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Mobiles Internet: E-Mail setzt Social Media unter Druck

Es ist eine Binsenweisheit, dass wir längst im Zeitalter mobiler Kommunikation angelangt sind. Viele Studien belegen das. Eine aktuelle Untersuchung kommt sogar zu dem Schluss, dass bereits über 70 Prozent der deutschen Bevölkerung ein internetfähiges mobiles Gerät – vor allem Smartphones, aber auch Tablet-Computer – besitzen. Und sie besitzen es natürlich nicht nur, sie nutzen es auch – und das immer intensiver und vielfältiger. In den besonderen Fokus von Werbung- und Marketing-Treibenden rückt damit das Mobile E-Mail-Marketing.

Der Markt mit guten Aussichten

Wurde das klassische Handy zum Telefonieren und zum Schreiben von SMS-Nachrichten genutzt, sind die modernen Kommunikationsgeräte zusätzlich kleine Taschencomputer. Mit ihnen bleibt der User auch unterwegs schnell und komfortabel online und nutzt ein schier unendliches Angebot unterschiedlichster Applikationen. Dabei werden die Geräte insbesondere immer mehr auch genutzt, um E-Mails zu empfangen: Mehr als drei Viertel der o. g. Studienteilnehmer gaben an, ihre elektronische Post mobil abzurufen. Die E-Mail hat also ganz und gar nicht ausgedient, sie gewinnt noch an Bedeutung und entwickelt sich zu einer der wichtigsten Standardanwendungen im mobilen Internet.

Experten und Nutzer sehen große Wachstumsmöglichkeiten für Mobile E-Mails, sogar mehr noch als für den Bereich der Social Media. Um von diesem Potenzial zu profitieren, müssen die E-Mail-Versender jedoch ihr E-Mail-Marketing überdenken und die versendeten Nachrichten an die unterschiedlichen Nutzungssituationen anpassen. Auch die veränderte Nutzung sowohl des Internets als auch der mobilen Geräte muss dabei berücksichtigt werden.

Trend: „always on“

Smartphones leisten mittlerweile viel mehr (Apps, Internet, E-Mails, NFC  usw.) als noch vor wenigen Jahren und können damit viel breiter eingesetzt werden. Gleichzeitig sind die Mobilfunkverträge in Deutschland endlich deutlich attraktiver geworden. Das macht es für immer mehr Menschen interessant, mit dem mobilen Gerät allzeit online zu sein. Damit sind die Nutzer also quasi rund um die Uhr erreichbar. Laut einer aktuellen Studie rufen drei Viertel der Besitzer mobiler Endgeräte ihre E-Mails mindestens einmal täglich mit Hilfe dieser Smartphones oder Tablets ab; etwas mehr als die Hälfte der Befragten prüft den Posteingang mehr als vier Mal täglich, davon jeder Vierte gleich beim Eintreffen. Die stärkste Gruppe sind dabei Manager und Angestellte. 47 Prozent checken ihre E-Mails vor der Arbeit, 52 Prozent während und 57 Prozent nach der Arbeit. Schüler, Studenten und Selbstständige nutzen Mobile E-Mail seltener, schlagen ihre Nachrichten jedoch auch täglich nach.

Mobile Nutzungssituation beachten

Am häufigsten werden mobile E-Mails in der Freizeit genutzt. Oft werden damit Wartezeiten überbrückt: im Zug, beim Arzt oder in der Schlange an der Supermarktkasse. Oder bei Schülern und Studenten gern auch während des Unterrichts oder der Vorlesung. Da ist es sicherlich wenig verwunderlich, dass die meisten mobil gelesenen E-Mails privater Natur sind. Die Newsletter von Online-Shops sind Befragungen zufolge anscheinend auch spannender als die anderer Unternehmen. Viele Nutzer löschen uninteressante E-Mails sofort, andere gehen nur die Betreffzeilen durch und treffen eine Vorauswahl, um später ausführlich zu lesen. Bemerkenswert ist hier, dass rund 40 Prozent der Nutzer die E-Mails inklusive aller Bilder laden. Dabei legen die Nutzer allerdings großen Wert auf Komfort und schnelle, qualitativ hochwertige Lesbarkeit: Lange Ladezeiten, umständliches Scrollen, schlechte Lesbarkeit und mangelhafte Darstellung verärgern schnell und hinterlassen einen oft bleibenden negativen Eindruck. Hier gibt es nach Aussagen der Nutzer noch viel Verbesserungspotential, trotz der technischen Möglichkeiten werden noch zu viele Web-Inhalte nicht an die speziellen Erfordernisse mobiler Geräte angepasst. Klickt der Mobil-Nutzer dann beispielsweise auf einen Link in einer E-Mail und gelangt zu einer Website, die nicht für den mobilen Gebrauch optimiert wurde, bricht er im schlimmsten Fall verärgert die Interaktion ab und sucht nach einer anderen Adresse für den Kauf oder um eine bestimmte Information einzuholen.

Mehrwerte für Ihren Mobilen Newsletter schaffen

Positiv reagieren die Nutzer von Mobile E-Mail, wenn Verknüpfungen zu Sharing und Social-Media-Plattformen direkt aus dem Newsletter angeboten werden. Eine andere außergewöhnliche Entwicklung nimmt das Drive-to-Shop-Instrument ein, welches immerhin 60 Prozent der Studien-Befragten nutzen würden. Viele Nutzer begeben sich, motiviert durch eine Mobile E-Mail, eher zu einem Point of Sale als zu einem Online-Shop. Der Nutzen für ortsfeste Geschäfte ist also größer als erwartet und so entwickeln sich neue Geschäftsmodelle, wie zum Beispiel die Mobile Coupons. In den USA ist Mobile Couponing bereits alltäglich, während es in Deutschland eher noch ein Nischendasein führt. Der Kunde erhält dabei nicht mehr eine Rabattkarte aus Papier, sondern bekommt einen Coupon auf sein Smartphone geschickt. Für den lokalen, stationären Handel ist dies eine Gelegenheit, über Rabatte und Werbegeschenke neue Kunden zu gewinnen und „alte“ Kunden fester an sich zu binden.

Intelligentes E-Mail-Marketing steigert den Umsatz

Fazit: Wenn E-Mail-Marketing gut gemacht ist, ist es durchaus in der Lage, durch den stetig wachsenden Anteil der mobilen Nutzer noch stärker umsatzfördernd zu wirken. Dafür muss sich der Newsletter an den Bedürfnissen des Empfängers orientieren und berücksichtigen, ob er das Internet gerade von einem stationären Gerät aus nutzt oder mobil etwa über ein Smartphone. Denken Sie also bei Ihrem Newsletter künftig noch etwas mehr an die Nutzer, die ihre E-Mails mobil abrufen: Überprüfen Sie Ihr E-Mail-Konzept konsequent auf Ladezeit, Gestaltung, Mobile Landingpages und Drive-to-Shop-Instrumente! Die Chancen stehen sehr gut, dass Ihre Leser es Ihnen danken.