2023 wird als Meilenstein der KI-Entwicklung in die Geschichte eingehen. In diesem Jahr hat Künstliche Intelligenz in einer Geschwindigkeit Fortschritte gemacht, die viele überrascht hat. Von der Optimierung von Geschäftsprozessen über bahnbrechende medizinische Diagnosetools bis hin zu personalisierten Bildungsplattformen – KI hat die Welt neu geformt.

KI-Investitionen 2023 in verschiedenen Branchen (in Mio. $)

Laut Grand View Research ist der KI-Markt bereits 136,55 Milliarden Dollar wert, wobei für den Zeitraum von 2023 bis 2030 eine jährliche Wachstumsrate (CAGR) von 37,3 % prognostiziert wird. Diese beeindruckenden Zahlen spiegeln sich auch in verschiedenen Branchen wider, von denen viele eine signifikante Zunahme der KI-Investitionen erwarten. Darüber hinaus zeigt eine Prognose von PwC, dass KI bis 2030 zusätzliche 15,7 Milliarden Dollar zur Weltwirtschaft beitragen könnte.

Marketing liebt KI

Von digitalen Assistenten, die unseren Tagesablauf optimieren, bis hin zu KI-gesteuerten Gesundheits-Apps, die unsere Fitness überwachen und Ratschläge geben – privat nutzen wir KI inzwischen völlig selbstverständlich. Aber auch im Berufsleben gehören die smarten Programme für viele von uns inzwischen zum Alltag. Insbesondere die innovationsfreudige Marketingbranche ist mit Feuereifer dabei, die Möglichkeiten neuer Tools auszuprobieren. Während die KI-generierte Videoproduktion mit Pika Labs und Runway noch in den Kinderschuhen steckt, präsentieren bildgenerierende Tools wie Midjourney und Dall-E bereits beeindruckende Ergebnisse.

Vergangenheit trifft auf Gegenwart: Während der Löwe vor einem Jahr noch künstlich und skizzenhaft erschien, präsentiert sich das mit der aktuellen Version von Midjourney 5.2 generierte Bild heute in fotorealistischer Qualität.

Auch AdCreative Ai und Miro AI sind inzwischen feste Bestandteile in vielen Marketing-Abteilungen. Diese Programme gestalten Werbestrategien effizienter, schaffen überzeugende Templates und liefern passende Vorlagen für soziale Medien. Schon jetzt nutzen große Marken wie Tesla AdCreative AI zur Erstellung von Social-Media-Werbung. 2024 wird vermutlich ein Plus an Präzision und Nutzerfreundlichkeit der Tools bringen.

Ein Quantensprung in der KI-Bildgenerierung: Das UFO und sein Planet sehen heute deutlich detailreicher und überzeugender aus als noch vor einem Jahr.

Zukunftsmusik für Ton, Text und Code

ElevenLabs und Adobe Podcast sind beeindruckende Beispiele dafür, wie KI die Audioindustrie revolutioniert. Mit der Fähigkeit, realitätsnahe Stimmen zu generieren, die angepasst und sogar geklont werden können, beginnt eine neue Ära in der Audioproduktion. Auch KI-gesteuerte Chatbots wie ChatGPT, Google Bard und Neuroflash entwickeln sich weiter und werden längst nicht mehr nur zur Texterstellung genutzt. Sie spielen zunehmend auch in der Software- und Codeentwicklung eine Rolle. Programmierer*innen nutzen die Tools, um Workflows zu optimieren und Arbeitsprozesse zu beschleunigen.

Survival of the Fittest

Ist nun davon auszugehen, dass KI sich auch 2024 mit vergleichbarer Rasanz weiterentwickelt? Die fortlaufenden Forschungen und Investitionen zumindest lassen darauf schließen, dass die Grenzen der KI-Technologie weiter verschoben werden. Der Einfluss Künstlicher Intelligenz wird weiterwachsen und sich auf Branchen erstrecken, die bisher nur am Rande von KI-Entwicklungen berührt wurden. Von innovativen Lösungen in der Logistik bis zu neuen Formen des personalisierten Entertainments.

Gleichzeitig wird 2024 im Zeichen einer Marktbereinigung stehen. Viele der neuen Tools werden verschwinden und nur die Besten und Effektivsten werden sich durchsetzen. OpenAI ist ein Beispiel für Firmen, die diesen Trend bereits vorwegnehmen. Das US-amerikanische Unternehmen bietet eine Vielzahl von kombinierten KI-Tools an und erweitert sein Angebot stetig – zum Beispiel durch die Integration zahlreicher Plug-ins in ChatGPT. Nach diesem Vorbild könnten in Zukunft große Unternehmen kleinere, erfolgversprechende Projekte aufkaufen und so ihre eigene Palette an Dienstleistungen diversifizieren und erweitern.

Wir müssen reden

Die Integration von Künstlicher Intelligenz macht uns smarter und effizienter. KI nimmt uns Arbeit ab und wir haben Zeit für anspruchsvollere Aufgaben. Gleichzeitig droht durch den vermehrten Einsatz von KI der Verlust von Arbeitsplätzen. Wir gehen einen weiteren Schritt auf dem Weg in die komplette Abhängigkeit von Maschinen. Und das sind nicht die einzigen Punkte, für die wir in sehr naher Zukunft Regeln finden müssen.

Drei Versionen, ein Motiv: Die Linien zwischen traditionellen Stockbildern und KI-generierten Bildern verschwimmen zunehmend. Beeindruckend, wie Version 5.2 von Midjourney dem Original nahekommt.

Die Sache mit dem Datenschutz

Generative KI-Algorithmen werden in ihrem Trainingsprozess häufig mit umfangreichen Datensätzen gefüttert, die in einigen Fällen sensible personenbezogene Informationen enthalten. Die Verwendung solcher Daten dienen der Entwicklung und Verbesserung von KI-Modellen – sie verstoßen allerdings in manchen Fällen gegen die geltenden Datenschutzrichtlinien. Daher ist es wichtig, geeignete Maßnahmen zur Anonymisierung und zum Schutz dieser sensiblen Informationen zu ergreifen, um die Privatsphäre und die Rechte der betroffenen Personen zu wahren.

Haftschutz für Roboter

Viele Länder haben bereits Gesetze und Vorschriften erlassen, um die Verwendung von KI zu regulieren. Dazu gehören neben Regelungen für den Datenschutz auch Produkthaftungsgesetze. Denn wer übernimmt die Haftung im Falle von Fehlern oder Schäden durch KI-Systeme, für die noch keine einheitliche Rechtsprechung existiert? Microsoft brachte im Oktober 2023 sein „Copilot Copyright Commitment“ an den Markt. Es schützt seine Nutzer* innen vor Urheberrechtsansprüchen Dritter, die aus der Nutzung der von Microsoft Copilot-Diensten erzeugten Inhalte ergeben. Im Falle einer gerichtlichen Auseinandersetzung übernimmt Microsoft sämtliche Kosten, die sich aus einem Gerichtsurteil oder einem Vergleich ergeben – vorausgesetzt, die für den Dienst geltenden Regeln wurden eingehalten.

EU regelt

Es tut sich also was im juristischen Umfeld von KI. Nicht nur auf Unternehmensseite. Die EU arbeitet aktuell am weltweit ersten KI-Gesetz und möchte so verbindliche Regeln schaffen. Bis Anfang Dezember 2023 plant sie die Verabschiedung der Regulierungen. Entscheidend für den Erfolg dieses und künftiger Gesetze ist, dass Regierungen und Behörden eng mit Expert*innen aus der KI-Branche zusammenarbeiten. Nur so kann es gelingen, angemessene rechtliche Rahmenbedingungen zu schaffen, die ethische Standards einhalten und gleichzeitig Innovation fördern.

Tobias ist Nachwuchs-Mediengestalter bei New Communication. Wobei: So richtig „nachwachsen“ muss Tobi nicht. Mit seinen 1,90 Metern überragt er die meisten von uns. Und auch in Sachen Grafikdesign ist Tobi schon jetzt ein ganz Großer.

Sanja ist Mediengestalterin bei New Communication. Die gebürtige Kielerin hat eine Spürnase für Trends. Inspiration für Ihre Layouts holt sie sich auf Blogs und bei Städtetrips. Wer noch mehr Beweise für Sanjas Influencer-Potenzial braucht, fragt sie einfach nach ihrem Lieblingstier. Alpakas standen nämlich schon lange vor dem Hype auf Sanjas Hitliste.

Nils ist Junior-Mediengestalter bei New Communication und hat wirklich schon alles gemacht: im Kino gejobbt. Im Atomkraftwerk und auf einer Bohrinsel gearbeitet. Stefan Raab beleidigt. Und seine Frau davon überzeugt, eine 2 Meter große Chewbacca-Figur im Wohnzimmer aufzustellen. Jetzt macht er vor allem eines: uns glücklich!

Patrick ist Berater für digitale Kommunikation bei New Communication. Der gebürtige Nordhesse ist unter anderem unser Spezialist für Nachhaltigkeitsthemen und Gemeinwohl – und Memes. Letztere dienen vor allem dem agenturinternen Gemeinwohl. Und bringen uns nachhaltig noch Tage später zum Lachen.

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