20 Kompetenzen, die Sie jetzt brauchen

Lösungsfähigkeit, Dialog- und Konfliktfähigkeit. Das sind drei der wichtigsten Kompetenzen, die deutsche Arbeitgeber*innen heute und in der Zukunft von ihren Beschäftigten fordern. Das zeigt eine Studie des Stiftverbands für die Deutsche Wirtschaft e. V. in Zusammenarbeit mit McKinsey & Company. 500 Unternehmen und Behörden des öffentlichen Sektors wurden dazu befragt. Das Ergebnis: Future Skills, die gute Arbeitnehmer*innen von morgen kennzeichnen.

Aber was heißt das eigentlich für die Seite der Arbeitgeber*innen? Was müssen Unternehmen leisten, um den Wandel zu schaffen und die Belegschaft mitzunehmen? Wir drehen den Spieß um und leiten aus den Future Skills für Beschäftigte 20 Zukunftskompetenzen für Unternehmen ab.

1. Technologische Kompetenzen

Nicht jedes Unternehmen kann eine Expertise im Bereich technologischer Kompetenzen haben. Aber jedes Unternehmen sollte wissen, wie es technologische Möglichkeiten am besten für sich nutzen kann. Während Anforderungen wie eine stabile und moderne IT-Architektur ein Muss sind, bieten viele Bereiche Potenzial, zum Vorreiter der eigenen Branche zu werden. Wer keine eigenen IT-Profis an Bord hat, holt sich Hilfe von externen Tech-Spezialisten.

DATA ANALYTICS UND KI

Noch nie zuvor hatten wir so viele Daten zur Verfügung wie heute. Aber nutzen Sie Big Data, um Ihr Geschäft zu optimieren? Spoiler: Ihre Mitbewerber*innen vermutlich schon.

Skills: Finden Sie heraus, wie Sie zur Verfügung stehende Daten für sich einsetzen können. Webanalyse-Tools wie Matomo und Google Analytics zeigen, wie Besucher*innen Ihre Website nutzen. Das wiederum liefert Erkenntnisse für Suchmaschinenwerbung und Suchmaschinenoptimierung – ebenfalls wichtige datengetriebene Tools. Sie können Daten aber auch für die bedarfsgerechte Wartung Ihrer Anlagen und Maschinen (Predictive Maintenance) nutzen. Oder Sie setzen Big Data für die dynamische Preisgestaltung ein, um einer schwankenden Kundennachfrage zu begegnen.

IT-ARCHITEKTUR

Eine veraltete IT bremst den Erfolg von Unternehmen. Langsame Hard- und Software trifft auf immer komplexere Strukturen und steigende Anforderungen. Ein recht wackeliges Konstrukt.

Skills: Investieren Sie in eine leistungsstarke und zeitgemäße IT. Dazu gehören mobile Geräte für ortsunabhängiges Arbeiten und moderne Softwarelösungen. Bauen Sie Ihre IT-Infrastruktur so auf, dass sicheres und performantes Arbeiten von überall möglich ist. Berücksichtigen Sie unterschiedliche Ansprüche Ihrer Mitarbeiter*innen an Rechnerleistung und Betriebssysteme. Setzen Sie dabei auf die Zusammenarbeit mit IT-Dienstleister*innen. Sie haben das Know-how, die für Ihr Unternehmen beste Lösung zu finden.

NUTZERZENTRIERTES DESIGN

Lieben Sie es auch, wenn Dinge einfach funktionieren? UX-Design, also Produkte und Websites, in der die optimale Nutzererfahrung im Vordergrund steht, machen Spaß und ziehen Kund*innen an. Intuitiv und schnell bedienbare Angebote setzen sich durch.

Skills: Machen Sie UX-Design zum Standard für alles in Ihrem Unternehmen. Von der eigenen Website über das Intranet bis hin zu Ihren Produkten und Services sollte alles maximal einfach, intuitiv und angenehm zu nutzen sein. Das gilt auch für innerbetriebliche Abläufe: Verzichten Sie wann immer möglich auf Bürokratie und bauen Sie Hürden ab. Der Lohn: zufriedenere Mitarbeiter*innen und effizientere Abläufe.

HARDWARE- UND ROBOTIKENTWICKLUNG

Zukunft ist jetzt. Intelligente Maschinen und Roboter sind längst keine Science Fiction mehr. Das Internet of Things ist überall. Die nächste geniale Idee wartet schon.

Skills: Mitmachen statt nur zuschauen: Entwickeln Sie Lösungen für Ihre Branche. Halten Sie dazu die Augen auf und beobachten Sie, welche Produkte und Lösungen auf den Markt kommen. Sie haben eine gute Idee? Holen Sie sich Hilfe von außen! Die Kombination aus Ihrem Branchen-Know-how und technologischen Skills ist die beste Voraussetzung für starke Konzepte.

NEUE TECHNOLOGIEN

Blockchain, VR, AR, Quantencomputing, NFT und Metaverse sind Spielereien für Nerds aus dem Silicon Valley? Das haben die Menschen damals auch über das Internet gesagt.

Skills: Seien Sie offen für neue Technologien und prüfen Sie, ob und wie Sie diese für Ihr Unternehmen einsetzen können. Beobachten Sie den Markt, Ihre Mitbewerber*innen und beziehen Sie interessierte Mitarbeiter*innen in die Ideenfindung mit ein. Bewerten Sie jedes Jahr aufs Neue, welche Entwicklungen Ihr Unternehmen nach vorne bringen können. Das können auch vermeintlich kleine Dinge wie der Aufbau eines eigenen TikTok-Channels sein. Tipps und Anregungen dazu liefert zum Beispiel das Trendspot-Magazin.

2. Digitale Kompetenzen

Die Coronapandemie hat auf erschreckende Weise gezeigt, wie schlecht es um die digitalen Kompetenzen in vielen deutschen Unternehmen steht. Doch digital gut aufgestellt zu sein, bedeutet mehr als der störungsfreie Wechsel vom Büro ins Homeoffice.

DIGITAL LITERACY

Digital Literacy ist die Fähigkeit, digitale Medien angemessen zu nutzen. Während die meisten wissen, wie Browser, Suchmaschinen, soziale Netzwerke und Co. funktionieren, klaffen in Sachen Datenschutz und Umgang mit gängiger Software oft große Wissenslücken – auch auf Seite der Arbeitgeber*innen. Wissen Sie zum Beispiel, welche Datenschutzregeln im Homeoffice gelten?

Skills: Benennen Sie eine*n Datenschutzbeauftragte* n und räumen Sie der Person Zeit und Freiheiten ein, sich ihrer Aufgabe zu widmen. Klären Sie Ihre Mitarbeiter* innen über den sorgsamen Umgang mit Daten auf. Am besten in Form von unterhaltsamen Schulungen. Tipp: Beispiele echter Datenunfälle machen dabei mehr Eindruck als (nur) graue Theorie. Schulen Sie Ihre Mitarbeiter*innen im Umgang mit den gängigen Office-Programmen und schaffen Sie für Ihre Branche relevante Softwareprogramme an. Sorgen Sie dafür, dass es einheitliche Standards zum Beispiel für Schriftarten und PowerPoint-Präsentationen gibt. Eine Investition in effizientere Abläufe.

DIGITAL ETHICS

Künstliche Intelligenz und Big Data machen das Leben von Unternehmen leichter. Doch wenn Maschinen entscheiden, darf Ethik nicht zu kurz kommen.

Skills: Ziehen Sie rote Linien, was den Einsatz automatisierter Prozesse und Analysen betrifft. Setzen Sie ausschließlich diskriminierungsfreie Algorithmen ein und etablieren Sie einen Ethikrat, der auch die Kunden- und Datenschutzperspektive umfasst. Beispiel gefällig? Die Beurteilung von Kreditausfallwahrscheinlichkeiten auf der Basis von Namen und Wohngegend rangiert ethisch eher auf den unteren Plätzen.

DIGITALE ZUSAMMENARBEIT

Natürlich wissen Sie, dass digitale Zusammenarbeit funktioniert. Aber kennen Sie schon die ganze Bandbreite digitaler Kollaborationstools?

Skills: Eine standardisierte Videokonferenz-Software samt guter Webcams, Mikrofonen und Kopfhörern ist Pflicht. Gerade bei Online-Workshops und anderen Formen der digitalen Zusammenarbeit sind Kollaborationstools wie Mural oder Jira sehr wertvoll. Für die schnelle interne Kommunikation eignen sich Messaging-Tools wie Teams, Slack oder Mattermost. Review-Tools wie Filestage erleichtern die Zusammenarbeit verschiedener Abteilungen und mit Kund*innen. Tipp: Digitale Etikette ist keine Selbstverständlichkeit. Unterstützen Sie Ihre Mitarbeiter*innen dabei, online gut rüberzukommen.

DIGITAL LEARNING

Das Internet ist voll von Informationen. Doch wie organisiert man Wissen im Unternehmen so, dass alle etwas davon haben?

Skills: Wissen ist wertvoll. Zu wertvoll, um nur in einzelnen Köpfen zu stecken. Motivieren Sie Ihre Mitarbeiter*innen, ihr Wissen zu teilen und gehen Sie mit gutem Beispiel voran. Sorgen Sie dafür, dass Wissen schnell auffindbar ist. Das klappt unter anderem mit gut strukturierten Inhalten im Intranet. Räumen Sie Ihren Mitarbeiter*innen Zeit für Fortbildung im Alltag ein. Fördern Sie den Aufbau von Spezialwissen in ausgewählten Themengebieten. Dazu eignen sich Digital-Learning-Abos, Lern-Softwares und digitale Fortbildungsangebote von Vereinen und Verbänden, aber auch Video-Tutorials auf YouTube.

AGILES ARBEITEN

Teams, die eigenverantwortlich arbeiten, sind flexibler und können schnell auf Veränderungen reagieren. Eine Kernkompetenz bei digitalen Projekten.

Skills: Um agil zu arbeiten, braucht es mehr Vertrauen und weniger Bürokratie – ein Umdenken, das in der Chefetage beginnt. Ist dies geschafft, stellen Sie Teams zusammen und bilden Sie Ihre Mitarbeiter*innen in erprobten Methoden des agilen Arbeitens aus – zum Beispiel in SCRUM, Kanban und Design Thinking.

3. Klassische Kompetenzen

Ja, es gibt tatsächlich noch Kompetenzen, die nichts mit digitalen Medien zu tun haben. Klassische Kompetenzen bilden die Grundlage für den Erfolg Ihres Unternehmens. Dabei gilt fast immer: Wenn Sie die Rahmenbedingungen schaffen, entfalten Ihre Mitarbeiter*innen ganz automatisch ihr Potenzial.

LÖSUNGSFÄHIGKEIT

Corona hat uns gelehrt: Von einem Tag auf den anderen kann sich alles verändern. Wer schnell auf neue Situationen reagieren kann, kommt gut durch Krisen und andere unvorhergesehene Situationen.

Skills: Trainieren Sie, abseits abgetretener Pfade zu denken. Warten Sie nicht darauf, was andere tun, sondern finden Sie Lösungen, die zu Ihrem Unternehmen passen. Treffen Sie schnelle aber besonnene Entscheidungen. Erklären Sie Ihre Entscheidungen transparent und nachvollziehbar. Und passen Sie Ihre Lösungswege an, wenn sich die Rahmendaten verändern.

KREATIVITÄT

Sie glauben, Kreativität spielt in Ihrer Branche keine große Rolle? Dann denken Sie bei kreativen Prozessen vielleicht zu sehr in Richtung Basteln und Reimen. Kreativität als Future Skill für Unternehmen bezeichnet die Fähigkeit, außerhalb vorgefertigter Muster zu denken. Entscheidend in Zeiten, in denen Veränderung immer rasanter passiert.

Skills: Fordern Sie das kreative Potenzial Ihrer Mitarbeiter*innen heraus. Veranstalten Sie zum Beispiel einen Kreativworkshop. Dabei erlernen Sie klassische Kreativtechniken, die Ihnen im Alltag helfen, schnell außergewöhnliche Lösungen zu finden und Denkblockaden zu lösen. Das lohnt sich allein schon, um versteckte Talente zu entdecken: Sie werden überrascht sein, wie viel kreative Energie in Ihren Mitarbeiter*innen steckt.

UNTERNEHMERISCHES HANDELN

Mitarbeiter*innen, die eigenständig handeln dürfen, sind motivierter. Das ist aber nicht der einzige Grund, die Verantwortung für unternehmerischen Erfolg nicht nur am Chefsessel festzumachen. Sie haben selbst mehr Zeit für Ihre Kernaufgaben, können Ausfälle besser kompensieren und schaffen eine starke Wissenskultur im Unternehmen.

Skills: Befeuern Sie Lust auf Verantwortung. Das kann durch monetäre Anreize verstärkt werden, muss es aber nicht. Handlungsfreiräume und eine sinnstiftende Tätigkeit allein sind oft Grund genug für eine hohe Motivation und Zufriedenheit in der Belegschaft. Entscheidend dabei: Gehen Sie gelassen mit Fehlern um. Veranstalten Sie beispielsweise Fuck-up-Nights, bei denen alle – inklusive Sie selbst – von kleinen und großen Patzern erzählen. Das macht Mut und schafft Lerneffekte.

INTERKULTURELLE KOMMUNIKATION

Die Welt wird immer vielschichtiger, bunter, diverser. Gut so. Vorausgesetzt, Sie sind in der Lage, angemessen mit den unterschiedlichen Gruppierungen zu kommunizieren. Unsensible Botschaften befördern Sie auf direktem Weg in einen Shitstorm.

Skills: Interkulturelle Kommunikation bedeutet mehr als die Fähigkeit, Fremdsprachen zu sprechen – wobei Sie zumindest Englisch draufhaben sollten. Es bedeutet, dass Sie Besonderheiten in der Ansprache und im Umgang mit unterschiedlichen Gruppen kennen (und respektieren). Angefangen mit gendergerechter Sprache über barrierefreie Websites und den passenden Ton (Duzen!) in sozialen Medien. Bis hin zu einer klaren Haltung bei gesellschaftspolitischen Themen. Finden Sie heraus, wo Ihr Unternehmen steht. Und richten Sie sämtliche Kommunikationsformen konsequent an Ihrer Haltung aus.

RESILIENZ

Noch so ein Corona-Learning: Den Kopf in den Sand stecken oder panisch im Kreis laufen sind keine guten Ideen. Das gilt nicht nur für Krisenzeiten, sondern für alle schwierigen Situationen. Eine Schlüsselfigur im Team fällt plötzlich aus? Wichtige Teile sind nicht lieferbar? Und was ist eigentlich, wenn die Bank Ihnen morgen nur noch Kredite gibt, wenn Sie klimaneutral agieren?

Skills: Handeln Sie nicht erst, wenn der Karren im Dreck steckt. Analysieren und erkennen Sie Risiken frühzeitig und entwickeln Sie Strategien für die Zukunft. Behalten Sie im Blick, welche Einflüsse technologische oder gesellschaftliche Veränderungen auf Ihr Business haben können. Verteilen Sie die Verantwortung in Teams auf mehrere Schultern. Kurz gesagt: Seien Sie adaptiv, also anpassungsfähig. Dann sind Sie Veränderungen mindestens einen Schritt voraus.

4. Transformative Kompetenzen

Schon 2018 befragten die Studienmacher der Future Skills Unternehmen und Behörden, welche Kompetenzen sie von Ihren Beschäftigten in Zukunft erwarten. Die Schwerpunkte haben sich verschoben, doch die Kategorien blieben gleich. Neu hinzugekommen sind in der aktuellen Umfrage die transformativen Kompetenzen. Sie sind die Antwort auf die großen gesellschaftlichen Herausforderungen – den Klimawandel und andere globale Krisen. Ihr Kernziel: ein Bewusstsein für gesellschaftliche Herausforderungen zu schaffen und gemeinsam Lösungen zu finden.

URTEILSFÄHIGKEIT

Fake News gehören zu den größten Bedrohungen des gesellschaftlichen Friedens. Mediale Berichte und wissenschaftliche Erkenntnisse einordnen zu können, ist eine wichtige Schlüsselkompetenz – auch für Unternehmen.

Skills: Bleiben Sie auf dem Laufenden und informieren Sie sich aus seriösen Quellen. Erkennen Sie, welche Rolle Ihr Unternehmen innerhalb gesellschaftlicher Prozesse spielt – und stellen Sie sich Ihrer Verantwortung. Entwickeln Sie zum Beispiel eine Nachhaltigkeitsstrategie und berichten Sie in einem Nachhaltigkeitsbericht über Ihre nachhaltigen ökonomischen und sozialen Aktivitäten.

INNOVATIONSKOMPETENZ

Das Energiedilemma mit Russland und die Abhängigkeit von China zeigen: Sich blind auf andere zu verlassen, kann nach hinten losgehen. Wer es schafft, Abhängigkeiten von Produkten, Dienstleistungen, Prozessen und Aktivitäten zu durchbrechen, kann sich entspannt zurücklehnen. Und bei richtig guten Ideen Vorreiter*in für die gesamte Branche werden.

Skills: Innovation ist keine reine Chefsache. Aber der Wille dazu muss von ganz oben kommen. Im Klartext: Nur in Unternehmen, die Ihren Teams ausreichend Zeit und Budget für Innovation zur Verfügung stellen, sprießen Ideen. Dabei muss nicht immer eine weltbewegende neue Erfindung herausspringen. Regen Sie Ihre Mitarbeiter*innen dazu an, mit neuen Produkten zu experimentieren oder bestehende Prozesse zu verbessern. Ausdrücklich für Innovationsprojekte reservierte Zeiträume wie Innovation Nights, in denen sich Mitarbeiter*innen einem selbst gewählten Projekt widmen dürfen, befeuern die Start-up-Mentalität in Unternehmen.

MISSIONSORIENTIERUNG

Viele der in deutschen Unternehmen angestellten Mitarbeiter*innen wissen nicht, was die Mission Ihres Arbeitgebers ist. Mit anderen Worten: Sie wissen gar nicht so richtig, warum sie tun, was sie tun. Das ist nicht nur schlecht fürs Employer Branding, sondern verhindert auch, dass Ihre Mitarbeiter*innen mit Feuereifer an einem gemeinsamen Ziel arbeiten.

Skills: Geben Sie Ihren Mitarbeiter*innen einen Grund, stolz auf ihre Tätigkeit zu sein. Entwickeln Sie eine auf die Werte Ihres Unternehmens zugeschnittene packende Geschichte, die Ihr Team jeden Tag daran erinnert, warum es tut, was es tut – und dass es nur gemeinsam geht. Lassen Sie Ihre Mission in alle Teile Ihrer Kommunikation einfließen und richten Sie Design, Sprache, Aktionen, Konditionen und Projekte daran aus. Denn auch Kund*innen lieben (und fordern) gute Geschichten.

VERÄNDERUNGSKOMPETENZ

„Früher war alles besser“ war schon früher ein schlechtes Motto. Statt sich mit Händen und Füßen gegen Veränderungen zu sträuben, müssen Unternehmen lernen, sie anzunehmen. Im besten Fall sind Sie Ihrer Zeit voraus, haben Entwicklungen längst analysiert und schon einen Plan in der Schublade. Tipp: Unser Trendspot-Magazin ist voll mit Ausblicken auf das kommende Marketing-Jahr und darüber hinaus. Eine gute Basis, um optimistisch in die Zukunft zu schauen.

Skills: Sehen Sie Veränderungen als Chance. Lassen Sie konstruktive Kritik zu. Laden Sie dazu zum Beispiel nach dem Abschluss größerer Projekte zu (moderierten) Retrospektiven ein und nehmen Sie Fehler zum Anlass, sich zu verbessern. Das gilt auch für interne Strukturen. Seien Sie offen für Vorschläge von Mitarbeiter*innen und trauen Sie sich, neue Wege zu gehen – von flexibleren Arbeitszeiten über neue Gehaltsmodelle bis hin zu nachhaltiger Unternehmensführung. Expert*innen für Trendanalysen und Change Management helfen Ihnen dabei, Veränderung strukturiert und gewinnbringend umzusetzen.

DIALOG- UND KONFLIKTFÄHIGKEIT

Der Ton wird rauer. Nicht nur in Kommentarspalten auf Social Media, sondern auch unter Kolleg*innen. Denn private Entscheidungen sind längst nicht mehr privat. Vom Impfstatus bis zum Fleischkonsum bieten zahlreiche Themen Zündstoff über die Mittagspause hinaus. Aber auch betriebliche Entscheidungen etwa zu Homeoffice, Bonuszahlungen und Kurzarbeit verlangen diplomatisches Geschick und kommunikatives Fingerspitzengefühl.

Skills: Die Zeiten, in denen Vorgesetzte einfach über die Köpfe ihrer Belegschaft hinweg bestimmen können, sind vorbei – zumindest, wenn Sie schlechte Bewertungen im Internet und Fachkräftemangel umgehen wollen. Holen Sie Mitarbeiter* innen bei wichtigen Entscheidungen mit ins Boot. Sprechen Sie Konflikte an – je nach Fall in kleinen Gruppen oder mit der gesamten Belegschaft. Etablieren Sie eine respektvolle Diskussionskultur und gehen Sie mit gutem Beispiel voran. Machen Sie aber auch klar, welche Themen am Arbeitsplatz keinen Raum haben können und, dass menschenverachtendes Verhalten nicht toleriert wird.

Sören ist Geschäftsführer von New Communication. Der studierte Betriebswirt ist immer auf der Jagd nach neuen Herausforderungen. Wenn er die in der Gegenwart nicht findet, sucht er sie in der Zukunft – in Form von Trends, die die Marketing-Welt bewegen. Und weil Zeitreisen für Sören nicht genügen, überrascht er im Anschluss die gesamte Belegschaft mit Stunt-Training. Ehrensache, dass wir auch dort für ihn durchs Feuer gehen.

Vera Baastrup

Vera ist Creative Director bei New Communication. Die studierte Medien- und Literaturwissenschaftlerin ist Fachfrau für Textverständlichkeit und Kampagnen. Am liebsten würde Vera eine Kampagne gegen Friseur-Namen aus der Hölle starten. Bei Cut-Haar-Ina, Liebhaarber, Haireinspaziert und Co. stehen ihr nämlich jedes Mal die Haare zu Berge.

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