Neue Kommunikationsform trifft Corona

Neue Kommunikationstechnologien führen zu Veränderungen im täglichen Leben. Telefonieren Sie seit Whatsapp nicht auch weniger? Und hat sich Ihr Browsing-Verhalten, seit es Smartphones gibt, nicht auch deutlich verändert? Neue Kommunikationstechnologien haben nicht nur zu Veränderungen in der geschäftlichen und sozialen Interaktion geführt, sondern auch einen umfassenden sozialen und kulturellen Wandel hervorgerufen.

Auch die aktuelle Pandemie wird zu deutlichen Veränderungen in unserem privaten wie auch beruflichen Alltag führen, da sind diverse Studien sich einig. Schon jetzt werden Meetings immer häufiger digital durchgeführt, Arbeitnehmer fordern Homeoffice und auch für Veranstaltungen sowie Messen müssen Konzepte überdacht und erweitert werden. Die angelaufene digitale Evolution bekommt so weiteren Rückenwind und wird zur Revolution. Ein zusätzlicher Faktor ist die anhaltende Entwicklung der Nachhaltigkeitsbewegung.

Die Stunde der virtuellen Realität

Gerade jetzt rückt daher wieder eine Technologie in den Vordergrund, dessen Durchbruch in den Mainstream bisher nicht gelungen ist: Virtual Reality (VR). Die virtuelle Realität bietet die Möglichkeit, Räume zu schaffen, die zurzeit besonders in größeren Gruppen weder betreten noch durch Einschränkungen in der Bewegungsfreiheit im realen Leben erreicht werden können. Kritische Stimmen glauben, dass Corona zu früh für VR kam. Als Gründe werden Lieferengpässe von Endgeräten und fehlende Massenkompatibilität genannt.

Jedoch spricht auch eine Vielzahl von Argumenten dafür, dass nun der große Moment der Virtual Reality gekommen ist:

1. Interesse der Endverbraucher

Zugegeben: Die VR-Peripherie der größten Hersteller HTC und Oculus VR war zu Beginn der Corona-Pandemie faktisch weltweit ausverkauft und ist erst langsam wieder in den Verkauf zurückgekehrt. Das zeigt jedoch, dass durchaus Interesse an der Technologie besteht. Hinzu kommt, dass die Preise mit jedem neu entwickelten Gerät fallen. Mittlerweile (Stand Juli 2020) kostet eine Oculus Quest gerade einmal 450 €. Speziell dieses Headset räumt zwei limitierende Faktoren aus dem Spiel. Zum einen ist die Brille komplett kabellos einsetzbar und auch ein PC ist nicht notwendig. Endverbraucher haben so deutlich weniger Einstiegsbarrieren als noch vor 5 Jahren.

2. Interesse der Unternehmen

Nicht umsonst hat sich Facebook 2014 dazu entschieden, Oculus VR für 2 Milliarden US-Dollar zu übernehmen. Dahinter steckt die Unternehmensstrategie als erstes virtuelles soziales Netzwerk am Markt zu sein, sobald sich die Technologie durchsetzt. Auch namhafte Konzerne wir Pfizer, Mattel und Nestlé setzen auf VR als Kommunikationstool. Mit Spatialwerden möglichst reale Meetings in Virtual Reality durchgeführt. Es soll das Gefühl der Präsenz vermitteln und zu einem intensiveren Austausch während der Treffen führen.

3. Interesse der Umwelt

Ein weiteres Argument ist der anhaltende Wunsch der Gesellschaft, nachhaltiger zu leben und zu arbeiten. Treffen und Meetings werden digitaler denn je abgehalten. Fahrten und Flüge entfallen. Ganze Wirtschaftszweige wird diese Entwicklung auf lange Sicht prägen. Als Beispiel soll die Messeindustrie dienen. Reguläre Messen erzeugen enorme Mengen an CO² durch An- und Abreisen, Messebau, Catering, Logistik und vielem mehr. Auch wenn New Communication bei der Entwicklung von Messematerial darauf achtet, nachhaltige Rohstoffe zu verwenden, so ist ein virtueller Messestand bei den aktuellen Entwicklungen definitiv eine Überlegung wert. Die Entwicklungskosten können durch eine mehrfache Verwendung der Basis deutlich gesenkt werden.

4. Interesse der Gesundheit

Im Zuge der Corona-Pandemie wurden 469 Messen und Ausstellungen allein in Deutschland abgesagt. Hinzu kommen unzählige weitere Verkaufs- und Großveranstaltungen mit Vertriebscharakter. Es sind zwar erste Messen für Ende 2020 bestätigt worden, jedoch können steigende Fallzahlen schnell wieder dazu führen, dass große Veranstaltungen auf der Kippe stehen, um einer erneuten Ausbreitung des Virus vorzubeugen.

Siemens zeigt sich innovativ und versuchte es im Mai mit einer virtuellen Testmesse inklusive After-Work-Party. Besucher liefen mit Hilfe eines personalisierten Avatars über die Messe und bekamen Produkte als 3D-Modell aus allen Perspektiven vorgeführt.

Ob aktuelle Entwicklungen und Trends langfristig zu komplett virtuellen Messen führen werden, bleibt abzuwarten. Fest steht aber: Ein hybrider Messestand, mit Angeboten in der realen und digitalen Welt, holt auch Kunden ab, die nicht zu einer Messe kommen können oder wollen. Sinnvoll erweitert die virtuelle Realität beispielsweise auch die Produktpräsentation auf Ihrer Webseite. So setzen wir beispielsweise für unseren Kunden Hobby Caravan fotografische 360 Grad Aufnahmen um, die eine virtuelle Begehung der Wohnwagen, Reisemobile und Kastenwagen möglich machen. Schauen sie selbst.

Fazit

Die Bedingungen für Virtual Reality sind besser denn je. Die Kinderschuhe sind längst abgelegt und mit sinkenden Preisen schwindet auch die Barriere beim Endverbraucher. Verschiedene Prognosen sagen der Technologie ein rasantes Marktwachstum voraus – die virtuelle Realität wird endlich alltagstauglich.

Interessiert? Wir beraten Sie gerne und überlegen gemeinsam mit Ihnen, wie Sie diese spannende Technologie für Ihr Unternehmen und Ihr Produkt nutzen können.

Quellen

spiegel.de

golem.de

mixed.de

handelsblatt.com

statista.com

bpb.de

Cline, Mychilo (2009): Virtual Reality: a Catalyst for Social and Economic Change, New York: University Village Press

Yannik ist Online-Berater bei New Communication und schon immer in der digitalen Welt zu Hause. Bereits im zarten Alter von 3 Jahren besaß er seinen ersten PC. Wenig später studierte er Multimedia Production und BWL mit Schwerpunkt Marketing. Unser digitaler Tausendsassa hat aber auch ein Offline-Leben. In dem surft er, macht Sport oder ist mit dem Motorrad on the road – am liebsten in aller Herren Länder. Gas geben kann er eben, unser Yannik.

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