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3D-Scanning: Technologie der Zukunft

Mit 3D-Scans erstellt man fotorealistische 3D-Modelle schneller als mit jedem anderen Verfahren. Das Besondere: Bei korrekter Ausführung der 3-dimensionalen Scans erhält man extrem detaillierte 3D-Modelle. Diese sind so nah an der Realität dran, dass man die einzelnen Poren im Gesicht eines Menschen zählen kann.

Fotogrammetrie

Den großen Hype erfährt momentan das 3D-Scanning per Fotogrammetrie. Ursprünglich wurde die Fotogrammetrie z. B. von Archäologen genutzt. Diese scannten interessante Ausgrabungsfunde vor Ort, um sie zu Hause genau zu analysieren. Mittels Fotogrammetrie lassen sich auch Texturen aufnehmen. Zusätzlich zu einem 3D-Modell liefert das Verfahren also auch die Farben der Oberfläche.

Ausrüstung

Wer mit 3D-Scans per Fotogrammetrie experimentieren möchte, braucht nur eine Digital-Kamera und eine 3D-Scan-Software, z. B. Agisoft Photoscan. Je hochwertiger die Kamera, desto hochwertiger sind natürlich auch die 3D-Modelle. Sie haben statt einer Digital-Kamera nur Ihr Smartphone zur Hand? Die App 123D Catch von Autodesk verwandelt Ihr Smartphone ganz einfach in einen 3D-Scanner.

Anwendungen

Welche Möglichkeiten das 3D-Scanning uns tatsächlich eröffnet, ist noch lange nicht abschließend erkundet. Täglich entdecken kreative Menschen überall auf der Welt neue Wege, wie diese Technologie uns weiterbringen kann.

Ein Beispiel kommt aus der Medizin. Mit 3D-Scans und einem 3D-Drucker lassen sich schnell und einfach passgenaue Prothesen erstellen. Davon profitieren nicht nur Menschen. Tierschützerin Nicola Novelli entwickelte z. B. per 3D-Druck eine schützende Panzer-Prothese für eine Schildkröte namens Cleopatra. Die passgenaue Form und Größe wurde durch das 3D-Scanning der Schildkröte ermittelt.

Auch in der Modebranche ist 3D-Scanning bereits sehr gefragt. Das Berliner Unternehmen CutForYou setzt bei der Herstellung maßgeschneiderter Anzüge auf 3D-Scans. Das Ganze dauert nur wenige Sekunden. Funktioniert ohne Berührung. Und liefert weitaus mehr und genauere Messungen als per Hand – nämlich alle.

3D-Scanning für Unternehmen

Auch kleine und mittelständische Unternehmen können die 3D-Technologie für sich nutzen. Denn der 3D-Scan eines Produkts ist oftmals viel preisgünstiger als die Erstellung eines 3D-Modells. Das hängt von der Komplexität und Beschaffenheit des Produktes ab.

In der Weiterverarbeitung bietet dieses gescannte 3D-Produktmodell viele Möglichkeiten. Die Einsatzbereiche erstrecken sich von digitaler Produkt-Fotografie über Animation bis hin zu Werbefilmen. Unternehmen können so alle Möglichkeiten nutzen, die ihnen die 3. Dimension bietet. Gleichzeitig sparen sie sich die teilweise sehr aufwendigen Modeling- und Texturing-Prozesse.

Ausblick

3D-Scanning ist eine unglaublich schnelle und mächtige Methode, um 3D-Modelle zu erstellen. Die Technologie wird in Zukunft zahlreiche Bereiche unserer Arbeit und unseres Alltags verändern. Vieles ist jetzt schon möglich – oder könnte bald möglich sein.

Mit Microsoft HoloLens könnten wir mit dem gescannten Modell unseres Gesprächspartners per Augmented Reality kommunizieren.

Foto-Models buchen wir künftig nicht mehr. Stattdessen laden wir uns einfach das 3D-Modell von Heidi Klum herunter. Dann verändern wir ihre Pose und die Lichtverhältnisse, wie es uns gefällt.

Stockphotos kaufen wir nur noch in 3D und bearbeiten die Perspektive nach Bedarf.

Was die Zukunft genau für uns bereithält, bleibt abzuwarten. Fakt ist: Es wird auf jeden Fall spannend.

Quellen:

Pro7

Agisoft

3dprint

cutforyou

pixelsquid

Microsoft Research

3D Facial Rig Manager