Purpose-driven Marketing beschreibt die Bemühungen eines Unternehmens, etwas Sinnstiftendes zu leisten. Eine zweckorientierte Marke fokussiert sich nicht nur auf das Unternehmensergebnis, sondern richtet sich eben auf einen bestimmten Zweck bzw. eine bestimmte Mission oder Vision aus.

Haltung zeigen

Nimmt Ihr Unternehmen basierend auf Ihren Unternehmenswerten eine klare Haltung ein, können sich Ihre Kunden leichter mit Ihrem Unternehmen identifizieren. Der beste Weg, um Ihre Zielgruppe zu erreichen und zu aktivieren, ist also, sich klar zu positionieren. Und sich für etwas einzusetzen, das von großer Bedeutung für Ihre potenziellen Kunden ist.

Fragen Sie sich:

  • Welche Motivation hat Ihr Unternehmen/Ihre Marke?
  • Warum bieten Sie genau diese Produkte an?
  • Zu welchem Zweck existiert Ihr Unternehmen?
  • Wofür steht es und welche Probleme will es lösen?

Das Zeitalter der radikalen Transparenz

Kunden sind für ein Unternehmen inzwischen mehr als nur Käufer – sie fordern eine offene Kommunikation und gläserne Produktionswege ein. Ihre Kunden möchten sich in Bezug auf ihre Interessen und ethischen Überzeugungen in Ihrer Marke und Ihrem Produkt wiederfinden. Infolgedessen sollten Marken die Überzeugungen ihrer Kunden kennen und auf Überschneidungen mit den unternehmenseigenen Werten abklopfen. Je nach Kunden- bzw. Zielgruppe gibt es unterschiedliche Purpose-Optionen.

Ein Beispiel: Ihre Zielgruppe sind Familien. Diese interessieren sich u. a. für ansprechende Spielplätze und Tiere. Macht sich Ihr Unternehmen für bessere und sichere Spielplätze stark, stimmt die Purpose mit den Werten Ihrer Zielgruppe überein.

Das lohnt sich: 63 % der weltweiten Verbraucher kaufen bevorzugt Produkte und Dienstleistungen von zweckgebundenen Marken. Über 70 % der Kunden weltweit empfehlen eine Marke weiter, die einen guten Zweck unterstützt

Patagonia macht es vor

Ein gutes Bespiel für gelebtes und erfolgreiches purpose-driven Marketing ist die Marke Patagonia. Sie bietet langlebige und multifunktionale Kleidung und Ausrüstung für Outdoor-Sportarten.

Das Unternehmen setzt sich für den Schutz der Umwelt ein und betont bei der Produktion seiner Produkte, den Planeten so wenig wie möglich zu belasten. Ein Thema, das den Kunden von Patagonia besonders am Herzen liegt.

Auch weitere Themen wie Inklusion, Umweltverschmutzung oder Klimawandel spielen im Marketing von Patagonia eine große Rolle. Auf der Webseite findet man hierzu aufwendig produzierte Berichte in Form von Storys und Videos zu den einzelnen Themen.

Auf der Website von Patagonia klärt das Unternehmen in Form von Storys und Videos über seine Haltung auf

Ein solches Reporting ist wichtig und gewinnbringend. Es beweist, dass Ihr Unternehmen wirklich einen (guten) Zweck verfolgt. Gleichzeitig schaffen Sie eigenen Content, mit dem Sie Ihr Unternehmen oder Ihr Produkt vermarkten können und im Gespräch bleiben.

Patagonia scheint seine Kunden und deren Bedürfnisse zu kennen. Dies ist sehr wichtig für effektives purpose-driven Marketing. Versuchen Sie zunächst, Ihre Kunden kennenzulernen und herauszufinden, was sie bewegt und interessiert. Erarbeiten Sie eine Customer Journey. Fragen Sie Ihre Kunden, welche Interessen diese in Ihrer Marke vertreten sehen wollen. Diese Daten werden den Unterschied machen und Sie ermutigen, sich auf die Mission einzulassen.

Gemeinsam auf die Reise gehen

Haben Sie sich für eine Mission oder Vision entschieden, sollten Sie die interne Kommunikation nicht vernachlässigen. Die Vision oder Mission, auf die Sie sich mit Ihrem Unternehmen begeben wollen, sollte in den Köpfen aller Mitarbeiter fest verankert sein. Nur ein ganzheitlicher, gemeinsamer Auftritt und die stringente Haltung Ihres gesamten Unternehmens gewährleisten einen authentischen Auftritt Ihres Produkts bzw. Ihrer Marke.

Tun Sie dies z. B. in Form von Mitarbeiter-Workshops oder Kick-off-Veranstaltungen und stellen Sie Ihren Mitarbeitern Ihre Ideen vor. Diskutieren Sie gemeinsam und erarbeiten sie ein gemeinschaftliches Konzept, das auf Ihre Marke, Ihre Mitarbeiter und Ihre Kunden ausgerichtet ist.

Die Gefahr des Woke-Washing

Von Woke-Washing spricht man, wenn Marken zweckgebundene Kampagnen durchführen, aber keine wirklichen Maßnahmen ergreifen. Das ist insofern gefährlich, da sie sich und ihr Unternehmen angreifbar und unglaubwürdig machen.

Sollten Sie also planen, sich mit purpose-driven Marketing auseinanderzusetzen, analysieren und erörtern Sie zuvor Ihre Zielgruppe sowie die Werte und Visionen Ihrer Kunden. Richten Sie Ihre Strategie darauf aus. So steht einem nachhaltigen Erfolg nichts im Wege.

Quellen:

wsiworl.com

patagonia.com

businessesgrow.com

sendcloud.de

Pia ist Beraterin für digitale Kommunikation bei New Communication. Die studierte Medienwissenschaftlerin führt ihre Kunden zielsicher zur perfekten Website. Auch in Sachen Suchmaschinen-Optimierung ist Pia die richtige Fachfrau. Das gilt übrigens auch im analogen Leben. Dort ist Pia eine wahre Avocado-Suchmaschine: Mit traumwandlerischer Sicherheit wählt sie die leckersten Exemplare aus.

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