die wichtigsten Fragen findet ihr hier:</p>
<h3>Was versteht man unter Longevity?</h3>
<p>Longevity bezeichnet das Streben nach längerer Gesundheit und Lebensqualität. Es beinhaltet Maßnahmen zur Verlangsamung von degenerativen Prozessen und zur Unterstützung der Regeneration des Körpers, um ein langes und gesundes Leben zu fördern.</p>
<h3>Welche Maßnahmen fallen unter Biohacking im Kontext von Longevity?</h3>
<p>Biohacking umfasst eine Vielzahl von Techniken zur Optimierung der körperlichen und geistigen Gesundheit, wie z. B. spezielle Diäten, Lichttherapie, die Einnahme von Nahrungsergänzungsmitteln und regelmäßige Sporteinheiten. Ziel ist es, den eigenen Körper besser zu verstehen und ihn auf individuelle Weise zu verbessern.</p>
<h3>Welche Rolle spielt die frühzeitige Erkennung von Krankheiten für Longevity?</h3>
<p>Die frühzeitige Erkennung von Krankheiten, wie z.B. Krebs oder Herz-Kreislauf-Erkrankungen, kann entscheidend für die Heilungschancen sein. Tests wie der GRAIL Galleri-Test helfen, Krankheitsmarker frühzeitig zu erkennen, was eine proaktive Gesundheitsstrategie unterstützt und die Lebensqualität erhöhen kann.</p>
<h3>Was sind einige innovative Technologien oder Ansätze in der Longevity-Forschung?</h3>
<p>Zu den innovativen Ansätzen gehören Stammzellenforschung, Zelltherapien zur Eliminierung alter Zellen, sowie die Entwicklung von personalisierten Behandlungsstrategien durch KI-Analyse von genetischen und phänotypischen Daten. Diese Technologien könnten den Alterungsprozess in Zukunft erheblich beeinflussen.</p>
<h3>Wie kann Longevity das Leben nach dem Ruhestand verändern?</h3>
<p>Longevity ermöglicht es Menschen, nach dem Ruhestand aktiver und gesünder zu leben. Dies eröffnet neue Möglichkeiten für Reisen, Weiterbildung und ehrenamtliches Engagement. Gesund bleibende ältere Menschen können auch länger im Beruf bleiben und somit zur Gesellschaft beitragen.</p>
<h3>Welche neuen Zielgruppen werden durch Longevity angesprochen?</h3>
<p>Longevity spricht auch ältere Menschen, sogenannte Silver Ager (75+), an, die möglicherweise körperliche Einschränkungen haben. Innovative Angebote wie VR-Reisen ermöglichen es ihnen, neue Erfahrungen zu sammeln, ohne physisch reisen zu müssen.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Dieser Artikel ist Teil unseres&nbsp;<a class="Base-iconLink-extern" href="https://www.new-communication.de/trendspot/trendspot-2026/" target="_blank">Trendspot 2026</a>​​​​​​​.</p>
<h2>Quellen</h2>
<p><a class="Base-iconLink-extern" href="https://www.businessinsider.de/wirtschaft/lmilliardaer-bryan-johnson-will-seine-langlebigkeits-firma-aufgeben-wegen-religion/">businessinsider.de</a></p>
<p><a class="Base-iconLink-extern" href="https://www.youtube.com/watch?v=Q6sfTKKwolg">youtube.com</a></p>
<p><a class="Base-iconLink-extern" href="https://www.who.int/news-room/fact-sheets/detail/the-top-10-causes-of-death/">who.int</a></p>
<p><a class="Base-iconLink-extern" href="https://vjourney.io/?srsltid=AfmBOooKLqeSSES_67WTC7wNlqTaRPlDBz9HtSUhme7e5_z8zSWIk_W3">vjourney.io</a></p>]]></content:encoded>
                        
                            
                                <category>Content-Marketing</category>
                            
                                <category>Innovationen &amp; Trends</category>
                            
                                <category>Marketing</category>
                            
                                <category>Public Relations</category>
                            
                                <category>Strategie</category>
                            
                        
                        
                            
                            <enclosure url="https://www.new-communication.de/fileadmin/user_upload/publikationen/2026/longevity/hero-longevity.jpg" length="559286" type="image/jpeg"/>
                        
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                    <item>
                        <guid isPermaLink="false">news-793</guid>
                        <pubDate>Wed, 21 Jan 2026 09:00:00 +0100</pubDate>
                        <title>Neue Devices. Neue Interfaces. Neue Realität.</title>
                        <link>https://www.new-communication.de/neues/detail/neue-devices-neue-interfaces-neue-realitaet/</link>
                        <description>Die Schnittstelle zwischen Mensch und Maschine verschiebt sich. Künstliche Intelligenz wandert aus dem Smartphone hinaus in neue Devices, die uns noch näherkommen – manchmal sogar direkt vor die Augen. Ob Brillen, Sound Recorder oder Anhänger: Sie alle stehen für den Trend, dass Technologie unsichtbarer, natürlicher und zugleich allgegenwärtiger wird. Art Direktorin Isabelle Neff sowie PR-Beraterin und Texterin Kim Salewski haben die Köpfe zusammengesteckt, recherchiert und herausgefunden, was auf uns zukommen wird.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Ist das die neue Zukunft? Weg vom Smartphone hin zu körpernahen, nahezu unsichtbaren Devices. Getrieben von Miniaturisierung, Sensorik sowie Biometrie und generativer KI entstehen neue Interfaces, die natürlich, kontextbewusst und permanent verfügbar sind. Anhand von Meta AI-Brille, Anker Soundcore Work, Mudra Link und Omi AI bis hin zu OpenAIs Project io werden unterschiedliche Ansätze skizziert – vom seh- und hörnahen Assistenten über KI-Recorder und neuronale Gestensteuerung bis zu displaylosen Begleitern. Gemeinsam ist ihnen: Sie ergänzen bestehende Geräte, machen Interaktion freihändig und leiser und ebnen den Weg in eine Post‑Smartphone‑Ära.</p>
<h3 class="text-justify">Augmented Alltag: Die Meta-AI-Brille</h3>
<p>Mit der Meta-AI-Brille will Meta den Schritt ins Post-Smartphone-Zeitalter einleiten. Die smarte Brille kombiniert Kamera, Lautsprecher und Mikrofone mit einem ständig verfügbaren KI-Assistenten, der sich per Sprache steuern lässt. Sie nimmt Fotos und Videos auf, spielt Musik ab oder verbindet in Sekunden mit einem Anruf. Neu ist die Möglichkeit, Fragen direkt an die Brille zu richten – und Antworten nicht nur aus dem Netz, sondern auch aus dem Blickfeld zu bekommen, das die Kamera gerade erfasst.</p>
<p>Was einst mit der Google Glass begann, wird durch aktuelle AR-Headsets und leistungsfähige KI zu einem alltagstauglichen Device weiterentwickelt. Während frühere Ansätze oft an klobiger Technik oder fehlender Rechenpower scheiterten, ermöglicht die heutige Kombination aus Miniaturisierung und generativer KI erstmals eine dauerhafte Begleitung im Alltag.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img src="https://www.new-communication.de/fileadmin/user_upload/publikationen/2026/neue_devices/ts26-devices-meta-glasses.jpg" alt="Meta AI-Brille: schwarzes Gestell mit transparenten Gläsern" width="768" height="340" decoding="async" loading="lazy"></p>
<p class="u-textAlign--center">Zeitloser Klassiker trifft smartes Design: Meta AI-Brillen gibt es zum Beispiel bei Ray-Ban.</p>
<p class="u-textAlign--center">(© Ray-Ban)</p>
<h3>Allgegenwärtig hören: Anker Soundcore Work</h3>
<p>Der Anker Soundcore Work ist kaum größer als eine Münze, lässt sich am Kragen oder an der Kleidung befestigen, und doch steckt darin eine ganze KI-gestützte Schaltzentrale. Gespräche und Meetings nimmt das kleine Device auf, transkribiert sie automatisch und erstellt mithilfe von GPT-4o prägnante Zusammenfassungen. &nbsp;</p>
<p>Die Idee ist einfach, die Umsetzung elegant: Miniaturisierung, Sensorik und KI sorgen dafür, dass Inhalte schnell erfasst, verstanden und aufbereitet werden. Ein Tipp startet die Aufnahme, ein Doppeltipp markiert wichtige Stellen für die spätere Auswertung – mehr braucht es nicht. Vorgestellt im Vorfeld der IFA 2025 in Berlin, kommt das Gerät für rund 160 Dollar plus Abo-Option auf den Markt – mit angekündigtem weltweitem Rollout.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img src="https://www.new-communication.de/fileadmin/user_upload/publikationen/2026/neue_devices/ts26-devices-soundcore.jpg" alt="Revolutionärer Recorder: Anker Soundcore Work kommt im silbernen Design und ist kaum größer als eine Münze" width="768" height="340" decoding="async" loading="lazy"></p>
<p class="u-textAlign--center">Kleines Gerät, große Wirkung: Der Anker Soundcore Work revolutioniert die Welt der Recorder.</p>
<p class="u-textAlign--center">(© Soundcore)</p>
<h3>Unsichtbare Steuerung: Mudra Link</h3>
<p>Erstmalig auf der CES im Januar 2025 vorgestellt, macht der Mudra Link die Interaktion mit digitalen Geräten so natürlich wie eine Handbewegung. Das kompakte Armband nutzt neuronale Sensorik, um feinste Finger- und Handgesten direkt in Steuerbefehle zu übersetzen – für AR- und VR-Headsets, Smart-Home-Systeme oder den PC. Befehle werden dabei ohne Tippen, ohne Sprache und ohne klassische Benutzeroberfläche ausgeführt. Die Technologie hinter dem Gesten-Controller ist faszinierend: Oberflächen-Nervenleitfähigkeits-Sensoren erfassen elektrische Signale der Motorneuronen, die KI in Echtzeit interpretiert. So entsteht ein Interface, das praktisch unsichtbar ist und den Nutzer wie eine Erweiterung seiner eigenen Hand agieren lässt. Frühere Ansätze scheiterten oft an ungenauer Sensorik oder komplizierter Bedienung. Heute sorgt die Kombination aus präziser Biometrie und KI für flüssige, intuitive Interaktion – ganz ohne Berührung.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img src="https://www.new-communication.de/fileadmin/user_upload/publikationen/2026/neue_devices/ts26-devices-mudra.jpg" alt="Unsichtbare Steuerung per Mudra Link - ein Device, das mit Größe und Optik an eine Smartwatch erinnert" width="768" height="380" decoding="async" loading="lazy"></p>
<p class="u-textAlign--center">Mit dem Mudra Link wird die Steuerung von Geräten so natürlich wie eine Handbewegung.</p>
<p class="u-textAlign--center">(© Mudra Link)</p>
<h3>Dein digitaler Zwilling im Alltag: Omi AI</h3>
<p>Als brandneues Device, das verspricht, mehr als nur ein smarter Assistent zu sein, wurde Omi AI erstmals im Januar 2025 der Öffentlichkeit vorgestellt. Als Form eines kompakten Anhängers oder als stirnseitig tragbares Device soll das Gadget wie ein digitaler Zwilling im Alltag funktionieren. Demnach begleitet Omi AI Gespräche in Echtzeit, transkribiert Inhalte automatisch und liefert sogar kontextbasierte Zusammenfassungen. Übrigens auch eigene Gedankenäußerungen und Selbstgespräche. Über eine App lassen sich die Funktionen nach eigenem Gusto erweitern. Besonders futuristisch wirkt die optionale Steuerung per EEG-Modul. Dieses registriert, wann der Nutzer ganz ohne Spracheingabe oder Berührung mit Omi AI interagieren will. Das ist besonders für Nutzer*innen spannend, die Omi AI im stillen Modus nutzen möchten – z. B. in Meetings oder beim Meditieren.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img src="https://www.new-communication.de/fileadmin/user_upload/publikationen/2026/neue_devices/ts26-devices-omi-ai.jpg" alt="Verpackt als schwarzer Anhänger funktioniert OMI AI als smarter Recorder und digitaler Zwilling im Alltag" width="768" height="380" decoding="async" loading="lazy"></p>
<p class="u-textAlign--center">Verpackt als Anhänger, funktioniert Omi AI als smarter Recorder und digitaler Zwilling im Alltag.</p>
<p class="u-textAlign--center">(© Based Hardware)</p>
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<h3>Das erste Gadget von OpenAI: Project io</h3>
<p>Hinter dem Arbeitstitel Project io versteckt sich ein bahnbrechendes neues Gerät. Bisher ist noch völlig ungewiss, in welche Richtung das Device gehen soll. Doch die Pläne des OpenAI-Chefs Sam Altman und des Ex-Apple-Designchefs Jony Ive zeigen, dass es sich nicht um ein Wearable im klassischen Sinne handelt. Darüber hinaus ist geplant, dass Project io ohne Display, Kamera oder Mikrofon auskommen soll. Stattdessen liegt der Fokus auf direkter, natürlicher Kommunikation mit KI – ohne, dass man erst sein Smartphone zücken oder eine App öffnen muss. Das Device soll als persönlicher KI-Begleiter im Alltag dienen. Konkrete Details zu Funktionalität, Zeitpunkt oder Zielgruppe wurden noch nicht bekannt gegeben. Das Gadget der Zukunft wird als handlich beschrieben und soll etwa „taschengroß“ sein. Ziel ist es, dass Project io eine neue Produktgeneration abbildet, die nicht als Ersatz für Smartphones oder Laptops dient, sondern diese sinnvoll ergänzt.</p>
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<p><img src="https://www.new-communication.de/fileadmin/user_upload/publikationen/2026/neue_devices/ts26-devices-project-io.jpg" alt="Ohne Mikrofon, ohne Kamera, ohne Display: drei Geräte unterschiedlicher Größe auf einem dunklen Holztisch" width="768" height="432" decoding="async" loading="lazy"></p>
<p>Verspricht Großes: das neue Gadget Project io</p>
<p>(© Mudra Band</p>
<h2>Häufige Fragen und Antworten zu Neue Devices. Neue Interfaces. Neue Realität.</h2>
<p>Die Antworten auf die wichtigsten Fragen findet ihr hier:</p>
<h3>Was sind die neuen Devices, die im Artikel erwähnt werden?</h3>
<p>Die neuen Devices umfassen innovative Technologien wie die Meta-AI-Brille, Anker Soundcore Work, Mudra Link, Omi AI und das Project io von OpenAI. Diese Geräte repräsentieren den Trend zu unsichtbaren und naturnahen Schnittstellen zwischen Mensch und Maschine</p>
<h3>Wie unterscheiden sich diese neuen Interfaces von traditionellen Interfaces?</h3>
<p>Die neuen Interfaces sind darauf ausgelegt, natürlicher und kontextbewusster zu sein. Oft ohne physische Berührung oder Spracheingabe. Sie nutzen Technologien wie Biometrie und Miniaturisierung, um eine nahtlose Interaktion zu ermöglichen, die über das traditionelle Smartphone-Erlebnis hinausgeht</p>
<h3>Was ist die Rolle der Künstlichen Intelligenz in diesen neuen Devices?</h3>
<p>Künstliche Intelligenz spielt eine zentrale Rolle, indem sie intelligente Funktionen bereitstellt, wie z. B. Spracherkennung, Gestensteuerung und Kontextverarbeitung. Dies ermöglicht es den Geräten, proaktiv auf die Bedürfnisse der Nutzer einzugehen und Informationen in Echtzeit zu verarbeiten.</p>
<h3>Wie werden diese neuen Technologien unseren Alltag beeinflussen?</h3>
<p>Diese neuen Technologien könnten unseren Alltag revolutionieren, indem sie Interaktionen effizienter und intuitive gestalten, die Notwendigkeit für physische Geräte verringern und ein handfreies, leiseres Nutzererlebnis schaffen.</p>
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<p>Dieser Artikel ist Teil unseres&nbsp;<a class="Base-iconLink-extern" href="https://www.new-communication.de/trendspot/trendspot-2026/" target="_blank">Trendspot 2026</a>.</p>
<h2>Quellen</h2>
<p><br><a class="Base-iconLink-extern" href="https://www.mediamarkt.de/de/content/it-informatik/ki/ray-ban-meta-wayfarer-getestet">mediamarkt.de</a><br><a class="Base-iconLink-extern" href="https://techcrunch.com/2024/12/16/meta-updates-its-smart-glasses-with-real-time-ai-video/">techcrunch.com</a><br><a class="Base-iconLink-extern" href="https://engineering.fb.com/2025/03/04/virtual-reality/building-multimodal-ai-for-ray-ban-meta-glasses/">engineering.fb.com</a><br><a class="Base-iconLink-extern" href="https://about.fb.com/de/news/2025/07/ray-ban-meta-glasses-sprechen-jetzt-auch-deutsch/">about.fb.com</a></p>
<p><a class="Base-iconLink-extern" href="https://www.theverge.com/news/769467/anker-soundcore-work-ai-recorder-gpt-4o">theverge.com</a><br><a class="Base-iconLink-extern" href="https://www.soundguys.com/anker-unveils-soundcore-work-a-tiny-recorder-with-ai-transcription-143808/">soundguys.com</a><br><a class="Base-iconLink-extern" href="https://www.androidpolice.com/anker-soundcore-work-ai-voice-recorder/">androidpolice.com</a></p>
<p><a class="Base-iconLink-extern" href="https://www.quiverquant.com/news/Wearable%2BDevices%2BLtd.%2BLaunches%2BMudra%C2%AE%2BLink%2C%2BAward-Winning%2BNeural%2BGesture%2BControl%2BWristband%2C%2Bat%2BCES%C2%AE%2B2025">quiverquant.com</a><br><a class="Base-iconLink-extern" href="https://www.ces.tech/ces-innovation-awards/2025/mudra-link/?utm_source=chatgpt.com" target="_new">ces.tech</a></p>
<p><a class="Base-iconLink-extern" href="https://www.omi.me/">omi.me</a><br><a class="Base-iconLink-extern" href="https://www.gamestar.de/artikel/ki-gadget-omi-aufnahme-sprache,3425590.html">gamestar.de</a><br><a class="Base-iconLink-extern" href="https://www.theverge.com/2025/1/8/24338750/omi-ai-wearable-friend-companion">theverge.com</a></p>]]></content:encoded>
                        
                            
                                <category>Innovationen &amp; Trends</category>
                            
                                <category>Online</category>
                            
                                <category>Audio &amp; Video</category>
                            
                        
                        
                            
                            <enclosure url="https://www.new-communication.de/fileadmin/user_upload/publikationen/2026/neue_devices/hero-ts26-devices.jpg" length="1890439" type="image/jpeg"/>
                        
                    </item>
                
                    <item>
                        <guid isPermaLink="false">news-792</guid>
                        <pubDate>Wed, 07 Jan 2026 09:00:00 +0100</pubDate>
                        <title>Dschungelbuch der Marketinggesetze - Ein Update für 2026</title>
                        <link>https://www.new-communication.de/neues/detail/dschungelbuch-der-marketinggesetze/</link>
                        <description>Nachhaltigkeit, Datenschutz, Barrierefreiheit, KI: Der Gesetzgeber – ob im Bund oder in Europa – kommt mit immer mehr Anforderungen, die die Arbeit in der Kommunikation verändern. Was kommt auf uns zu oder ändert sich konkret? Unser Geschäftsführer Sören Mohr gibt euch einen Überblick über die wichtigsten Veränderungen.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Für jede Regelung findet ihr nachfolgend Kurzbeschreibung, Status und Termine, Betroffene (Unternehmen/Branchen), Auswirkungen auf Marketing/Kommunikation und empfohlene To‑dos. Praktisch, oder?</p>
<p>Hinweis: Diese Übersicht ersetzt keine Rechtsberatung, sondern ist eine praxisorientierte Orientierung für Kommunikation, Marketing, Produkt- und Vertriebsteams.Marketing, Werbung und Medien.</p>
<h4>Digital Services Act (DSA)</h4>
<p><strong>Kurzbeschreibung und Ziel:</strong> EU‑Grundverordnung für Online‑Dienste mit u.&nbsp;a. Transparenz‑ und Kennzeichnungspflichten bei Werbung, Verbot von Targeting Minderjähriger sowie die Nutzung sensibler Daten; Werbeverzeichnisse bei großen Plattformen</p>
<p><strong>Status und Termine</strong>: seit 16.11.2022; zusätzliche Implementierungen 2023 und 2024</p>
<p><strong>Betroffene:</strong> Plattformen mit mehr als 45 Mio. aktiven Usern/Monat, Publisher, Advertiser, Agenturen</p>
<p><strong>Auswirkungen:</strong>&nbsp;Strengere Ad‑Transparenzauslegung, Kennzeichnungen, Dark‑Pattern‑Verbote; Wahl‑/Politik‑Kontext besonders sensitiv, kein Targeting von sensitiven Merkmalen</p>
<p><strong>To‑dos:</strong> Ad‑Kennzeichnung und -Transparenzprozesse prüfen; Creatives/Tracking von Minderjährigen‑ und sensitive Daten‑Verbote prüfen; Werbeverzeichnisse und Offenlegung orchestrieren; Influencer*innen‑Placements kennzeichnen</p>
<h4>Verordnung zu Transparenz und Targeting politischer Werbung (TTPA)</h4>
<p><strong>Kurzbeschreibung und Ziel:</strong>&nbsp;Einheitliche Kennzeichnung von politischer Werbung, Werbeverzeichnisse, enge Grenzen für Targeting (explizite Einwilligung, Verbot sensibler Daten), Sperrfristen für Drittstaat‑Sponsoring vor Wahlen</p>
<p><strong>Status und Termine:</strong>&nbsp;Beschlossen und seit 10.&nbsp;Okt.&nbsp;2025 in Kraft</p>
<p><strong>Betroffene:</strong> Parteien, NGOs, Medien, Plattformen, Advertiser/Agenturen, Unternehmen, die Parteienwerbung finanzieren</p>
<p><strong>Auswirkungen:</strong>&nbsp;Deutlich höhere Compliance‑Aufwände; manche Plattformen schränken politische Ads ein</p>
<p><strong>To‑dos:</strong> Polit‑Ad‑Policy, Kennzeichnung‑Pipelines, Einwilligungsflüsse, Zielgruppenkriterien und Dokumentation implementieren</p>
<h4>European Media Freedom Act (EMFA)</h4>
<p><strong>Kurzbeschreibung und Ziel:</strong> Schutz redaktioneller Unabhängigkeit und Pressefreiheit, neue EU‑Medienaufsicht (European Board for Media Services), Regeln für staatliche Werbung und Medien‑Transparenz, Schutz journalistischer Quellen</p>
<p><strong>Status und Termine:</strong> Anwendung seit<strong> </strong>8. August 2025 (gestuft)</p>
<p><strong>Betroffene:</strong> Medienhäuser, Vermarkter, öffentliche Auftraggeber, größere Werbetreibende, Agenturen</p>
<p><strong>Auswirkungen:</strong>&nbsp;Mehr Transparenzanforderungen bei staatlicher/öffentlicher Werbung; Umfeld‑Sorgfalt (Brand Safety) gewinnt an Relevanz</p>
<p><strong>To‑dos:</strong> Media‑Compliance, Kennzahlen und Nachweise zu redaktioneller Unabhängigkeit, Medien-Eigentümer‑Transparenz tracken; Dokumentationspflichten und Nachweise bei Public‑Sector‑Kampagnen</p>
<h4>Influencer‑/Creator‑Compliance (EU‑Verbraucherrecht)</h4>
<p><strong>Kurzbeschreibung:</strong> Vorgaben und Leitlinien zu Kennzeichnung, Schleichwerbung, Preisangaben von Influencer*innen und Creator*innen generierte Werbung, Bewerbung nur von sicheren Produkten</p>
<p><strong>Status und Termine:</strong> Leitfäden wurden 2024/25 aktualisiert</p>
<p><strong>Betroffene:</strong> Influencer*innen, Agenturen, Werbetreibende</p>
<p><strong>Auswirkungen:</strong>&nbsp;Strengere Offenlegungsstandards von bezahlter Werbung; klare Darstellungsregeln bei Preisreduktion, Sonderregeln bei Werbung für Lebensmittel, Nahrungsergänzungsmittel, Medizinprodukte, Alkohol und Glücksspiel</p>
<p><strong>To‑dos:</strong> Creator*innen‑Briefings und Vertragsklauseln aktualisieren; Prüf‑Checklisten und Freigaben standardisieren</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img src="https://www.new-communication.de/fileadmin/user_upload/publikationen/2026/dschungelbuch_der_marketinggesetze/ts26-dschungel-influencer.jpg" alt="Influencerin, die Produkt vor laufender Kamera präsentiert" width="768" height="512" decoding="async" title="EU-Verbraucherrecht_FA Markengesetze 2026" loading="lazy"></p>
<p class="u-textAlign--center">Das EU-Verbraucherrecht schaut inzwischen auch Influencer*innen genauer auf die Finger.</p>
<h2>Nachhaltigkeit &amp; Produktkommunikation</h2>
<h4>CSRD &amp; ESRS (Nachhaltigkeitsberichterstattung)</h4>
<p><strong>Kurzbeschreibung und Ziel:</strong>&nbsp;Einheitliche Reportingstandards in der Nachhaltigkeitsberichterstattung, erweiterte Reportingpflichten (Doppel‑Wesentlichkeit, ESRS‑Standards), auch für viele nicht börsennotierte Unternehmen; mittelbar Marketing/Brand sind mittelbar betroffen</p>
<p><strong>Status und Termine:</strong> Staffelung seit Geschäftsjahr 2024</p>
<p>Betroffene: große Unternehmen, kapitalmarktorientierte KMU, Kreditinstitute und Versicherungsunternehmen, bestimmte Nicht‑EU‑Unternehmen</p>
<p><strong>Auswirkungen:</strong> Einführung eines Nachhaltigkeitsmanagements, stärker prüfbare Nachhaltigkeitsaussagen; Publikations- und Offenlegungspflichten</p>
<p><strong>To‑dos:</strong> Claims/Storytelling gegen ESRS‑Daten absichern; Governance für freigegebene Kennzahlen, Nachhaltigkeitsberichterstattung nach CSRD-Standard</p>
<h4>UCPD (Unfair Commercial Practices Directive)</h4>
<p><strong>Kurzbeschreibung:</strong>&nbsp;Verschärfte Regelung gegen Greenwashing: Verbot generischer Umweltclaims ohne Beleg, Verbot "klimaneutral durch Kompensation", strengere Label-/Vergleichsstandards</p>
<p><strong>Status und Termine:</strong> Seit 26. März 2024 in Kraft; nationale Umsetzung in 2026</p>
<p><strong>Betroffene:</strong> Alle B2C‑Anbieter</p>
<p><strong>Auswirkungen:</strong> Deutlich höhere Beleganforderungen für Umweltkommunikation</p>
<p><strong>To‑dos:</strong> Claim‑Substantiation-Dossiers, Freigabe‑Prozesse für Nachhaltigkeitsaussagen, Einführung Green-Storytelling</p>
<h4>ESPR – Ecodesign for Sustainable Products Regulation (Digitaler Produktpass)</h4>
<p><strong>Kurzbeschreibung:</strong> Rahmen für produktgruppenspezifische Ökodesign‑/Informationspflichten inkl. Digitalem Produktpass (DPP)</p>
<p><strong>Ziel:</strong> Produkte in der EU sollen langlebiger, ressourcenschonender, reparierbarer und recycelbarer werden</p>
<p><strong>Status und Termine:</strong> in Kraft (2024); delegierte Roll‑out für unterschiedliche Produktgruppen sukzessive ab 2026</p>
<p><strong>Betroffene:</strong> Handel und Unternehmen unterschiedlichster Produktgruppen (z.&nbsp;B. Textilien, Möbel, Reifen, Eisen und Stahl, Batterien, Elektronik)</p>
<p><strong>Auswirkungen:</strong> Marketing muss technische Produktdaten (Herkunft, Reparierbarkeit, Rezyklatanteil etc.) konsistent kommunizieren; Verbot der Vernichtung von unverkauften Produkten, Pflicht zur Weiterverwendung, Spende oder Recycling, einheitliche Vorgaben für Nachhaltigkeitslabels, keine eigenen „grünen Labels“ ohne Nachweis und Zulassung</p>
<p><strong>To‑dos:</strong> Erstellung eines Digitalen Produktpasses (über QR-Code am Produkt erreichbar), Ermittlung der zu kommunizierenden Anforderung (Materialien, Inhaltsstoffe, Rezykatanteil, Recyclingfähigkeit, &nbsp;Reparierbarkeit, Nachhaltigkeitskennzeichen, Nachhaltigkeitslabel</p>
<h4>PPWR – Packaging and Packaging Waste Regulation</h4>
<p><strong>Kurzbeschreibung:</strong> EU‑weit harmonisierte Verpackungsregeln (Design‑, Rezyklat‑, Kennzeichnungs‑, Verbots‑ und Reduktionsvorgaben)</p>
<p><strong>Status und Termine:</strong>&nbsp;Verordnung am 11.02.2025 veröffentlicht – Wirksamkeit der Verordnungen ab dem 12. August 2026</p>
<p><strong>Betroffene:</strong> Hersteller, Umsetzende, Händler, E‑Commerce-Unternehmen</p>
<p><strong>Auswirkungen:</strong> Anpassung von On‑Pack‑Claims, Trennhinweisen, QR/Infos zur Entsorgung; Re‑Design von Packagings und POS‑Kommunikation</p>
<p><strong>To‑dos:</strong> Überarbeitung der Produktverpackungen</p>
<p><img src="https://www.new-communication.de/fileadmin/user_upload/publikationen/2026/dschungelbuch_der_marketinggesetze/ts26-dschungel-packaging.jpg" alt="Recycelte Verpackungen verschiedener Größe in einem Café" width="768" height="485" decoding="async" title="Verpackungen_FA Marketinggesetze 2026" loading="lazy"></p>
<p class="u-textAlign--center">Nicht nur auf den Inhalt kommt es an. Auch die Anforderungen an Verpackungen und Produktkennzeichnungen nehmen enorm zu.</p>
<h2>Barrierefreiheit</h2>
<h4>European Accessibility Act (EAA) / BFSG (DE)</h4>
<p><strong>Kurzbeschreibung:</strong> Barrierefreiheits‑Pflichten für B2C-Kommunikation, E‑Commerce‑Websites/Apps, eBooks, Terminals, Kundenkommunikation</p>
<p><strong>Status und Termine:</strong> Anwendung seit 28. Juni 2025 (mit Übergängen)</p>
<p><strong>Betroffene:</strong>&nbsp;Öffentliche Verwaltung und B2C-Unternehmen (über 10 Beschäftigte und 2 Mio. Jahresumsatz)</p>
<p><strong>Auswirkungen:</strong> Barrierefreiheit wird rechtsverbindlicher Qualitätsstandard (WCAG‑nahe)</p>
<p><strong>To‑dos:</strong> Accessibility‑Audit (UX/UI/Code/Content), Roadmap und Schulungen; Styleguides und Designsysteme anpassen, Bestellprozesse und Contentlogik prüfen</p>
<p><img src="https://www.new-communication.de/fileadmin/user_upload/publikationen/2026/dschungelbuch_der_marketinggesetze/ts26-dschungel-barrierefrei.jpg" alt="Hand, die Smartphone hält, über welches eine Lupe gehalten wird" width="768" height="512" decoding="async" title="Barrierefreiheit_FA Marketinggesetze 2026" loading="lazy"></p>
<p class="u-textAlign--center">Barrierefrei auf allen Wegen: Auch digitale Services sollen für jeden Menschen nutzbar sein.</p>
<h2>Künstliche Intelligenz</h2>
<h4>EU‑AI‑Act (2024/1689)</h4>
<p><strong>Kurzbeschreibung:</strong> Risikobasierte Pflichten für KI‑Systeme; Transparenz z.&nbsp;B. für KI‑Interaktion/„Deepfakes“; GPAI‑Pflichten</p>
<p><strong>Status und Termine:</strong>&nbsp;in Kraft; gestufte Anwendung 2025–2027 (Kernpflichten ab 2026)</p>
<p><strong>Auswirkungen:</strong> Kennzeichnung KI‑generierter Inhalte, Risiko‑/Daten‑Governance, Werbemittel‑/Chatbot‑Transparenz</p>
<p><strong>To‑dos:</strong> KI‑Use‑Case‑Inventar, Transparenzhinweise (z.&nbsp;B. „KI‑erstellt“), Review‑Prozesse &amp; Dataset‑Dokumentation, Prompt‑/Asset‑Archivierung</p>
<p><img src="https://www.new-communication.de/fileadmin/user_upload/publikationen/2026/dschungelbuch_der_marketinggesetze/ts26-dschungel-ki.jpg" alt="Hand, über dieser virtuelle Zeichen und Symbole schweben" width="768" height="329" decoding="async" title="KI_FA Marketinggesetze 2026" loading="lazy"></p>
<p class="u-textAlign--center">Der Einsatz von KI muss diskriminierungsfrei erfolgen und erfordert Transparenz.</p>
<p class="u-textAlign--center">&nbsp;</p>
<p>Dieser Artikel ist Teil unseres <a class="Base-iconLink-extern" href="https://www.new-communication.de/trendspot/trendspot-2026/">Trendspot 2026</a>.</p>
<h2>Häufige Fragen und Antworten zu Marketinggesetzen 2026</h2>
<p>Die Antworten auf die wichtigsten Fragen findet ihr hier:</p>
<h3>Was ist der Digital Services Act (DSA)?</h3>
<p>Der Digital Services Act ist eine EU-Grundverordnung, die Transparenz- und Kennzeichnungspflichten bei Werbung definiert, das Targeting von Minderjährigen verbietet und die Nutzung sensibler Daten regelt.</p>
<h3>Welche Unternehmen sind vom DSA betroffen?</h3>
<p>Betroffen sind Plattformen mit mehr als 45 Millionen aktiven Nutzern pro Monat, Publisher, Advertiser, und Agenturen.</p>
<h3>Was sind die wichtigsten Änderungen im Bereich der politischen Werbung?</h3>
<p>Die Verordnung zur Transparenz und zum Targeting politischer Werbung verlangt eine einheitliche Kennzeichnung, Werbeverzeichnisse und explizite Einwilligungen für das Targeting.</p>
<h3>Was sind die Anforderungen des CSRD in Bezug auf die Nachhaltigkeitsberichterstattung?</h3>
<p>Die CSRD verlangt einheitliche Reportingstandards für die Nachhaltigkeitsberichterstattung, einschließlich erweiterter Offenlegungspflichten für viele Unternehmen.</p>
<h3>Welche Verpflichtungen ergeben sich aus der UCPD?</h3>
<p>Die UCPD verbietet generische Umweltclaims ohne Belege und strengere Label- und Vergleichsstandards zur Vermeidung von Greenwashing.</p>
<h3>Wie beeinflusst der European Accessibility Act (EAA) die digitale Kommunikation?</h3>
<p>Der EAA macht Barrierefreiheit zu einem rechtsverbindlichen Qualitätsstandard für B2C-Kommunikation und E-Commerce-Websites, der bis zum 28. Juni 2025 umgesetzt sein muss.</p>
<h3>Was sind die Hauptpflichten des EU-AI-Acts?</h3>
<p>Der EU-AI-Act verlangt risikobasierte Pflichten für KI-Systeme, einschließlich der Kennzeichnung von KI-generierten Inhalten und der Transparenz bei der Nutzung von KI in Werbemitteln.</p>
<h3>Wie kann ich sicherstellen, dass mein Unternehmen konform bleibt?</h3>
<p>Es wird empfohlen, Compliance-Prüfungen durchzuführen, aktuelle Richtlinien umzusetzen und die Mitarbeiter in Bezug auf neue Gesetze und Bestimmungen zu schulen.</p>
<p>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
                        
                            
                                <category>Content-Marketing</category>
                            
                                <category>Innovationen &amp; Trends</category>
                            
                                <category>Marketing</category>
                            
                                <category>Online</category>
                            
                                <category>Print</category>
                            
                                <category>Social Media</category>
                            
                                <category>Strategie</category>
                            
                                <category>Text</category>
                            
                                <category>Audio &amp; Video</category>
                            
                        
                        
                            
                            <enclosure url="https://www.new-communication.de/fileadmin/user_upload/publikationen/2026/dschungelbuch_der_marketinggesetze/hero-ts26-dschungelbuch-02.jpg" length="1405554" type="image/jpeg"/>
                        
                    </item>
                
                    <item>
                        <guid isPermaLink="false">news-791</guid>
                        <pubDate>Wed, 17 Dec 2025 09:00:00 +0100</pubDate>
                        <title>Die dunkle Bedrohung: Black Friday – eine Bilanz für den Handel</title>
                        <link>https://www.new-communication.de/neues/detail/black-friday-eine-bilanz-fuer-den-handel/</link>
                        <description>Seit Jahren liefert der Black Friday dem Handel kurz vor Weihnachten hohe Umsätze. Doch das glänzende Schwarz bekommt zunehmend Kratzer im Lack. Rabattzeiträume dehnen sich aus, Margen geraten unter Druck und KI lenkt Kund*innen konsequent zu den besten Angeboten. Sind Black Deals noch ein Erfolgsmodell oder werden sie zum selbstgemachten Problem? NC-Berater und Fachmann für Handelsmarketing Mats Bauer wirft einen Blick auf Zahlen, Entwicklungen und unbequeme Fragen.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Seit Beginn der systematischen Erfassung der Umsätze rund um den Black Friday und Cyber Monday ging es für den deutschen Handel jahrelang nur in eine Richtung: nach oben. Von rund 1,7 Milliarden Euro im Jahr 2016 stiegen die Umsätze bis auf jeweils 5,9 Milliarden Euro in den Jahren 2023 und 2024. Für dieses Jahr erwarteten Prognosen einen leichten Rückgang um knapp zwei Prozent auf etwa 5,8 Milliarden Euro. Auf den ersten Blick kein Drama, oder? Doch genau hier liegt das Problem: Ein Minus in dieser Größenordnung entspricht in etwa der Inflationsrate. Real wächst der Markt also nicht mehr. Und Stillstand ist im Handel selten ein gutes Zeichen.</p>
<h2>Vom Aktionstag zum Dauerzustand</h2>
<p>Mit dem Black Friday ist es in den vergangenen Jahren ein wenig so gekommen wie mit dem Weihnachtsgebäck. Kaum ist der Sommer vorbei, stehen Spekulatius und Lebkuchen in den Regalen. Ähnlich verhält es sich mit den Rabattaktionen. Schon Anfang Oktober tauchten bei großen Onlinehändlern die ersten „Black Month“-Banner auf.</p>
<p>Was einst ein einzelner Aktionstag war, entwickelte sich erst zum verlängerten Wochenende, dann zur Black Week und inzwischen zu einem nicht unüblichen Zeitraum von mehreren Wochen. Amazon startete seine Aktionen zwischen dem 20. November und dem 1. Dezember, Outdoor-Anbieter wie Bergfreunde sogar schon Anfang November. Der Black Friday wird damit weniger zum Event als allmählich ein Dauerzustand.</p>
<h3>Blick über den Atlantik: mehr Umsatz, weniger Ware</h3>
<p>In den USA zeigt sich, wohin diese Entwicklung führen kann. Am Black Friday dieses Jahres sorgten KI-gestützte Einkaufstools wie Walmarts „Sparky“ oder Amazons „Rufus“ dafür, dass noch mehr Käufe online stattfanden. Viele Konsument*innen mieden volle Geschäfte und nutzten Chatbots, um Preise zu vergleichen und gezielt die besten Angebote zu finden.</p>
<p>Laut Adobe Analytics gaben US-Kund*innen an diesem Tag 11,8 Milliarden US-Dollar online aus. Ein neuer Rekord und ein Plus von 9,1 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Mastercard SpendingPulse meldete ein E-Commerce-Wachstum von 10,4 Prozent, während die Ladenverkäufe lediglich um 1,7 Prozent zulegten. Besonders auffällig: Der über KI-Tools generierte Traffic stieg laut Adobe um 805 Prozent.</p>
<p>Doch der Rekord hat eine Kehrseite. Salesforce berichtet, dass steigende Preise die Nachfrage dämpften. Die Rabatte blieben zwar ähnlich wie im Vorjahr, doch höhere Kosten ließen kaum Spielraum für stärkere Preisnachlässe. Die Folge: Die Bestellmengen gingen um 1 Prozent zurück, während die durchschnittlichen Verkaufspreise um 7 Prozent stiegen. Gleichzeitig lagen im Warenkorb pro Bestellung rund 2 Prozent weniger Artikel als im Jahr zuvor.</p>
<p>Unterm Strich gaben die Amerikaner*innen zwar mehr Geld aus, kauften aber weniger Produkte und nutzten KI zunehmend als Werkzeug, um konsequent zum günstigsten Angebot zu navigieren.</p>
<h4>Europa bestätigt den Trend</h4>
<p>Ein ähnliches Bild zeigt sich auch in der unmittelbaren Nachbarschaft. Trotz trüber Konsumstimmung meldeten Schweizer Händler einen überraschend starken Black Friday. Zwar befanden sich mehr Produkte in den Warenkörben, im Vergleich zu den Vorjahren griffen die Konsument*innen jedoch verstärkt zu günstigeren Varianten. Auch hier stieg der Umsatz, nicht aber die Ertragsqualität.</p>
<h3>Erfolg für wen?</h3>
<p>Damit stellt sich die zentrale Frage: Ist der Black Friday für den Handel noch ein Erfolgsmodell? In Deutschland mehren sich die Hinweise auf eine negative Marktentwicklung. Gleichzeitig verlängern sich die Rabattzeiträume immer weiter.</p>
<p>Wo früher 30 bis 50 Prozent Preisnachlass üblich waren, dominieren heute Banner mit 50 bis 70 Prozent. Die Margen schrumpfen oder rutschen ins Minus. Die Zeitfenster, in denen Produkte ohne oder mit nur geringen Abschlägen verkauft werden können, werden immer kürzer. Kund*innen, und zunehmend auch ihre KI-Agenten, lernen, geplante Anschaffungen konsequent in die Aktionszeiträume zu verschieben.</p>
<p>Umsatzspitzen sehen gut aus, helfen aber wenig, wenn sie mit hohen Verlusten erkauft werden und vor wie nach dem Black Friday Kaufzurückhaltung auslösen</p>
<h3>Das selbst geschaffene Problem</h3>
<p>Diese Entwicklung trifft auf einen Markt, der ohnehin unter Druck steht. Asiatische Plattformen wie Temu oder Shein bieten extrem günstige Ware ganzjährig an und setzen neue Referenzpreise. Der Black Friday verstärkt diesen Effekt zusätzlich, indem er den Fokus noch stärker auf den Preis lenkt.</p>
<p>Konsument*innen reagieren sensibler denn je, vergleichen konsequent und kaufen selektiver. Und KI-Tools wirken wie ein Katalysator. Für viele Händler wird es dadurch immer schwieriger, außerhalb von Aktionszeiträumen Waren zum Normalpreis zu verkaufen und dabei eine Marge zu erzielen, die die eigenen Kosten deckt.</p>
<h2>Fazit</h2>
<p>Konsument*innen geben zwar mehr Geld aus, kaufen aber weniger Produkte und reagieren sensibler auf Preise. Umsatz allein reicht nicht mehr. Das kurzfristige und ursprüngliche Instrument zur Umsatzspitze und Lagerbereinigung steuert langfristig darauf zu, Profitabilität und Preissetzungsmacht auszuhöhlen.</p>
<p>Wer sich zu stark auf Black-Friday-Logik verlässt, erzieht seine Kund*innen, samt deren KI-Agenten, dazu, nur noch mit hohen Abschlägen zu kaufen. In Kombination mit dauerhaft günstiger Konkurrenz aus Asien entsteht ein strukturelles Problem. Ohne klare Strategie jenseits permanenter Rabatte wird aus einer Black Week zukünftig ein dunkles Jahr. Und das in mehrfacher Hinsicht</p>
<h2>Häufige Fragen und Antworten zum Black Friday</h2>
<p>Die Antworten auf die wichtigsten Fragen findet ihr hier:</p>
<h3>Was ist Black Friday?</h3>
<p>Black Friday ist ein internationaler Einkaufstag, der am Freitag nach Thanksgiving, dem Erntedankfest in den USA, gefeiert wird. Er kennzeichnet den Beginn der Weihnachtseinkaufsaison mit hohen Rabatten im Handel.</p>
<h3>Wie hoch ist der Umsatz am Black Friday?</h3>
<p>In den letzten Jahren stiegen die Umsätze am Black Friday in Deutschland von 1,7 Milliarden Euro (2016) auf 5,9 Milliarden Euro (2023). 2024 hielt sich das Vorjahresniveau. Für 2025 wurde ein leichter Rückgang auf 5,8 Milliarden Euro erwartet.</p>
<h3 data-pm-slice="1 1 []">Beeinflusst KI das Einkaufserlebnis am Black Friday?</h3>
<p>Ja, KI-gestützte Einkaufstools helfen Konsument*innen, Preise zu vergleichen und die besten Angebote zu finden. Dies hat zu einem Anstieg der Onlinekäufe und einer Veränderung im Einkaufsverhalten geführt</p>
<h3 data-pm-slice="1 1 []">Sind die Rabatte am Black Friday noch profitabel für Händler?</h3>
<p>Trotz hoher Umsatzspitzen führen steigende Rabatte und erhöhte Kosten zu sinkenden Margen. Händler kämpfen, um Produkte ohne oder mit geringen Abschlägen gewinnbringend zu verkaufen.</p>
<h2>Quellen</h2>
<p><a class="Base-iconLink-extern" href="https://de.marketscreener.com/boerse-nachrichten/us-verbraucher-geben-laut-adobe-analytics-11-8-milliarden-us-dollar-am-black-friday-aus-ce7d51dbdf8af72d">de.marketscreener.com</a></p>
<p><a class="Base-iconLink-extern" href="https://www.tagesschau.de/wirtschaft/verbraucher/black-friday-erwartungen-100.html">tagesschau.de</a></p>
<p><a class="Base-iconLink-extern" href="https://einzelhandel.de/blackfriday">einzelhandel.de</a></p>
<p><a class="Base-iconLink-extern" href="https://business.adobe.com/resources/holiday-shopping-report.html">business.adobe.com</a></p>
<p><a class="Base-iconLink-extern" href="https://www.pwc.de/de/pressemitteilungen/2025/black-friday-jeder-zehnte-geht-mit-ki-auf-schnaeppchenjagd.html">pwc.de</a></p>
<p><a class="Base-iconLink-extern" href="https://www.provitex.de/blog/black-friday-verliert-an-bedeutung-warum-sie-im-e-commerce-trotzdem-darauf-setzen-sollten">provitex.de</a></p>
<p><a class="Base-iconLink-extern" href="https://www.handelsblatt.com/unternehmen/handel-konsumgueter/black-friday-und-cyber-monday-einzelhaendler-erwarten-erstmals-umsatzrueckgang/100175277.html">handelsblatt.com</a></p>
<p><a class="Base-iconLink-extern" href="https://x-kom.de/news/black-weeks-2025-die-ersten-deals-sind-da">x-kom.de</a></p>
<p><a class="Base-iconLink-extern" href="https://www.bergfreunde.de/black-weekend/">bergfreunde.de</a></p>
<p>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
                        
                            
                                <category>Marketing</category>
                            
                                <category>Online</category>
                            
                                <category>Strategie</category>
                            
                        
                        
                            
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                    </item>
                
                    <item>
                        <guid isPermaLink="false">news-790</guid>
                        <pubDate>Wed, 03 Dec 2025 09:00:00 +0100</pubDate>
                        <title>KI-Update: Zwischen Quantensprung und Qualitätsfrage</title>
                        <link>https://www.new-communication.de/neues/detail/ki-update-zwischen-quantensprung-und-qualitaetsfrage/</link>
                        <description>Künstliche Intelligenz (KI) treibt im Jahr 2025 gegenwärtig bereits fundamentale Veränderungen in Wirtschaft, Gesellschaft und Technik voran. Große Tech-Player liefern sich ein Rennen um Dominanz im neuen KI-Ökosystem, während Generative KI in Bild, Video und Text in rasantem Tempo Massenmarkt-Relevanz erreicht. Parallel dazu formt sich ein regulierender Gesetzesrahmen, der den Einsatz von KI strukturieren soll. Und doch wachsen Erwartungen und Hype schneller, als viele realistische Einschätzungen hinterherkommen. In diesem Update analysiert Berater Patrick Kostorz den Status quo in der KI-Welt und wagt dabei einen Blick auf mögliche Entwicklungen der kommenden Jahre.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Das Duell der großen KI-Plattformen gilt 2025 als eine der wichtigsten Antreiber für Innovation und Marktveränderungen. ChatGPT von OpenAI und Gemini von Google stehen exemplarisch für unterschiedliche Ansätze.</p>
<p>Während ChatGPT für viele Nutzer*innen mit großer Verbreitung und breiter Akzeptanz der Einstiegspunkt in Generative KI bleibt, punktet Gemini mit multimodaler und tiefer Integration in das bereits bestehende Google-Ökosystem mit hoher Verfügbarkeit auf mobilen Endgeräten. Ein Entwicklungsweg, an dessen Anfang OpenAI nach Launch des hauseigenen Browsers ‘‘Atlas‘‘ noch steht. Gleichzeitig fragmentiert sich der Rest des Markts: Neben den Giganten tauchen oft neue Anbieter und spezialisierte Modelle auf. Für den Moment steht aber fest: Mit dem kürzlich erfolgten Launch von Gemini 3 und Nanobanana Pro scheint der Platzhirsch Google die Zügel mit den aktuell leistungsstärksten Tools wieder in den Händen zu halten. Die iPhone-Ingenieur*innen von Apple sind daher berechtigterweise an einem großen Deal für die KI-Integration mit Google Gemini in das iOS-Betriebssystem interessiert.</p>
<p>Für Unternehmen und Entwickler*innen gilt dabei zunehmend: Wer nicht allein auf ein Modell setzt, sondern flexibel zwischen Plattformen und Diensten operiert, bleibt robust und innovationsfähig.</p>
<p>Auf den Punkt: Das Konkurrenzfeld drückt nicht nur auf Performance und Features: Es formt Infrastruktur, Datenschutz, Verfügbarkeit und standardisiert unsere Erwartungen an leistungsstarke KI. Wer früh auf vielfältige Technologien setzt, kann leichter skalieren und ist weniger abhängig von einem einzelnen Anbieter.</p>
<p><img src="https://www.new-communication.de/fileadmin/_processed_/5/2/csm_gemini-vs-chatgpt_nano_small_d46f28be0b.jpg" alt="Logos von Gemini und ChatGPT im Konkurrenzkampf dargestellt mit Blitzen und Einschlägen" width="600" height="600" decoding="async" title="Gemini vs. ChatGPT" loading="lazy"></p>
<p>Der Konkurrenzkampf zwischen Gemini und ChatGPT hat ein neues Level erreicht.<br> (Quelle: Nano Banana Pro)</p>
<h2>Generative KI: Bild, Video, Multimodalität</h2>
<p>Generative KI entwickelt sich rasant. Tools und Modelle für Bilder, Videos und kombinierte Medien werden massentauglich und erreichen damit am Beispiel von Gemini 3 neue Dimensionen. Moderne Systeme arbeiten multimodal&nbsp;– das heißt: Text, Bild, Audio und Video können gleichzeitig verarbeitet und generiert werden.</p>
<p>Dies öffnet neue Einsatzfelder: von Content-Creation über Marketing bis hin zu Design, Film und Simulation. Die gesamte Kreativbranche und alle Medienschaffenden stehen vor der Herausforderung und der Chance, Medienproduktion neu zu definieren. Projekte, die früher weder bezahlbar oder gar umsetzbar waren, sind plötzlich vielleicht leichter zu realisieren. Gleichzeitig steigt der Druck auf Regulierung, Urheberrecht und Qualität: Generierte Realität wird immer realitätsnäher. Inklusive aller Risiken, die damit verbunden sind.</p>
<p>Auf den Punkt: Wer jetzt auf multimodale KI setzt, erlaubt sich selbst nicht nur mehr Effizienz, sondern definiert mit, wie Medien und Inhalte zukünftig aussehen.</p>
<p><img src="https://www.new-communication.de/fileadmin/_processed_/c/b/csm_smile24_referenz_c318c66ce5.jpg" alt="SMILE24 KI-generierter Teddy, der Tatze in Selfie-Position hält" width="768" height="432" decoding="async" title="SMILE24 KI-Teddy aus Werbespot" loading="lazy"></p>
<p class="u-textAlign--center"><img src="https://www.new-communication.de/fileadmin/_processed_/3/f/csm_itzehoer_referenz_41e081d0da.jpg" alt="KI-generiertes Puppenhaus mit Familie, dessen Dach ein grüner Aktenordner ist - rundherum Regen und Dunkelheit" width="768" height="432" decoding="async" title="Itzehoer Versicherungen KI-generiertes Haus" loading="lazy"></p>
<p>Auch unter Einbezug von KI-Tools muss der Design- und Qualitätsanspruch in Marketingprojekten hoch bleiben, was in unseren Kundenprojekten immer höchste Priorität hat.<br> (Quelle: New Communication)</p>
<h3>KI und Social Media</h3>
<p>KI transformiert Social Media aktuell schneller als jede andere Technologie zuvor. Algorithmen kuratieren Inhalte nicht mehr nur, sie erzeugen diese zunehmend selbst in Form von automatisch produzierten Videos, Bildern, Kommentaren oder ganzen Creator-Identitäten. Gleichzeitig verschärft KI die Dynamiken von Reichweite und Aufmerksamkeit: Plattformen priorisieren hyperpersonalisierte Feeds, Echtzeit-Trendanalysen und KI-optimierte Creator, während Deepfakes, synthetische Influencer und Chatbots neue Herausforderungen für Vertrauen und Authentizität schaffen.</p>
<p>Die Plattformen gehen dabei unterschiedliche Wege. Es gibt erste offizielle Ansätze der großen Plattformen, mit Kennzeichnungen („Made with AI“ oder einem „synthetic media label“) und Richtlinien für manipulierte Inhalte gegen sogenannten „AI Slop“ vorzugehen. Das zeigt zwar, dass das Thema erkannt wird, zumindest bei Bildern/Videos. Allerdings ist der Umgang mit generischem KI-Content wie Textmassen, wiederholten Postings oder niedrigschwelligen KI-Produkten weiterhin sehr lückenhaft. Die aktuelle Lage scheint eine Grauzone, denn Teile des AI Slop entziehen sich nach wie vor effektiv der Kontrolle.</p>
<p>Auf den Punkt: Sichtbarkeit hängt für Marken künftig nicht mehr allein vom Content ab, sondern von der Fähigkeit, KI-gestützte Produktionsmechanismen strategisch zu nutzen, ohne dabei die Glaubwürdigkeit zu verlieren oder abgestraft zu werden.</p>
<p><img src="https://www.new-communication.de/fileadmin/_processed_/d/a/csm_ai-slop-variante_1_small_3567c98308.jpg" alt="Zusammenstellung verschiedener Beispiele von AI-Slop (KI-generierter übertrieben dargestellter Situationen)" width="684" height="600" decoding="async" title="AI-Slop Zusammenstellung" loading="lazy"></p>
<p>AI Slop bedeutet frei übersetzt „KI-Schrott“ und beschreibt minderwertige oder unerwünschte KI-Inhalte in sozialen Medien, Kunst, Büchern und Suchergebnissen.<br> (Quelle: Reddit)</p>
<h2>GEO: Revolution der Internetsuche</h2>
<p>Mit der Verlagerung von klassischer Suche hin zu KI-basierten Antwortmodellen entsteht ein neues Spielfeld: GEO, kurz: Generative Engine Optimization.</p>
<p>Statt nur Keywords und Backlinks, optimieren Unternehmen künftig Inhalte auch für KI-Antworten, also dafür, in generierten Ergebnissen überhaupt noch aufzutauchen. KI-Modelle beziehen Informationen zunehmend direkt aus Websites, Unternehmensdatenbanken und strukturierten Inhalten: Entscheidend wird daher, Inhalte maschinenverständlicher, kontextreicher und vertrauenswürdiger aufzubereiten.</p>
<p>Auf den Punkt: GEO ist weniger ein Ersatz für SEO, sondern mehr eine neue Disziplin. Eine Mischung aus technischer Datenaufbereitung, Content-Qualität und Reputationsaufbau. Unternehmen, die hier früh Zeit und Mühe investieren, werden in KI-Antworten sichtbar – wer zögert, verliert Reichweite.</p>
<p>Für mehr Informationen zu diesem Thema gibt es auf unserer <a class="Base-iconLink-extern" href="https://www.new-communication.de/leistung/generative-engine-optimization/">GEO-Leistungsseite</a>.</p>
<h3>Weltweite Markttrends</h3>
<p>Der Markt für KI wächst weiterhin rasant. Laut aktuellen Berichten wurde der europäische KI-Markt 2024 auf etwa 66,4 Mrd. USD (US-KI-Markt 2024 im Vergleich: 146 Mrd USD) geschätzt – das erwartete jährliche Wachstum bis 2030 in Europa liegt bei rund 33 %.</p>
<p>Insbesondere Generative KI erlebt starken Rückhalt: Wachstum, Investitionen und breitere Einführung in Branchen wie Healthcare, Forschung, Finanzen, IT oder Kreativwirtschaft zeigen: KI endet nicht mehr in Spezialabteilungen, sondern dringt in den Alltag von Unternehmen ein.</p>
<p>In Deutschland etwa nutzt mit einem Drittel bereits ein signifikanter Anteil der Unternehmen KI in Geschäftsprozessen: fast doppelt so viele wie noch vor einem Jahr.</p>
<p>Auf den Punkt: Der Markt konsolidiert sich derzeit zunehmend hin zur breiten Adoption. Firmen, die heute strategisch investieren, könnten in 2 bis 3 Jahren deutlich profitieren.</p>
<p><img src="https://www.new-communication.de/fileadmin/user_upload/publikationen/2025/ki_update_quantensprung_und_qualitaetsfrage/germany-artificial-intelligence-market.png" alt="Analyse des Germany Artificial Intelligence Market" width="670" height="350" decoding="async" title="Germany Artificial Intelligence Market" loading="lazy"></p>
<p>Prognose der deutschen KI-Marktentwicklung bis 2030.<br> (Quelle: Grand View Research)</p>
<h3>Hype, Risikofreude und die Gefahr der KI-Blase</h3>
<p>So sehr KI begeistert, birgt sie auch immer Risiken: Überzogene Erwartungen, unrealistische Versprechen und der Druck auf schnelle Rendite können zu Fehlentwicklungen führen. Insbesondere in den Bereichen der Kreativwirtschaft, Medien und Content-Produktion drohen Konflikte um Urheberrechte, Deepfakes und Qualitätsverlust.</p>
<p>Zudem zeigt sich, dass viele Start-ups und Projekte rein auf Wachstum ausgelegt sind, mit wenig Fokus auf Nachhaltigkeit, Monetarisierung oder echtem Mehrwert. So würde der Markt nach Meinung einiger Experten künstlich aufgebläht werden und die Gefahr einer Blasenbildung wie zu Dotcom-Zeiten wäre ein realistisches Risiko.</p>
<p>Auf den Punkt: Zieht man die Markt- und Adoptionstrends heran, ergibt sich ein gemischtes Bild: einerseits echte Trends und starke Wachstumsraten, andererseits großes Unsicherheitspotenzial, besonders bei Regulierung, Monetarisierung und gesellschaftlicher Akzeptanz.</p>
<h3>Regulierung, Governance und der Versuch eines sicheren Rahmens</h3>
<p>Mit dem EU-AI-Act bekam Europa im August 2024 erstmals einen klaren Rahmen für den Umgang mit KI. Dieser brachte einiges in Bewegung: Unternehmen müssen transparenter arbeiten, Risiken besser dokumentieren und generative Inhalte künftig klar kennzeichnen. Das schafft Sicherheit, erhöht aber den organisatorischen Druck. Gleichzeitig geraten Innovationstempo und Regulierung stärker in Konflikt: Während Big Tech immer schneller vorprescht, ringt Europa um Balance zwischen Schutz, Wettbewerbsfähigkeit und Pragmatismus. Entscheidend wird sein, ob Regulierung zum Innovationshemmnis oder Qualitätsvorteil im globalen KI-Wettbewerb wird.</p>
<p>Auf den Punkt: Regulierung wird zum Wettbewerbsfaktor, auch wenn Innovationen nicht im selben Maße ungehindert ablaufen können, wie es bei unregulierter Gesetzeslage der Fall ist. Sicherheit spielt aber gerade für europäische Nutzer*innen eine wichtige Rolle: Wer frühzeitig Compliance und Governance integriert, schafft Vertrauen und kann nachhaltig skalieren.</p>
<h4>Szenarien für die nächsten 2 bis 5 Jahre</h4>
<p>Für die nächsten Jahre zeichnen sich drei mögliche Entwicklungen ab:</p>
<p><strong>1. KI wird zum echten Produktivitätsmotor</strong><br> Multimodal, alltagsnah und tief in Geräte und Workflows integriert wird KI zum universalen, persönlichen Assistenten. Unternehmen automatisieren mehr, Teams arbeiten schneller und neue Geschäftsmodelle entstehen, während die Gesellschaft parallel einen spürbaren Technologieboost erlebt.</p>
<p><strong>2. Konsolidierung des KI-Marktes</strong><br> Der Hype flacht ab, viele Tools verschwinden, und nur robuste, vertrauenswürdige Systeme bleiben. Der Fokus verlagert sich auf Qualität, Sicherheit und echten geschäftlichen wie gesellschaftlichen Nutzen. KI wird auch hier zum Produktivitätsmotor, aber deutlich stärker reguliert.</p>
<p><strong>3. Gefahr ungewünschter Entwicklungsrichtungen</strong><br> Einerseits Überregulierung, bei der Urheberrechtskonflikte und Vertrauensprobleme Innovation bremsen könnten und so den Markt ausdünnen. Andererseits Unterregulierung, die die Gefahr birgt, dass KI-Systeme unkontrolliert wachsen, missbraucht werden oder gesellschaftliche und wirtschaftliche Strukturen destabilisieren, ohne dass wir rechtzeitig eingreifen können.</p>
<p>Auf den Punkt: Möglicherweise wird die Realität eine Mischung aus allen drei Szenarien darstellen – je nachdem, wie verantwortungsvoll, mutig und pragmatisch wir KI in den kommenden Jahren gestalten. Die Verantwortung für den Ausgang liegt auch beim individuellen User</p>
<h2>Fazit</h2>
<p>2025 markiert den mehr oder weniger erwarteten Wendepunkt. KI ist nicht mehr Nische, sondern Teil des technologischen Alltags – sowohl für Unternehmen als auch privat. Die großen Systeme (ChatGPT, Gemini, und andere) liefern die Infrastruktur, generative KI erweitert Horizonte für Content und Medien, und Märkte wachsen dynamisch.</p>
<p>Doch das Rennen ist offen: Zwischen Innovation und Regulierung, aber auch zwischen Hype und Nachhaltigkeit liegt der Weg zu einer reifen KI-Wirtschaft. Ob die Zukunft mit echten Produktivitätsgewinnen, verantwortungsvoller Nutzung und gesellschaftlichem Mehrwert glückt, hängt davon ab, welche Entscheidungen wir heute in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft treffen.</p>
<p>Dabei muss die menschenorientierte Ausrichtung immer oberste Priorität haben: Wie nutzen wir KI als sinnstiftendes Werkzeug und welchen individuellen Mehrwert bietet uns diese Technologie? 2026 könnte für diese zentralen Fragen der Gradmesser werden.</p>
<h2>Quellen</h2>
<p><a class="Base-iconLink-extern" href="https://blog.google/intl/de-de/unternehmen/technologie/gemini-3-0-launch/">blog.google</a></p>
<p><a class="Base-iconLink-extern" href="https://techcrunch.com/2025/11/05/apple-nears-deal-to-pay-google-1b-annually-to-power-new-siri-report-says/">techcrunch.com</a></p>
<p><a class="Base-iconLink-extern" href="https://www.absatzwirtschaft.de/geo-statt-seo-wie-ki-zur-suchmaschine-wird-270220/">absatzwirtschaft.de</a></p>
<p><a class="Base-iconLink-extern" href="https://www.sr.de/sr/home/nachrichten/panorama/ki_generierte_videos_social_media_100.html">sr.de</a></p>
<p><a class="Base-iconLink-extern" href="https://www.deutschlandfunknova.de/beitrag/ai-slop-plattformen-schraenken-flut-von-ki-content-unterschiedlich-ein">deutschlandfunknova.de</a></p>
<p><a class="Base-iconLink-extern" href="https://techcrunch.com/2025/11/10/a-better-way-of-thinking-about-the-ai-bubble/">techcrunch.com</a></p>
<p><a class="Base-iconLink-extern" href="https://www.data-unplugged.de/blog/ki-markt-2025-im-uberblick-welche-ki-gibt-es-und-wer-pragt-welchen-bereich">data-unplugged.de</a></p>
<p><a class="Base-iconLink-extern" href="https://www.grandviewresearch.com/industry-analysis/europe-artificial-intelligence-market-report">grandviewresearch.com</a></p>
<p><a class="Base-iconLink-extern" href="https://www.manager-magazin.de/unternehmen/tech/kuenstliche-intelligenz-eu-plant-sechs-neue-gigafactories-fuer-ki-a-97d6cb66-993c-4001-b15d-f7667a5eaee0">manager-magazin.de</a></p>
<p><a class="Base-iconLink-extern" href="https://www.zeit.de/news/2025-11/26/ki-nutzung-in-deutschland-steigt-deutlich-an">zeit.de</a></p>
<p><a class="Base-iconLink-extern" href="https://www.reuters.com/technology/bosch-ceo-warns-europe-against-regulating-itself-death-ai-2025-06-25/">reuters.com</a></p>]]></content:encoded>
                        
                            
                                <category>Innovationen &amp; Trends</category>
                            
                        
                        
                            
                            <enclosure url="https://www.new-communication.de/fileadmin/user_upload/publikationen/2025/ki_update_quantensprung_und_qualitaetsfrage/hero_pako_a_v01.jpg" length="191490" type="image/jpeg"/>
                        
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                    <item>
                        <guid isPermaLink="false">news-788</guid>
                        <pubDate>Wed, 26 Nov 2025 09:00:00 +0100</pubDate>
                        <title>Designtrends 2026</title>
                        <link>https://www.new-communication.de/neues/detail/designtrends-2026/</link>
                        <description>Schriftenmix, Glas-Optik, Vergrauung, Punkte und Bento-Boxen – teils Wiederentdeckung, teils Weiterentwicklung früherer Designs. Anderes wirkt dagegen eher wie ein trotziger Gegentrend. Verspieltheit und Strenge, Spaß und Nutzen: Die Designtrends für 2026 zeigen selbstbewusst in ganz unterschiedliche Richtungen. Unsere Kreativdirektoren Lutz Lungershausen, Christian Klose und Patrick Wilkens weisen euch den Weg.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<h2><strong>Fremde Zeichen im homogenen Schriftbild:<br> When Schnörkel meets Serife</strong></h2>
<p>Dieser Trend bringt auf kunstvolle Weise Eigenständigkeit in Headlines. In ein einheitliches Schriftbild werden gezielt fremde Buchstaben eingebaut – besonders wirkungsvoll, wenn klassische Schriften mit Elementen aus der Schreibschrift kombiniert werden.</p>
<p>Ein Beispiel dafür liefert die aktuelle Employer-Branding-Kampagne der Hamburger Hochbahn. Dort stehen handgeschriebene Buchstaben für die Individualität der gesuchten Mitarbeiter*innen – und heben sich markant von der ansonsten sachlich-nüchternen CI-Schrift ab.</p>
<p><img src="https://www.new-communication.de/fileadmin/user_upload/publikationen/2025/trendspot_designtrends_2026/ts26-designtrend-typo.jpg" alt="Beispielhafte Typografie-Designtrends: Schnörkel gemischt mit Serifen" width="768" height="380" decoding="async" title="Designtrend 2026 Typografie" loading="lazy"></p>
<p class="u-textAlign--center">Klassische Schrift kombiniert mit Elementen der Schreibschrift.</p>
<h3>Gestalten mit Maschinen:<br> KI und der neue Look der Kreativität</h3>
<p>Noch nie war es so einfach, Bilder und Videos zu erschaffen. Spätestens seit ChatGPT auch Bilder generieren kann, reicht schon ein einfacher Prompt, um erste, einigermaßen überzeugende Ergebnisse zu bekommen. Die berüchtigten KI-Wurstfinger aus den Anfangszeiten von GenAI, in denen die Darstellung menschlicher Hände noch ein ziemliches Problem war, gehören weitestgehend der Vergangenheit an.</p>
<p>Wir sind mittendrin in der schönen neuen Welt der KI. Und die stellt natürlich auch die Arbeitswelt von Grafiker*innen, Fotograf*innen und Filmschaffenden ordentlich auf den Kopf.</p>
<p>Wie die Designarbeit mit KI aussehen kann, zeigt Nike. Mit dem Projekt A.I.R. (Athlete Imagined Revolution) stellt das Unternehmen eine neue Art der Gestaltung vor: 13 Top-Athlet*innen haben gemeinsam mit Designer*innen und künstlicher Intelligenz persönliche, emotionale Air-Schuhprototypen entwickelt. Entstanden sind die visionären Modelle im „LeBron James Innovation Building“ – eine Fusion aus Technologie, Kreativität und Handwerk, die einen Vorgeschmack darauf gibt, wohin sich die Air-Innovation in Zukunft bewegen könnte.</p>
<p><img src="https://www.new-communication.de/fileadmin/user_upload/publikationen/2025/trendspot_designtrends_2026/ts26-designtrend-ki.jpg" alt="KI-generierte Sportschuhe von Nike" width="768" height="380" decoding="async" title="Designtrend KI-generierte Schuhe" loading="lazy"></p>
<p class="u-textAlign--center">So läuft es sich in der Zukunft: KI-generierte Schuhe aus dem Hause Nike.</p>
<p class="u-textAlign--center">(© Nike, Inc.)</p>
<h3>Punktsieg dank Raster Revival</h3>
<p>Als prägendes Stilelement der Pop-Art waren Punktraster schon mal Ende der 1960er Jahre äußerst beliebt. Dann erlebten sie in Schwarz-Weiß in den 1980er Jahren ein Revival. Und jetzt sind sie wieder da: einfarbige Punktraster als Füllung für Flächen. Die Besonderheit der 2026er Punkte: Sie sind oft in den Primärfarben Cyan, Magenta oder Gelb gehalten und verleihen ansonsten langweiligen Flächen etwas Lebendigkeit und eigenen Charakter, ohne zu stark von der Gesamtgestaltung abzulenken.</p>
<p><img src="https://www.new-communication.de/fileadmin/user_upload/publikationen/2025/trendspot_designtrends_2026/ts26-designtrend-punkte.jpg" alt="Punktraster als Pop-Art Stilelement in den Farben blau, pink und gelb" width="768" height="300" decoding="async" title="Designtrend 2026 Punkte" loading="lazy"></p>
<p class="u-textAlign--center">Einfarbige Punktraster als Füllung für Flächen.</p>
<h3>Goodbye Millennial Grey?</h3>
<p>Unser Alltag wird immer grauer. Das ist das eher beiläufige Ergebnis einer Studie der britischen Science Museum Group Collection, die mehr als 7000 aktuelle und historische Alltags-Objekte ihrer verschiedenen Sammlungen miteinander verglich. Dabei drängte sich den Historiker*innen eine Beobachtung besonders auf: Während zwischen 1800 und 1900 warme bis leuchtende Rot-, Gelb- und Orange-Töne dominierten, sind wir insbesondere seit der letzten Jahrtausendwende hauptsächlich von Schwarz- und Grautönen sowie gedämpften Farben umgeben. Mit welcher Corporate Color gelingt ihrem Unternehmen die Flucht aus dem grauen Einheitsbrei?</p>
<p><img src="https://www.new-communication.de/fileadmin/user_upload/publikationen/2025/trendspot_designtrends_2026/ts26-designtrend-millenial-grey.jpg" alt="Grafische Analyse: deutliche Farbverschiebung hin zu mehr Grautönen" width="768" height="340" decoding="async" title="Designtrend 2026 Millennial Grey" loading="lazy"></p>
<p class="u-textAlign--center">Die Analyse des britischen Science Museums zeigt eine deutliche Farbverschiebung hin zu mehr Grautönen.</p>
<h3>Wie in der guten alten Zeit: Early Cartoon Look</h3>
<p>Als Cartoons laufen lernten, waren die Figuren schwarz-weiß, hatten Knopfaugen und schlauchartige Gliedmaßen. Dieser reduzierte Illustrationsstil erfreut sich derzeit wieder wachsender Beliebtheit – knapp 100 Jahre nachdem Steamboat Willie (so hieß Mickey Mouse 1928 noch) die Leinwand eroberte. Sicher hat auch das im gleichen Stil und außergewöhnlich fantasievoll gestaltete Computerspiel „Cuphead“ von 2017 den Weg für diesen Retro-Erfolg geebnet. Künftig erwarten wir wieder mehr Figuren mit Schlaucharmen und -beinen.</p>
<p><img src="https://www.new-communication.de/fileadmin/user_upload/publikationen/2025/trendspot_designtrends_2026/ts26-designtrend-early-cartoon.jpg" alt="&quot;The Dudes&quot; (europäische Bekleidungs- und Lifestylemarke setzt auf Earl Cartoon Look. Zwei Tassen mit Händen und Füßen - ähnlich wie Mickey Mouse." width="768" height="356" decoding="async" title="Designtrend 2026 Early Cartoon" loading="lazy"></p>
<p class="u-textAlign--center">Die europäische Bekleidungs- und Lifestylemarke "The Dudes" setzt schon lange auf den Early Cartoon Look. Das Computerspiel "Cuphead" war sicher ein Auslöser für die neue Verbreitung des Looks und des Animationsstils.</p>
<p class="u-textAlign--center">(© StudioMDHR Entertainment)</p>
<h3>Typografie als Bildobjekt</h3>
<p>Marken finden häufig in Form von Produkten und stimmungsvermittelnden Visuals statt. Dabei kann auch Text zum visuellen Fixpunkt eines Motivs werden. Ein gängiger Weg hierfür ist es, Wortmarken, Buchstaben, Worte oder kurze Sätze aus bildhaften Objekten der Markenwelt zu konstruieren. Aussagen gewinnen deutlich an Kraft, wenn Wort und Bild eine Symbiose eingehen. Was in der Vergangenheit aufwendigen Modellbau oder entsprechende 3D-Renderings erforderte, gelingt jetzt z.&nbsp;B. mit der generativen KI von Adobe Firefly ganz einfach: Schrift aus Schaum für ein Shampoo, Umweltschutz-Botschaft aus Müll, oder das Marmeladen-Logo auf dem Brötchen.</p>
<p><img src="https://www.new-communication.de/fileadmin/user_upload/publikationen/2025/trendspot_designtrends_2026/ts26-designtrend-typografie-objekt.jpg" alt="verschiedene Grafiken, in denen die Schrift zum Teil des Bildes wird (&quot;I love Churros&quot; aus Churros geformt)" width="768" height="300" decoding="async" title="Designtrend 2026 Typografie als Bildobjekt" loading="lazy"></p>
<p class="u-textAlign--center">Mit generativer KI wird Schrift selbst zum Bildobjekt. Von Churros-Buchstaben bis Cornflakes-Wörtern - Wort und Bild verschmelzen zu einer starken Markenbotschaft.</p>
<p class="u-textAlign--center">(© instagram.com/jadkassis)</p>
<h3>Gute Aussichten für Liquid Glass</h3>
<p>Skeuomorphismus, Flat Design und jetzt Glassmorphismus – alle paar Jahre vollziehen die großen Player Paradigmenwechsel im User Interface Design (UID). Nachdem sehr lange auf das Minimum reduzierte Flat-Design-Nutzeroberflächen die Szene dominierten, bringt Apple mit seiner neuen UI-Designsprache „Liquid Glass“ im Herbst den Stein wieder ordentlich ins Rollen. Schwebende transparente Flächen mit durchscheinenden Hintergründen, Icons, die wie in Glas geätzt wirken – leicht, fragil, überlagernd. Und Barrierefreiheit komplett ignorierend. Denn die Wahrnehmbarkeit einzelner Elemente leidet dabei extrem. Dennoch erwarten wir, dass sich dieser Designtrend in bestimmten Bereichen auch auf andere Medien ausbreiten wird.</p>
<p><img src="https://www.new-communication.de/fileadmin/user_upload/publikationen/2025/trendspot_designtrends_2026/ts26-designtrend-liquid-glass.jpg" alt="verschiedene Beispiele des iOS Homescreens mit neuer Liquid Glass-Optik von Apple" width="768" height="300" decoding="async" title="Designtrend 2026 Liquid Glass" loading="lazy"></p>
<p class="u-textAlign--center">Apple setzt mit "Liquid Glass" auf schwebende, glasartige UI-Elemente.</p>
<p class="u-textAlign--center">(© Apple Inc.)</p>
<h3>Utilitarian Design: Alles an seinem Platz</h3>
<p>Kennt ihr Bento-Boxen? Diese streng organisierten Essens-Tabletts, in denen kleine Happen strikt voneinander getrennt und portioniert dargereicht werden? So und ähnlich ist Utilitaristisches Design: ausschließlich auf Nutzen und an funktionalen Gesichtspunkten orientierte Gestaltung. Jede Informationsportion sauber für sich inszeniert und kredenzt, zusammengehalten von einem strengen Raster und den Dimensionen der Print- oder Browser-Seite. Darum herum lediglich neutrale Designelemente, wie der funktionale Kunststoff der Bento-Box. Gewöhnungsbedürftig, aber mit dem Vorteil, dass auch sehr unterschiedliche Designs nebeneinander bestehen können.</p>
<p><img src="https://www.new-communication.de/fileadmin/user_upload/publikationen/2025/trendspot_designtrends_2026/ts26-designtrend-bento.jpg" alt="Klare Raster, klare Regeln. Versch. Designbeispiele von Bentoboxen" width="768" height="300" decoding="async" title="Designtrends 2026 Bentoboxen" loading="lazy"></p>
<p class="u-textAlign--center">Klare Raster, klare Regeln - Design nach dem Bento-Prinzip.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p>Dieser Artikel ist Teil unseres <a class="Base-iconLink-extern" href="https://www.new-communication.de/trendspot/trendspot-2026/">Trendspot 2026</a>.&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
                        
                            
                                <category>Design</category>
                            
                                <category>Innovationen &amp; Trends</category>
                            
                                <category>Marketing</category>
                            
                                <category>Online</category>
                            
                                <category>Print</category>
                            
                                <category>Strategie</category>
                            
                                <category>Text</category>
                            
                        
                        
                            
                            <enclosure url="https://www.new-communication.de/fileadmin/user_upload/publikationen/2025/trendspot_designtrends_2026/hero-designtrends.jpg" length="130167" type="image/jpeg"/>
                        
                    </item>
                
                    <item>
                        <guid isPermaLink="false">news-787</guid>
                        <pubDate>Wed, 19 Nov 2025 09:00:00 +0100</pubDate>
                        <title>Vibe Vision: Die Zukunft der Markenführung</title>
                        <link>https://www.new-communication.de/neues/detail/vibe-vision-die-zukunft-der-markenfuehrung/</link>
                        <description>30 Jahre Internet, der Siegeszug von Smartphones, Streaming und Social Media, eine weltweite Pandemie und unzählige politische, ökologische und auch soziale Krisen haben eine neue Realität geschaffen. Genauer: Sie haben neue, multiple Realitäten geschaffen. Und Marken müssen sich leichtfüßig zwischen diesen Welten hin und her bewegen. Ein Weg: Vibe Marketing. Was es damit auf sich hat, erklären Mandy Stegmann und Alexander Streif.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<h2>Das Ende des Mainstreams</h2>
<p>Die Zeiten der einen großen, gesamtgesellschaftlichen Lebens-, Medien- und Meinungsrealität sind vorbei. Sicher, das Publikum war immer einigermaßen divers, aber zumeist hat es immerhin in dieselbe Richtung gesehen.</p>
<p>Der Bedeutungsverlust klassisch-linearer Lagerfeuermedien und die vielfachen Unterhaltungs- und Informationsangebote der Digitalisierung führen zu einer fortlaufenden Fragmentierung von Lebensrealitäten, Aufmerksamkeitsspektren sowie Kultur- und Meinungsbildern. Mitunter so weit auseinander und polarisiert, dass sich regelrechte Antagonismen herausbilden.</p>
<p>Was das für Marken bedeutet? Zwischen den Fronten kann der Wind ziemlich rau werden. Jedem Posting wohnt bereits der Keim eines Shitstorms inne. Kurzatmige Trends und Gegentrends jagen einander, ohne dabei wirkliche Orientierung zu liefern.</p>
<p>Marken bewegen sich 2026 zwischen Polarisierung und Balance. Während einige Unternehmen radikal in neue Technologien und Sinnorientierung investieren, setzen andere bewusst auf das Gegenteil – Klarheit, Reduktion oder echte Erlebnisse.</p>
<p>Was erfolgreiche Markenführung 2026 ausmacht? Instinkt, kulturelles Gespür und qualitative Einsichten, wo Technologie an menschliche Grenzen stößt.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img src="https://www.new-communication.de/fileadmin/user_upload/publikationen/2025/trendspot_vibe_vision/istock-1721104306-content.jpg" alt="Schreiende Menschen auf Demonstration" width="768" height="513" decoding="async" title="Schreiende Menschen auf Demonstration" loading="lazy"></p>
<p class="u-textAlign--center">Der Ton wird immer schärfer. Auf der Straße, in den Socials&nbsp;– selbst vor Werbeplakaten oder Supermarktregalen.</p>
<p class="u-textAlign--center">(©istockphoto.com/FG Trade)</p>
<h3>Zwischen Hyperpersonalisierung und Digital Detox</h3>
<p>Die Ambivalenz des Marketing-Jahres 2026 durchzieht alles. Einerseits entfalten KI und Datenanalyse ihre volle Wucht: Hyperpersonalisierung wird zur Leitwährung. Algorithmen durchleuchten Kaufhistorien, Browser-Spuren, sogar Stimmungslagen und erzeugen so in Echtzeit maßgeschneiderte Erlebnisse, die mehrere Sinne zugleich ansprechen. Markenräume werden simuliert, Düfte und Lichtwelten auf individuelle Profile abgestimmt, Spotifys KI-DJs sprechen Konsument*innen mit Namen an – und stimmen Songs auf Puls und Tageszeit ab. Die Verheißung: totale Resonanz, eine maßgeschneiderte Parallelwelt für jede*n Einzelne*n.</p>
<p>Doch wo alles individuell kuratiert wird, wächst die Sehnsucht nach dem Allgemeinen. Wenn jede*r<em> </em>Konsument*in in ihrer eigenen, maßgeschneiderten Resonanzblase lebt, wird das Gemeinsame zum neuen Luxusgut. Mit der Flut an synthetischen Inhalten steigt auch die Skepsis: Was ist echt, was ist generiert? Premiumzielgruppen wenden sich bewusst einfachen, greifbaren Dingen zu: Haptik, Handmade, Unperfektem. So setzen einige Retailer direkt auf Stille, klare Regale, echte Menschen. Anti-Branding wie bei Muji, die Langsamkeit von Aesop oder die Reduktion bei Patagonia gewinnen neue Strahlkraft: Nicht das Mehr zählt, sondern das Weniger, das Authentische.</p>
<h3>Zwischen Remote Freedom und Live Events</h3>
<p>Es ist flexibel, bequem und in vielen Fällen auch ein massiver Effizienzgewinn: Immer mehr Unternehmen setzen auf durchdigitalisierte und automatisierte Sales-Kaskaden, Videokonferenzen statt persönlicher Meetings, Webinare statt Präsenz-Workshops und einen durchweg digitalen Kommunikationsfunnel. Aus Cold Calls und Handelsreisen sind an vielen Stellen Zoom-Calls und LinkedIn-Postings geworden. Und auch KI wird hier keine unerhebliche Helferin. Außerdem: Nicht nur für Arbeitnehmer*innen ist Remote-Arbeit ein nettes Asset, auch im B2B-Bereich gewinnt der Ansatz digitaler&nbsp;Ortsunabhängigkeit laut McKinsey nicht nur Akzeptanz, sondern wird zum Wachstumsmotor.</p>
<p>Die Kehrseite? Wo analoge Präsenz fehlt, fehlen auch persönliche Begegnungen. Spürbar. Und während die einen, ihren Weg aus der analogen in die digitale Welt suchen, gibt es andere primär digitale Player, die den umgekehrten Kurs einschlagen. Online-Shopping-Riese Zalando setzt plötzlich auf physische Fashionshows, die Gamescom verzeichnet als Gaming-Messe Rekordbesucher*innen-Zahlen und auch Streaminganbieter Netflix ist vor Ort, um neue Shows zu promoten. Und auch die Live-Events und Fantreffen der Streaming- und Creator-Prominenz von Twitch und TikTok ziehen Tausende hinaus aus den eigenen vier Wänden.</p>
<p>Trotz (oder gerade wegen) der Digitaldominanz und der Flut an generischen Inhalten erleben Messen, Roadshows und Community-Events ein Comeback. Als Orte der Echtheit. Laut einer aktuellen Befragung der Deutschen Messewirtschaft (AUMA) halten 99,5 % der Unternehmen an Präsenzmessen fest; 81 % sehen keinen vollwertigen Ersatz durch virtuelle Formate. Der Messeanteil am Marketingbudget bleibt hoch und weitgehend stabil. Das Signal ist eindeutig: Live schafft Beweis, Tiefe und Zugehörigkeit.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img src="https://www.new-communication.de/fileadmin/user_upload/publikationen/2025/trendspot_vibe_vision/istock-1663271594-content.jpg" alt="Verkleidete Frau auf Messe mit Smartphone in der Hand" width="768" height="576" decoding="async" title="Verkleidete Frau auf Messe mit Smartphone in der Hand" loading="lazy"></p>
<p class="u-textAlign--center">Live-Events boomen. Ob Buchmesse, Gamescom oder Creator*innen-Treffen&nbsp;– Veranstaltungen mobilisieren Millionen.</p>
<p class="u-textAlign--center">(©istockphoto.com/webclipmaker)</p>
<h3>Purpose und Politik: Zwischen Pathos, Provokation und Pragmatismus</h3>
<p>Seit Mitte der 2010er-Jahre boomte „Purpose“ als Zauberformel der Unternehmenskommunikation. Marken überboten sich mit großen Mission-Statements und Bekenntnissen zu Nachhaltigkeit, Diversität und Inklusion. Und nicht ohne Grund: Laut Edelman Trust Barometer 2024 erwarten 63 % der Konsument*innen, dass Unternehmen gesellschaftliches Engagement zeigen. Wer Haltung zeigte, signalisierte Verantwortung, besonders gegenüber Gen Z und Alpha. Doch das Pathos hatte seinen Preis. Überhöhte Versprechen und eklatante Widersprüche – vom „Think Blue“-Narrativ bei Volkswagen während des Dieselskandals bis zum Purpose-, Green- und Pride-Washing ganzer Branchen – haben den Glauben an den moralischen Überbau der Marken erschüttert. Zurecht.</p>
<p>Darauf reagieren zwei Strömungen. Die eine: Post-Purpose-Pragmatismus. Hier geht es weniger um große Visionen, die die Welt retten sollen, sondern um kleine, überprüfbare Maßnahmen. Recycling statt Rettung, lokale Lieferketten statt Overpromise auf globaler Ebene, CO₂-Kompensation einzelner Produkte statt schein-grüner Gesamtkulisse. Konsument*innen, die des Purpose-Washings überdrüssig sind, entscheiden nüchterner: Preis, Funktion, Verfügbarkeit. IKEA zeigt, wie das aussehen kann – mit Rückkauf-Programmen für gebrauchte Möbel, Reparaturservices und Kreislaufwirtschafts-Initiativen. Keine große Rhetorik, sondern konkrete Services, die spürbar sind.</p>
<p>Eine wachsende Rolle spielt daneben auch die Politisierung von Werbung und Unternehmen. Marken geraten zunehmend zwischen die Fronten kulturkämpferischer Auseinandersetzungen – in den USA befeuert vom Trump-Umfeld, in Deutschland von rechtskonservativen Strömungen.</p>
<p>Das US-Unternehmen Cracker Barrel musste kürzlich nach dem Versuch, sein traditionsgeladenes Logo zu modernisieren, erleben, wie konservative Kund*innen dies als „zu woke“ attackierten; der Aktienkurs stürzte ab, Millionen an Marktwert gingen verloren und man ruderte beim Rebranding schließlich zurück. In Deutschland sorgte der Käsehersteller Milram jüngst mit einem neuen Verpackungsdesign für Aufregung. Stein des Anstoßes: Bunte Illustrationen, die Vielfalt und Zusammenleben zeigten – von unterschiedlichen Altersgruppen bis hin zu einer Frau im Bikini neben einer Frau mit Kopftuch. Was als sommerliches Gemeinschaftsbild gedacht war, wurde von rechten Kreisen als „wokes Statement“ attackiert und löste einen Shitstorm aus. Beide Fälle zeigen, wie Marken unfreiwillig zu Projektionsflächen politischer Lager werden – und wie selbst Gestaltungsentscheidungen zu kulturpolitischen Bekenntnissen stilisiert werden können. Wer Haltung zeigt, kann auch Kund*innen verlieren. Aber Neutralität wirkt zunehmend unglaubwürdig, unauthentisch oder schlimmstenfalls – irrelevant.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img src="https://www.new-communication.de/fileadmin/user_upload/publikationen/2025/trendspot_vibe_vision/cracker-barrel.jpg" alt="CrackerBarrel Logo alt und neu im Vergleich" width="768" height="440" decoding="async" title="CrackerBarrel Logo alt und neu" loading="lazy"></p>
<p class="u-textAlign--center">Politik frisst Design. Das neue Cracker-Barrel-Logo verzichtete auf die Illustration in vermeintlicher "Südstaaten-Ästhetik". Die MAGA-Bewegung inkl. US-Präsident ging auf die Barrikaden. Eine Woche später war die Illustration zurück.</p>
<p class="u-textAlign--center">(©Cracker Barrel)</p>
<p class="u-textAlign--center">&nbsp;</p>
<p class="u-textAlign--center"><img src="https://www.new-communication.de/fileadmin/user_upload/publikationen/2025/trendspot_vibe_vision/ts26-milram.jpg" alt="versch. Milram Design-Editionen" width="768" height="341" decoding="async" title="Milram Design-Edition" loading="lazy"></p>
<p class="u-textAlign--center">Für die einen: frisches und zeitloses Design. Für andere: ein Politikum an der Käsetheke.</p>
<p class="u-textAlign--center">(©Milram)</p>
<h3>Zwischen Co-Creation und Exklusivität</h3>
<p>User Generated Content und kein Ende in Sicht. Auch 2026 werden viele Marken gezielt auf Partizipation, authentische Markenbotschafter*innen in den Socials und Co-Creation, also aktive Markenmitgestaltung, setzen. Diese Konsument<em>*</em>innen sind dann nicht mehr nur Publikum, sie werden zu Akteuren und bestenfalls zu glühenden Verfechtern, zum „Tribe“ der Marken. Markenkommunikation wird auf TikTok und Co. notwendigerweise zum Common Good.</p>
<p>Doch auch die vermeintliche Demokratisierung der Markenführung hat ihre Gegenbewegung. Besonders im Luxussegment. Denn für Premium-Marken birgt der Kontrollverlust beim eigenen Narrativ ein immenses Risiko für die Exklusivität der eigenen Brand. Botschaften, Markencharakter und Kommunikationsziele verwässern. Zugespitzt: Masse entwertet. Und so schlagen einige Marken bewusst den umgekehrten Weg ein. In einem Rolex-Store kauft man keine Uhren, man lässt sich auf Wartelisten setzen. Exklusivität, Rarität und strenge Kuratierung erzeugen sozialen und emotionalen Wert – gerade bei Zielgruppen, die „Quiet Luxury“ oder limitierte Editionen bevorzugen. Hier geht es um geschlossene Erlebniswelten, Invite-only-Clubs und die bewusste Abgrenzung von dem, was alle haben und gestalten können.</p>
<h3>Zwischen Agilität und Stabilität</h3>
<p>Everything, everywhere, all at once. 2026 leben Marken in Echtzeit. Eine politische Entgleisung hier, ein Meme oder TikTok-Trend da, und dann verlobt sich plötzlich ein Popstar – jede Woche, jeden Tag gibt es unzählige neue Impulse, die medial aufbereitet werden wollen. Marken müssen schnell reagieren, Inhalte rasch anpassen und Kampagnen in Stunden statt Wochen produzieren, um relevant zu bleiben.</p>
<p>Im neuen Jahr nehmen das Tempo und die Taktzahl der Micro-Trends noch einmal zu. KI ist hier ein nützlicher Helfer, der auch kleinen Playern schnell und günstiger saubere Produktionen erlaubt. Der Cocktail aus TikTok und GenAI lässt den Strudel aus vermeintlich positionierungswürdigen Events jedoch zuweilen ins Unermessliche beschleunigen.</p>
<p>Experten prognostizieren, dass bis 2026 bereits rund 90 % des Web-Contents KI-generiert sein werden. Ein Phänomen, das als AI Slop bezeichnet wird, also massenhaft produzierte, oft niedrig qualitativ generierte KI-Inhalte, die überwiegend auf Reichweite statt Originalität abzielen. Dieser Boom birgt Risiken: Wenn KI zunehmend von KI lernt, droht ein „Modell-Kollaps“, der Originalität und Qualität schmälert, während gleichzeitig Markenintegrität und Nutzervertrauen durch manipulative oder minderwertige Inhalte unter Druck geraten.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><img src="https://www.new-communication.de/fileadmin/user_upload/publikationen/2025/trendspot_vibe_vision/ts26-taylor-swift.jpg" alt="versch. Bilder von Taylor Swifts Verlobung" width="768" height="188" decoding="async" title="Royal Wedding USA" loading="lazy"></p>
<p class="u-textAlign--center">Royal Wedding USA: Die Verlobung von US-Sängerin Taylor Swift mit Football-Star Travis Kelce schlug nicht nur große mediale Wellen, sondern hatte auch tausende Memes, Referenzen und Glückwünsche von Marken aus sämtlichen Branchen zur Folge.&nbsp;</p>
<p class="u-textAlign--center">&nbsp;</p>
<p>Parallel dazu: Stabilität, Beständigkeit und Entschleunigung werden als Differenzierungsmerkmal neu geschätzt. Slow Branding fordert, nicht jedem Windhauch nachzugeben, sondern Konsistenz in Markenführung, Design und Stimme zu wahren. So werden Halt und Wiedererkennbarkeit geschaffen, die in unsteten, unsicheren Zeiten durchaus ihren Wert haben.</p>
<p><img src="https://www.new-communication.de/fileadmin/user_upload/publikationen/2025/trendspot_vibe_vision/boehme-fruchtkaramell.jpg" alt="Böhme Fruchtkaramellen: Klassische Kau-Bonbons" width="768" height="555" decoding="async" title="Böhme Fruchtkaramellen" loading="lazy"></p>
<p class="u-textAlign--center">Böhme Fruchtkaramellen: Jede*r kennt sie, auch wenn nicht alle beim Namen. Ein Grund: Das Design ist und bleibt unverändert.</p>
<p class="u-textAlign--center">(©Böhme Fruchtkaramellen)</p>
<h2>Im Vibe liegt die Wahrheit</h2>
<p>Der Mainstream ist vielleicht größtenteils versiegt. Allerdings entspringt genau dort ein ganzes Delta an unterschiedlichen, verzweigten Strömungen. Willkommen in der Ära des Vibe-Marketings. Für Marken heißt das: „Mood over Message“. Nicht mehr Botschaften, Designs oder Funktionen stehen im Vordergrund, sondern die Fähigkeit, eine Stimmung, ein wiedererkennbares Gefühl zu erzeugen. Das Ziel: Stimmungsräume und Identitätsangebote, die Zugehörigkeit stiften und dabei bewusst verletzlicher, unglatter, authentischer konzipiert werden. Vibe ist die konsistente atmosphärische Signatur einer Marke, eine Kombination aus Werten, Storytelling und Look and Feel. Der Vibe einer Marke wirkt überwiegend nonverbal, schafft in fragmentierten, nonlinearen Medienwelten Verbindung und Orientierung und dient als eine Art Stimmungsanker in einer Zeit der Komplexität. Anstelle linearer Geschichten treten „vibe-basierte Erzählungen“, deren Qualität sich daran misst, wie sie sich anfühlen. Statt nur auf einer Linie zwischen vermeintlichen Fronten, bewegen sich Marken so auf einem ganzen Spektrum mit den entsprechenden Schnittmengen.</p>
<p>Kurzum: Im Vibe-Marketing stellt sich nicht mehr die Frage, was die Marke eigentlich sagen will, sondern vielmehr, was bei den Menschen ankommen soll. Wer hier Stimmung schafft und einen Weg in Köpfe und Herzen findet, stiftet nachhaltig Zugehörigkeit.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p class="u-textAlign--center"><img src="https://www.new-communication.de/fileadmin/user_upload/publikationen/2025/trendspot_vibe_vision/ts26-hornbach.jpg" alt="Hornbach-Kampagnen-Headlines: Kein Projekt ohne Drama" width="768" height="253" decoding="async" title="Hornbach-Kampagne" loading="lazy"></p>
<p class="u-textAlign--center">Ehrliche, unglatte Heimwerker-Realität statt Heldengeschichten</p>
<p class="u-textAlign--center">(©Hornbach)</p>
<p>Dieser Artikel ist Teil unseres <a class="Base-iconLink-extern" href="https://www.new-communication.de/trendspot/trendspot-2026/">Trendspot 2026</a>.&nbsp;</p>
<h2>Quellen</h2>
<p><strong>Publikationen:</strong></p>
<p>PAGE, “Vibe versus Trend” (2025)</p>
<p>Bitkom, “Digitales Marketing in Deutschland 2025” (2025)</p>
<p>Edelman Trust Institute, “Edelman Trust Barometer 2024” (2024)</p>
<p><strong>Online:</strong></p>
<p><a class="Base-iconLink-extern" href="https://www.mckinsey.de/capabilities/growth-marketing-and-sales/our-insights/how-generative-ai-can-boost-consumer-marketing">mckinsey.de</a></p>
<p><a class="Base-iconLink-extern" href="https://www.deloittedigital.com/nl/en/insights/perspective/marketing-trends-2025.html">deloittedigital.com</a></p>
<p><a class="Base-iconLink-extern" href="https://www.wiwo.de/unternehmen/handel/milram-kaese-weshalb-die-verpackungen-einen-shitstorm-ausgeloest-haben/100149250.html">wiwo.de</a></p>
<p><a class="Base-iconLink-extern" href="https://www.wuv.de/Themen/Marke/Wieso-Duolingo-sein-Maskottchen-sterben-und-auferstehen-liess">wuv.de</a></p>
<p><a class="Base-iconLink-extern" href="https://www.hornbach.at/aktuelles/kein-projekt-ohne-drama/">hornbach.at</a></p>
<p><a class="Base-iconLink-extern" href="https://www.mckinsey.com/capabilities/growth-marketing-and-sales/our-insights/five-fundamental-truths-how-b2b-winners-keep-growing">mckinsey.com</a></p>
<p><a class="Base-iconLink-extern" href="https://de.ra.co/events/2209158">de.ra.co</a></p>
<p><a class="Base-iconLink-extern" href="https://www.auma.de/fileadmin/publikationen/auma_publikation_aussteller_ausblick_2024_2025.pdf">auma.de</a></p>
<p>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
                        
                            
                                <category>Content-Marketing</category>
                            
                                <category>Innovationen &amp; Trends</category>
                            
                                <category>Marketing</category>
                            
                                <category>Online</category>
                            
                                <category>Social Media</category>
                            
                                <category>Strategie</category>
                            
                                <category>Text</category>
                            
                        
                        
                            
                            <enclosure url="https://www.new-communication.de/fileadmin/user_upload/publikationen/2025/trendspot_vibe_vision/hero-ts26-vibe-vision.jpg" length="554889" type="image/jpeg"/>
                        
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                    <item>
                        <guid isPermaLink="false">news-712</guid>
                        <pubDate>Tue, 18 Nov 2025 12:39:00 +0100</pubDate>
                        <title>Was SEA und SEO voneinander lernen können</title>
                        <link>https://www.new-communication.de/neues/detail/was-sea-und-seo-voneinander-lernen-koennen/</link>
                        <description>Die Welt des Online-Marketings ist dynamisch, anspruchsvoll und von einem ständigen Wandel geprägt. In diesem digitalen Kosmos spielen Suchmaschinenoptimierung (SEO) und Suchmaschinenwerbung (SEA) eine zentrale Rolle, wenn es darum geht, in den Weiten des Internets sichtbar zu sein. Doch was passiert, wenn es nicht „entweder oder“ heißt, sondern beide Bereiche verschmelzen?</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<h2>Gemeinsames Ziel: maximale Online-Sichtbarkeit</h2>
<p>Wer kennt es nicht? Man möchte schnell und möglichst weit oben bei den gängigen Suchmaschinen gefunden werden – egal ob Marke, Person, Produkt. Immer geht es darum, die maximale Sichtbarkeit zu erreichen und die Gunst der Suchenden zu gewinnen.</p>
<p><img src="https://www.new-communication.de/fileadmin/_processed_/0/5/csm_seo_sea_meme_1_1974c8cdf3.png" alt="Online-Marketer wischt sich den Schweiß von der Stirn, da er die Entscheidung, ob den SEA-Button oder SEO-Button zu drücken, nicht treffen kann" width="398" height="600" decoding="async" loading="lazy"></p>
<p>Klar, mehr Sichtbarkeit führt zu mehr Seitenaufrufen, führt zu mehr Umsatz – wer will das nicht? Mit passenden Keywords kann das ja nicht allzu schwer sein, so zumindest in der Theorie. Wären da nur nicht diese nervigen Wettbewerber mit ganz ähnlichen Ideen. Da hilft nur SEO oder SEA, um sich von der unsichtbaren Masse abzusetzen. Aber wieso eigentlich „oder“?</p>
<p>In der dynamischen Welt des Online-Marketings spielen Suchmaschinenoptimierung (SEO) und Suchmaschinenwerbung (SEA) eine entscheidende Rolle für Unternehmen, die online erfolgreich sein wollen. Diese beiden Strategien verfolgen unterschiedliche Ansätze, können aber durch wechselseitiges Lernen und Optimieren voneinander profitieren, um eine umfassendere und effektivere Präsenz in den Suchergebnissen zu erreichen.</p>
<h2>Keyword-Recherche und -Optimierung für SEO und SEA: Die Erfolgsfaktoren im Fokus</h2>
<p>Die Auswahl der richtigen Keywords ist sowohl für SEO als auch SEA von zentraler Bedeutung. SEO-Expert*innen beherrschen die Analyse von Suchtrends und die Identifikation relevanter Schlüsselwörter. Diese Expertise kann SEA-Spezialist*innen helfen, ihre Anzeigen mit den performantesten Keywords zu versehen. Gleichzeitig kann SEA von SEO lernen, wie es organische Keyword-Optimierung nutzt, um Anzeigen gezielter auf die Bedürfnisse der Zielgruppe auszurichten.</p>
<h2>Nutzer*innen-Erfahrung und Content-Optimierung: SEO und SEA im Einklang</h2>
<p>Die Nutzer*innen-Erfahrung ist sowohl für SEO als auch für SEA entscheidend. SEO fokussiert sich auf hochwertigen, relevanten Content, der einen Mehrwert bietet. Diese Herangehensweise kann SEA-Expert*innen dabei unterstützen, ansprechendere Anzeigen zu gestalten. Im Gegenzug kann SEO von SEA lernen, wie effektive Call-to-Action-Elemente in Inhalte integriert werden können, um die Conversion-Raten zu steigern.</p>
<h2>Analyse und Dateninterpretation: Datengesteuerte Entscheidungen für SEO und SEA</h2>
<p>Beide Disziplinen setzen auf datengetriebene Ansätze. SEA nutzt Analysen, um die Leistung der Anzeigen zu bewerten, während SEO die Performance der organischen Inhalte überwacht. Durch den Austausch von Analysetechniken können beide Seiten von einem umfassenderen Verständnis der Benutzer*innen-Interaktionen profitieren. SEO kann von der Präzision der SEA-Analytik profitieren, während SEA von der Langzeitperspektive und dem organischen Wachstumsansatz der SEO-Analytik lernen können.</p>
<h2>3 Strategien zur optimalen Vernetzung von SEO und SEA</h2>
<p>Genug mit der Theorie. Was bedeutet all das jetzt für die Praxis und wie können bei einem Launch einer Website die beiden Strategien verknüpft werden?</p>
<p><img src="https://www.new-communication.de/fileadmin/_processed_/f/b/csm_seo_sea_meme_2_ff2be9924c.png" alt="Meme bei dem ein Mann mit der Aufschrift &quot;Schnelle Resultate&quot; einer Frau mit der Aufschrift SEA hinterherschaut, während eine Frau mit der Aufschrift SEO empört den Mann anschaut" width="768" height="512" decoding="async" loading="lazy"></p>
<h3>Dual Visibility</h3>
<p>Die Dual-Visibility-Strategie setzt auf eine Top-Position in den bezahlten Google-Suchergebnissen, um anschließend die organischen Ergebnisse zu optimieren. Dies geschieht durch das Testen und Optimieren verschiedener Anzeigentexte im SEA-Bereich. Sobald sowohl bezahlte als auch organische Ergebnisse in den Top-Ergebnissen erscheinen, entsteht eine Dual-Visibility. Diese Dominanz in den Suchergebnissen führt zu einer stärkeren Wahrnehmung der Nutzer*innen und zur Verdrängung von Wettbewerbern. Die Strategie empfiehlt sich besonders für Hauptkeywords und erfordert einen hohen Budgeteinsatz.</p>
<p><img src="https://www.new-communication.de/fileadmin/_processed_/7/2/csm_dual_visibility_93973858b2.jpg" alt="SEA Sichtbarkeit durchgehend sehr hoch, SEO Sichtbarkeit erst mit der Zeit auf dem SEA Niveau" width="600" height="600" decoding="async" loading="lazy"></p>
<h3>Up &amp; Down</h3>
<p>Die Up &amp; Down-Strategie beginnt mit einer Top-Positionierung der Anzeigen für ein Keyword und zielt darauf ab, sowohl im bezahlten als auch im organischen Bereich auf Seite 1 zu erscheinen. Im Gegensatz zur Dual-Visibility-Strategie wird bei Up &amp; Down nicht aggressiv um Top-Positionen im SEA-Bereich geboten, um Kosten zu sparen. Die Optimierung basiert auf Erkenntnissen aus SEA-Anzeigen, und die Strategie eignet sich besonders für Projekte mit mittlerem Budget, insbesondere bei kostenintensiven Keywords.</p>
<p><img src="https://www.new-communication.de/fileadmin/_processed_/0/f/csm_up_and_down_8672739fdc.jpg" alt="Darstellung zweiter Kurven - SEA steigt mit hoher Sichtbeikeit ein und sinkt ab, SEO steigt mit der Zeit hinsichtlich Sichtbarkeit" width="600" height="600" decoding="async" loading="lazy"></p>
<h3>Pullback</h3>
<p>Die Pullback-Strategie setzt ebenfalls auf bezahlte Anzeigen, die aggressiv in den oberen Positionen beworben werden. Sobald ein gutes organisches Ergebnis erreicht ist, können die SEA-Anzeigen pausiert werden. Alternativ kann auch eine Dual Visibility vorhanden sein, und die bezahlten Anzeigen werden später pausiert. Durch die Pausierung der SEA-Anzeigen wird Budget eingespart und ein Traffic- und Budget-Shift ermöglicht. Diese Strategie eignet sich vor allem für Projekte mit geringem Budget. Allerdings muss bedacht werden, dass Wettbewerber weiterhin mit bezahlten Anzeigen über den organischen Ergebnissen erscheinen können. Die Optimierung erfordert regelmäßige Auswertungen und Anpassungen, abhängig von Budget und Zeit.</p>
<p><img src="https://www.new-communication.de/fileadmin/_processed_/3/f/csm_pullback_d98c19a529.jpg" alt="SEA Sichtbarkeit sinkt mit der Zeit auf 0, SEO steigt mit der Zeit auf hohe Sichtbarkeit" width="600" height="600" decoding="async" loading="lazy"></p>
<h2><strong>Wie können Unternehmen in Deutschland ihre Online-Sichtbarkeit durch SEO und SEA verbessern?</strong></h2>
<p>Unternehmen in Deutschland können ihre Online-Sichtbarkeit verbessern, indem sie SEO und SEA strategisch miteinander verknüpfen:</p><ul> 	<li>Beide Kanäle profitieren von gemeinsamer Keyword-Recherche</li> 	<li>Eine optimierte Nutzererfahrung und hochwertigen Content aus der SEO-Arbeit kann SEA-Anzeigen verbessern</li> 	<li>Datenanalysen aus SEA (z. B. Klick- und Conversion-Daten) helfen, SEO-Strategien besser zu steuern.</li> 	<li>Konkrete Strategien zur Verknüpfung beider Disziplinen, wie Dual Visibility, Up &amp; Down und Pullback ermöglichen Unternehmen, bezahlte Anzeigen und organische Rankings gezielt miteinander zu kombinieren</li> </ul><p>Wenn Unternehmen SEO und SEA nicht voneinander getrennt, sondern kombiniert einsetzen – also Synergien schaffen und Wissen austauschen – erreichen sie eine nachhaltige und starke Online-Präsenz in Suchmaschinen.</p>]]></content:encoded>
                        
                            
                                <category>SEM</category>
                            
                                <category>Strategie</category>
                            
                        
                        
                            
                            <enclosure url="https://www.new-communication.de/fileadmin/user_upload/publikationen/2023/seao/sea_seo_kombiniert_12_2023_v01.jpg" length="273225" type="image/jpeg"/>
                        
                    </item>
                
                    <item>
                        <guid isPermaLink="false">news-786</guid>
                        <pubDate>Wed, 12 Nov 2025 09:00:00 +0100</pubDate>
                        <title>Genies, die das Chaos beherrschen: Projektmanagement-Tools</title>
                        <link>https://www.new-communication.de/neues/detail/genies-die-das-chaos-beherrschen-projektmanagement-tools/</link>
                        <description>Projekte scheitern selten an fehlenden Ideen, sondern an unklaren Abläufen und Verantwortlichkeiten. Dazu kommt, dass in vielen Unternehmen alte Strukturen auf neue Arbeitsweisen treffen. Was früher funktionierte, stößt plötzlich an seine Grenzen. Gleichzeitig schaffen die passenden Methoden und Tools Transparenz und eine fokussiertere Zusammenarbeit – das entlastet nicht nur die Teams, sondern steigert vor allem die Ergebnisqualität spürbar. Welche Strukturen und Tools Teams heute brauchen, damit Projekte nicht nur starten, sondern wirklich erfolgreich abgeschlossen werden, verrät euch NC-Projektmanagerin Emily.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>In Zeiten von Remote Work, knappen Ressourcen und hohem Tempo werden Projekte immer komplexer und die Erwartungen der Kunden stetig höher. Klare Kommunikation und Koordination sind also unverzichtbar, um Missverständnisse und steigende Kosten zu vermeiden. Strukturiertes Projektmanagement ist deshalb kein „Nice-to-have“ mehr, sondern der Schlüssel für eine erfolgreiche Zusammenarbeit. Es bringt Ordnung in dynamische Arbeitsumfelder und sorgt dafür, dass (kreative) Ideen zur Realität werden.</p>
<h2>Ohne Struktur kein Fortschritt – Warum Projektmanagement heute unverzichtbar ist</h2>
<p>Gutes Projektmanagement bedeutet mehr als To-dos zu verteilen oder regelmäßige Status-Meetings abzuhalten. Es ist eine Disziplin mit klaren Methoden und Rollenverteilungen. Im Kern besteht ein Projekt aus drei Akteur*innen:</p><ul> 	<li><strong>Projektauftraggeber*innen</strong> legen die Richtung fest: Ziele, Budgets und Erwartungen an das Projekt. Sie treffen strategische Entscheidungen und geben die Rahmenbedingungen vor. Im Agentur-Kosmos liegt diese Rolle bei den Kund*innen.</li> 	<li><strong>Projektleiter*innen</strong> sind das Bindeglied zwischen Projektauftraggeber*in und der kreativen Umsetzung. Sie planen, priorisieren und kommunizieren sowohl mit dem gesamten Projektteam als auch mit der Kundenseite und behalten den Überblick über das Budget, den Zeitplan und die Qualität des Projekts.</li> 	<li><strong>Projektteam</strong>&nbsp;- das Herzstück eines jeden Projekts. Nach einem ersten Brainstorming setzt es die kreativen Ideen visuell um, entwickelt oder testet und lässt Vorstellungen Wirklichkeit werden.</li> </ul><h3>Zwischen Planung und Flexibilität – Klassisches vs. Agiles Projektmanagement</h3>
<p>Projekte laufen nicht immer nach Schema F – oder doch?</p>
<p>Fakt ist: Auf dem Weg zum Projektergebnis können ständig unvorhergesehene Dinge auftreten. Anforderungen ändern sich. Zeitpläne verschieben sich. Budgets sind schneller aufgebraucht als erwartet. Wie man als Projektleiter*in darauf reagiert, hängt maßgeblich von der gewählten Projektmethode ab.</p>
<p>Dafür stehen sich zwei Ansätze gegenüber: klassisches vs. agiles Projektmanagement. Beide haben ihre Berechtigung, aber welcher Weg ist, wann der Richtige?</p>
<p><strong>Klassisches Projektmanagement</strong> setzt auf Planung, Kontrolle und relativ feste Projektabläufe. Von Beginn an steht ein detaillierter Projektplan, der klar formulierte Ziele, das maximale Budget und feste Termine enthält. Diese Methode eignet sich dann gut, wenn Aufgaben, Ressourcen und Abläufe von Anfang an festgelegt und überschaubar sind (z. B. bei Produktionen), lässt aber wenig Spielraum für plötzliche Veränderungen.</p>
<p><strong>Agiles Projektmanagement</strong> lebt dagegen von der Anpassungsfähigkeit und der Möglichkeit, spontan und schnell auf sich verändernde Umstände zu reagieren. Dafür arbeitet man im agilen Projektmanagement in deutlich kürzeren Zyklen, den sogenannten Sprints. Diese können z. B. wöchentlich oder sogar täglich stattfinden. Ein Vorteil davon ist, dass Feedback direkt in den nächsten Sprint mit einfließen kann und man flexibel auf neue Kundenwünsche eingehen kann. Besonders in schnelllebigen, dynamischen Branchen wie dem Marketing wird diese Methode der klassischen vorgezogen.</p>
<p>Die meisten Unternehmen setzen mittlerweile auf die agile Projektmanagement-Methode, oder zumindest auf hybride Modelle, die das Beste aus beiden Welten miteinander verbinden: strukturierte Planung im Hintergrund und Flexibilität in der Umsetzung.</p>
<h3>Von der Methode zur Umsetzung</h3>
<p>Egal, ob klassisch, agil oder hybrid - ohne die passenden Werkzeuge bleibt selbst die beste Methode nur reine Theorie. Projekte leben aber von Kommunikation und natürlich auch von Tempo. Und genau hier setzen digitale Projektmanagement-Tools an. Sie machen Abläufe sichtbar, planen die Aufgabenverteilungen, messen die Zeiterfassung, bündeln die wichtigsten Informationen an einem Ort und erleichtern somit die Zusammenarbeit im Team. Im Büro wie auch remote.</p>
<p>Es gibt inzwischen unzählige Tools für unterschiedlichste Anforderungen. In diesem Artikel beleuchten wir drei der bekanntesten Projektmanagement-Tools und schauen, wie sie den Arbeitsalltag vereinfachen: Trello, Notion und Monday.</p>
<h4>Trello – einfach, visuell, effizient</h4>
<p>Trello wurde 2011 in New York entwickelt und ist heute Teil der Atlassian-Familie. Das Tool basiert auf dem sogenannten Kanban-Prinzip – einer Methode zur visuellen Steuerung von Arbeitsabläufen, bei der Aufgaben in Projekten mithilfe von Boards, Listen und Karten organisiert werden. Jede Karte steht dabei für eine konkrete Aufgabe und jede Liste dient als Abschnitt einer Phase des gesamten Projektablaufs. Das Tool ermöglicht es seinem Team außerdem, sehr transparent zu arbeiten und jeden Arbeitsschritt nachvollziehen zu können. Die einzelnen Arbeitsfelder lassen sich leicht verschieben, kommentieren oder priorisieren. Besonders in Agenturen oder kreativen Teams ist Trello ein beliebtes Tool, weil es intuitiv nutzbar und visuell sehr klar und strukturiert ist.</p>
<h4><strong>Notion – das Schweizer Taschenmesser der Organisation</strong></h4>
<p>Notion wurde 2016 in San Francisco gegründet – mit dem Ziel, ein All-in-One-Arbeitsplatz zu sein. Es vereint Projektmanagement, Dokumentation, Aufgabenverwaltung, Datenbanken und Notizen in einem Tool. Nutzer*innen können mit einem einfachen Baukastensystem aus Text-, Bild- oder Datenbankblöcken ihren eigenen Arbeitsbereich gestalten. Dadurch ermöglicht Notion sowohl Teams als auch Einzelpersonen, ihre Aufgaben zu planen, Datenbanken zu erstellen, Inhalte oder Projektstände zu dokumentieren, oder im Team mit geteilten Inhalten zu arbeiten. Die Nutzeroberfläche ist meist mit nur einem Klick auf die eigenen Bedürfnisse anpassbar und eignet sich daher besonders gut für Start-ups, Agenturen oder Unternehmen, die eine zentrale Wissensplattform für ihre Projekte suchen. Dank diverser Templates und Funktionen eignet sich Notion allerdings nicht nur für den beruflichen Alltag, sondern ist ebenfalls ein großer Helfer, um private To-dos zu strukturieren.</p>
<h4><strong>Monday – professionelles Projektmanagement mit Reporting-Tiefe</strong></h4>
<p>Monday.com entstand 2014 in Tel Aviv und richtet sich vor allem an größere Unternehmen und Teams, die mehrere Projekte parallel steuern. Das Tool kombiniert Aufgabenverwaltung mit gleichzeitiger Zeiterfassung, Automatisierungen von wiederkehrenden Aufgaben und umfangreichen Analysefunktionen. Besonders stark ist Monday in der Visualisierung von Fortschritten, im Ressourcenmanagement und in der Schnittstelle zu anderen Tools, wie zum Beispiel Jira, Slack oder Microsoft Teams. Das Tool bietet verschiedene Ansichten wie Kanban, Kalender oder Gantt und ermöglicht somit einen persönlich präferierten Workflow und mehr Flexibilität in der Gestaltung des Projektfortschritts.</p>
<p>Um den Überblick zu behalten, kommen hier die wichtigsten Vergleichskriterien, wie Benutzerfreundlichkeit, Funktionen, Teamgröße, Integrationen und Automatisierung sowie eine Auflistung der Kosten:</p><table class="contenttable"> 	<thead> 		<tr> 			<th scope="col">Kriterium</th> 			<th scope="col">Trello</th> 			<th scope="col">Notion</th> 			<th scope="col">Monday</th> 		</tr> 	</thead> 	<tbody> 		<tr> 			<td>Benutzerfreundlichkeit</td> 			<td>Sehr intuitiv, ideal für Einsteiger</td> 			<td>Einarbeitungszeit notwendig</td> 			<td>Komplexer im Setup</td> 		</tr> 		<tr> 			<td>Funktionen</td> 			<td>Fokus auf Aufgabenverwaltung (Kanban)</td> 			<td>All-on-One: Aufgaben, Notizen, Dokumente</td> 			<td>Projekt-, Ressourcen- und Reporting-Tool</td> 		</tr> 		<tr> 			<td>Teamgröße</td> 			<td>Kleine bis mittlere Teams</td> 			<td>Skalierbar</td> 			<td>Mittlere bis große Teams</td> 		</tr> 		<tr> 			<td>Integration &amp; Automatisierung</td> 			<td>Viele gängige Integrationen</td> 			<td>Breite API, individuell erweiterbar</td> 			<td>Starke Automatisierungen und Reporting-Funktionen</td> 		</tr> 		<tr> 			<td>Kosten</td> 			<td>Kostenloser Einstieg, günstige Upgrades</td> 			<td>Kostenlos für Einzelpersonen, Team-Plan ab 8 €/p. P./Monat</td> 			<td>Kostenlos für Einzelpersonen, Team-Plan ab 9 €/p. P./Monat</td> 		</tr> 	</tbody> </table><h2>Struktur schafft Erfolg</h2>
<p>Erfolgreiches Projektmanagement entsteht selten zufällig. Es ist das Ergebnis von klar definierten Rollen und Prozessen und einer Kommunikation, die Informationen für das gesamte Team zugänglich macht. Tools übernehmen dabei eine zentrale Funktion und schaffen nicht nur Transparenz, sondern machen vor allem Aufgaben nachverfolgbar und sorgen dafür, dass Wissen nicht an Personen, sondern an Prozesse gebunden ist. Entscheidend ist am Ende aber nicht nur das Tool selbst, sondern das Zusammenspiel aus klaren Prozessen, dem gemeinsamen Erfolgsgedanken als Team und einem regelmäßigen Austausch, um Projekte erfolgreich zum Ziel zu führen.</p>
<h2>Quellen</h2>
<p><a class="Base-iconLink-extern" href="https://monday.com">monday.com</a></p>
<p><a class="Base-iconLink-extern" href="https://trello.com">trello.com</a></p>
<p><a class="Base-iconLink-extern" href="https://dieprojektmanager.com/projektorganisation-funktion-rollen-im-projekt/">dieprojektmanager.com</a></p>]]></content:encoded>
                        
                            
                                <category>Innovationen &amp; Trends</category>
                            
                        
                        
                            
                            <enclosure url="https://www.new-communication.de/fileadmin/user_upload/publikationen/2025/pm_tools/nc_fachartikel-bild_emily_klassisches-pr_agiles-pr.jpg" length="1111799" type="image/jpeg"/>
                        
                    </item>
                
                    <item>
                        <guid isPermaLink="false">news-785</guid>
                        <pubDate>Wed, 05 Nov 2025 09:00:00 +0100</pubDate>
                        <title>Praxistest: Was können Microsoft Copilot und Apple Intelligence?</title>
                        <link>https://www.new-communication.de/neues/detail/praxistest-microsoft-copilot-und-apple-intelligence/</link>
                        <description>Sie versprechen Tempo im Arbeitsalltag. In der Praxis sparen sie Zeit bei Briefing, Präsentationen, Mails und Recherchen. Die Rede ist von Copilot und Apple Intelligence. Im Englischen läuft vieles schon rund, im Deutschen dagegen noch holprig. Manche Features fehlen ganz, andere gibt es nur auf neuen Geräten oder mit Abo. Lohnt sich der Einsatz für dich und deine Projekte?</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>KI-Tools. Sie schreiben mit, denken mit und mischen sich in unsere Arbeit ein, egal ob in Office, macOS oder iOS. Copilot und Apple Intelligence wollen mehr sein als smarte Textgeneratoren. Sie sollen Arbeit strukturieren, Kommunikation vereinfachen und Entscheidungen beschleunigen. Ich habe beide Systeme im Alltag getestet und die aktuellen Praxisergebnisse der Fachpresse ausgewertet. Herausgekommen ist ein ehrlicher Blick auf Nutzen, Grenzen und echte Mehrwerte.</p>
<h2>Welche Aufgaben übernehmen die KI-Tools?</h2>
<p>Copilot sitzt tief in Windows, Edge, Word, PowerPoint, Excel und Teams. Ich nutze ihn vor allem für Recherchen, Mail- und Meeting-Zusammenfassungen sowie Präsentationsentwürfe. Eine 13-seitige PDF? Copilot zerlegt sie in Sekunden in eine verständliche Gliederung. In PowerPoint baut er ein erstes Folienskelett, das sich mit wenig Aufwand verfeinern lässt. In Word hilft er bei der Formulierung, in Excel verwandelt er unübersichtliche Tabellen in saubere Diagramme, manchmal schneller, als ich sie erstellen kann.</p>
<p>Apple Intelligence dagegen agiert leiser. Sie meldet sich nicht, sie erledigt. In Mail entstehen Vorschläge für Ton und Struktur, in Notizen sortiert sie Meetingpunkte. Siri reagiert endlich etwas klüger. Besonders in Fotos zeigt sie ihre Stärke: Inhalte, Stimmungen und Personen lassen sich filtern, als hätte man einen persönlichen Archivar im System.</p>
<h3>Voraussetzungen und Kosten</h3>
<p>Auf dem Papier klingt beides simpel. In der Praxis braucht man jedoch die richtige Umgebung. Und das richtige Budget.</p>
<p>Copilot funktioniert im Microsoft-Ökosystem mit einem qualifizierten Microsoft-365-Plan plus Copilot-Lizenz. Es läuft in den Desktop- und Web-Apps von Word, PowerPoint, Excel und Teams auf Windows und MacOS. Wer mit nicht unterstützten Office-Varianten oder veralteten App-Versionen arbeitet, bleibt außen vor. Copilot ist außerdem cloudbasiert. Das bedeutet, viele Berechnungen laufen auf Microsoft-Servern. Für Unternehmen mit sensiblen Kundendaten ist das ein wichtiger Punkt in der Datenschutzabwägung.</p>
<p>Apple Intelligence geht den entgegengesetzten Weg. Apple rechnet so viel wie möglich direkt auf dem Gerät, setzt dafür aber neue Hardware und aktuelle Softwareversionen voraus, etwa iOS oder iPadOS 18.4 oder neuer und MacOS Sequoia 15.1 oder neuer, und läuft nur auf unterstützten Geräten wie iPhone-Modellen ab A17 Pro sowie Macs und iPads mit Apple-Silicon ab M1. Deutsch wird seit diesem Jahr offiziell unterstützt, der Funktionsumfang kann je nach Region und App aber noch variieren.</p>
<p>Preislich bewegen sich beide Lösungen im Premiumbereich. Entscheidend ist daher die Frage, wie viel du aus den Funktionen herausholst. Wer ohnehin im Microsoft-365-Umfeld arbeitet, bekommt Copilot vergleichsweise unkompliziert. Wer auf Apple setzt, muss erst prüfen, ob die eigene Hardware überhaupt mitspielt.</p>
<h4>Copilot im Alltag: Wie viel Hilfe ist zu viel Hilfe?</h4>
<p>Im Alltag nutze ich Copilot vor allem für zwei Dinge: lange Briefings zu sortieren und Präsentationen vorzubereiten. Eine 15-seitige Kundenunterlage wird in Sekunden zu einer klaren Gliederung, aus der sich direkt erste Folienideen ableiten lassen. Gerade am Anfang eines Projekts spart das spürbar Zeit und Nerven.</p>
<p>In PowerPoint erstellt Copilot Grundgerüste mit Headlines und Textvorschlägen. Gut für den Start, aber Farben, Typografie und Hierarchien treffen fast nie den Markenstil und müssen komplett überarbeitet werden.</p>
<p>Bei Rechercheaufgaben oder Meeting-Notizen ist Copilot dagegen stark. Er fasst Protokolle sauber zusammen und filtert Aufgabenpunkte zuverlässig heraus. Seine Textvorschläge auf Deutsch klingen aber oft zu glatt, manchmal auch zu leer. Und bei der Recherche greift er hin und wieder auf Quellen zu, die besser im Dunkeln geblieben wären. Deshalb prüfe ich jedes Ergebnis doppelt, bevor es in ein Kundendokument wandert.</p>
<p>Auch in Teams und Outlook nutze ich Copilot inzwischen regelmäßig. Eine halbstündige Besprechung wird zu einem übersichtlichen Protokoll, das automatisch Themen, Aufgaben und Fristen trennt.</p>
<h4>Apple Intelligence im Alltag: Mehr Charme als Substanz</h4>
<p>Apple Intelligence ist das, was man sich jahrelang von Siri erhofft hat, nur in schön. Ein System, das sich fast unauffällig in die tägliche Arbeit mischt und dort hilft, wo es logisch ist. In Mail bekomme ich passende Antwortvorschläge, in Notizen erkennt die KI Themen automatisch und sortiert meine Stichpunkte, als hätte jemand mitgeschrieben. Und die Foto-App liefert bei Suchbegriffen wie „Moodboard Holzstruktur mit warmem Licht“ tatsächlich brauchbare Treffer aus alten Projekten.</p>
<p>Aber nach der ersten Begeisterung kommt die Realität. Viele der cleveren Funktionen laufen nur auf Englisch oder tauchen auf deutschen Geräten gar nicht erst auf. Formulierungshilfen wirken steif, Siri stolpert bei komplexen Aufgaben und manchmal bleibt sie einfach stumm. Besonders wenn man flüssige Workflows zwischen Design-Tools gewohnt ist, merkt man schnell, dass Apple Intelligence noch in der Beta-Phase des Alltags steckt.</p>
<h3>Datenschutz: Vertrauen ist gut, Kontrolle besser</h3>
<p>Apple setzt auf On-Device-Verarbeitung, viele Prozesse laufen lokal auf dem Gerät. Das klingt beruhigend und erfüllt europäische Datenschutzanforderungen besser als cloudbasierte Lösungen. Microsoft nutzt für Copilot in Office und Teams eine abgesicherte Cloud-Umgebung, in der laut Unternehmen keine Daten zum Training verwendet werden. Trotzdem gilt: sensible Kundendaten und vertrauliche Projekte gehören nicht ungefiltert in KI-Systeme. So prüfe ich alle PDFs vor dem Einfügen, entferne Namen und interne Bezeichnungen und trenne Quellen klar. Wenn KI-Systeme mitdenken, müssen wir umso genauer wissen, wo sie mitlesen.</p>
<h2>Fazit</h2>
<p>Beide Assistenten nehmen dir Arbeit ab, aber auf ganz unterschiedliche Weise. Copilot ist im Moment das verlässlichere Werkzeug, besonders für Recherche, Zusammenfassungen und erste PowerPoint-Strukturen. Die Ergebnisse sind selten perfekt, aber oft ein guter Startpunkt. Wenn du ihn gezielt einsetzt und anschließend mit deinem Know-how nachschärfst, bringt er spürbar Tempo in die Arbeit.</p>
<p>Apple Intelligence dagegen fühlt sich eher wie eine stille Unterstützung an: elegant gedacht, aber noch nicht ganz bereit für den Dauereinsatz. Sie erkennt Themen, sortiert Notizen, liefert solide Textvorschläge und findet passende Bilder. Doch vieles wirkt noch unfertig, vor allem im Deutschen und auf älterer Hardware.</p>
<p>Am Ende gilt: Beide Tools liefern Rohmaterial, keine Ergebnisse. Für abgabereife Layouts, klare Sprache und markenkonforme Designs braucht es weiterhin Erfahrung, Fingerspitzengefühl und kritisches Denken. Wenn du die Assistenten als Ideengeber und Strukturhelfer nutzt, gewinnst du Zeit und Überblick. Wenn du sie machen lässt, verlierst du beides.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Quellen:</strong></p>
<p><a class="Base-iconLink-extern" href="https://learn.microsoft.com/en-us/copilot/microsoft-365/microsoft-365-copilot-overview">learn.microsoft.com</a></p>
<p><a class="Base-iconLink-extern" href="https://www.apple.com/apple-intelligence/">apple.com</a></p>
<p><a class="Base-iconLink-extern" href="https://t3n.de/news/copilot-modus-microsoft-edge-ausprobiert-ki-browser-1699717/">t3n.de</a></p>
<p><a class="Base-iconLink-extern" href="https://www.imtest.de/ratgeber/apple-intelligence-test-check-ausprobiert-iphone">imtest.de</a></p>]]></content:encoded>
                        
                            
                                <category>Innovationen &amp; Trends</category>
                            
                        
                        
                            
                            <enclosure url="https://www.new-communication.de/fileadmin/user_upload/publikationen/2025/copilot_apple_intelligence/hero-ki-assistants.jpg" length="360389" type="image/jpeg"/>
                        
                    </item>
                
                    <item>
                        <guid isPermaLink="false">news-784</guid>
                        <pubDate>Wed, 29 Oct 2025 09:00:00 +0100</pubDate>
                        <title>Ragebait Marketing: Empört euch für mich</title>
                        <link>https://www.new-communication.de/neues/detail/ragebait-marketing-empoert-euch-fuer-mich/</link>
                        <description>Kommunikation im Auge des Shitstorms: Während sich einige Marken mit ihren Ideen und Kampagnen auf ganz leisen Sohlen bewegen und alles tun, um möglichst wenig Angriffsfläche zu bieten, suchen andere ganz bewusst die PR-Eskalation. Sie provozieren, polemisieren und politisieren, um sich die Mechanismen der digitalen Kanäle zunutze zu machen und die Reichweite der eigenen Inhalte zu steigern. Ragebait Marketing ist das Geschäft mit Wut. Was es damit genau auf sich hat, erklärt euch Creative Director Alexander Streif. </description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Alle, die sich in den letzten 30 Jahren länger als eine halbe Stunde online bewegt haben, wissen es: Wut hat einen festen Platz in der digitalen Welt. Von den frühen Foren und Gästebüchern, den Kommentarspalten unter Blog- und News-Artikeln, über die Produktbewertungen und Amazon-Rezensionen bis in die Feeds der Gegenwart. Dabei hat der Zorn online viele Gesichter – häufig jedoch auch keines, denn Anonymität ist ein nicht unerheblicher Faktor dafür, dass Negatives im Web so viel Raum einnimmt. Kurz: Empörung ist kein Sonderfall, sondern Struktur.</p>
<p>Empörung zeigt sich als Meme auf Insta, als Reaction auf YouTube oder Twitch, als TikTok-Stitch oder als Shitstorm auf X. Und natürlich: in Telegram-Gruppen und Subreddits. Neben den unzähligen Punkten, an denen Menschen online ihrem Ärger Luft machen, gibt es auch jene, die genau davon zu profitieren versuchen.</p>
<h2><strong>Konflikt aus Kalkül – Was ist Ragebait Marketing?</strong></h2>
<p>Hinter dem Phänomen „Ragebait“ („rage“ = engl. Wut, Zorn, „bait“ = engl. „Köder“) verbirgt sich die strategische Nutzung von kalkulierter Empörung als Aufmerksamkeitstreiber. Dem „Clickbait“ nicht unähnlich wird hier mit allen Mitteln versucht, eine Reaktion beim Publikum hervorzurufen. Und die Erfahrung zeigt: Gerade negative Reaktionen sind besonders zugstark.&nbsp;</p>
<p>Warum Reaktionen gerade online so bedeutsam sind, zeigt ein Blick auf die Funktionsweise moderner Plattformen. In den digitalen Medien bedeuten Reaktionen immer auch Reichweite. Schließlich suggeriert eine hohe Anzahl an Reaktionen in Form von Klicks, Kommentaren und Antworten, Likes oder Reposts den Algorithmen der Plattformbetreiber ein erhöhtes Maß an Relevanz für die User*innen. Im Zeitalter der Aufmerksamkeitsökonomie eine harte Währung. Immerhin sollen die Menschen so lang wie möglich im Feed und auf der Plattform gehalten werden – was nicht zuletzt die Anzeigenkunden der Plattformbetreiber gnädig stimmt.</p>
<p>Die Konsequenz: Die Netzwerke belohnen aus Eigennutz jene Inhalte, die besonders viele Reaktionen erzeugen, durch mehr organische Ausspielung in den Feeds der User*innen. Ob das moralisch sauber ist, faktisch stimmt oder gesellschaftlich verträglich bleibt, ist für die Plattformlogik bestenfalls zweitrangig. &nbsp;</p>
<p>Beim Ragebait Marketing versuchen Marken, aus genau diesem Prinzip Kapital zu schlagen; und zwar durch das gezielte Triggern von Negativreaktionen, Debatten und Shitstorms. So machen sie den Ärger vieler User*innen zum eigenen PR-Vehikel.</p>
<p>Aber: Es ist nicht alles Ragebait, was triggert. Natürlich ziehen einige Shitstorms auch aus mehr oder weniger heiterem Himmel auf. Manche Kampagnen und PR-Aktionen, die Unmut ernten, sind schlicht unbedacht oder unsensibel. Wir erinnern uns an Pepsi, die 2017 mit Kardashian-Sprössling Kendall Jenner als Kampagnen-Gesicht, versuchten, die gesellschaftliche Spaltung in den USA mit Cola zu kitten. Das mediale Echo war vernichtend.</p>
<p>Aber nicht immer ist es die Kommunikationskampagne, die gedankenlos ist – manchmal ist es auch nur das Publikum. So geschehen, als der Käse-Hersteller Milram in diesem Jahr limitierte Verpackungsdesigns vorstellte, die mit Illustrationen gesellschaftliche Vielfalt abzubilden versuchten. Es hagelte Kritik und Boykottaufrufe aus AfD-Kreisen und vom rechten Rand des Internets. Milram argumentierte später, dass es sich bei der zeitlich begrenzten Aktion nicht einmal um eine gezielte Purpose-Kampagne gehandelt habe, sondern lediglich um eine unpolitische Visualisierung gesellschaftlicher Vielfalt. Der Kulturkampf in den Kommentarspalten war jedoch längst entbrannt.</p>
<p>Das alles ist noch kein Ragebait Marketing, sondern vielmehr Naivität der Marken, Ausdruck eines aufgeheizten Klimas und einer zweifelhaften Online-Diskussionskultur. Ragebait Marketing ist dagegen die strategische Eskalation: bewusst gesetzt, auf Gegenwind kalkuliert und auf großer Bühne.</p>
<h3>Kinder des Zorns: Warum Negatives so reizvoll für uns ist</h3>
<p>Wut klickt gut. Aber auch jenseits der Plattform-Mechaniken und Algorithmen stellt sich die Frage, warum negative Botschaften so wirkmächtig und animierend für uns sind.</p>
<p>Zugespitzt formuliert: Zustimmung beruhigt und ist leise, Empörung mobilisiert und wird schnell laut. Dazu kommt: Menschen lieben es, zu korrigieren. Weit mehr, als sie es lieben, beizupflichten. Auch eine negative Bewertung schreibt sich eher, leichter und schneller als eine positive Rezension. Ob ernst gemeinte Korrektur, Feedback, Input oder provozierendes Getrolle – in der kritischen Auseinandersetzung mit Inhalten liegt immer auch die Möglichkeit, sich selbst abzugrenzen und zu profilieren. Und das ist kein unerheblicher Aspekt der digitalen Wirklichkeit.&nbsp;</p>
<p>Doch es gibt noch eine weitere Ebene. Negative Signale wirken in der Kommunikation deutlich stärker auf uns als positive. Die Psychologie nennt dieses Phänomen „Negativity Bias“ (engl. für Negativitätsverzerrung). Wir ärgern uns weit mehr über Verluste, als wir uns über Gewinne freuen, erinnern uns eher an negative als an positive Ereignisse&nbsp;– und auch in einer Sammlung von Gesichtern bemerken wir zuerst jene, die wir als bedrohlich empfinden.</p>
<p>Forscher*innen vermuten hierin primär evolutionspsychologische Ursprünge. „Wer den Säbelzahntiger im Gebüsch übersah, gab seine Gene nicht weiter. Wer ein paar essbare Beeren verpasste, fand später vermutlich neue“, schreiben die Psychologinnen Lea Sperlich und Tabea Zorn. Neben der evolutionären Komponente sehen die beiden jedoch auch weitere Faktoren wie Kontext und Frequenz als maßgeblich für den Impact von Negativsignalen an. Folgt man diesem Gedanken, müssten sich Negativbotschaften, um auf Dauer eine entsprechende Wirkung zu entfalten, zusätzlich noch an Intensität überbieten. In einem wesentlich von Negativität geprägten Medium hätte dies unweigerlich eine Eskalationsspirale zufolge.</p>
<h3>Krawall und Kapital – Beispiele für Ragebait Marketing</h3>
<p>Wie Ragebait von Unternehmen eingesetzt wird, wird deutlich, wenn wir einige Beispiele der jüngeren Vergangenheit genauer betrachten. Häufig – und das wird deutlich – gleicht die gezielte mediale Provokation einem Spiel mit dem Feuer, über das die Marken schnell die Kontrolle verlieren können. &nbsp;</p>
<h4><strong>Burger King – Konfrontation mit den Königinnen</strong></h4>
<p>März 2021. Pünktlich zum Internationalen Frauentag eröffnet Burger Kings UK-Division auf Twitter (heute X) einen Thread mit der Headline „Women belong in the kitchen“ (Frauen gehören in die Küche).</p>
<p>Dass damit im Folgenden auf Stipendien, die Frauen auf dem Weg in Profiküchen unterstützen, hingewiesen wurde, ging längst im Sturm der Entrüstung über die Eröffnungsheadline des ersten Tweets unter. Die eigentliche Auflösung hat nicht nur weit weniger Reichweite, sondern längst gibt es ein ganzes Gewitter an Empörung, Spott und Boykottaufrufen. Am Ende folgen die Löschung des Tweets und eine entsprechende Entschuldigung des Konzerns. Die Marketingabteilung hat sich die Finger verbrannt.</p>
<h4><strong>Paddy Power – Sportwetten und die Seele des Fußballs</strong></h4>
<p>Juli 2019. Als das neue Trikot des englischen Zweitligisten Huddersfield Town der Öffentlichkeit präsentiert wird, gibt es einen Aufschrei. Auf der Front des traditionell blau-weiß-gestreiften Heimtrikots des Traditionsvereins prangt eine breite Diagonale wie eine Schärpe (engl. „Sash“). In der Schärpe in deutlichen Lettern der Name des Hauptsponsors, der Wettanbieter Paddy Power. Die Entrüstung in den Socials und den vermeintlich alten Medien ist groß. Während die einen die groteske Hässlichkeit des Designs beklagen, sehen andere ein heftiges Symptom für den „Ausverkauf des Fußballs“.</p>
<p>Dann die Auflösung: Genau darauf hatten es Sponsor und Verein angelegt – und nahmen dafür sogar eine 50.000-Pfund-Strafe durch den britischen Fußballverband in Kauf. Noch vor dem offiziellen Ligastart präsentierte man das tatsächliche Trikot: ohne jegliches Sponsoring. Öffentlichkeitswirksam sprechen die Verantwortlichen vom „Unsponsoring“ und fordern mit der Kampagne „Save our Shirt“ andere Vereine und Sponsoren auf, ihrem Beispiel zu folgen.</p>
<p>Auf weitaus leisere Kritik am moralischen Gebaren eines Wettunternehmens reagierte man etwa dadurch, dass die falschen Trikots zugunsten wohltätiger Zwecke verkauft wurden. Insgesamt gleichwohl ein Coup des Ragebaitings, aus dem die Marke gestärkt hervorging.</p>
<h4><strong>American Eagle – blond, blauäugig, Blue Jeans</strong></h4>
<p>Sommer 2025. Mitten in die politisch und ideologisch tiefgespaltenen USA platzt ein Spot der Jeansmarke American Eagle, in dem sich Schauspielerin Sidney Sweeney liegend in ihr Denim-Outfit rekelt und dabei verführerisch darüber spricht, wie „Jeans“ (im Englischen phonetisch identisch mit „Genes“, dem Wort für Gene) von Eltern an ihre Kinder weitergegeben werden und damit Haarfarbe, Persönlichkeit und Augenfarbe bestimmen. Ihre Jeans/Gene seien selbstverständlich blau, bevor die Stimme aus dem Off die Tagline der Kampagne präsentiert: „Sidney Sweeney has great Jeans.“</p>
<p>Dass die registrierte Republikanerin Sweeney, die zudem aus einer stolzen MAGA-Familie stammt – also eher rote Gene hat –, hier lasziv auf Eugenik anspielt? Denkbar. Genau das ist das Kalkül der Kampagne. Und die Strategie geht auf: In den Kommentarspalten, Reactions und Kolumnen tobt ein Kulturkampf zwischen jenen, die der Kampagne mehr als nur subtilen Rassismus vorwerfen, und jenen, die einen Shitstorm der links-woken Meinungsdiktatur liberaler Großstädter wittern. Und in den USA 2025 äußert sich auch das Weiße Haus zu einer Jeans-Werbung und schlägt voll in die Kerbe derer, die hier „mal wieder“ einen albernen linken Shitstorm sehen und zur Reaktion aufrufen. Beide Seiten spielen der Marketingabteilung von American Eagle in die Karten.</p>
<p>Für die strauchelnde Jeansmarke brachte die Ragebait-Kampagne innerhalb von 24 Stunden nach Erstausstrahlung einen Marktwertanstieg von 400 Mio. Dollar, 790.000 Neukund*innen in den ersten sechs Wochen und einen Follower*innen-Anstieg von 320.000. Zur Wahrheit gehört jedoch auch, dass sich sowohl Sweeney als Testimonial als auch American Eagle als Jeansfirma mit der Kampagne in Richtung eines Klientels gebrandet haben – und damit fürs Erste für die Gegenseite absolut untragbar geworden sind. Eine Zielgruppe in Absoluten.&nbsp;&nbsp;</p>
<h4>Truefruits – auffälliger Beigeschmack</h4>
<p>2016–2019. Ragebait gibt es natürlich auch auf Deutsch. Hierzulande hat eine Smoothie-Marke den Aufreger als Markentonalität kultiviert. Mehr oder weniger subtile Anspielungen („Oralverzehr“, „Bei Samenstau schütteln“) oder eine schwarze Flasche, die mit der Headline „Schafft es selten über die Grenze“ beworben wird, bewegen sich teils deutlich jenseits des guten Geschmacks. Und schon 2016 bewarb True Fruits die dunkle Geschmacksrichtung mit „Unser Quotenschwarzer“.&nbsp;</p>
<p>Die Reaktionen sind vorhersehbar und einkalkuliert: Shitstorms, Boykottaufrufe, Petitionen – flankiert von einem krawalligen Community-Management, das Kritik spöttisch kontert und damit die Empörungsschleife verlängert. Sichtbarkeit gibt es reichlich, nur die Zielgruppe verschiebt sich. Hohe Markenbekanntheit bei gleichzeitig brüchiger Sympathie, mehr Randpublikum, mehr Moderationslast. Kurz: Dauerprovokation liefert Reichweite, aber sägt am Mainstream-Fit der Marke. Dass sich der Konzern zuweilen auf eine Metaebene zu retten versucht, und betont, dass man satirisch auf Missstände hätte hinweisen wollen, hilft da wenig.</p>
<h4>Rage Against the Machine Learning – Wut und KI</h4>
<p>Neben den Content-Algorithmen der Plattformen und ihrer ständigen Selbstoptimierung zugunsten der Verweildauer ihrer User, die in vergleichbarer Weise so auch schon vor dem Eintreten des KI-Hypes vor 3–4 Jahren gearbeitet haben, gibt es jedoch auch weitere Faktoren Künstlicher Intelligenz, die in Bezug auf Ragebaiting aufhorchen lassen.</p>
<p>Mit der flächendeckenden Verbreitung von Generative AI, also Tools, die das Produzieren sämtlicher Inhalte nicht nur möglich, sondern vor allem schnell, billig und jedem zugänglich machen, erweitert sich auch der Handlungsspielraum von Trollen und allen, die digital provozieren wollen, maßgeblich. Die beeindruckende Qualität von Bild-, Video- und Toninhalten, die sich synthetisch erzeugen lassen, macht es immer schwerer, zwischen Fake und Fakt zu unterscheiden. Eine zukünftige Mammutaufgabe für unsere Objektivität beim Umgang mit Inhalten.<strong> </strong>Bereits jetzt zeigt sich:<strong> </strong>Deepfakes liefern scheinbar passende „Beweise“ zur Provokation. Täuschend echte Stimmen, Gesichter, Situationen – genau so inszeniert, dass sie moralische Alarmknöpfe drücken und Empörung anheizen.</p>
<p>Auch der voranschreitende Trend der Hyperpersonalisierung klingt in diesem Kontext besorgniserregend. Provokation in unzähligen Varianten, passgenau auf Werte, Milieu und Sprachduktus – und genau dort, wo sie mit höchster Wahrscheinlichkeit eskaliert.</p>
<h2>Fazit: Lohnt sich Ragebait Marketing für Brands?</h2>
<p>Ob ein Donald Trump ohne die Mechanismen des Ragebaitings heute im Oval Office säße, ist zumindest fraglich. Der US-Präsident nutzt bereits seit gut einem Jahrzehnt Empörung und Kulturkampf als Taktik, bindet Gegner*innen in Dauerdiskussionen und setzt die MAGA-Agenda auch mittels Permanentreizung durch. Seit einiger Zeit nicht mehr nur mit markigen Statements und Polemik auf X oder der eigenen Plattform Truth Social, sondern neuerdings auch mit AI-Videos, die ihn selbst als E-Gitarre spielenden Patrioten-Superhelden portraitieren oder einen zum Hotel-Resort umgebauten Gaza-Streifen zeigen.&nbsp;</p>
<p>Für Marken ist das der falsche Referenzpunkt: Politik (im Besonderen die derzeitige US-Politik) lebt von Polarisierung. Marken wiederum von Reputation, Präferenz und Appeal. Ragebait Marketing mag für Unternehmen aufgrund des Gratis-PR-Potenzials verlockend sein, aber es ist im wahrsten Sinne des Wortes brandgefährlich. Ja, es spielt der Logik der Feeds in die Karten, kann kurzfristige Peaks bewirken – aber es produziert mittelfristig auch Vertrauens- und Personalkosten und ist schwierig zu kontrollieren. Heißt im Umkehrschluss: Aufmerksamkeit ist billig, Akzeptanzverlust teuer.</p>
<p>Wer kalkulierte Empörung einsetzt, braucht klare Ziele, belastbare Monitoring-Routinen und ein Exit-Narrativ. Ohne das wird die neugewonnene Reichweite zum Reibungsverlust. Wer jedoch starke, passgenaue Markenkommunikation, langfristiges Vertrauen und Brand-Loyalität will, investiert besser in Relevanz, Haltung und Ideen, die ohne künstliche Aufregung tragen.</p>
<h2>Fragen und Antworten zu Ragebait</h2>
<p>Die Antworten auf die wichtigsten Fragen findet ihr hier:</p>
<h3>Was bedeutet Ragebait?</h3>
<p>Ragebait bedeutet wörtlich „Wut-Köder“ und beschreibt Inhalte, die gezielt Empörung oder Ärger auslösen sollen, damit Menschen kommentieren, teilen oder reagieren. Die Aufmerksamkeit entsteht also nicht trotz, sondern wegen der negativen Reaktion.</p>
<h3>Wie funktioniert Ragebait (Marketing) konkret?</h3>
<p>Ragebait setzt darauf, dass negative Reaktionen besonders viele Interaktionen erzeugen. Diese Interaktionen (Klicks, Kommentare, Likes, Reposts) gelten Plattform-Algorithmen als Relevanzsignal und führen dadurch zu mehr organischer Ausspielung im Feed.</p>
<h3>Wie funktioniert Ragebait?</h3>
<p>Ragebait funktioniert über Trigger, die schnelle Gegenreaktionen provozieren, zum Beispiel Provokationen, polarisierende Formulierungen oder bewusst missverständliche Einstiege. Das Ziel ist, möglichst viele Reaktionen zu erzeugen, weil diese die organische Ausspielung ankurbeln.</p>
<h3>Was ist das „Affe–Löwe“-Ragebait-Meme?</h3>
<p>Das häufig gemeinte Ragebait-Meme ist „Lion Screaming At Monkey“: Ein brüllender Löwe bzw. eine Löwin steht einem gelassen wirkenden Affen gegenüber. Es wird genutzt, um die typische Ragebait-Dynamik zu zeigen: eine Seite eskaliert, die andere bleibt demonstrativ unbeeindruckt.</p>
<h3>Ist „Ragebait“ Jugendsprache?</h3>
<p>Der Begriff ist stark Social-Media-geprägt und wird im Netz (auch im Jugend- und Meme-Kontext) als Label verwendet, wenn jemand absichtlich provoziert, um Wut und Reaktionen zu ernten. In der Alltagssprache tauchen dann auch Wertungen wie „10/10 Ragebait“ auf, wenn die Provokation besonders offensichtlich ist.</p>
<h2>Quellen</h2>
<p><strong>Publikationen:&nbsp;</strong></p>
<p>Baumeister, R. F., Bratslavsky, E., Finkenauer, C., &amp; Vohs, K. D. (2001). Bad is stronger than good.&nbsp;<em>Review of General Psychology, 5</em>(4), 323-370.</p>
<p><strong>Online:</strong></p>
<p><a class="Base-iconLink-extern" href="https://www.bbc.com/news/articles/c4gp555xy5ro">bbc.com/news</a></p>
<p><a class="Base-iconLink-extern" href="https://t3n.de/news/ragebait-erklaert-geschaeft-mit-wut-1666708/">t3n.de</a></p>
<p><a class="Base-iconLink-extern" href="https://www.swr.de/kultur/gesellschaft/negativity-bias-erklaert-von-bernhard-poerksen-100.html">swr.de</a></p>
<p><a class="Base-iconLink-extern" href="https://de.in-mind.org/blog/post/negativity-bias-nicht-alles-ist-evolution?utm_source=chatgpt.com">de.in-mind.org</a></p>
<p><a class="Base-iconLink-extern" href="https://www.bbc.com/sport/football/49599541">bbc.com/sport</a></p>
<p><a class="Base-iconLink-extern" href="https://utopia.de/true-fruits-rasssismus_127062/">utopia.de</a></p>
<p><a class="Base-iconLink-extern" href="https://www.forbes.com/sites/suzannerowankelleher/2021/03/09/women-belong-in-the-kitchen-burger-kings-international-womens-day-tweet-goes-up-in-flames/">forbes.com</a></p>
<p><a class="Base-iconLink-extern" href="https://sbcnews.co.uk/europe/2019/07/19/paddy-power-launches-save-our-shirt-campaign-alongside-real-huddersfield-kit/">sbcnews.co.uk</a></p>
<p><a class="Base-iconLink-extern" href="https://www.youtube.com/watch?v=uukZDQsXt7Y">youtube.com</a></p>
<p><a class="Base-iconLink-extern" href="https://www.spiegel.de/kultur/american-eagle-kampagne-mit-sydney-sweeney-jeans-des-anstosses-a-441f1697-2561-4930-80ac-aa1802076bd2">spiegel.de</a></p>
<p><a class="Base-iconLink-extern" href="https://www.marketingbrew.com/stories/2025/09/03/american-eagle-cmo-sydney-sweeney-campaign-results">marketingbrew.com</a></p>
<p><a class="Base-iconLink-extern" href="https://www.businessinsider.com/donald-trump-sydney-sweeney-american-eagle-stock-price-aeo-jeans-2025-8">businessinsider.com</a></p>
<p><a class="Base-iconLink-extern" href="https://www.spiegel.de/kultur/gesellschaft/kritik-an-werbung-mit-kendall-jenner-trink-pepsi-alles-wird-gut-a-1142011.html">spiegel.de</a></p>]]></content:encoded>
                        
                            
                                <category>Marketing</category>
                            
                                <category>Public Relations</category>
                            
                                <category>Reputation Management</category>
                            
                                <category>Social Media</category>
                            
                        
                        
                            
                            <enclosure url="https://www.new-communication.de/fileadmin/user_upload/publikationen/2025/ragebait_marketing/fachartikelbild_alexander_streif.jpg" length="156390" type="image/jpeg"/>
                        
                    </item>
                
                    <item>
                        <guid isPermaLink="false">news-783</guid>
                        <pubDate>Thu, 16 Oct 2025 09:00:00 +0200</pubDate>
                        <title>Wie TikTok den Hype zur Marke macht</title>
                        <link>https://www.new-communication.de/neues/detail/so-spielt-tiktok-die-regeln-neu/</link>
                        <description>Likes, Lacher, Trends: TikTok ist eine der beliebtesten Plattformen weltweit. Insbesondere bei jüngeren Zielgruppen. Doch wie nutzen Unternehmen diese Bühne und welches Potenzial bietet die App? Welche Content-Strategien funktionieren? Und welche Risiken entstehen, wenn Humor, Arbeit und Personenmarken, aber auch Verantwortung und Ethik aufeinandertreffen? Junior-Beraterin und NC-TikTok-Gesicht Joelle weiß die Antworten darauf.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Es wird gesungen, getanzt, geschauspielert, Tipps verteilt oder interessante Einblicke hinter Kulissen gegeben, die so sonst nirgendwo zu finden sind. Statt klassischer Werbeclips finden sich kurze Videos, die nach Entertainment aussehen, Trends aufgreifen und mit hoher Geschwindigkeit reagieren. Sie fallen ins Auge, wecken Emotionen und laden zur Interaktion ein. Und entscheidend ist dabei nicht die Hochglanzproduktion, sondern Authentizität.</p>
<p>Erfolgreiche Marken verbinden ihre Botschaften mit trendigen Sounds, Hashtags oder Challenges. Sie schaffen es, sich in den Strom der Community einzufügen, und wirken dadurch nahbar. Global Player wie Nike, Red Bull oder auch deutsche Unternehmen wie BMW und die ARD sind längst auf TikTok aktiv. Vor allem aber kleine und mittelständische Unternehmen wissen die Plattform auf sympathische Art und Weise für ihre Zwecke zu nutzen. Hier ein paar Beispiele:</p><ul> 	<li><strong><a href="https://www.tiktok.com/@naughtynuts" target="_blank" class="Base-iconLink-extern" rel="noreferrer"><strong>Naughty Nuts</strong></a></strong>:<strong>&nbsp;</strong>Das Start-up aus Köln setzt auf freche, knallhart-ehrliche und witzige Interviews oder Situationen aus dem Arbeitsalltag. So entsteht eine Marke, die nahbar wirkt und perfekt zur Lifestyle-Community von TikTok passt.</li> 	<li><strong><a href="https://www.tiktok.com/@ziehl_abegg" target="_blank" class="Base-iconLink-extern" rel="noreferrer"><strong>ZIEHL-ABEGG</strong></a></strong>:&nbsp;Ein Maschinenbaukonzern mit Selbstironie. Statt Technik-Talk gibt es sympathische Einblicke hinter die Kulissen, Challenges mit Azubis und humorvolle Recruiting-Clips. Ein Paradebeispiel für gelungenes Employer Branding.</li> 	<li><a href="https://www.tiktok.com/@autohausellmann" target="_blank" class="Base-iconLink-extern" rel="noreferrer"><strong>Autohaus Ellman</strong><strong>n</strong></a>:&nbsp;Klassische&nbsp;Autowerbung? Sackgasse! Hier gibt es Alltagsszenen, Trends und witzige Mitarbeiter*innen-Videos. Das Ergebnis: ein regionales Familienunternehmen, das durch Humor und Persönlichkeit nationale Reichweite gewinnt.</li> </ul><h3>Zahlen, Daten, Fakten – TikTok auf der Überholspur</h3>
<p>TikTok legt ein starkes Wachstumstempo hin. Statista zufolge scrollen sich rund 26,7 Millionen Menschen in Deutschland monatlich durch die App – noch im Februar 2025 waren es 21,8 Millionen. Innerhalb weniger Monate hat TikTok also Millionen neue Nutzer*innen gewonnen und etabliert sich immer stärker im Alltag der Zielgruppe.</p>
<p>Damit ist TikTok inzwischen Instagram (31,3 Mio.) und Facebook (32,9 Mio.) dicht auf den Fersen. Während Facebook vor allem bei Jüngeren deutlich an Relevanz verliert, setzt TikTok genau hier an: Mehr als 70 % der 16- bis 19-Jährigen nutzen die App regelmäßig. Diese Zielgruppe ist dabei immer noch die stärkste. Aber auch bei den 19- bis 29-Jährigen sieht es ähnlich aus. Hier nutzen 67 % die App regelmäßig. Für Marken bedeutet das: Wer die Talente von heute und die Entscheider*innen von morgen erreichen will, kommt an TikTok nicht vorbei.</p>
<p>Noch spannender als die reinen Nutzerzahlen ist die Intensität: Im Schnitt verbringen User rund 55 Minuten pro Tag auf TikTok. Deutlich mehr als auf Instagram oder Facebook. Die App ist damit nicht nur ein zusätzlicher Kanal, sondern längst die Plattform, auf der Trends entstehen, Gespräche beginnen und Marken Nähe aufbauen können</p>
<h3>Tagesschau – but make it TikTok</h3>
<p>Die Tagesschau mit 2,1 Mio. Follower*innen beweist, dass selbst Nachrichten auf TikTok zum Hit werden können. Statt steifer Studioaufnahmen gibt’s kurze Clips, Faktenchecks und News-Snacks im Scroll-Tempo. Seriös, aber mit Humor. So erreicht die Traditionsmarke eine Zielgruppe, die sonst eher selten die 20-Uhr-Nachrichten einschaltet</p>
<h3>Mit der richtigen Content-Strategie zum High statt Bye</h3>
<p>Der Schlüssel zum Erfolg: Inhalte, die nicht als Werbung wahrgenommen werden, sondern als Beitrag zur Unterhaltung. Vor allem junge Zielgruppen lassen sich hier erreichen. Ein Mix aus Unterhaltung, Community-Nähe und subtiler Markenbotschaft. Aber was bedeutet das? Besonders erfolgreich sind hierbei Comedy-Formate, Tutorials, Einblicke hinter die Kulissen und Unternehmen, die sich nicht zu ernst nehmen. Denn wer zu starr an Corporate Design und Corporate Wording festhält, wird schnell weitergescrollt</p>
<h2>Zwischen Daily Business und Bühnenlicht</h2>
<p>TikTok lebt vom Twist zwischen Arbeit und Spaß. Unternehmen inszenieren Arbeitswelten plötzlich als Entertainment-Format: vom humorvollen Blick ins Büro bis hin zu Recruiting-Videos mit eigennützigem Dating Aufruf für Protagonist*innen. Dadurch entstehen Nähe und Authentizität. Aber auch die Gefahr der Banalisierung.</p>
<p>Gerade im Employer Branding zeigt sich, wie mächtig dieser Ansatz sein kann. Mitarbeiter*innen, die als Gesicht für das Unternehmen stehen, machen es greifbar. Doch die Balance ist entscheidend. Professionell wirken, ohne dabei den humorvollen Charakter zu verlieren. Halten wir die goldene Regel fest: Seriosität und Spaß gehen Hand in Hand</p>
<h3>Hitschies macht’s vor</h3>
<p>Ein herausragendes Beispiel für TikTok-Marketing ist die deutsche Süßwarenmarke <a href="https://www.tiktok.com/@hitschies.official">Hitschies</a>&nbsp;mit seinem Account <a class="Base-iconLink-extern" href="https://www.tiktok.com/@hitschies.official">@hitschies.official</a>. Das Traditionsunternehmen hat unter dem Geschäftsführer Philip Hitschler-Becker, einen bemerkenswerten Wandel vollzogen und TikTok zur zentralen Markenbühne gemacht.</p>
<p>Die Strategie: TikTok wird nicht als klassischer Werbekanal verstanden, sondern als Community-Plattform. Mit Trends, Challenges und humorvollen Clips gelingt es Hitschies, die Marke jung, nahbar und modern wirken zu lassen. Damit sind sie der Konkurrenz einen Schritt voraus.</p>
<p>Das Besondere: Der CEO tritt selbst regelmäßig vor die Kamera und ist somit gleichzeitig Content Creator und Markengesicht. Statt geheimnisvoll im Hintergrund zu agieren, zeigt er sich locker, probiert Produkte, reagiert auf Trends und interagiert direkt mit der Community. Nahbar im Hoodie statt distanziert im Anzug.</p>
<p>Diese persönliche Note wird sehr positiv von der Community wahrgenommen. Sie nehmen ihn nicht als klassischen CEO wahr, sondern als jemanden, der „einer von ihnen“ ist. Diese Strategie unterscheidet Hitschies von vielen anderen Marken, die TikTok eher unpersönlich nutzen</p>
<h3>Chancen und Risiken einer Personenmarke</h3>
<p>Die starke Bindung an Philip Hitschler-Becker verschafft Hitschies Reichweite, Sympathie und Wiedererkennungswert. Doch die Strategie hat eine Kehrseite: Verlässt er eines Tages die Bühne oder zieht sich zurück, könnte die Marke einen wichtigen Teil ihrer Identität verlieren.</p>
<p>Dieses Beispiel verdeutlicht die Ambivalenz von Personenmarken: Sie können Nähe und Authentizität schaffen, aber sie binden das Unternehmen stark an eine einzelne Figur. Für Hitschies wird es langfristig entscheidend sein, die Marke so aufzustellen, dass sie auch ohne ihren prägenden CEO funktioniert</p>
<h2>Stolperfallen der Trendmaschine TikTok</h2>
<p>So groß die Chancen auch sind, so deutlich zeigen sich auch die Herausforderungen. Wo Kreativität, Geschwindigkeit und Humor dominieren, geraten rechtliche und ethische Fragen leicht in den Hintergrund. Hier die größten Fallstricke:</p><ul> 	<li><strong>Musikrechte:&nbsp;</strong>Viele virale Inhalte leben von Sounds. Doch nicht alle sind für die kommerzielle Nutzung freigegeben. Unternehmen, die Trend-Audios nutzen, ohne Lizenzrechte zu prüfen, riskieren Abmahnungen oder Sperrungen. TikTok bietet zwar eine eigene Soundbibliothek, doch die Nutzungsrechte variieren je nach Kontoart (privat oder kommerziell) und Land. Wer professionell auftreten und teures Lehrgeld vermeiden will, sollte also genau prüfen, welche Audios erlaubt sind.</li> 	<li><strong>Jugendschutz:&nbsp;</strong>Die Plattform ist besonders bei Minderjährigen beliebt. Zwischen Tanzvideos und Challenges finden sich jedoch immer wieder problematische Inhalte, darunter gefährliche Mutproben oder übersexualisierte Darstellungen. Marken, die auf TikTok aktiv sind, tragen Verantwortung dafür, welche Werte sie vermitteln und wie sie ihre Zielgruppen ansprechen. Authentizität darf nicht bedeuten, Grenzen zu überschreiten.</li> 	<li><strong>Suchtgefahr:&nbsp;</strong>Mit endlosem Scrollen und algorithmisch perfekt abgestimmten Inhalten fesselt TikTok seine Nutzer*innen und das oft deutlich länger als geplant. Diese hohe Verweildauer ist zwar für Marken reizvoll, birgt aber auch eine gewisse gesellschaftliche Verantwortung. Besonders junge Menschen verbringen täglich Stunden in der App. Hier stellt sich die ethische Frage: Wie viel Aufmerksamkeit darf Werbung kosten</li> </ul><h2>Fazit</h2>
<p>TikTok ist kein Experimentierfeld (mehr). Die App ist zu einem mächtigen Marketing-Kanal geworden. Aber keiner ohne Schattenseiten. Wer hier erfolgreich sein will, sollte den Fokus nicht ausschließlich auf Kreativität und Humor legen, sondern dabei ebenso verantwortungsbewusst agieren.</p>
<p>Rechtliche Klarheit, Sensibilität gegenüber jungen Zielgruppen und ein reflektierter Umgang mit der Plattformmechanik sind genauso entscheidend wie Likes und Reichweite. Denn nur wer die Risiken kennt, kann sie vermeiden und langfristig authentisch bleiben.</p>
<p>Und apropos. Als Marketing-Agentur sind natürlich auch wir bei TikTok vertreten. Wer einen Blick hinter unsere humorvollen und selbstironischen Kulissen werfen will, ist herzlich willkommen. Hier geht es zur <a class="Base-iconLink-extern" href="https://www.tiktok.com/@nc.crew">@nc.crew</a>.</p>
<h2>Quellen</h2>
<p><a class="Base-iconLink-extern" href="https://omr.com/de/daily/tiktok-charts-juni-2025">omr.com&nbsp;(TikTok-Charts)</a></p>
<p><a class="Base-iconLink-extern" href="https://omr.com/de/daily/hitschies-philipp-hitschler">omr.com&nbsp;(Hitschies)</a></p>
<p><a class="Base-iconLink-extern" href="https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1560013/umfrage/nutzerzahlen-sozialer-medien-in-deutschland/">de.statista.com&nbsp;(Nutzerzahlen Social-Media)</a></p>
<p><a class="Base-iconLink-extern" href="https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1318937/umfrage/nutzung-von-tiktok-nach-altersgruppen-in-deutschland/">de.statista.com&nbsp;(Nutzung TikTok Altersgruppen)</a></p>]]></content:encoded>
                        
                            
                                <category>Content-Marketing</category>
                            
                                <category>Employer Branding</category>
                            
                                <category>Marketing</category>
                            
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                        <guid isPermaLink="false">news-782</guid>
                        <pubDate>Wed, 01 Oct 2025 09:00:00 +0200</pubDate>
                        <title>Marathon vs. Sprint: Mit langem Atem zur Markenkommunikation</title>
                        <link>https://www.new-communication.de/neues/detail/marathon-vs-sprint-mit-langem-atem-zur-markenkommunikation/</link>
                        <description>Wir leben in einer Zeit des Überflusses. Auch medial. Täglich prasseln Unmengen an Informationen auf den Menschen ein. Und Werbung ist nur ein Teil davon. Damit Marken sichtbar werden und im Gedächtnis bleiben, braucht es Aufmerksamkeit. Aber bitte mit Feingefühl. Digital- und Klassikberaterin Laura Föh-Auerswald verrät, wie das funktioniert. </description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Website-Traffic, schnelle Käufe im Onlineshop oder Klicks auf Banner. Verlockende Ziele, die sich zügig erreichen lassen. Für die Vertriebsabteilung ist das meist ein schneller Erfolg. Für das Marketing noch lange nicht. Denn dessen Aufgabe ist es, eine Marke langfristig aufzubauen: Sichtbarkeit schaffen, Werte im Gedächtnis der Zielgruppe verankern und eine nachhaltige Markenbindung erzeugen. Performance-Marketing liefert dafür messbare Ergebnisse in Echtzeit. KPIs wie Conversionrate, Customer Acquisition Cost (CAC) oder Sales Qualified Leads (SQL) zeigen zwar, wie gut kurzfristige Maßnahmen funktionieren. Doch Marketing ist mehr als reine Verkaufsaktivierung. Brands müssen langfristig wahrgenommen, erinnert und positiv bewertet werden, um eine erfolgreiche Markenbildung sicherzustellen.</p>
<h2><strong>Markenwerte schaffen nachhaltiges Wachstum</strong></h2>
<p>Daten aus dem Performance-Marketing helfen, Konsumverhalten zu verstehen. Sie wirken aber nur dann nachhaltig, wenn sie auf einer klaren Markenstrategie basieren. Nämlich mit definierten Guidelines, wiedererkennbaren Designs und konsistenten Botschaften.</p>
<p>Langfristige Markenkommunikation führt nachweislich zu höherem Umsatzwachstum als reine Verkaufsaktivierung. Die Kombination beider Ansätze ist ideal:</p><ul> 	<li><strong>Kurzfristig:</strong> rationale Argumente wie Preisnachlässe oder Angebote.</li> 	<li><strong>Langfristig:</strong> emotionale Botschaften, die eine Marke im Herzen der Zielgruppe verankern.</li> </ul><p>Und gerade weil Werbung immer teurer wird, lohnt sich die Investition in Markenwerte mehr denn je.</p>
<h3>Point of View statt Point of Difference</h3>
<p>Neben einem starken visuellen Wiedererkennungswert brauchen Marken eine Brand-Story, die ihre Werte transportiert.</p><ul> 	<li>Wer oder was steht für die Marke?</li> 	<li>Was macht sie aus?</li> 	<li>Warum wird auf diese bestimmte Art und Weise gehandelt?</li> </ul><p>Produktvorteile für die Zielgruppe sind das eine. Aber was macht die Marke für den Menschen wertvoll? In einer Welt des Überflusses brauchen wir nicht mehr Dinge. Was wir brauchen, ist mehr Bedeutung. Und spätestens hier kommen schnöde Produktversprechen (Point of Difference) an ihre Grenzen und ein emotionales Markennarrativ (Point of View) ist gefragt.</p>
<p>In Zeiten von Krisen, Kulturkampf und Klimawandel gewinnen die Brands, die Haltung zeigen. Und sich auch nicht davor scheuen, ihre eigene Existenz zu hinterfragen. Antworten auf die Mission und Vision schaffen Relevanz und Daseinsberechtigung.<br> <br> <strong>Marken brauchen Mut</strong></p>
<p>Vorreiter Patagonia hat bereits 2011 am Black Friday, dem umsatzstärksten Tag des Jahres, mit einer Kampagne überrascht: <em>„Don’t buy this jacket“</em>. Die Botschaft war klar: weniger kaufen, mehr auf die Umwelt achten. Mut, sich gegen kurzfristige Verkaufsziele zu stellen, verleiht einer Marke langfristig Glaubwürdigkeit und Relevanz.</p>
<p><strong>Marken brauchen Ehrfurcht</strong></p>
<p>Apple ist vielleicht nicht das erste Beispiel, das einem bei „Ehrfurcht“ in den Sinn kommt. Und doch gelingt es dem Unternehmen, Staunen und Bewunderung hervorzurufen. Indem Apple seine Produkte als Werkzeuge für Kreativität und Innovation darstellt, werden technische Geräte emotional aufgeladen und schaffen so eine tiefere Bindung zwischen Marke und Zielgruppe.</p>
<p><strong>Marken brauchen Metaphern</strong></p>
<p>Red Bull „verleiht Flügel“. Die Metapher wirkt auf mehreren Ebenen. Im Produktversprechen, aber auch in der medienwirksamen Inszenierung als Sponsor extremer Sportarten oder waghalsiger Events. Metaphern machen Markenbotschaften greifbarer und einprägsam.</p>
<p><strong>Marken brauchen Musik</strong></p>
<p>Musik kann Emotionen transportieren wie kaum ein anderes Medium. Ein Jingle wie <em>„da, da, da, da, da“</em> von McDonald’s bleibt durch Wiederholung und Einfachheit im Gedächtnis. Songs wie <em>„We are the people“</em> von Empire of the Sun, die durch die Vodafone-Werbung bis in die Charts gelangten, zeigen: Musik schafft eine starke emotionale Verbindung zu einem Produkt und kann so ein Booster für den Wiedererkennungswert einer Marke sein.</p>
<h3>Marken definieren Märkte</h3>
<p>Sind Marken noch disruptiver und liefern nicht nur durch die Kommunikation eine Antwort auf das eigene Hinterfragen, sondern auch durch einen stetigen Wandel des Geschäftsmodells, dann formen sie die Märkte neu. Und setzen ganz neue Standards.</p><ul> 	<li><strong>Klarna:</strong> Vom simplen Bezahlmittel zum Versprechen „Smooth Payments“ mit dem Ziel, Menschen mehr Zeit zu schenken.</li> 	<li><strong>Netflix:</strong> Statt DVDs zu verleihen, etablierte Netflix das Streaming-Modell im Abo – und veränderte die Unterhaltungsbranche grundlegend.</li> 	<li><strong>Amazon:</strong> Vom Online-Buchhändler entwickelte sich Amazon zum globalen Tech-Konzern und Anbieter digitaler Services und prägte den modernen E-Commerce.</li> 	<li><strong>Airbnb:</strong> Aus der Idee privater Unterkunftsvermietung entstand eine neue Form des Reisens, die heute durch Hospitality, wie Erlebnisse und ergänzende Services nahe den Reisezielen, erweitert wird.</li> </ul><h2><strong>Fazit </strong></h2>
<p>Marken waren früher vor allem ein Indikator für Qualität und Herkunft. Heute sind sie wertebasierte Wegweiser, die Orientierung im Konsumdschungel überfüllter Märkte geben. Unterscheidung gelingt nicht mehr allein durch Produkte, sondern durch starke Ideen, klare Werte, konsistente Haltungen und Botschaften. Entscheidend ist die Balance: Langfristige, emotionale Markenkommunikation muss Hand in Hand gehen mit kurzfristigen, rationalen Vertriebsmaßnahmen.</p>
<h2>Quellen</h2>
<p><strong>Publikationen:</strong></p>
<p>Andreas Baetzgen: Brand Planning – neue Strategien für Marken und Kampagnen</p>
<p><strong>Online:&nbsp;</strong></p>
<p><a class="Base-iconLink-extern" href="https://www.newisnew.lt/wp-content/uploads/2016/07/1.-Les-Binet.pdf">newisnew.lt</a></p>
<p><a class="Base-iconLink-extern" href="https://www.wiwo.de/unternehmen/dienstleister/werbesprech-nie-war-die-botschaft-so-wertlos-wie-heute/23163046.html">wiwo.de</a></p>
<p><a class="Base-iconLink-extern" href="https://dmexco.com/de/stories/emotionale-werbung-wie-deutsche-marken-wieder-beruehren-koennen/">dmexco.com</a></p>
<p><a class="Base-iconLink-extern" href="https://www.media-perspektiven.de/publikationsarchiv/2025/detailseite-2025/starke-emotionen-in-der-werbung">media-perspektiven.de</a></p>
<p class="MsoCommentText">&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
                        
                            
                                <category>Marketing</category>
                            
                                <category>Online</category>
                            
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                        <guid isPermaLink="false">news-780</guid>
                        <pubDate>Wed, 17 Sep 2025 09:00:00 +0200</pubDate>
                        <title>Preboarding als Ghostbuster im Personalmarketing</title>
                        <link>https://www.new-communication.de/neues/detail/preboarding-als-ghostbuster/</link>
                        <description>Warum Kandidat*innen immer häufiger noch vor Arbeitsbeginn abspringen, weshalb gängige Vorstellungen von „Work-Life-Balance“ und Arbeitnehmer*innen-Engagement oft völlig danebenliegen – und wie ihr durch ein empathisches, durchdachtes Preboarding zum echten Ghostbuster werdet, erklärt euch Strategie- und Digitalberater Christian Huep in seinem Artikel. Spoiler: Wer nur auf Output achtet, könnte bald ganz ohne dastehen.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>„Mit Vier-Tage-Woche und Work-Life-Balance werden wir den Wohlstand dieses Landes nicht erhalten können.“ Für diese Aussage erntete Bundeskanzler Friedrich Merz viel Unverständnis und Ablehnung. Geht es doch an der Lebensrealität von Berufstätigen vorbei, da derartige Aussagen Arbeitnehmer*innen als faul oder unproduktiv stigmatisieren. Und doch findet sich der Satz in diesem Fachartikel wieder. Warum? Weil er auf den Punkt bringt, woran es in der heutigen Arbeitswelt häufig hapert. Spoiler: am Engagement der Arbeitnehmer*innen nicht.</p>
<h2 style="text-align:justify">Mit Wertschätzung zum Wohlstand</h2>
<p>Diese Art der Rhetorik ist ein beliebtes Stilmittel im politischen Diskurs. Verfängt gut in der Presse dank markiger Headlines und gibt Futter für die nächste Talkshow-Runde bei Lanz oder Illner. Die Realität zeigt jedoch eine engagierte Arbeitnehmerschaft. Allein 2024 wurden in Deutschland 1,2 Milliarden Überstunden geleistet – über 600 Millionen davon unbezahlt. Das Bild der faulen Angestellten kann also nicht bestätigt werden. Doch genau diese Schere zwischen tatsächlich Geleistetem und der öffentlichen Wahrnehmung trägt merklich zu einer deutlich steigenden Unzufriedenheit bei. Das schlägt sich auch auf die Bereitschaft nieder, den Arbeitgeber zu wechseln. Denn nur 9 % der Arbeitnehmer*innen haben eine hohe Bindung zu ihren Arbeitgeber*innen. Für alle Unternehmen, die Fachkräfte suchen, eine gute Nachricht – für die, die sie halten wollen eher ungünstig. Doch wie schaffe ich es als Unternehmen, eine starke Bindung zu meinen Mitarbeiter*innen aufzubauen? Insbesondere zu denen, die neu hinzukommen? Wie gelingt es, die Stigmata über Bord zu werfen und glaubhaft zu vermitteln, dass nicht nur geleistete Arbeit, sondern auch die Person, die hinter der Arbeit steht, wahrgenommen und wertgeschätzt wird? Denn genau hier greift der Wunsch vieler Beschäftigten: Gesehen werden. Wertgeschätzt werden. Und nicht nur auf den bloßen Output reduziert werden.</p>
<p>Aber der Reihe nach. Wer neue Mitarbeiter*innen gewinnen will, erarbeitet eine <a class="Base-iconLink-extern" href="https://www.new-communication.de/neues/detail/candidate-journey/">Candidate Journey</a> – also den Weg der Kandidat*innen in das Unternehmen – die zu einer tatsächlichen Anstellung führt. Das bedeutet für ein Unternehmen enorme Investitionen. Zu den tatsächlichen Kosten, die mit der Einstellung neuer Mitarbeiter*innen anfallen, können bspw. folgende Punkte zählen:</p><ul> 	<li style="text-align:justify">Anzeigenschaltungen</li> 	<li style="text-align:justify">Personalvermittlungsagenturen</li> 	<li style="text-align:justify">Gehaltskosten der Personalabteilung und des Managements für die Prüfung und Befragung von Bewerber*innen</li> 	<li style="text-align:justify">Antrittsprämien</li> 	<li style="text-align:justify">Kosten für die Einarbeitung neuer Mitarbeiter*innen, einschließlich Schulung, Bereitstellung von Ausrüstung und technischer Einrichtung</li> 	<li style="text-align:justify">Uvm.</li> </ul><p>Eine Gallup-Studie taxiert die Kosten (konservativ) auf die Hälfte bis hin zum Doppelten des Jahresgehalts der zu besetzenden Stelle. Andere Studien und Personaler*innen <a class="msocomanchor" href="#_msocom_2" name="_msoanchor_2">[DS2]</a>&nbsp;gehen von deutlich höheren Kosten aus. Umso ärgerlicher, wenn das investierte Geld verpufft. Denn immer häufiger kommt es während des Einstellungsprozesses zum Phänomen „Ghosting“ – dem Untertauchen der Bewerber*innen während des Bewerbungsprozesses. Bei einer Umfrage der Jobplattform Indeed unter Recruiter*innen gaben 36 Prozent der Befragten an, dass Bewerber*innen bereits vor dem Vorstellungsgespräch abspringen würden. 29 Prozent der Recruiter*innen machen vermehrt die Erfahrung, dass Bewerber*innen sich nach einem Bewerbungsgespräch nicht mehr melden würden. Bei ganzen 17 Prozent wurden bereits geghosted, nachdem eine Zusage erteilt wurde und bei 7 Prozent erschienen Kandidat*innen nicht am ersten Arbeitstag. 90 Prozent der Recruiter*innen sind in ihrer Arbeit somit von Ghosting betroffen</p>
<h2 style="text-align:justify"><strong>Wie kann man Ghosting in der Arbeitswelt entgegenwirken?</strong></h2>
<p>Noch immer gehen viele Unternehmen davon aus, dass die Betreuung von Kandidat*innen erst mit dem Onboarding und somit am ersten Arbeitstag beginnt. In Zeiten von Fachkräftemangel und einem hart umkämpften Arbeitnehmer*innen-Markt eine Annahme, die überdacht werden sollte. Das Stichwort, das Abhilfe leisten kann, lautet: Preboarding. In Kurz bedeutet Preboarding nichts anderes, als die Kandidat*innen von der Vertragsunterzeichnung bis hin zum ersten Arbeitstag zu begleiten. Über die reine Definition herrscht Konsens. Bei der Umsetzung dieser Phase gehen Erwartungen und Auslegung von Bewerber*innen und Unternehmen oftmals weit auseinander.</p>
<p>Vergegenwärtigt man sich den Zweck des Preboarding-Prozesses, steht vor allem der Bindungs- und Beziehungsaufbau im Vordergrund. Die neuen Mitarbeiter*innen sollen in ihrer Jobentscheidung bestärkt werden. Sie sollen das Gefühl haben, die richtige Wahl getroffen zu haben. Nicht nur in Bezug auf die Arbeit als solche, sondern auch, was das Unternehmen anbelangt. Kann ich mich mit der Unternehmenskultur identifizieren? Wie werde ich mich mit meinen Kolleg*innen verstehen? Harmoniert der Job mit meinen Vorstellungen davon, Beruf und Privatleben in Einklang zu bringen? Diese und viele weitere Fragen beschäftigen die Kolleg*innen von morgen. Es lohnt daher, sich in Kandidat*innen hineinzuversetzen. Empathie ist eine Eigenschaft, die im Personalbereich Gold wert ist. Auch das Gespräch mit Kolleg*innen aus verschiedenen Abteilungen kann helfen und neue Impulse geben. Unternehmen rücken gern den eigenen Vorteil in den Vordergrund. Verständlich, aber nicht empfehlenswert. Die neuen Mitarbeiter*innen nehmen nun jedoch die umgekehrte Sichtweise ein – und auf diese kommt es nun mal an.</p>
<h3 style="text-align:justify">Dos and Don’ts im Preboarding</h3>
<p>Neue Mitarbeiter*innen wollen kein Praktikum oder Probearbeiten vor dem eigentlichen ersten Arbeitstag absolvieren. Für das Unternehmen ist der Vorteil, dass das Onboarding bereits vorgezogen werden kann – die Einarbeitung also deutlich kürzer ausfällt. Für die neuen Mitarbeiter*innen ist diese Zeit allerdings fest eingeplante Freizeit oder Arbeitszeit, die sie noch im alten Job erbringen müssen. Auch der Wunsch, dass bereits vor dem Ausscheiden der Person, deren Position neu besetzt werden soll, ein Austausch stattfindet, damit Aufgaben übergeben werden können, ist ein klassisches Beispiel und gleichzeitiges No-Go für schlechtes Preboarding. Verfehlte Planung oder bestehende Engpässe sollten nicht auf den Schultern der neuen Kolleg*innen abgeladen werden. Das ist kein guter Start und kann schnell abschrecken. Das Resultat: lieber untertauchen und ein Unternehmen suchen, das mehr Wert auf meine Bedürfnisse legt. Es gibt viele dieser Beispiele, die zeigen, dass Unternehmen den falschen Fokus setzen. Im Zentrum des Prozesses sollten stets die neuen Kolleg*innen stehen.</p>
<p>Gutes Preboarding leistet Abhilfe und unterstützt dabei, bereits zu Beginn eine starke emotionale Verbundenheit zwischen Mitarbeiter*in und Unternehmen aufzubauen. Was vermutlich jede*n Personaler*in enttäuschen dürfte: Es gibt keine Blaupause für das eine richtige Preboarding-Konzept. Mitarbeiter*innen wollen als Individuum gesehen werden, und als solches sind es die verschiedenen Erwartungen und Bedürfnisse, die im Preboarding-Prozess abgedeckt werden müssen. Das Repertoire, aus dem die Preboarding-Maßnahmen bestehen, sollte zumindest zweistellig sein, um auf verschiedene Bedürfnisse und Erwartungen eingehen zu können. Bei der Auswahl der richtigen Maßnahmen spielt Empathie aufseiten der Personaler*innen eine entscheidende Rolle. Welchen Typ Mensch haben wir da für unser Unternehmen gewonnen? Offen, gesellig und voller Motivation, direkt in alle Prozesse eingebunden zu werden. Dann können Teamevents ein entscheidender Faktor sein. Oder doch eher der ruhige, etwas introvertierte Typ? Dann sind womöglich Informationen relevant, die über verschiedene Kanäle und in verschiedenen Formen geliefert werden können. Die Wahrheit liegt vermutlich irgendwo dazwischen, mit verschiedenen – mal stärker und mal schwächer ausgeprägten&nbsp;– Facetten. Was dabei immer gut ankommt, sind Willkommenspakete mit einem unternehmerischen Bezug, kombiniert mit personalisierten Inhalten. Im besten Fall konntet ihr Persönliches im Bewerbungsgespräch erfahren und das Paket mit der entsprechenden Note versehen. Dabei geht es nicht darum, viel Geld auszugeben, sondern zu zeigen, dass zugehört und wahrgenommen wurde.</p>
<p>Das Preboarding entsprechend individuell zu planen und auf die verschiedenen Bedürfnisse der neuen Kolleg*innen einzugehen, ist hier der Ghostbuster. Wenn man diese allerdings meistert, steht dem ersten Arbeitstag kaum noch etwas im Weg, und ganz nebenbei konnte eine starke Bindung geschaffen werden, die dazu führt, die neugewonnenen Kolleg*innen auch langfristig zu halten.</p>
<h3 style="text-align:justify">Preboarding und seine Strahlkraft</h3>
<p>Hat man den Dreh raus und weiß, was neue Kolleginnen und Kollegen wollen, sind das „Ghostbusting“ und die entstandene Bindung nicht die einzigen positiven Effekte, die das Preboarding mit sich bringt. Wer zufrieden ist mit seinem Job, ist das perfekte Aushängeschild. Gleich und Gleich gesellt sich gern, ist ein bekanntes Sprichwort. Auch hier findet es Anwendung, denn unser Freundes- und Bekanntenkreis ist oftmals homogen&nbsp;– selbe Ausbildung, selbes Studium, selbst ehemaliger Arbeitgeber. Und wer zufrieden und glücklich ist, wird automatisch Markenbotschafter*in, indem im Freundes- und Bekanntenkreis von der neuen Arbeit erzählt wird. Die Folge? Diejenigen, die unzufrieden sind, ziehen einen Wechsel in Betracht. Besseres Marketing kann es nicht geben als authentische Informationen aus erster Hand von einer Person, der ich vertraue. Kein*e Influencer*in der Welt könnte einen besseren Effekt haben.</p>
<h2 style="text-align:justify"><strong>Fazit</strong></h2>
<p>Wie kann man das ganze Gelesene nun zusammenfassen? Vermutlich so: Stellt eure Bedürfnisse und kurzfristigen Unternehmensziele hinten an. Es mag wehtun, zahlt sich aber mittel- und langfristig aus. Ihr gewinnt Mitarbeiter*innen, die sich mit dem Unternehmen identifizieren, langfristig planen, zu bleiben, und im besten Fall neue Mitarbeiter*innen werben, ohne, dass ihr die teure Werbetrommel rühren musstet. Wie man eine passende <a class="Base-iconLink-extern" href="https://www.new-communication.de/neues/detail/candidate-journey/">Candidate Journey</a> entwickelt, welche Maßnahmen für das Preboarding sinnvoll sind und wie ihr all das gewinnbringend einsetzt, erfahrt ihr von Christian Huep. Unserem Experten für alle Fragen rund um die <a class="Base-iconLink-extern" href="https://www.new-communication.de/neues/detail/candidate-journey/">Candidate Journey</a>.&nbsp;</p>
<h2>Quellen</h2>
<p><a class="Base-iconLink-extern" href="https://www.dgb.de/fileadmin/import/Aktuelles/News/DGB-Index-Kompakt_2025-02_%C3%9Cberstunden_C.pdf">dgb.de</a></p>
<p><a class="Base-iconLink-extern" href="https://www.gallup.com/de/472028/bericht-zum-engagement-index-deutschland.aspx">gallup.com</a></p>
<p><a class="Base-iconLink-extern" href="https://www.gallup.com/workplace/247391/fixable-problem-costs-businesses-trillion.aspx">gallup.com/workplace</a></p>
<p><a class="Base-iconLink-extern" href="https://www.randstad.ch/hr-blog/personalmanagement/die-tatsaechlichen-kosten-der-fluktuation/">randstad.ch</a></p>
<p><a class="Base-iconLink-extern" href="https://www.haufe.de/personal/hr-management/preboarding-neuer-mitarbeiter_80_595408.html">haufe.de</a></p>
<p><a class="Base-iconLink-extern" href="https://www.stepstone.de/magazin/artikel/jobwechsel-begruenden-wechselmotivation-im-bewerbungsgespraech">stepstone.de</a></p>
<p class="MsoCommentText">&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
                        
                            
                                <category>Employer Branding</category>
                            
                                <category>Marketing</category>
                            
                                <category>Strategie</category>
                            
                                <category>Touchpoint-Marketing</category>
                            
                        
                        
                            
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                    <item>
                        <guid isPermaLink="false">news-779</guid>
                        <pubDate>Wed, 03 Sep 2025 09:00:00 +0200</pubDate>
                        <title>Make Me Feel: Sensorisches Branding mit allen Sinnen</title>
                        <link>https://www.new-communication.de/neues/detail/sensorisches-branding/</link>
                        <description>Wie gelingt es im Marketing, Köpfe und Herzen zu erobern? Eine besonders wirkungsvolle Methode ist das sensorische Branding. Ein unverwechselbarer Geschmack, ein einprägsamer Duft, ein besonderes haptisches Erlebnis – sensorisches Branding spricht alle Sinne an und schafft intensive, emotionale Markenerlebnisse. In Isabelle Neffs neuestem Artikel erfahrt ihr, wie erfolgreiche Marken dieses Potenzial heute schon nutzen.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Branding erlebbar machen. Mit allen Sinnen. Sensorisches Branding geht weit über Logos und Farbwelten hinaus. Es vereint unsere Sinneseindrücke miteinander – je mehr davon involviert sind, desto intensiver und nachhaltiger wird eine Marke wahrgenommen.</p>
<h2 style="text-align:left">Was bedeutet Sensorisches Branding?</h2>
<p>Sensorisches Branding ist eine Marketingstrategie, die gezielt auf alle fünf Sinne abzielt: Sehen, Hören, Riechen, Schmecken und Tasten. Ziel dabei ist es, eine emotionale Verbindung zwischen Marke und Konsument*innen zu schaffen.</p>
<p>Denn durch gezielte Reize gelingt es Marken, sich dauerhaft im Gedächtnis zu verankern, sich vom Wettbewerb abzuheben und einen bleibenden Eindruck zu hinterlassen.</p>
<p>Ein gutes Beispiel ist Starbucks: Der warme Duft von frisch gemahlenem Kaffee, die entspannende Musik im Hintergrund und das markante Grün im Corporate Design schaffen ein Gefühl von Geborgenheit und Entspannung. Überall auf der Welt, egal in welcher Filiale.</p>
<h3 style="text-align:left">Welche sensorischen Ebenen gibt es</h3><ul> 	<li style="text-align:left"><strong>Sehen (Visuell):</strong> Farben, Logos, Typografie und Verpackungsdesign prägen den ersten Eindruck einer Marke. Visuelles Branding ist heutzutage üblich und bekannt durch Werbeanzeigen und Videokampagnen.</li> 	<li style="text-align:left"><strong>Hören (Auditiv):</strong> Audioelemente wie Jingles, Soundeffekte, gesprochene Slogans und charakteristischen Stimmen sorgen für eine akustische Markenidentität. Ein gutes Beispiel ist das Startgeräusch von Windows, was für einen hohen Wiedererkennungswert sorgt.</li> 	<li style="text-align:left"><strong>Riechen (Olfaktorisch):</strong> Düfte in Stores, wie bei Starbucks oder Abercrombie &amp; Fitch, schaffen sofortige emotionale Assoziationen. Doch auch parfümierte Papiere sind beliebte Marketingmaterialen. So haben wir bei New Communication bereits im Trendsport 2021 einen Umschlag mit Walnuss und Himbeerduft eingesetzt, um ein sensorisches Erlebnis zu schaffen.</li> 	<li style="text-align:left"><strong>Schmecken (Gustatorisch):</strong> Geschmacks-Branding bezieht sich darauf, bestimmte Aromen einzusetzen. Besonders beliebt ist diese Art von Branding in der Lebensmittel- und Getränkeindustrie, wie z. B. bei Coca-Cola. Doch auch Marken wie Labello und Elmex arbeiten mit spezifischen Aromen in ihren Produkten.</li> 	<li style="text-align:left"><strong>Tasten (Haptisch):</strong> Haptisches Branding nutzt den Tastsinn, um Markenerlebnisse einprägsamer zu machen. Dabei sind vor allem Texturen, Formen und Materialien von großer Bedeutung.</li> </ul><h2 style="text-align:left">Wie funktioniert Sensorisches Branding in der Praxis?</h2>
<p>Unternehmen nutzen sensorisches Branding auf vielfältige Art und Weise. Im Einzelhandel kommen beispielsweise Düfte und Musik zum Einsatz, um eine einladende Stimmung zu erzeugen.</p>
<p>Ein beeindruckendes Beispiel ist die McDonalds-Kampagne aus den Niederlanden. Hier wurden alle visuellen Elemente von der Plakatwand entfernt, und stattdessen der verlockende Geruch von frisch gebratenen Pommes eingesetzt. Maximale Aufmerksamkeit bei minimalem Input. Simpel wie genial, oder?&nbsp;Aber macht euch selbst ein Bild. Oder Geruch? Hier geht's zum <a class="Base-iconLink-extern" href="https://www.youtube.com/watch?v=UKBw1W1yXZc&amp;ab_channel=McDonald%27sNederland">Video der Kampagne</a>.</p>
<p>Auch digitale Plattformen nutzen sensorische Elemente: Soundeffekte beim Absenden einer Nachricht oder haptisches Feedback bei einer Interaktion in einer App machen Marken erlebbarer. Ein bekanntes Beispiel hierfür ist Netflix: Der kurze <a class="Base-iconLink-extern" href="https://on.soundcloud.com/NweAPHrbfh6jLwcd5w">"Ta-Dum"-Sound</a>, der beim Start eines Films zu hören ist, gilt längst als Markenzeichen und weckt sofort Erwartungen bei den Zuschauer*innen.</p>
<p>In der Produktentwicklung spielen sensorische Elemente ebenfalls eine große Rolle. Wusstet ihr, dass Automobilhersteller bewusst das Geräusch, einer schließenden Autotür, entwickeln, um ein Gefühl von Stabilität und Sicherheit zu vermitteln?</p>
<p>Auch Apple beherrscht sensorisches Branding. Der Tech-Gigant hat das Unboxing-Erlebnis seiner Produkte perfektioniert. Vom ersten Öffnen der Verpackung bis hin zum ersten Einschalten ist alles so gestaltet, dass es die Konsument*innen begeistert. So sehr, dass daraus ein eigener <a class="Base-iconLink-extern" href="https://youtube.com/shorts/nQ1Ogw-Uyl0?si=emxaWJOxhQLVmsnr">Social Media Unboxing-Trend</a> entstanden ist.</p>
<h3 style="text-align:left">Warum lohnt sich Sensorisches Branding für Marken?</h3>
<p>Sensorisches Branding schafft eine starke, emotionale Bindung zwischen der Marke und den Konsument*innen. Die „Mood Media Studie“ belegt, wie eindrucksvoll und stark sensorische Elemente sich dabei auf das Verhalten auswirken. Dabei zeigen die Ergebnisse, dass gezielt eingesetzte Reize wie Musik, Düfte oder visuelle Elemente nicht nur die Aufenthaltsdauer potenzieller Kund*innen oder Verbraucher*innen verlängern, sondern auch Kaufentscheidungen positiv beeinflussen und den Umsatz steigern.</p>
<h3 style="text-align:justify">Ausblick: Zukunftstrends im Sensorischen Branding</h3>
<p>Die Zukunft des sensorischen Brandings ist eng mit technologischen Entwicklungen und veränderten Konsumgewohnheiten verbunden. Besonders folgende Trends werden die Markenführung in den kommenden Jahren prägen:</p>
<p><strong>• Virtuelle Realität: </strong>Die Entwicklung von Virtual-Reality-Technologie wird es Marken ermöglichen, immersivere und interaktivere Erfahrungen zu schaffen, die es ihnen erlauben, mit ihren Konsument*innen auf einer tieferen Ebene zu interagieren.</p>
<p><strong>• Nachhaltige Sinneseindrücke:</strong> Ökologische und ethische Gesichtspunkte rücken zunehmend in den Vordergrund. Natürliche Düfte, umweltfreundliche Materialien und klimaneutrale Produktionsmethoden gewinnen an Bedeutung. Nachhaltige Marken haben Potenzial, sensorische Erlebnisse zu schaffen, die positive Emotionen im Zusammenhang mit Natur, Nachhaltigkeit und Wohlbefinden hervorrufen.</p>
<h2 style="text-align:left">Fazit</h2>
<p>Sensorisches Branding ist ein wirkungsvolles Werkzeug der Markenführung, das Emotionen weckt, Erinnerungen verankert und Erlebnisse schafft. Wer seine Marke nicht nur sichtbar, sondern spürbar macht, hebt sich authentisch, emotional und nachhaltig ab. Und dank moderner Technologien wie Virtual Reality (VR) und Augmented Reality (AR) eröffnen sich in Zukunft zahlreiche neue Möglichkeiten, Marken auf vielfältige Weise zu präsentieren und individuelle Erlebnisse zu gestalten.</p>
<h2>Quellen:</h2>
<p><a class="Base-iconLink-extern" href="https://www.nineblaess.de/de/blog-de/sensorisches-branding-wird-das-naechste-grosse-thema/#elementor-toc__heading-anchor-7">nineblaess.de</a></p>
<p><a class="Base-iconLink-extern" href="https://www.berger.team/glossar/sensory-branding/">berger.team</a></p>
<p><a class="Base-iconLink-extern" href="https://www.marketinginstitut.biz/blog/sensory-marketing/">marketinginstitut.biz</a></p>
<p><a class="Base-iconLink-extern" href="https://www.intotheminds.com/blog/de/sensorisches-marketing-vorteile-2023/">intotheminds.com</a></p>
<p><a class="Base-iconLink-extern" href="https://www.canto.com/de/blog/sensorisches-branding/">canto.com</a></p>
<p><a class="Base-iconLink-extern" href="https://corporate-senses.com/sensory-branding/">corporate-senses.com</a></p>
<p>&nbsp;</p>]]></content:encoded>
                        
                            
                                <category>Design</category>
                            
                                <category>Innovationen &amp; Trends</category>
                            
                                <category>Social Media</category>
                            
                                <category>Touchpoint-Marketing</category>
                            
                                <category>Audio &amp; Video</category>
                            
                        
                        
                            
                            <enclosure url="https://www.new-communication.de/fileadmin/user_upload/publikationen/2025/sensorisches_branding/isa_fa_bild_sensorisches_marketing.png" length="3134278" type="image/png"/>
                        
                    </item>
                
                    <item>
                        <guid isPermaLink="false">news-778</guid>
                        <pubDate>Wed, 20 Aug 2025 09:00:00 +0200</pubDate>
                        <title>Digga, was laberst du: Jugendsprache 2025</title>
                        <link>https://www.new-communication.de/neues/detail/jugendsprache-2025/</link>
                        <description>„Brudi, das ist komplett lost.“ Sorry, aber was ist verloren gegangen? Der deutsche Wortschatz? Was klingt wie der Kommentarbereich von TikTok, ist nichts anderes als Jugendsprache. Und weil Worte ihr Ding sind, hat Texterin Danie Schwiderski irgendwo zwischen Slang, Selbsttest und einem Hauch Ironie ein freshes Update für uns. Fachlich fundiert. Und nicht cringe. Hoffentlich.</description>
                        <content:encoded><![CDATA[<p>Wir haben alle Susanne Daubners ikonische Stimme im Kopf, wenn es darum geht, das aktuelle Jugendwort des Jahres zu verkünden. Aber wer spricht überhaupt so? Jugendliche. Obviously.</p>
<h2 style="text-align:justify">WTF ist Jugendsprache?</h2>
<p>Jugendsprache ist ein Gruppen- und Altersphänomen. Typischerweise tritt es etwa zwischen 12 und 20 Jahren auf. Sie ist Ausdrucksform, Zugehörigkeitscode und zugleich Mittel zur Abgrenzung. Vor allem aber dient sie der Selbstpositionierung in einer sich permanent wandelnden Gesellschaft. Fun Fact: Auch Erwachsene haben ihre Geheimsprache. Allgemein bekannt auch als Fachjargon. Klingt weniger kreativ, erfüllt aber denselben Zweck.</p>
<p>Viele Creator*innen und junge Erwachsene (18–30) spielen ebenso mit Jugendsprache. Sei es fürs Entertainment oder zur Selbstinszenierung. Sie ist kein Zwang. Eher eine Art kreatives Angebot. Manche nehmen es an. Und manche eben nicht. Aus Selbstironie oder um cool zu wirken, taucht sie hin und wieder auch bei Eltern, Lehrer*innen oder Boomern auf. Spoiler: Klappt selten. Also das mit dem cool wirken. Allein die Formulierung dieses Satzes fühlt sich nach dem Gegenteil an. Jugendsprache ist schnelllebig. Was heute noch slay ist, wird morgen schon cringe und übermorgen zum Boomer-Move. Ganz dünnes Eis, also.</p>
<h3>Woher kommen Jugendwörter eigentlich?</h3>
<p>Seit 2008 veröffentlicht Langenscheidt das Jugendwort des Jahres. Sieger damals: „Gammelfleischparty“. Ein wenig schmeichelhafter Begriff für Ü-30-Partys. Na, herzlichen Dank. Seither gehen viele Begriffe generationsübergreifend in den Wortschatz über. „Cringe“ zum Beispiel. Es wurde 2021 zum Jugendwort gekürt und ist sowohl bei New Communication als auch in meinem persönlichen Umfeld ein stehender Begriff.</p>
<h3>Wie stellt sich die Liste der Jugendwörter zusammen?</h3>
<p>Langenscheidt ruft jedes Jahr dazu auf, Vorschläge einzureichen. Angesprochen sind dabei alle zwischen 11 und 20 Jahren. Wanted: Begriffe, die zum üblichen Sprachgebrauch der Jugendlichen gehören. Nicht zwingend Deutsch. Gern auch aus anderen Sprachen. Hauptsache, sie erreichen eine relevante Verbreitung. Tabu sind diskriminierende, beleidigende oder sexistische Ausdrücke.</p>
<h3>Kandidaten-Check: Jugendwort 2025</h3>
<p>Werfen wir mal einen Blick auf die Top-10-Liste für das Jugendwort des Jahres 2025. Ebenfalls zusammengestellt von der Jury des Langenscheidt-Verlags.</p><ul> 	<li><strong>Das crazy: </strong>Allzweckreaktion bei Sprachlosigkeit. Vergleichbar mit „Aha, cool“ oder „Okay“.</li> 	<li><strong>Tuff: </strong>Slang für „krass“, „cool“ oder „beeindruckend“.</li> 	<li><strong>Checkst du: </strong>Variante von „Verstehst du?“. Meist am Satzende.</li> 	<li><strong>Schere:</strong> Aus der Gaming-Szene. Bedeutet: „Mein Fehler“. Digitaler Handschlag mit Einsicht.</li> 	<li><strong>Lowkey: </strong>Bedeutet „ein bisschen“, „unauffällig“ oder „unterschwellig“. Besonders bei Gefühlen beliebt.</li> 	<li><strong>Digga(h): </strong>Klassiker. Synonym für Bro, Freund*in, Mensch. Funktioniert als Anrede oder Ausruf.</li> 	<li><strong>Goonen: </strong>Slang für ausgedehnte Selbstbefriedigung. Ursprünglich mit Bezug zu Dopaminsucht. Inzwischen allgemeines Synonym.</li> 	<li><strong>Rede: </strong>Zustimmung mit Nachdruck. Wird gesagt, wenn jemand laut ausspricht, was alle denken.</li> 	<li><strong>Sybau: </strong>Kurz für „Shut your b*tch ass up“. Klingt niedlich, meint aber „Halt die Fresse“. Jedoch mit ironischem Vibe.</li> 	<li><strong>Tot: </strong>Wenn etwas oder jemand komplett peinlich, lame (lahm) oder unpassend ist. Party, Stimmung, Outfit = tot.</li> </ul><p>Beim Abstimmen gibt es übrigens, anders als bei den Vorschlägen, keine Altersbegrenzung nach oben. Mitmachen kann jede*r. Wer Interesse hat: Noch bis Anfang September kann <a class="Base-iconLink-extern" href="https://www.langenscheidt.com/jugendwort-des-jahres?srsltid=AfmBOooISjz0-iIY39jCN4kw_LFzgfoGxmtLv8h7F_nu-4ZeRVYtNq_m">hier</a>&nbsp;für den Favoriten gevotet werden. Anschließend geht es für rund vier Wochen in die finale Top-3-Phase. Auf der Frankfurter Buchmesse Mitte Oktober wird schließlich der Gewinner-Begriff bekannt gegeben. Schauen wir mal, was wird (was wird).</p>
<h2 style="text-align:justify"><strong>Ironische Gegenaktion: Boomer-Wort des Jahres</strong></h2>
<p>2024 wurde die charmante Umkehr des Konzepts erfunden. Das Boomerwort des Jahres. Erfunden vom Webvideoproduzenten Levi Penell. Der Gedanke: Wenn ältere Generationen jedes Jahr über „lost“, „wild“ und „Diggah“ urteilen, darf die Jugend auch auswählen, was nach E-Mail-Signatur und Hagebuttentee klingt.</p>
<p><img src="https://www.new-communication.de/fileadmin/_processed_/3/1/csm_grafik_boomerwort_cccf3a4eb1.jpg" alt width="435" height="600" decoding="async" loading="lazy"></p>
<p>Natürlich ist das Ganze nicht böse gemeint. Es ist vielmehr eine augenzwinkernde Einladung, über sich selbst lachen zu dürfen. Und auch hier wieder ein Reminder, dass Sprache eben immer im Wandel ist. Und dass jede Generation Begriffe hat, die sie mit Leidenschaft benutzt. Bis sie peinlich werden.</p>
<p>Wer diesen Abschnitt laut gelesen hat: Glückwunsch. Ihr seid offiziell in der Zielgruppe.</p>
<h3>Selbsttest: Wie sprecht ihr eigentlich?</h3>
<p>Wenn ihr euch beim Lesen dieses Artikels inzwischen gefragt habt, wo ihr sprachlich eigentlich steht: Jetzt dürft ihr den ultimativen Selbsttest machen. Seid ihr noch Team Gen Z/Alpha oder steht ihr schon auf der Gästeliste der nächsten Thermomix-Party? Lest dazu folgende Aussagen durch und wählt weise (und ehrlich), ob ihr eure Stimme A) den Boomern zuteilt oder B) Jugendwörter schon zu eurem täglichen Sprachgebrauch gehören.</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>1. Ihr habt eine starke Meinung.</strong></p>
<p>A)<em> „Ich lass mir doch nicht auf der Nase rumtanzen!“</em></p>
<p>B)<em> „Meine Meinung, checkst du?“</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>2. Ihr seid begeistert von jemandem.</strong></p>
<p>A)<em> „Der hat echt was auf dem Kasten.“</em></p>
<p>B)<em> „Wild. Einfach wild.“</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>3. Ihr möchtet ausdrücken, dass ihr es nicht ganz ernst meint.</strong></p>
<p><em>A) „War nur Spaß. Bleib locker.“</em></p>
<p><em>B) „War Joke. Lowkey.“</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>4. Etwas ist richtig unangenehm.</strong></p>
<p>a)<em> „Das ist aber peinlich.“</em></p>
<p>b)<em> „Brudi… das ist maximal cringe.“</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>5. Jemand sagt etwas, das alle denken, aber keiner aussprechen will.</strong></p>
<p>a)<em> „Da hat er aber mal Tacheles geredet.“</em></p>
<p>b)<em> „Rede! Der hat komplett delivered.“</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>6. Ihr möchtet ausdrücken, dass jemand Eindruck gemacht hat.</strong>&nbsp;</p>
<p>a)<em> „Ein echt pfiffiger Kerl!“</em></p>
<p>b)<em> „Tuff. Der Typ ballert.“</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>7. Ihr habt keine Ahnung, worum es gerade geht.</strong></p>
<p>a)<em> „Da steh ich jetzt auf dem Schlauch.“</em></p>
<p>b)<em> „Ich bin lost.“</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>8. Ihr geht ins Fitnessstudio.</strong>&nbsp;</p>
<p>a)<em> „Ich fahr’ mal eben in die Muckibude.“</em></p>
<p>b)<em> „Ich gönn’ mir ne Runde Gains.“</em></p>
<p>&nbsp;</p>
<p>&nbsp;</p>
<p><strong>Auswertung</strong></p>
<p><em>Überwiegend a): </em></p>
<p>Boomer-Vibes incoming! Ihr seid sprachlich eher auf dem Parkettboden. Eure Sätze haben Stil. Aber auch schon Staub angesetzt. Vielleicht braucht ihr kein „Drip“, um Eindruck zu machen, aber ein bisschen Jugendsprache-Politur kann nicht schaden.</p>
<p><em>Meistens b):</em><br> No cap, ihr seid Gen Z certified. Ihr sprecht flüssig TikTok und denkt bei „Knorke“ eher an Käse als an Komplimente. Sprachlich seid ihr up to date. Nur nicht zu wild, sonst wird es schnell … nun ja, cringe.</p>
<p><em>Gleichstand:</em><strong> </strong><br> Willkommen in der Zwischenwelt! Egal, ob „Sportsfreund“ oder „Slay“: Ihr seid ein wandelndes Sprach-Meme. Und das ist auch gut so. Flexibel bleiben ist schließlich der wahre Skill.</p>
<h2>Fazit</h2>
<p>Patricia Kunth, Projektleitung Jugendwort des Jahres bei Langenscheidt, beschreibt es so: „Wörter verbinden – oder spalten. Und jedes Jahr zeigen junge Menschen aufs Neue, wie sehr Sprache bewegt. Ob in Memes, Talkshows oder Insta-Reels: Jugendwörter spiegeln, was Gen Z und Gen Alpha fühlen, denken und feiern.“</p>
<p>Sus oder legit. Jugendsprache ist vieles, nur nicht langweilig. Vor allem die sozialen Medien befeuern das Entstehen neuer Begriffe (siehe auch <a class="Base-iconLink-extern" href="https://www.new-communication.de/neues/detail/tiktok-speech/">TikTok Speech ­– eine App prägt die Jugendsprache</a>), Redewendungen und Floskeln. Manchmal kreativ, manchmal spontan, manchmal absurd. Aber immer ein Spiegel ihrer Zeit. Sie zeigt, wie Gen Z und Co. denken, fühlen und sprechen. Und wer das nicht checkt, ist halt ein NPC. No cap.</p>
<h2>Quellen:</h2>
<p><a class="Base-iconLink-extern" href="https://www.simon-schnetzer.com/wissen/jugendsprache">simon-schnetzer.com</a><br> <a class="Base-iconLink-extern" href="https://www.langenscheidt.com/jugendwort-des-jahres?srsltid=AfmBOoqIv8a418TO25PhsEkQ3zNcRUxIP_8brcqPAeZSjvRPlima7In-">langenscheidt.com</a><br> <a class="Base-iconLink-extern" href="https://www.ndr.de/kultur/buch/jugendwort-2025-diese-zehn-begriffe-stehen-zur-abstimmung,jugendwort252.html">ndr.de</a><br> <a class="Base-iconLink-extern" href="https://boomerwort.com/">boomerwort.com</a></p>]]></content:encoded>
                        
                            
                                <category>Social Media</category>
                            
                                <category>Text</category>
                            
                        
                        
                            
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