Derzeit mischen sich unterschiedliche kommende, anhaltende und wieder schwächer werdende Designtrends miteinander. Sie bilden einen wilden Mix aus Elementen und Stilen. Aus Farben und Best Practices. Aus Entwicklungen im User-Interface-Design und in der Hyperrealität. Künftig wird es noch mehr Gratwanderungen zwischen Kunst und Design geben. Das hat bereits 2016 der dekonstruktivistische „Brutalismus“ angedeutet.


Sehr individuelle Designs werden buchstäblich alle möglichen gestalterischen Nischen besetzen. Dieser Eindruck summiert sich zum Gesamttrend Anti-Uniformität. Eine wunderbare Steilvorlage, um mit überstrengen Corporate-Design-Vorgaben spielerischer und freier umzugehen.

Zweifarbige Designs

Vor 3 Jahren kürte Pantone erstmals ein Farbenpaar zur „Color of the year“. Damit hat der weltweit führende Anbieter von Farb-Kommunikations-Lösungen Eindruck gemacht. Offenbar so viel, dass zunehmend Designs mit 2 Primärfarben entwickelt werden: Corporate Designs, aber vor allem Plakate, Flyer und andere kurzlebige Medien.

Konfettimuster

Muster sind wohl die Gestaltungselemente, die am meisten modischen Trends unterliegen. Manchmal sind sie sogar out. Wir sehen aktuell verstärkt Muster, die in ihren Details zwar geometrisch streng entworfen sind. In ihrer Gesamtwirkung scheinen sie aber chaotisch zusammengewürfelt zu sein. Das wirkt wie Konfetti: Klare, farbige Kreise liegen absolut zufällig nebeneinander.

Frei und verrückt

Die Seh-Gewohnheiten des Mainstreams haben sich im Laufe der letzten Jahre rasant weiterentwickelt. Werbetreibende und Designer genießen immer mehr die Freiheit, nicht nur in bestimmten Sparten ausgefallene Ideen zu entwickeln. Gestalterische und inhaltliche Regeln werden zunehmend gebrochen. Es entwickelt sich eine Kultur, die stets auf der Suche ist, Altbewährtes neu oder anders darzustellen

Durchgestrichen

Ein gestalterisches Stilmittel wurde bereits vor einigen Jahren von Lucky Strike in den Mainstream befördert. Seitdem verbreitet es sich immer weiter. Es handelt sich um das Durchstreichen von Wörtern und Satzbausteinen, durch das sich die inhaltliche Aussage der Headline verändert oder sogar ins Gegenteil verwandelt.

Typografie

In die Typografie spielen künftig 2 Aspekte hinein: Beliebt sind einerseits sehr klare, ja fast strenge Buchstabenformen. Diese werden jedoch mit farbigen Akzenten wieder aufgelockert. Andererseits entstehen derzeit Schriften, die von einer neuen Typografen-Generation designt werden.

Das Besondere an diesen neuen Schriften ist die überaus große Professionalität und Sorgfalt, mit der die Designer an ihre Arbeit gehen. Ihre Gestaltungsfreude und liebevoll entworfenen Details bringen oft Interpretationen von Schriftklassikern hervor, die besser sind als das Original.

Lesen Sie auch Teil 2 der Designtrends 2018.

Lutz ist Creative Director bei New Communication. Seit Agentur-Gründung sorgt er für öffentliches Aufsehen mit wegweisenden Designs und Interfaces. Nebenbei lebt er seine Typographie-Leidenschaft aus. Definiert Corporate Designs. Leitet Kreativ-Workshops. Ist mehrfacher Fachbuch-Autor. Und generiert systematisch Ideen im Sekundentakt. Während Sie diesen Text lesen, waren es übrigens 15 neue.

Christian Klose

Christian ist Creative Director für Screendesign bei New Communication. Und trägt einen Nachnamen, der eine Menge über sein Talent aussagt. So gilt er in den Bereichen Website-Konzeption und User Experience als wahrer „Virtu-Klose“ und seine Entwürfe als „Klose to perfection“. Dafür, dass der gebürtige Bayer trotz des ganzen Lobs nur geografische Höhenflüge erlebt, sorgen seine zwei Kinder. Die ziehen Papa an seinem langen Zopf nämlich immer wieder auf den Boden der Tatsachen zurück.

Patrick Wilkens

Patrick ist Creative Director für Kommunikationsdesign bei New Communication. Und sowas wie unsere kreative Allzweckwaffe. Während andere noch ihren ersten Kaffee schlürfen, rappeln Patricks Synapsen bereits auf Hochtouren. Weil so viel Energie ansteckend ist, lassen wir ihn als Mentor regelmäßig auf unsere Design-Azubis los. Am liebsten morgens. Solange wir Normalos noch Kaffee trinken.

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